Dresden: Sprengstoff-Anschläge auf Moschee und Kongresszentrum

Symbolfoto: © burntimes

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Nur wenige Tage vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr in Dresden stattfindet, wurden am Montagabend zwei Sprengstoffanschläge verübt. Die Sprengstoffanschläge haben einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Polizei bestätigte, dass es sich um professionellen Sprengstoff handelte. Der erste Anschlag ereignete sich gegen 21.40 Uhr auf die Fatih-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde. Die Moschee veröffentlichte im sozialen Netzwerk Facebook am Dienstagmorgen gegen 0.50 Uhr Bilder, auf denen unter anderem die rußverschmierte Eingangstür zu sehen war. Kurz drauf explodierte, gegen 22.15 Uhr, auch am Kongresszentrum ein weiterer Sprengsatz. Menschen wurden bei beiden Explosionen nicht verletzt. Am Dienstag fanden in der Moschee die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Islamkonferenz statt.

Die Polizei versendete die Pressemitteilung erst am Dienstagmorgen um kurz nach acht Uhr. Die Polizei in Dresden begründete dieses Vorgehen mit der möglichen Verfolgung eines Täters. Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden hat Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére verurteilte die Sprengstoffanschläge scharf.

Die Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Die Behörden sind jedoch in Alarmbereitschaft und bewachen alle islamischen Einrichtungen in Dresden verschärft. Die Feier zur Einheitsfeier am 3. Oktober soll aufgrund der Anschläge nicht eingeschränkt werden. Darauf verständigten sich die Behörden und die Polizei am Dienstag. Die Feierlichkeiten werden abgesichert, wie es noch nie zuvor der Fall war. Die dreitägigen Feierlichkeiten werden von bis zu 2.600 Polizisten begleitet. Zusätzliche Unterstützung erhalten die Beamten von Teilen der Eliteeinheit GSG9, die ebenfalls in Dresden vor Ort sein wird. Mehr als 1.400 Betonklötze sollen außerdem alle Zufahrtswege zum Veranstaltungsgelände blockieren, sodass es nicht zu einem Anschlag, wie im französischen Nizza kommen kann. Dort raste ein radikalisierter Mann am Abend des 24. Juli während eines Festaktes über die Strandpromenade durch die Menschenmenge und tötete dabei 80 Menschen.

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Terroralarm in München: Mindestens neun Tote

Symbolfoto: © burntimes

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Am Freitagabend hat sich in München ein Terrorakt ereignet. Am Münchener Olympia-Einkaufszentrum fielen Schüsse. Es gab mindestens neun Tote. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und hat den Hauptbahnhof evakuiert. Der S- und U-Bahn-Verkehr wurde eingestellt. Die Polizei wird noch die ganze Nacht zu Samstag die Lage sichern. Die Münchener wurden aufgefordert nicht auf öffentliche Plätze zu gehen, sondern Zuhause zu bleiben und die Türen zu schließen. Außerdem wurde die Anti-Terror-Einheit GSG 9 angefordert. Um 17.50 Uhr meldeten sich erste Zeugen, die über eine Schießerei berichteten. Ob es einen oder mehrere Täter gibt ist noch unklar. Ebenfalls ist noch nicht bekannt welchen Hintergrund die Tat hat. Die Polizei schließt weder eine islamistische, noch eine rechtsextreme Tat aus. In einem Video eines Augenzeugen ist ein möglicher Täter zu sehen, der deutsch mit bayerischem Akzent sprach und sich ausländerfeindlich äußerte. Bei dem Täter handelte es sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner, der sich in psychologischer Behandlung befand. Dieser junge Mann hatte sich am Freitagabend gegen 22 Uhr vor den Augen von Polizisten mit einem Kopfschuss selbst getötet. Es könnte sich um einen der Täter handeln, der sich selbst tötete. Die Polizei prüft zur Zeit, ob die Person an der Tat beteiligt ist.

Bundespräsident Joachim Gauck meldete sich zu Wort und sagte, dass ihn der Angriff in München zutiefst entsetzt und er in Gedanken bei allen Opfern und allen Angehörigen ist, die um einen geliebten Menschen fürchten oder trauern.

Das Sommerfestival Tollwood wurde in München aufgrund der Ereignisse am Freitagabend abgebrochen. Nach wie vor gibt die Polizei keine Entwarnung, bittet meidet die Öffentlichkeit. Wenn ihr in einem Gebäude oder auf einer Veranstaltung seid (Konzert oder Ähnliches): Bleibt auf der Veranstaltung!

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Neue Anti-Terror-Einheit BFE+ wird die GSG9 unterstützen

Symbolfoto: © DomoK | wikipedia

Symbolfoto: © DomoK | wikipedia

Am Mittwoch haben die ersten 50 Beamten ihren Dienst in der neuen Anti-Terror-Einheit BFE+ bei der Bundeswehr im brandenburgischen Blumberg aufgenommen. Diese Einheit soll zukünftig die GSG9 sowie die Bundespolizei im Anti-Terror-Einsatz unterstützen. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sagte, dass die Einheit nötig gewesen sei. Die Einheit wird auf bis zu 250 Kräfte aufgestockt, die an verschiedenen Standorten stationiert werden.

Mit der neuen Einheit BFE+ reagiert die Bundesregierung auf eine neue Form von Terroranschlägen, bei denen die Täter Bombenangriffe mit Geiselnahmen und bewaffneten Angriffen Übergriffen. Ein Beispiel dafür sind die Anschläge von Paris im November sowie das Attentat auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris.

Ziel der BFE+ ist es im Falle eines Anschlags die Reaktions- und Durchhaltefähigkeit zu verbessern und die Bundespolizei sowie die GSG9 zu entlasten.

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