Parlamentswahl in Frankreich: Macrons Bewegung liegt klar vorn

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die Bewegung des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat die erste Runde der Parlamentswahlen deutlich gewonnen. Er erhielt 32,3 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor den anderen Kandidaten. Mit deinem Ergebnis kann das Macron-Lager im zweiten Wahlgang am kommenden Wochenende mindestens 400 der 577 Sitze für sich beanspruchen. Das entspricht einer deutlichen absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung. Die Wahlbeteiligung war auf einem historischen Tiefpunkt – es ging nur etwa jeder Zweite wählen. Macron kann mit diesem Ergebnis eine breite Zustimmung für ein Reformprogramm erwarten. Die Wähler wollen nun vor allem schnelle Veränderungen, unter anderem bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Bundeskanzlerin Merkel und weitere deutsche Politiker haben Macron zum großen Erfolg seiner Partei gratuliert, teilte Regierungssprecher Seibert mit.

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Paris: Islamist wurde im Flughafen Orly erschossen

Symbolfoto: © burntimes

Französische Wachsoldaten haben am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Pariser Flughafen Orly einen mutmaßlichen 39-jährigen Islamisten erschossen, der zuvor versucht hatte einer Soldatin die Schusswaffe zu entreißen. Er hatte die Soldatin zu Boden geworfen und anschließend versucht an die Waffe zu kommen. Die Soldatin hielt die Waffe jedoch fest. Zwei weitere Wachsoldaten beobachteten den Zwischenfall und gaben Schüsse auf den Angreifer ab, um ihre Kollegin zu beschützen. Sprengstoff wurde bei dem Angreifer nicht gefunden. Die Soldatin erlitt einen Schock.

Die französische Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Angreifer war der Polizei und dem Geheimdienst bekannt, teilte der Innenminister mit. Die Pariser Staatsanwaltschaft ließ mitteilen, dass der Angreifer auf keiner Liste von Personen stand, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Der 39-Jährige war wegen Raubes und Drogendelikten vorbestraft. Er war insgesamt neun Mal straffällig geworden. 2015 stand der Mann außerdem unter Radikalisierungsverdacht. Seine Wohnung wurde damals nicht durchsucht. Der Flughafen wurde zwischenzeitlich komplett geräumt und der Flugverkehr eingestellt.

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Rouen in Frankreich: Geiselnahme in Kirche – Priester wurde getötet

Symbolfoto: © burntimes

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Bei Rouen in Frankreich hat sich am Dienstagmorgen eine Geiselnahme ereignet. Die Polizei bestätigte, dass zwei Bewaffnete fünf Menschen in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray unter ihre Gewalt gebracht haben, darunter auch den Pfarrer. Der Priester wurde nach Angaben der Zeitung „Le Figaro“ geköpft und überlebte nicht. Eine der Geiseln konnte fliehen und die Polizei alarmieren. Die beiden Täter konnten zwischenzeitlich von Spezialeinheiten überwältigt werden. „Beide Geiselnehmer wurden neutralisiert“, teilte die Polizei mit. Einer der beiden Geiselnehmer wurde dabei getötet. Die Hintergründe der Geiselnahme sind noch unklar. Saint-Etienne-du-Rouvray befindet sich 100 Kilometer nordwestlich von der französischen Hauptstadt Paris.

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Geiselnahme in Frankreich: Mann tötet Polizisten und verschanzt sich in dessen Haus

Symbolfoto: © burntimes

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Am Montagabend um 21 Uhr hat ein Mann in Frankreich einen 42-jährigen Polizisten vor dessen Haus getötet und die Angehörigen des Opfers als Geiseln genommen. Bei dem Täter handelt es sich um den Nachbarn des Polizisten. Die Tat ereignete sich, als der Polizist offenbar vom Dienst zurück nach Hause kam. Der Täter stach mindestens neun Mal auf sein Opfer ein und verschanzte sich anschließend mit Familienangehörigen in dem Haus in Magnanville, im Département Yvelines. Der Polizist arbeitete nicht in einer Anti-Terror-Abteilung, sondern war der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei von Les Mureaux. Er hat eine Frau und ein Kind. Magnanville liegt 40 Kilometer nordwestlich von der französischen Hauptstadt Paris. Die Polizei bestätigte, dass Verhandlungen mit dem Geiselnehmer aufgenommen worden sind.

Die Spezialeinheit (RAID) wollen nun in Kooperation mit dem französischen Innenministerium in Erfahrung bringen, wie viele Geiseln der Mann in seiner Gewalt hat. Zur Zeit ist das Motiv des Täters noch vollkommen unklar.

Update: Die Geiselnahme wurde in den Morgenstunden beendet. Der Täter wurde von französischen Spezialkräften erschossen. Die Frau des Polizisten wurde von dem Mann ermordet. Der dreijährige Sohn überlebte und erlitt einen schweren Schock. Der Täter bekannte sich zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

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UEFA ermittelt nach schweren Krawallen in Nizza und Marseille

Symbolfoto: © burntimes

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In den EM-Stadien in Nizza und Marseille ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Am Samstag sorgten russische und britische Hooligans für Chaos. Es kam zu schweren, brutalen Ausschreitungen vor während und nach dem Spiel zwischen England und Russland in Marseille. Dabei haben sich im Stadion regelrechte Verfolgungsjagden abgespielt. Auch in Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen. Dort hatten 30 einheimische Hooligans bei dem Spiel zwischen Nordirland und Polen die Fans beider Länder provoziert. Die nordirischen Fußballfans wurden beispielsweise mit Bierflaschen abgeworfen. Neun Menschen wurden hierbei verletzt und mussten teils in Krankenhäusern behandelt werden. In Marseille wurde ein Fan lebensgefährlich verletzt. Es gab dort insgesamt 35 Verletzte zu beklagen. Acht mögliche Täter wurden verhaftet. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien werden nach den Krawallen noch einmal erhöht, teilte die UEFA mit.

Als erste Konsequenz hat der europäische Fußballverband UEFA Ermittlungen eingeleitet. Russland rechnet mit einer Geldstrafe.

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