Ermordete 19-jährige Studentin in Freiburg: 17-Jähriger festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Ein gefärbtes Haar hat den Durchbruch im Fall der vergewaltigten und gewaltsam ermordeten 19-jährigen Studentin in Freiburg gebracht. Das am Tatort aufgefundene Haar war 18,5 Zentimeter lang und blond gefärbt. Der Sexualmord konnte am Samstag dadurch weitgehend aufgeklärt werden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-jährigen unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan. Er war im November 2015 alleine aus Afghanistan eingereist. Der junge Flüchtling wohnte bei einer Familie im Freiburger Osten, die bereits vernommen wurde. Eine DNA-Probe hat den Tatverdacht in der Nacht zu Samstag bestätigt.

Der dringend Tatverdächtige, der inzwischen seine auffällige Frisur etwas veränderte, fiel einer Polizeistreife in Littenweiler auf. Er sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Eine Überwachungskamera in einer Straßenbahn der Linie 1 der Freiburger Verkehrs-AG hat die Ermittler der eingerichteten Sonderkommission auf die Spur des Tatverdächtigen geführt. Er stieg in der Tatnacht am 16. Oktober um 1.57 Uhr am Bertoldsbrunnen in die S-Bahn ein und fuhr bis zur Endhaltestelle Lassbergstraße in Littenweiler.

Die Frau war nachts von einer Party nicht heimgekehrt. Sie ist später ertrunken am Dreisamufer auf Höhe des SC-Stadions in Freiburg aufgefunden worden. Bei der Untersuchung der Leiche wurden körperliche Spuren entdeckt, die auf ein Gewalt- und Sexualverbrechen hindeuteten. Eine Obduktion ergab schließlich, dass die 19-Jährige vergewaltigt wurde. Ob die Medizinstudentin ertränkt wurde ist unklar.

Der Tatverdächtige hat bisher noch keine Angaben zu der Tat gemacht. Zur Zeit wird auch überprüft, ob ein Zusammenhang mit dem Mord an der 27-jährigen Joggerin besteht. Im Endinger Fall konnte bisher noch keine verwertbare DNA gesichert werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den zwei Fällen, um verschiedene Täter handelt.

Endingen/Freiburg: Leiche der vermissten 27-jährigen Joggerin wurde gefunden – sie wurde Opfer eines Sexualverbrechens

Symbolfoto: © burntimes

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Tagelang suchten die Einsatzkräfte fieberhaft nach der seit vergangenem Sonntagnachmittag vermissten 27-jährigen Joggerin aus dem baden-württembergischen Endingen. Seither war eine Suchaktion mit Rettungskräften, Suchhunden und einem Polizei-hubschrauber im Gange. Am Donnerstag um kurz vor 15 Uhr, fanden Suchkräfte der Polizei in einem kleinen Waldstück zwischen Endingen und Bahlingen eine tote Frau. Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung, die noch in der Nacht zum Freitag im Institut für Rechtsmedizin in Freiburg durchgeführt wurde, steht fest, dass die seit Sonntagnachmittag vermisste Carolin Gruber aus Endingen Opfer eines Sexualverbechens geworden ist. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag übereinstimmend mit. Einen dringenden Tatverdacht gibt es aktuell nicht.

Es wird zur Zeit ein Zusammenhang mit dem Mord an einer 19-jährigen Medizinstudentin in Freiburg geprüft. Die 19-Jährige war am 16. Oktober tot am Ufer des Flusses Dreisam aufgefunden worden (wir berichteten).

Die Polizei richtet sich mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:
• Wer hat Carolin Gruber am Sonntag, den 6.11.2016, ab 15 Uhr, gesehen?
• Wer hat am Sonntag, 6.11.2016, oder in den Tagen zuvor im Bereich der Verbindungswege in den Weinbergen zwischen Endingen und Bahlingen verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen?
• Wer hat sonstige verdächtige Beobachtungen gemacht?
• Wer kann sachdienliche Hinweise jeglicher Art geben, die mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen könnten?
Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat Emmendingen, Telefon 07641/582-200.

Urteil nach Selbstjustiz in Freiburg: Vater tötete Vergewaltiger seiner Tochter gemeinsam mit seinem Sohn

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Das Landgericht in Freiburg hat am Montagvormittag ein Urteil im Fall der tödlichen Selbstjustiz gegen einen 18-jährigen Schüler und seinen Vater gesprochen. Der 18-Jährige wurde zu einer achtjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das Landgericht sprach ihn am Montag des Mordes schuldig, nachdem er zugegeben hatte im Juni 2014 in Neuenburg am Rhein gemeinsam mit seinem 48-jährigen Vater den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner Schwester in einen Hinterhalt gelockt und getötet zu haben. Der angeklagte Vater wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Schüler war zum Tatzeitpunkt noch 17 Jahre alt. Deswegen wurde er nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Der 27-jährige Vergewaltiger starb noch am Tatort. Bei der anschließenden Obduktion wurden 23 Messerstiche in Körper, Gesicht und Hals ermittelt. Die Polizei fahndete nach dem flüchtigen Vergewaltiger in den Tagen, konnte ihn jedoch nicht ausfindig machen, weil er untergetaucht war. Die Familie, die den Mann anzeigte, machte sich selbstständig auf die Suche. Den entscheidenen Hinweis lieferte ein Bekannter des Sohnes. Bei ihm hatte sich der Flüchtige gemeldet und gefragt, ob er Haschisch für ihn habe. Der Bekannte gab daraufhin sofort dem Bruder des Vergewaltigungsopfers Bescheid. Anschließend stellten sie dem Täter eine Falle. Der mutmaßliche Vergewaltiger wurde für den angeblichen Drogendeal auf einen Pendlerparkplatz an der Autobahnausfahrt Müllheim/Neuenburg gelockt. Dort warteten anstelle eines Drogendealers der Vater und der Sohn des Vergewaltigungsopfers auf ihn. Die Kontaktperson und ein weiterer Freund von ihm waren ebenfalls dabei, als der 27-Jährige niedergestochen wurde. Die zwei Komplizen sind 19 und 21 Jahre alt und wurden ebenfalls angeklagt und verurteilt. Der 21-Jährige hat das Opfer nach Überzeugung des Gerichts festgehalten. Er muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Der 19-Jährige, der das Treffen arrangiert hatte, wurde zu zwei Jahren auf Bewährung nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Fußball-Bundesliga: HSV spielt Relegation –– Freiburg und Paderborn sind abgestiegen

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Der diesjährige Abstiegsspieltag in der ersten Fußball-Bundesliga verlief am letzten Spieltag besonders dramatisch und war einer der spannendsten aller Zeiten. Der Hamburger Sportverein (HSV) gewann sein Spiel gegen Schalke 04 mit 2:0, muss aber trotzdem, auf dem Relegationsplatz, weiter um den Klassenerhalt bangen. HSV-Trainer Labbadia sagte, dass der HSV in den letzten sechs Wochen 10 Punkte geholt hat. Er sprach ein Kompliment an die Mannschaft aus, das sie dem Druck standhielt. Der SC Freiburg unterlag Hannover 96 auswärts mit 2:1 und muss den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Auf den Zuschauerrängen im Hannoveraner Stadion flossen im Gästeblock die Tränen. Der SC Freiburg hatte in der letzten Woche den FC Bayern München mit 2:1 geschlagen und den Sprung auf Tabellenplatz 14 geschafft. Nach der Niederlage in Hannover rutschte Freiburg auf Tabellenplatz 17 ab. Stuttgart rettete sich mit einem Sieg gegen Paderborn und verbleibt in der ersten Bundesliga. Der Aufsteiger Paderborn muss als Tabellenschlusslicht den Weg in die zweite Liga antreten. Hertha BSC Berlin unterlag Hoffenheim mit 1:2. Das Ergebnis reichte aber für den 15. Tabellenplatz. Die Berliner haben die gleiche Punktzahl wie der HSV, jedoch ein besseres Torverhältnis.

Nächste Woche Donnerstag empfängt zunächst der HSV den Tabellendritten der 2. Liga, der im Rückspiel am Montag Heimrecht hat.