Plauen: Extreme Ausschreitungen bei Mai-Demonstration

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

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Im sächsischen Plauen sind am Sonntag, dem Tag der Arbeit, Rechtsextreme und linke Gegendemonstranten auf die Straße gegangen. Die Polizei teilte mit, dass es zu extremen Ausschreitungen gekommen sei, die von den Rechtsextremen ausgingen. Die Polizei konnte Zusammenstöße zwischen Rechtsextremen und Linksextremen trotz des massiven Gewaltausbruchs verhindern. Mehrere Menschen wurden verletzt, bestätigte die Polizei. Die sächsischen Beamten setzten Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die Gruppen zu trennen. An der Demonstration nahmen etwa 1.000 Linksextreme und 500 Neonazis teil.

Viele der Demonstranten waren vermummt. Die Polizei löste die Kundgebung schließlich auf. Die Demonstration der Rechtsextremen wurde zuvor vom Organisator für beendet erklärt. Die Demonstration der Neonazis wurde von der Gruppierung „Der III. Weg“ angekündigt. Diese Gruppe wird seit Jahren als rechtsextremistisch eingestuft und vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Neonazis reisten aus ganz Deutschland nach Plauen an. Am 1. Mai 2014 hatten die Rechtsextremen schon einmal in Plauen demonstriert.

Thügida-Fackelmarsch an Hitlers Geburtstag in Jena: Mehr als 3.000 Menschen demonstrierten

Symbolfoto: © burntimes

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Mehr als 3.000 Menschen haben am Mittwochabend gegen einen Thügida-Fackelmarsch demonstriert. Mehrere Parteien und örtliche Verbände hatten zu zahlreichen Gegenveranstaltungen aufgerufen. Das Thügida-Bündnis wird von Rechtsextremen dominiert. Dieses Bündnis – der thüringische Ableger der Pegida-Bewegung – hatte am Mittwoch angekündigt mit angezündeten Fackeln zwischen Paradies- und Busbahnhof zu marschieren. Die Polizei teilte mit, dass zunächst lediglich 35–40 Teilnehmer am Versammlungsort eintrafen. Aufgrund eines Kabelbrandes in einem Zug saßen mehrere Teilnehmer zunächst fest, sodass sich der Beginn verzögerte. Schlussendlich sprachen die Beamten von etwa 200 Thügida-Anhängern. Die Polizei hat Hundertschaften eingesetzt, unter anderem aus Thüringen, Bayern und Brandenburg.

Der Fackelmarsch fand am Geburtstag von Adolf Hitler (20.04.1889) statt. Der Termin konnte deswegen nicht verhindert werden, teilte die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Der Anmelder des Thügida-Fackelmarsches bestand auf das Datum. Die angebotenen Ausweichtermine wurden vom Veranstalter abgelehnt und stattdessen wurde mit einer Klage gedroht. Jena war schließlich vor Gericht mit der Verschiebung gescheitert. Die Thügida-Anhänger hatten angekündigt 88 Fackeln zu entzünden. Gegner beklagten sich darüber, dass die Rechtsextremen durch solche genehmigten Veranstaltungen bestärkt werden.

Die Polizei hatte während des Fackelmarsches zu tun. Immer wieder versuchten Gegendemonstranten Absperrungen zu durchbrechen. Das Zentrum von Jena war während der Demonstrationen lahmgelegt.