Air Berlin: Mehr als 200 Piloten haben sich krankgemeldet und sorgen für Chaos

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat insgesamt 1.500 Piloten von denen sich am Dienstag 200 krankgemeldet haben. Die Krankmeldungen gefährden den Fortgang des Insolvenzverfahrens, das Air Berlin in Eigenverwaltung führt. Durch die vielen Krankmeldungen sind am Dienstag 110, der insgesamt 759 geplanten Flüge ausgefallen. Betroffen davon waren auch Flüge der Lufthansa-Tochter Eurowings, für die zur Zeit 33 Air-Berlin-Flugzeuge fliegen. Für Mittwoch liegen Air Berlin insgesamt 149 Krankmeldungen von Piloten vor. Die Pilotengewerkschaft Cockpit äußerte sich über das Verhalten der Piloten besorgt. Die Gewerkschaft teilte mit, dass man nicht mit wilden Streiks, sondern nur mit Verhandlungen über einen Sozialplan für einen geordneten Übergang des Personals auf einen neuen Eigentümer sorgen könne.

Die verursachten Flugausfälle gefährden die laufende Rettung von Air Berlin massiv. Es war bis zum späten Dienstagabend unklar, ob einige krank gemeldete Piloten am Mittwoch wieder zum Dienst erscheinen werden. Sollte der Krankenstand über mehrere Tage hinweg hoch bleiben, hätte das nach Angaben des Insolvenzverwalters die Einstellung des Flugbetriebs und eine vollständige Liquidation der Fluggesellschaft Air Berlin zur Folge.

Die Piloten von Air Berlin fürchten nach Äußerungen der Geschäftsführung, dass der Langstreckenbetrieb komplett eingestellt werden soll, um dadurch Personalkosten einzusparen. Verunsichert durch die Aussagen hätten sich viele Piloten krankgemeldet, hieß es am Dienstag.

Air Berlin rät allen Reisenden, bevor sie sich auf den Weg zum Flughafen machen, zu kontrollieren, ob der gebuchte Flug planmäßig stattfinden kann. Dies kann über die Internetseite airberlin.com/flightstatus abgefragt werden.

Share

Fluggesellschaft Air Berlin hat Insolvenz angemeldet

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat am Dienstagmittag Insolvenz angemeldet. Der Aktionär Etihad hat seine Zahlungen eingestellt. Alle Flüge finden vorerst statt. Der Marktführer Lufthansa will Anteile von Air Berlin übernehmen. Die Bundesregierung, die Lufthansa und weitere Partner unterstützen Air Berlin bei ihren Restrukturierungsbemühungen. Die Bundesregierung unterstützt Air Berlin mit einem Brückenkredit in Höhe von 150 Millionen Euro, um den Flugbetrieb für zunächst drei Monate uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Bei Air Berlin arbeiten zur Zeit rund 8.000 Menschen.

Alle Flüge der Air Berlin und NIKI finden weiterhin statt und die Flugpläne bleiben gültig. Es können auch weiterhin neue Tickets gebucht werden, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme auf seiner Internetpräsenz mit.

Share

Der Flughafen Berlin-Schönefeld wurde wegen einer verdächtigen Tasche evakuiert

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Aufgrund einer verdächtigen Tasche auf einer Damentoilette wurde der Flughafen Berlin-Schönefeld am Montagnachmittag evakuiert. Sicherheitskräfte haben das Terminal A des Flughafens räumen lassen. Die zurückgelassene Tasche wurde bereits am Montagmittag aufgefunden, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Der Sperrkreis umfasste Polizeiangaben zufolge das gesamte Terminal A und die Zufahrt zum Flughafen. Um 14.30 Uhr gaben die Entschärfer der Polizei schließlich Entwarnung. In der verdächtigen Tasche befanden sich ausschließlich persönliche Gegenstände. Die Polizei sucht nun den Besitzer der Umhängetasche. Der Sprecher des Flughafens Berlin-Schönefeld teilte mit, dass der Flugverkehr nicht beeinträchtigt war. Es gab auch keine Bombendrohung gegen den Berliner Flughafen, bestätigte die Bundespolizei.

Share