Berlin: Junge Flüchtlinge gehen auf den Strich

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Am Montag wurde bekannt, dass im Berliner Tiergarten immer mehr junge Schutzsuchende aus Not auf den Strich gehen – unter ihnen auch Minderjährige. Der RBB teilte mit, dass sich der Tiergarten in eine Art Strich für junge männliche Geflüchtete entwickelt hat, die keine finanzielle Unterstützung erhalten. Die Hilfsorganisation „Moabit hilft“ teilte mit, dass es sich um viele junge Männer handelt, die abgeschoben werden sollen. Die Flüchtlingshelfer sagten, dass die Mehrheit keine andere Möglichkeit hat, um an Geld zu gelangen und heterosexuell ist. Die jungen Männer fangen demnach an sich für Geld zu prostituieren, wenn sie keine Hilfsprogramme mehr erhalten oder keine Unterkunft haben. Es gibt inzwischen auch Schutzsuchende die bei Freiern eingezogen sind und dort gegen Sex wohnen dürfen. Professionelle Hilfe ist nötig. Der Verein „Hilfe für Jungs“ schickte unter anderem Vereinsmitglieder in den Tierpark, um die Schutzsuchenden über die Risiken von HIV aufzuklären und ihnen Unterstützung anzubieten. „Die Integrationspolitik der Bundesregierung ist gescheitert“, sagte die Berliner Landeschef Schubert. Die Linke fordert aus diesem Grund deutlich mehr in Integration und Sozialpolitik zu investieren.