Umstrittener Unkrautvernichter: Glyphosat-Zulassung wurde um fünf Jahre verlängert

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Die Zulassung für den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat wurde am Montag um weitere fünf Jahre von der Europäischen Union verlängert. Gegen den Willen der Umweltministerin gab der Landwirtschaftsminister sein Ja nach Brüssel. Die SPD äußerte sich empört über den Alleingang der CDU. Der Unkrautvernichter ist so billig, dass für Landwirte keinerlei Anreiz besteht sich nach einer Alternative umzuschauen. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt immer ihrer Stimme enthalten und am Montag doch mit Ja gestimmt. Die Verlängerung um weitere fünf Jahre ist problematisch, weil keinerlei Beschränkungen geregelt wurden.

In Frankreich wird Glyphosat nicht nur bei der Aussaat, sondern auch nochmal kurz vor der Ernte versprüht. Dadurch gelangt der Unkrautvernichter in hohen Dosen in die Nahrungskette. Das ist in Deutschland längst verboten worden.

In der EU wird seit Jahren über Glyphosat gestritten. Eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Unkrautvernichter als wahrscheinlich krebserregend ein. Untersuchungen von europäischen Behörden bestätigten diesen Verdacht bisher allerdings nicht.

In den USA wird Glyphosat seit den 70er Jahren eingesetzt. Der Hersteller Monsanto erwirtschaftet mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter jährlich 4,8 Milliarden US-Dollar.

Stichwahl in Frankreich: Emmanuel Macron wird neuer Präsident

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In Frankreich hat Emmanuel Macron die Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Marie Le Pen gewonnen. Le Pen gestand sofort nach der ersten Hochrechnung ihre Niederlage ein und gratulierte dem 39-jährigen Macron. Der scheidende Präsident Hollande sprach sich im Vorfeld für Macron als Nachfolger aus. Die Präsidentschaftswahl galt als Schicksalswahl für Frankreich und ganz Europa. Marie Le Pen wollte als Präsidentin Frankreich aus der Euro-Zone und der EU führen, sowie alle Grenzen mit Hilfe von Soldaten abriegeln. Dazu wollte sie 15.000 Polizisten und Soldaten rekrutieren.

Macron hingegen hat sich immer für ein zuversichtliches und offenes Frankreich ausgesprochen. Der parteilose Macron galt noch im Herbst letzten Jahres als Außenseiter.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 75 Prozent. Das ist die niedrigste Wahlbeteiligung in Frankreich seit 1969.

Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Macron und Le Pen erreichen Stichwahl

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Nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich liegen der Mitte-links-Politiker Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen nach den ersten Hochrechnungen vorne. Zwischen beiden wird es zur Stichwahl kommen. Diese wird am 7. Mai stattfinden. Bis Sonntagabend um 20 Uhr konnten 47 Millionen Franzosen im ersten Wahlgang über ihre nächste Präsidentin oder ihren nächsten Präsidenten abstimmen. Den ersten Hochrechnungen zufolge kommt Macron auf rund 23 Prozent und Le Pen auf knapp 22 Prozent der Wählerstimmen. Insgesamt standen neun Kandidaten zur Wahl.

Die Rechtspopulistin Le Pen sprach von einem „historischen“ Abend für Frankreich. Die Wahlbeteiligung in Frankreich lag bei 70 Prozent.

Paris: Islamist wurde im Flughafen Orly erschossen

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Französische Wachsoldaten haben am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Pariser Flughafen Orly einen mutmaßlichen 39-jährigen Islamisten erschossen, der zuvor versucht hatte einer Soldatin die Schusswaffe zu entreißen. Er hatte die Soldatin zu Boden geworfen und anschließend versucht an die Waffe zu kommen. Die Soldatin hielt die Waffe jedoch fest. Zwei weitere Wachsoldaten beobachteten den Zwischenfall und gaben Schüsse auf den Angreifer ab, um ihre Kollegin zu beschützen. Sprengstoff wurde bei dem Angreifer nicht gefunden. Die Soldatin erlitt einen Schock.

Die französische Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Angreifer war der Polizei und dem Geheimdienst bekannt, teilte der Innenminister mit. Die Pariser Staatsanwaltschaft ließ mitteilen, dass der Angreifer auf keiner Liste von Personen stand, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Der 39-Jährige war wegen Raubes und Drogendelikten vorbestraft. Er war insgesamt neun Mal straffällig geworden. 2015 stand der Mann außerdem unter Radikalisierungsverdacht. Seine Wohnung wurde damals nicht durchsucht. Der Flughafen wurde zwischenzeitlich komplett geräumt und der Flugverkehr eingestellt.

Amoklauf in südfranzösischer Schule: Mindestens drei Verletzte nach Schüssen

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In Südfrankreich hat sich in der Stadt Grasse am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr ein Amoklauf im Gymnasium ereignet. Ein schwer bewaffneter 17-jähriger Schüler gab Schüsse ab. Mindestens drei Menschen wurden durch Schüsse verletzt, darunter auch der Schulleiter. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Amoklauf verhaftet. Er war mit einem Gewehr, einem Revolver und zwei Granaten bewaffnet, teilte die Polizei mit. Die französische Regierung hatte kurzzeitig eine Terrorwarnung herausgegeben. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Einzeltäter handelte und kein terroristischer Hintergrund besteht.

Ein mögliches Tatmotiv ist dass der 17-jährige Täter ein schlechtes Verhältnis zu seinen Mitschülern hatte. Nach einer Terrorserie in Frankreich mit 230 Toten wurde der Ausnahmezustand im Land noch weiter verlängert.

Nord-Frankreich: Explosion im Atomkraftwerk

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Am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr hat sich im Atomkraftwerk (AKW) Flamanville in Nordfrankreich eine Explosion im Maschinenraum ereignet. Mehrere Mitarbeiter wurden dabei verletzt. Den Behörden zufolge besteht zur Zeit kein nukleares Risiko. Es tritt keine Radioaktivität aus, teilte der AKW-Betreiber mit. Ermittlungen zur Ursache der Explosion wurden eingeleitet. Rettungskräfte befinden sich vor Ort im Einsatz.

Paris: Macheten-Angriff – mutmaßlicher Terrorist wurde mit Schüssen gestoppt

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Im Shopping-Zentrum Louvre in der französischen Hauptstadt Paris hat sich am Freitagmorgen um 10 Uhr ein Macheten-Angriff ereignet. Ein bewaffneter Mann griff während einer Rucksackkontrolle eine Militärpatrouille an und rief dabei „Allahu akbar“. Ein Soldat stoppte den Angreifer mit fünf Schüssen und verletzte ihn schwer. Der Angreifer wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Sicherheitskräfte hatten den Mann daran gehindert das Einkaufszentrum mit zwei Rucksäcken zu betreten. Der Angreifer versuchte daraufhin einen der vier Soldaten mit der Machete zu töten. Der angegriffene Soldat erlitt eine leichte Kopfverletzung. Das Einkaufszentrum und ein angrenzendes Museum wurden nach der Tat evakuiert, weil befürchtet wurde, dass sich in den Rucksäcken Sprengstoff befinden könnte. Das bestätigte sich jedoch nicht, es wurde nur noch eine zweite Machete gefunden. Kurz nach der Tat kam es zu einer kurzen Panik in dem Einkaufszentrum, in dem sich zu dem Zeitpunkt der Tat rund 250 Menschen aufhielten. Die genaue Identität des Täters ist noch unklar.

Die französische Regierung sprach in einer Stellungnahme von einem Terroranschlag. Ermittlungen wegen Terrorverdachts wurden eingeleitet. Aufgrund der erhöhten Anschlagsgefahr patrouillieren in Paris an vielen Orten Soldaten. Die Maßnahme gilt seit den Anschlägen im Januar 2015. In den letzten zwei Jahren war Frankreich mehrfach das Ziel islamistischer Angriffe.

Geiselnahme in Pariser Reisebüro: Bewaffneter Täter auf der Flucht

Symbolfoto: © burntimes

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Ein mit einer Handfeuerwaffe bewaffneter Mann hatte in einem Reisebüro in der französischen Hauptstadt Paris sechs Menschen in seiner Gewalt. Der bewaffnete Mann betrat am Freitagabend gegen 18.20 Uhr das Reisebüro. Polizeiberichten zufolge soll es sich um einen schief gelaufenen Raubüberfall im 13. Pariser Bezirk handeln. Die Geiseln wurden freigelassen. Es gibt keine Verletzten, teilte die Polizei mit. Der Umkreis rund um das Reisebüro wurde weiträumig abgesperrt. Das Geschäft ist in der Vergangenheit schon häufiger das Ziel von Raubüberfällen geworden. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen.

Die Stadtverwaltung bat aufgrund der laufenden Ermittlungen die Autofahrer den Bereich im Süden der französischen Hauptstadt zu umfahren.

Frankreich: Polizei verhindert Terroranschlag – Festnahmen in Straßburg und Marseille

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Die Polizei hat die Anschlagspläne von mutmaßlichen radikalisierten Islamisten in Frankreich zerschlagen. Der französische Innenminister teilte mit, dass durch die Festnahmen am Montag ein Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg verhindert wurde. Sieben dringend Terrorverdächtige wurden in Straßburg und Marseille verhaftet. Die Festnahmen sind das Ergebnis monatelanger Operationen. Zwei der Festgenommenen sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die Festnahmen erfolgten in der Nacht zu Sonntag. Die Verdächtigen sind zwischen 29 und 37 Jahren alt und stammen aus Frankreich, Marokko und Afghanistan. In Straßburg startet am kommenden Freitag der traditionelle Weihnachtsmarkt, der jährlich mindestens zwei Millionen Besucher anzieht.

Burkini-Verbot: Französisches Gericht setzt Verbot aus

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Das höchste französische Verwaltungsgericht hat das Burkina-Verbot, das von der Kommune Villeneuve-Loubet an der Cote d’Azur herausgegeben wurde, am Freitag aufgehoben. Das Gericht begründete die Aufhebung damit, dass die Freiheitsrechte nur bei eindeutigen Gefahren eingeschränkt werden dürfen. Die gefallene Entscheidung hat für alle Verwaltungsgerichte in ganz Frankreich Gültigkeit. Menschenrechtler kritisierten bereits, dass ein Burkini-Verbot die Religionsfreiheit verletzt. Der Zentralrat der französischen Muslime begrüßte die Entscheidung vom höchsten Verwaltungsgericht.

Zwei verschiedene Menschenrechtsgruppen hatten gegen das Verbot an öffentlichen Stränden geklagt. Der Bürgermeister des Badeortes Villeneuve-Lobbet ist der Ansicht, dass das Tragen eines Burkinis die öffentliche Ordnung stören könnte.

Seit dem islamistischen Anschlag in Nizza mit 86 Toten wird in Frankreich über Burkini-Verbote diskutiert. Mehr als 30 Gemeinden hatten Burkini-Verbote an ihren Stränden verhängt. Die Bürgermeister begründeten ihre Verbote meist mit der angespannten Stimmung in Frankreich.

In acht Monaten stehen in Frankreich Präsidentschaftswahlen an. Besonders die rechtsextremen Parteien profitieren, weil sie eine scharfe Sicherheitspolitik fordern.

Bei einem Burkini handelt es sich um einen Badeanzug für muslimische Frauen, der den ganzen Körper bedeckt, sodass nur Gesicht, Hände und Füße sichtbar bleiben.