Syrien: Experten bestätigen Giftgas-Einsatz

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) teilte am Mittwoch mit, dass keine Zweifel mehr an dem Einsatz von Giftgas im Ort Scheichun bestehen. Es wurde zweifelsfrei ein Nervengas wie Sarin eingesetzt, teilte die Organisation mit. Das ist aufgrund von Analysen in Labors unbestreitbar. Die Türkei teilte bereits in der vergangenen Woche mit, dass es Beweise für den Einsatz von Giftgas gibt. Bei dem Angriff starben am 4. April insgesamt 87 Menschen, davon 31 Kinder (wir berichteten). Frankreich ist sich sicher, dass der syrische Machthaber Assad hinter dem Giftgas-Angriff steckt. Die USA hatten kurz nach dem Giftgas-Einsatz den Luftwaffenstützpunkt, von dem der Angriff ausging, als Reaktion angegriffen. Der syrische Machthaber Assad bezeichnete die Vorwürfe, dass er hinter dem Giftgas-Einsatz auf die eigene Bevölkerung steckt als „hundert Prozent konstruiert“.

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Geplante UN-Resolution gegen Giftgas-Einsatz in Syrien: Russland legt erneut Veto ein

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Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch einen neuen Anlauf unternommen, über eine Resolution im Syrien-Konflikt abzustimmen. Der inzwischen vierte Entwurf zum mutmaßlichen Giftgas-Anrgiff in Syrien mit 80 Todesopfern verurteilt den Angriff scharf. Die Resolution hätte die syrische Regierung verpflichtet internationalen Ermittlern Zutritt zu gewähren. Bereits in der letzten Woche hatte Russland die Resolution mit einem Veto blockiert. Der neue Entwurf behielt die Formulierungen bei und wurde am Mittwoch von Russland erneut abgelehnt. Zehn Mitglieder stimmten für die Resolution. China und Russland enthielten sich der Stimme.

Der UN-Botschafter forderte alle Seiten auf, die neue Resolution zu unterstützen. Er betonte, dass eine Übergangsregierung in Syrien nötig sei, um einen bleibenden Frieden zu schaffen.

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Syrien: Erneuter Giftgaseinsatz – 72 Tote darunter auch Kinder – USA drohen mit Alleingang

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Der syrische Machthaber Assad weiß, dass er trotz der Angriffe auf seine Bevölkerung mit Giftgas nicht zu befürchten hat. Bei einem neuen Giftgas-Angriff sind am Dienstag in der syrischen Provinz Idlib mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen auch 20 Kinder. Die US-Regierung reagierte bestürzt. US-Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch mit einem Alleingang, wenn die Vereinten Nationen nicht „in der Lage sind“ auf den Gigtgas-Angriff reagieren. Trump sagte, dass für ihn einige Linien überschritten wurden. Russland hatte zuvor eine von den USA eingebrachte Resolution abgelehnt. Die US-Botschafterin Haley fragte im Sicherheitsrat: „Wie viele Kinder müssen noch sterben, bevor Russland handelt.“ Das UN-Kinderhilfswerk Unicef sprach von „ schrecklichen und herzzerreißenden“ Bildern“.

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Syrien-Krieg: Hilfsorganisation teilte mit, dass 93 Menschen bei Giftgas-Angriff starben

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Die Hilfsorganisation Union of Medical Care and Relief Organizations teilte mit, dass bei einem Giftgas-Angriff auf die syrische Stadt Hama mindestens 93 Menschen starben, darunter viele Kinder. Der Angriff ereignete sich am Montagmorgen um 6.30 Uhr Ortszeit. Die Getöteten wiesen keinerlei Spuren von Gewalt auf. Der Angriff mit Chemikalien hatte sich in den östlichen Vororten der Stadt ereignet. Unklar ist, wer den Angriff verübt hat. Sowohl die syrische Regierung als auch die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) hatten in der Vergangenheit Giftgas eingesetzt.

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Syrien-Krieg: Hubschrauber hat Fässer mit giftigem Chlorgas abgeworfen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Nach dem ein russischer Transporthubschrauber des Militärs abgeschossen wurde (wir berichteten), wurden in der Nacht zu Dienstag von einem Hubschrauber, Behälter mit giftigem Gas, 15 Kilometer entfernt von der Absturzstelle des russischen Transporthubschraubers, abgeworfen. Es könnte sich hierbei um einen Racheakt handeln. Insgesamt sind in der Stadt Sarakeb 33 Menschen von den Giftfässern betroffen. Unter den 33 Betroffenen befinden sich 18 Frauen und Kinder. Bei dem Gas handelte es sich um Chlorgas. Ein veröffentlichtes Video zeigt Menschen mit Atemnot. Sie bekommen von Rettungskräften Atemschutzmasken gereicht.

Von der syrischen Assad-Regierung, als auch von Russland gab es dazu bisher keine Stellungnahmen. Die syrische Regierung und der Verbündete Russland bestreiten strikt, dass chemische Waffen gegen die in Syrien lebende Bevölkerung eingesetzt wird. Der Westen wirft der syrischen Regierung jedoch vor mit Chlorgas und anderen chemischen Waffen gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Syrien als auch die Regierung in Russland verdächtigen die Rebellen mit solchen Waffen zu hantieren.

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