UEFA ermittelt nach schweren Krawallen in Nizza und Marseille

Symbolfoto: © burntimes

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In den EM-Stadien in Nizza und Marseille ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Am Samstag sorgten russische und britische Hooligans für Chaos. Es kam zu schweren, brutalen Ausschreitungen vor während und nach dem Spiel zwischen England und Russland in Marseille. Dabei haben sich im Stadion regelrechte Verfolgungsjagden abgespielt. Auch in Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen. Dort hatten 30 einheimische Hooligans bei dem Spiel zwischen Nordirland und Polen die Fans beider Länder provoziert. Die nordirischen Fußballfans wurden beispielsweise mit Bierflaschen abgeworfen. Neun Menschen wurden hierbei verletzt und mussten teils in Krankenhäusern behandelt werden. In Marseille wurde ein Fan lebensgefährlich verletzt. Es gab dort insgesamt 35 Verletzte zu beklagen. Acht mögliche Täter wurden verhaftet. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien werden nach den Krawallen noch einmal erhöht, teilte die UEFA mit.

Als erste Konsequenz hat der europäische Fußballverband UEFA Ermittlungen eingeleitet. Russland rechnet mit einer Geldstrafe.

Ägypten: Nach der Massenpanik im Stadion von Port Said mit 74 Toten wurden elf Todesurteile gesprochen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Am Dienstag wurden elf Todesurteile gegen ägyptische Fußball-Ultras ausgesprochen, die für die Massenpanik mit 74 Toten im Stadion von Port Said im Jahr 2012 die Verantwortung tragen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die elf Angeklagten für den Tod dutzender Menschen verantwortlich seien. In Port Said waren im Februar 2012 insgesamt 74 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Abpfiff gingen Anhänger der Mannschaft Al-Masri auf Fans des Kairoer Klubs Al-Ahli los. 74 Menschen wurden niedergetrampelt, erstochen oder erschlagen. Die Ausschreitungen ereigneten sich kurz nach dem Sturz des Präsidenten Mubarak, als die obersten Streitkräfte das Land regierten. Die Fans des Kairoer Klubs Al-Ahli waren gegen Mubarak. Die Fans in Kairo fühlten sich offensichtlich durch Plakate der gegnerischen Fans beleidigt. Die ägyptische Polizei schritt kaum ein und wurde anschließend beschuldigt, Anhänger des Klubs Al-Ahli in einer Art Racheakt geopfert zu haben.

Einer der Verantwortlichen wurde in seiner Abwesendheit verurteilt. Gegen die Todesurteile kann Berufung eingelegt werden. Mehrere dutzend weitere Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. 21 Beschuldigte wurden freigesprochen.

Anfang Februar 2015 kamen bei schweren Ausschreitungen während des Fußballspiels zwischen Zamalek Kairo und ENPPI in Kairo 19 Menschen ums Leben.