Stichwahl in Frankreich: Emmanuel Macron wird neuer Präsident

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Frankreich hat Emmanuel Macron die Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Marie Le Pen gewonnen. Le Pen gestand sofort nach der ersten Hochrechnung ihre Niederlage ein und gratulierte dem 39-jährigen Macron. Der scheidende Präsident Hollande sprach sich im Vorfeld für Macron als Nachfolger aus. Die Präsidentschaftswahl galt als Schicksalswahl für Frankreich und ganz Europa. Marie Le Pen wollte als Präsidentin Frankreich aus der Euro-Zone und der EU führen, sowie alle Grenzen mit Hilfe von Soldaten abriegeln. Dazu wollte sie 15.000 Polizisten und Soldaten rekrutieren.

Macron hingegen hat sich immer für ein zuversichtliches und offenes Frankreich ausgesprochen. Der parteilose Macron galt noch im Herbst letzten Jahres als Außenseiter.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 75 Prozent. Das ist die niedrigste Wahlbeteiligung in Frankreich seit 1969.

Schweiz-Wahl: Rechtsnationale SVP ist klarer Sieger der Parlamentswahlen

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die rechtsnationale SVP-Partei hat die Parlamentswahlen in der Schweiz klar gewonnen. Laut landesweiter Hochrechnung holte die SVP insgesamt 65 der 200 Sitze im Nationalrat. Damit hat das rechte Lager in der Schweiz zukünftig deutlich mehr zu sagen. Die zweitstärkste Kraft sind die Sozialdemokraten (SP). Die nationalkonservative Schweizer Volkspartei (SVP) forderte nach einer Verschärfung des Asylrechts und hat damit die Wahlen gewonnen. Die SVP hatte außerdem angekündigt, sie wolle die Zuwanderung von Ausländern in die Schweiz begrenzen, Missbräuche im Asylwesen beseitigen und einen Anschluss des Alpenlandes an die Europäische Union verhindern. Bei Wahlkampfveranstaltungen der SVP war häufig der Slogan „Asylchaos und Masseneinwanderung stoppen“ zu lesen. Dass die SVP ihre Position in der Schweiz weiter ausbauen konnte, hängt unmittelbar mit der Flüchtlingskrise zusammen. Meinungsforscher sprachen in letzter Zeit von einer Machtverschiebung von Mitte-Links nach Mitte-Rechts.

Die SVP kämpft schon seit Jahren gegen den Zuzug von Ausländern und verbirgt sich auch hinter der Initiative gegen Masseneinwanderung, welche die Bevölkerung im Februar 2014 mit knapper Mehrheit angenommen hat. Am 9. Dezember wird das Parlament eine neue Regierung wählen.

Echo-Verleihung 2015: Helene Fischer und Herbert Grönemeyer gewinnen Echos

© Echo | Bundesverband Musikindustrie

© Echo | Bundesverband Musikindustrie

Am Donnerstagabend wurden in der Berliner Messe wieder die diesjährigen Echos verliehen. Der Echo ist die bedeutendste musikalische Auszeichnung in Deutschland. Die Show begann mit einer Schweigeminute für die Opfer der Flugkatastrophe in den französischen Alpen, bei der 150 Menschen, darunter 75 Deutsche ums Leben kamen. Barbara Schöneberger führte ganz in schwarz gekleidet durch den Abend. Anschließend erinnerten acht Stars, darunter Udo Lindenberg, Xavier Naidoo, Adel Tawil, Roger Cicero, Herbert Grönemeyer, Annett Louisan und Sarah Connor mit dem Lied „Ich weiß, was ich will“, an den im Dezember letzten Jahres verstorbenen Udo Jürgens.

Herbert Grönemeyer wurde als bester Künstler Rock/Pop National mit dem Echo ausgezeichnet. Die 24-jährige Sängerin Senta-Sofia Delliponti wurde zur Künstlerin Rock/Pop National gekürt und holte zusätzlich noch den Echo als Newcomer. Andrea Berg erhielt den Echo für den besten Livecact. Helene Fischer gewann den Echo in allen vier Kategorien, in denen sie nominiert war. Sie erhielt den Echo für ihr Album „Farbenspiel“ in der Kategorie Album des Jahres. Außerdem erhielt sie für den Song „Atemlos“ einen weiteren Echo für den Hit des Jahres. Till Schweiger, mit dem Helene Fischer einen „Tatort“ gedreht hatte, überreichte ihr außerdem noch den Echo in der Kategorie Schlager. Mit dem dritten Echo erklärte die Sängerin die „Helene-Fischer-Festspiele“ für eröffnet. Ihren vierten Echo erhielt sie in der Kategorie Musik-DVD/Blu-Ray des Jahres. Das Projekt Unheilig mit dem Frontmann Der Graf, dass sich dieses mit einer Abschiedstournee von der Bühne verabschieden wird, erhielt einen Echo in der Kategorie Rock/Alternative National. In der Kategorie volkstümlicher Schlager gewann der österreichische Volks-Rock’n-Roller Andreas Gabalier den Echo. Per Video wurde von Thomas Gottschalk der Echo in der Kategorie Rock/Pop Alternative an AC/DC verliehen.

Zum Ende der Echo-Gala nahm Udo Lindenberg den Echo für sein soziales Engagement von Detlev Buck entgegen. Außerdem gab es Standing Ovations für die sichtlich berührte Nana Mouskouri. Sie wurde in der Kategorie Lebenswerk mit dem Echo ausgezeichnet. Per Videobotschaft gratulierte ihr Quincy Jones. Er sagte: „Ich liebe dich aus tiefstem Herzen, Glückwunsch für deinen Preis.“