Reizgas-Attacke am Hamburger Flughafen: 68 Verletzte

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Am Sonntagmittag ist am Hamburger Flughafen Gas ausgetreten. Der Flughafen wurde ab 12.32 Uhr evakuiert und vorübergehend gesperrt. Ein Unbekannter hatte mit Pfefferspray gesprüht. Die Klimaanlage sorgte dafür, dass das Gas verwirbelt und verteilt wurde. Zahlreiche Reisende klagten über Augenbrennen und Reizhusten. Insgesamt wurden 68 Menschen behandelt. Neun von ihnen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Feuerwehr eilte mit 120 Einsatzkräften zum Flughafen und richtete umgehend Behandlungsplätze für die Verletzten ein. In eisiger Kälte mussten hunderte Reisende vor dem Flughafen ausharren. Zahlreiche Flugverbindungen wurden von Hamburg auf andere Flughäfen umgeleitet. Dreizehn Maschinen kreisten zeitweise in der Luft. Zwei der Maschinen wurden nach Bremen umgeleitet. Der Pfefferspray-Angriff auf den Hamburger Flughafen hatte am Sonntagmittag die Reisepläne von rund 1.500 Fluggästen am fünftgrößten Flughafen Deutschlands durcheinander gebracht. Die Flugzeuge durften nicht landen, weil der Flugbetrieb nur erlaubt ist, wenn die Flughafenfeuerwehr einsatzbereit ist.

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Lufthansa-Tochter Eurowings wird streiken

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

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Ab nächsten Montag wird die Gewerkschaft Ufo die Lufthansa-Tochter Eurowings bestreiken. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft rief die Kabinen-Beschäftigten von Eurowings auf, ab kommenden Montag für zwei Wochen zu streiken. Das teilte der Tarifvorstand der Gewerkschaft Ufo mit. Im seit drei Jahren andauernden Tarifkonflikt warf die Gewerkschaft, Eurowings eine mögliche Schlichtung vor. Wie die Streiks genau aussehen und welche Linien und Flughäfen betroffen sind, wird erst im Verlauf des Wochenendes – unmittelbar vor den Streiks – bekanntgegeben.

Fluggäste, die mit Eurowings unterwegs sind müssen sich zwischen dem 24. Oktober und dem 5. November auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Wenn es in den nächsten zwei Wochen zu keiner Einigung zwischen den Tarifparteien kommt, wäre als nächstes auch ein unbefristeter Streik möglich.

Seit drei Jahren verhandelt die Gewerkschaft Ufo mit Eurowings über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung. Es gibt zur Zeit keine Garantie für Arbeitsplätze und den Erhalt des Standorts Deutschland. Der Geschäftsführer der Lufthansa will die Kosten bei Eurowings um bis zu 40 Prozent senken, um mit anderen Billigfluganbietern wie Ryanair oder EasyJet mithalten zu können.

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Terrorismus in der Türkei: 42 Menschen starben – IS steht unter Verdacht

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der türkische Präsident Erdogan hat nach dem Terroranschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul eine Wende im Kampf gegen den Terrorismus gefordert. Am Dienstagabend starben bei mehreren Explosionen, die durch Terroristen ausgelöst wurden, insgesamt 42 Menschen und 239 weitere wurden verletzt. Nach Angaben der türkischen Behörden befinden sich unter den Todesopfern 13 Ausländer, eine Deutsche wurde verletzt, teilte das Auswärtige Amt mit. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die Terroristen des Islamischen Staats (IS) hinter dem Anschlag stecken könnten. Der türkische Premier Erdogan teilte nach den Anschlägen mit, dass die Bomben in jeder Stadt auf der Welt hätten explodieren können. Er forderte eine entschlossene Haltung gegen Terrorgruppen.

Am Dienstagabend stiegen gegen 22 Uhr drei bewaffnete Terroristen aus einem Taxi aus und eröffneten mit Kalaschnikows das Feuer auf Fluggäste. Nachdem die Schüsse von Sicherheitsmitarbeitern erwidert wurden und Polizisten versuchten die Angreifer zu stoppen, zündeten diese Sprengstoffwesten. Der dritte Angreifer sprengte sich vor dem Gebäude in die Luft.

Die Ministerpräsidentin der Türkei sagte, dass es weder im Abflug- noch im Ankunftsbereich des Flughafens Sicherheitslücken gab.

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EgyptAir-Flug MS804: Es gab einen Rauchalarm vor dem Absturz

Symbolfoto: © Stephan Wengelinski  | pixelio.de

Symbolfoto: © Stephan Wengelinski | pixelio.de

Die Suche nach dem Wrack des vermissten EgyptAir-Fluges MS804, mit 56 Passagieren und sieben Crew-Mitgliedern an Bord von Paris nach Kairo, dauert weiter an. Unterdessen wurde bekannt, dass es vor dem Absturz einen Rauchalarm an Bord gegeben hat und ein Problem mit dem Flugkontrollsystem gemeldet wurde. Der Airbus A320 war 230 Seemeilen vor der griechischen Insel Karpathos plötzlich vom Radar verschwunden und abgestürzt (wir berichteten). Das meldete das Datenfunksystem ACARS. Der Rauch wurde in der Bordtoilette beim Cockpit gemeldet. Das deutet darauf hin, dass es an Bord gebrannt haben könnte. Der Rauchalarm wurde am Donnerstagmorgen um 2.26 Uhr ausgelöst. Kurz darauf verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen. Konkrete Hinweise gibt es bisher noch nicht zur Absturzursache. Der Flugschreiber konnte bisher noch nicht entdeckt werden. Ein Satellit entdeckte möglicherweise eine Ölspur. Diese befindet sich rund 40 Kilometer südöstlich der zuletzt gemeldeten Postion des Airbus A320.

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Flug MS804 von Paris nach Kairo ist abgestürzt: Anschlag wird befürchtet

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de

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Am Donnerstagmorgen gegen 2.30 Uhr europäischer Zeit ist eine Passagiermaschine der ägyptischen Fluglinie EgyptAir, von Paris nach Kairo, mit 56 Passagieren und sieben Crew-Mitgliedern an Bord, 230 Seemeilen vor der griechischen Insel Karpathos plötzlich vom Radar verschwunden und abgestürzt. Das Flugzeug startete um 23.21 Uhr vom Pariser Flughafen. Um 2.37 Uhr flog die Passagiermaschine vom Typ Airbus A320 scharfe Kurven, drehte sich um 360 Grad und sank dabei von 11.600 Metern auf 4.570 Meter ab. Kurz darauf ist die Maschine ins Mittelmeer gestürzt und vom Radar verschwunden. Eingesetzte Suchflugzeuge haben bereits zwei große Wrackteile des ägyptischen Flugzeugs entdeckt. An der Suche beteiligen sich Suchmannschaften aus Frankreich, Griechenland und Ägypten. Die Piloten setzten keinen Notruf ab. Dieses deutete ebenfalls auf ein sehr plötzliches Ereignis hin, das den Piloten keine Zeit mehr für einen Notruf ließ. Die Situation deutet darauf hin, dass etwas sehr plötzlich geschehen sein muss. Ein Anschlag von Terroristen ist wahrscheinlicher, als ein technischer Defekt, teilte Ägyptens Luftfahrtminister mit. Griechische Augenzeugen gaben an zum Zeitpunkt des Verschwindens der Passagiermaschine einen Feuerball am Himmel gesehen zu haben.

Dass Terroristen am Flughafen von Paris eine Bombe an Bord schmuggeln konnten, kann trotz der sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen nicht ausgeschlossen werden.

Unter den Passagieren befanden sich 15 Franzosen, 30 Ägypter, ein Passagier aus Großbritannien, zwei Männer aus dem Irak und jeweils eine Person aus Saudi Arabien und Kuwait – darunter ein Kind und zwei Babys. Insgesamt kamen 15 Familienangehörige der Passagiere am Flughafen von Kairo an. Einige von ihnen brachen zusammen und mussten ärztlich behandelt werden.

Am Donnerstagabend gegen 18 Uhr wurde das Wrack des Airbus in der Nähe der griechischen Insel Karpathos lokalisiert.

Gegen 1.55 Uhr hatten Fluglotsen das letzte Mal Kontakt zu der Unglücksmaschine. Um 2.29 Uhr versuchten die griechischen Behörden die Maschine über Funk zu erreichen. Die Flugzeuge melden sich immer ab, wenn sie den Luftraum eines Landes verlassen. Die Besatzung des Passagierflugzeugs antwortete zu dieser Zeit bereits nicht mehr. Die griechischen Fluglotsen nahmen anschließend sofort Kontakt mit der griechischen Luftsicherung auf, um dort zu checken, wo sich die Maschine gerade befindet. Nachdem auch die Fluglotsen meldeten, dass sie kein Flugzeug auf ihren Radarschirmen entdecken können, wurden die ägyptischen Flugsicherungsbehörden alarmiert.

Der Pilot des Flugzeugs hat die Erfahrung von mehr als 6.000 Flugstunden gehabt. Zusammen mit dem Co-Piloten verfügten beide Piloten über die Erfahrung von über 10.000 Flugstunden.

Ägypten hatte den Angehörigen und Familien in Paris am Donnerstagnachmittag angeboten kostenlos nach Kairo zu reisen.

Erst im März wurde ein Flugzeug von EgyptAir entführt. Ein Ägypter brachte einen Airbus A320 während eines Inlandsflugs in seine Gewalt und entführte die Maschine nach Zypern. Nach mehrstündigen Verhandlungen hatte der Geiselnehmer aufgegeben und die Fluggäste konnten das Flugzeug unbeschadet verlassen (wir berichteten).

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