Vergewaltigungen an der Ruhr-Uni in Bochum: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Mindestens zwei Frauen wurden in der Nähe der Ruhr-Universität in Bochum vergewaltigt. Am 6. August wurde eine 21-jährige Frau auf der Straße „Auf dem Kalwes“ angegriffen und verletzt. Mehr als zwei Monate später, am 16. November, griff der Mann eine junge Frau auf der Überführung über dem Hustadtring an. Er zog die Studentin anschließend in ein Waldstück an der Schinkelstraße und missbrauchte sie sexuell. Fußgänger bemerkten davon nichts. Die Polizei fahndete mit einem Phantombild nach dem Täter. Über 100 Hinweise gingen bei der Polizei ein.

Am Montagmorgen wurde schließlich ein Mann verhaftet, der dringend tatverdächtig ist. Die Staatsanwaltschaft in Bochum kam schnell zu dem Ergebnis, dass beide Vergewaltigungen vom gleichen Täter begangen worden sind und dass der Täter in der Nähe der Ruhr-Universität seinen Wohnsitz hat. Durch eine freiwillig abgegebene DNA-Probe wurde der Mann überführt.

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Leiche in Tonne: Mord am damals 13-jährigen Tristan möglicherweise aufgeklärt

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Die Ermordung des damals 13-jährigen Tristan steht 18 Jahre nach der Entführung vor der Aufklärung. Die Polizei bringt den Mord in Verbindung mit einem Mann, dem noch fünf weitere Morde vorgeworfen werden. Polizeiangaben zufolge gibt es Verbindungen zwischen den Morden an Prostituieren in Schwalbach und dem Fall Tristan. Der 13-Jährige ist im März 1998 in einer Frankfurter Unterführung im Stadtteil Höchst auf brutale Art und Weise ermordet und verstümmelt worden. Als Täter kommt ein Mann in Frage, der bereits im September 2014 im Alter von 67 Jahren in Folge einer Krebserkrankung verstarb. In dessen Garage wurden 2014 die sterblichen Überreste einer Frau entdeckt. Verwandte sahen sich nach dem Tod des 67-Jährigen in den Räumlichkeiten, unter anderem in der Garage, um. In zwei darin befindlichen Plastikfässern fanden sie einen menschlichen Kopf und weitere Leichenteile. Die Polizei richtete daraufhin eine Sonderkommission ein. Weil es sich bei den vorgefundenen Leichen ausschließlich um Frauen handelt, passt der Fall des 13-Jährigen auf den ersten Blick nicht in die Mord-Reihe, räumten die Ermittler ein. Es gebe jedoch sehr spezielle Tathandlungen, die auch an den Morden der Prostituieren angewandt wurden. Die Ermittler werteten nach dem Mord an dem 13-jährigen Tristan rund 20.000 Spuren aus. Drei Jugendliche hatten die Tat beobachtet. Trotzdem konnte 18 Jahre lang kein Täter ermittelt werden. Über weitere Details will die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in einer Pressekonferenz informieren.

Der Täter hatte dem 13-Jährigen damals in einem Bachbett die Kehle durchgeschnitten und ihn regelrecht ausbluten gelassen. Anschließend zog er den Jungen in einen Tunnel, in dem er ihn verstümmelte. Das Verletzungsbild ist weltweit einmalig, teilte die Polizei mit. 18 Jahre lang konnte kein Täter ermittelt werden. Die Mutter des 13-Jährigen ist schon vor einigen Jahren verstorben und der Vater, der all die Jahre gehofft hatte, dass der Mord aufgeklärt wird, ist im vergangenen Hebst ebenfalls gestorben.

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Nach Übergriffen in Köln: Erster Tatverdächtiger wurde wegen Sexualdelikt verhaftet

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der Silvesternacht wurden zahlreiche Frauen in Köln auf dem Bahnhofsvorplatz sexuell bedrängt und ausgeraubt (wir berichteten). Justizminister Heiko Maas vermutet aufgrund der Vielzahl von Tätern, dass die Ereignisse im Vorfeld abgesprochen wurden. Am Montag hat die Ermittlungsgruppe „Neujahr“ drei weitere tatverdächtige Männer festgenommen. Einer von ihnen sitzt bereits wegen einer Sexualstraftat in Untersuchungshaft. Dem 26-jährigen Algerier wird vorgeworfen aus einer Gruppe heraus eine Frau sexuell genötigt zu haben und dabei ihr Handy gestohlen zu haben, teilte die Kölner Oberstaatsanwaltschaft mit. Der Algerier und ein weiterer Täter, der wegen Diebstahls festgenommen wurde, leben in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen. Der 26-jährige Tatverdächtige hat sich bisher noch nicht zu den Vorfällen geäußert. Die Staatsanwaltschaft in Köln teilte mit, dass Ermittlungen gegen insgesamt 21 Verdächtige aufgenommen worden sind. Bei der Polizei sind bis Montagabend 883 Strafanzeigen eingegangen, darunter auch eine zweite wegen Vergewaltigung. Die Ermittlungen der Ermittlungsgruppe „Neujahr“ dauern an.

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Übergriffe auf Frauen in Köln: Polizeichef gerät in Erklärungsnot und steht unter Druck

Symbolfoto: © burntimes

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Der veröffentlichte Einsatzbericht der Silvesternacht in Köln setzt den Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers unter Druck. Die Rücktrittsfrage verfolgt ihn in diesen Tagen. Einem internen Bericht zufolge war die Kölner Polizei in der Silvesternacht nicht Herr der Lage. Der Kölner Polizeipräsident sprach hingegen zunächst davon, dass der Einsatz mustergültig verlaufen sei. Im Polizeibericht, der am Neujahrstag, veröffentlicht wurde, war von einer „entspannten“ Einsatzlage die Rede gewesen. Nun steht fest, dass Albers an einer geschönten Darstellung festhielt. Der Polizeipräsident hat inzwischen eingesehen, dass die Auskunft in der Pressemitteilung „falsch“ war. Er begründete das mit einem „Kommunikationsfehler“. Ein Bundespolizist schilderte die Ereignisse des Jahreswechsels aus seiner Sicht. Er sprach von einem kompletten Kontrollverlust der eingesetzten Sicherheitskräfte am Hauptbahnhof. Frauen seien weinend zu den Polizisten gekommen und haben ihnen mitgeteilt, dass sie bestohlen wurden oder sexuelle Übergriffe stattfanden. Es waren demBundespolizisten zufolge viel zu wenige Beamte eingesetzt worden, sodass die Polizisten schnell an die Leistungsgrenze stießen. Am 31. Dezember um 23.30 Uhr begann die Polizei mit der Räumung des Bahnhofsvorplatzes, weil männliche Personen mit Migrationshintergrund Flaschen und Feuerwerkskörper jeglicher Art wahllos in die Menschenmenge feuerten und warfen. Die Polizisten berichteten davon, dass die Migranten ihnen mit einer Respektlosigkeit begegnet sind, die sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt haben, schrieb der Bundespolizist in seiner Stellungnahme. Bisher lehnte der Kölner Polizeipräsident einen Rücktritt ab.

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Köln Hbf: Übergriffe auf Frauen gingen von 1.000 Männern aus – 60 Frauen erstatten Anzeige

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Nach sexuellen Übergriffen und Diebstählen in der Silvesternacht haben am Montag 60 Frauen Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Kölner Oberbürgermeisterin sprach von einem „ungeheuerlichen Vorfall“. Frauen wurden vor dem Bahnhof regelrecht eingekreist und Leute, die sich einmischen wollten, wurden bedroht. Der Kölner Polizeipräsident teilte man Montag mit, dass etwa ein Viertel der Anzeigen wegen Sexualdelikten eingereicht worden sind. Insgesamt gebe es 80 Geschädigte. Es wird sogar Vergewaltigungen nachgegangen, teilte der Polizeisprecher von Köln mit. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch deutlich höher. Bei den Tätern soll es sich um eine größere Gruppe von afrikanischen oder arabischen Männern gehandelt haben. Mindestens 1.000 Männer sollen sich in der Silvesternacht auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz versammelt haben. Die Männer nutzten das Getümmel auf dem Bahnhofsvorplatz aus, um Frauen anzufassen und zu bestehlen. Kölns Oberbürgermeisterin hat am Montag ein Krisentreffen mit Vertretern aus Polizei und Ordnungsamt anberaumt. Die Gewerkschaft der Polizei sprach von einer völlig neuen Form von Gewalt. Die Bevölkerung ist nach den mutmaßlich organisierten Angriffen von Männerbanden verunsichert.

Am Sonntag haben Beamte der Bundespolizei fünf Verdächtige im Alter von 18 bis 24 Jahren auf einem Bahnsteig des Breslauer Platzes festgenommen. Die Männer hatten zuvor weibliche Reisende bedrängt. Bei einem weiteren Geschädigten entwendeten die Täter ein Mobiltelefon. Der Mann gab bei der Polizei an, dass er durch „Antänzer“ körperlich bedrängt wurde. Durch Unterhaken und Bein stellen versuchten die Kriminellen von ihrem Vorhaben abzulenken. Die Polizei ließ die Handschellen klicken, denn in den Taschen und Jacken der Täter fanden die Beamten nicht nur das Handy des Geschädigten. Für weitere Mobiltelefone und ein Tablet konnten die in Köln nicht wohnhaften Kriminellen keinen Eigentumsnachweis erbringen. Die Bundespolizei übergab die Festgenommenen der eingerichteten Ermittlungsgruppe der Polizei Köln. Zurzeit wird geprüft, ob das Quintett für Taten aus der Silvesternacht in Betracht kommt. Die Ermittlungen dauern an.

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