Hamburg: Mann greift Menschen in Einkaufszentrum mit Messer an – Attentäter war Behörden als Islamist bekannt

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitag hat ein 26-Jähriger in Hamburg-Barmbek einen 50-jährigen Mann in einem Einkaufszentrum erstochen und sechs weitere Personen verletzt. Innensenator Grote teilte am Samstag mit, dass der Attentäter den Behörden als Islamist bekannt war. Der Täter kam als Schutzsuchender nach Hamburg und lebte dort in einer Flüchtlingsunterkunft. Der Asylantrag des 26-jährigen palästinensischen Mannes aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde abgelehnt. Er konnte jedoch aufgrund von fehlenden Papieren nicht abgeschoben werden. Ein entsprechendes Ausreiseverfahren lief seit 2016. Kurz nach dem Angriff im Einkaufszentrum gelang es Passanten den Täter zu überwältigen, sodass Polizisten ihn verhaften konnten.

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Löhne: Achtjähriges Mädchen wurde im Internet zum Verkauf angeboten

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein achtjähriges Mädchen aus Löhne im Landkreis Herford wurde im Internet zum Verkauf angeboten. Die Polizei geht zur Zeit davon aus, dass das Mädchen die Versteigerungsseite mit einem sozialen Netzwerk verwechselt hat. Als Verkaufspreis waren mehr als 45.000 Dollar angesetzt worden. Das Höchstgebot lag bei 45.448 Dollar. Unklar ist, wer das Gebot abgegeben hat. Das Mädchen gab gegenüber der Polizei an, sich selbst zum Verkauf angeboten zu haben. Mehrere Personen hatten das Inserat auf der Verkaufsplattform gesehen und die Polizei alarmiert. Polizisten ermittelten, dass es sich bei der Achtjährigen um ein Flüchtlingsmädchen aus dem Libanon handelt. Das Mädchen lebt seit zwei Jahren gemeinsam mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in der Flüchtlingsunterkunft in Löhne. Mehrere Polizisten stellten die Handys der Familie sicher. Das Mädchen und ihre dreijährige und zwölfjährige Schwester wurden vom Jugendamt in Obhut genommen. Die Familie wurde nach dem Vorfall in das Jugendamt bestellt. Die Kinder sind inzwischen zurück bei ihren Eltern.

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Ermordete 19-jährige Studentin in Freiburg: 17-Jähriger festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Ein gefärbtes Haar hat den Durchbruch im Fall der vergewaltigten und gewaltsam ermordeten 19-jährigen Studentin in Freiburg gebracht. Das am Tatort aufgefundene Haar war 18,5 Zentimeter lang und blond gefärbt. Der Sexualmord konnte am Samstag dadurch weitgehend aufgeklärt werden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-jährigen unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan. Er war im November 2015 alleine aus Afghanistan eingereist. Der junge Flüchtling wohnte bei einer Familie im Freiburger Osten, die bereits vernommen wurde. Eine DNA-Probe hat den Tatverdacht in der Nacht zu Samstag bestätigt.

Der dringend Tatverdächtige, der inzwischen seine auffällige Frisur etwas veränderte, fiel einer Polizeistreife in Littenweiler auf. Er sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Eine Überwachungskamera in einer Straßenbahn der Linie 1 der Freiburger Verkehrs-AG hat die Ermittler der eingerichteten Sonderkommission auf die Spur des Tatverdächtigen geführt. Er stieg in der Tatnacht am 16. Oktober um 1.57 Uhr am Bertoldsbrunnen in die S-Bahn ein und fuhr bis zur Endhaltestelle Lassbergstraße in Littenweiler.

Die Frau war nachts von einer Party nicht heimgekehrt. Sie ist später ertrunken am Dreisamufer auf Höhe des SC-Stadions in Freiburg aufgefunden worden. Bei der Untersuchung der Leiche wurden körperliche Spuren entdeckt, die auf ein Gewalt- und Sexualverbrechen hindeuteten. Eine Obduktion ergab schließlich, dass die 19-Jährige vergewaltigt wurde. Ob die Medizinstudentin ertränkt wurde ist unklar.

Der Tatverdächtige hat bisher noch keine Angaben zu der Tat gemacht. Zur Zeit wird auch überprüft, ob ein Zusammenhang mit dem Mord an der 27-jährigen Joggerin besteht. Im Endinger Fall konnte bisher noch keine verwertbare DNA gesichert werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den zwei Fällen, um verschiedene Täter handelt.

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Angriff in Arnsdorf: Bürgerwehr fesselte 21-jährigen Flüchtling an Baum

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im sächsischen Arnsdorf im Landkreis Bautzen hat die Bürgerwehr einen Flüchtling aus einem Supermarkt gezerrt und an einen Baum gefesselt. Zuvor soll ein Streit über eine Telefonkarte eskaliert sein. Der Zwischenfall liegt bereits zwei Wochen zurück, wurde aber erst am Donnerstag bekannt gemacht. Die Bürgerwehr gab an, dass der Flüchtling die Angestellten in dem Supermarkt bedrohte, weil die Handykarte angeblich nicht funktionierte. Das Vorgehen der selbsternannten Bürgerwehr gegen den irakischen Flüchtling in Arnsdorf sorgte für Empörung. Der Fraktionschef der Grünen bezeichnete den Vorfall als erschreckend und zutiefst beunruhigend“. Der Vorfall ereignete sich am 21. Mai und wurde durch die Verbreitung eines Videos im Internet bekannt. Der 21-jährige Flüchtling wurde nachdem er an den Baum gefesselt war auch geschlagen, teilte die Polizei mit. Der Cdu-Gemeinderat aus Arnsdorf war am Vorfall beteiligt und teilte mit, dass es keine offizielle Bürgerwehr in dem Ort gebe. Polizei und Staatsschutz haben gemeinsame Ermittlungen eingeleitet.

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München: 17-jähriger Ägypter springt aus fahrendem Zug in den Tod

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

Sein Wunsch nach Deutschland zu kommen, hat einem 17-jährigen Ägypter das Leben gekostet. Kurz vor München hat sich am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr ein 17-jähriger Ägypter aus Angst vor der Abschiebung aus einem Fenster des fahrenden Nachtzugs 484 gesprungen. Für den Ägypter kam jede Hilfe zu spät. Schleierfahnder der Polizei hatten den Flüchtling am Freitagabend in einem leeren Abteil unter einem Sitz entdeckt. Anschließend wollten sie ihn kontrollieren. Der junge Ägypter ergriff daraufhin die Flucht und rannte in ein anderes Zugabteil. Dort angekommen, öffnete er ein größeres Fenster und sprang bei 160 Stundenkilometern aus dem fahrenden Zug heraus. Seine Leiche fanden die Rettungskräfte später, kurz vor der S-Bahn-Station Haar. Die Schleierfahnder hatten nicht mitbekommen, wie der 17-Jährige aus dem Fenster sprang und verständigten erst 20 Minuten später Hilfe. Der junge Ägypter erlitt bei dem Sprung aus dem Zugfenster tödliche Verletzungen. Der Nachtzug, in dem sich der Mann befand, kam aus der italienischen Hauptstadt Rom.

Die Polizei teilte mit, dass der 17-Jährige bereits am Mittwoch in Rosenheim kontrolliert wurde und er keine Papiere mit sich führte. Weil er auch kein Schutzersuchen stellte, brachten ihn die Beamten zurück nach Österreich. Ihm wurde die Einreise verweigert. In Österreich hatte der 17-Jährige bereits einen Aufenthaltsstatus erhalten. Ob der tödlich verunglückte junge Mann tatsächlich aus Ägypten kam, muss nun geklärt werden. Am Nachtzug wurden Spuren gesichert, die Aufschluss darüber geben sollen, wie der 17-Jährige ums Leben kam.

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Lageso: Hinweise über toten Flüchtling waren falsch

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Berlin meldete am Mittwochmorgen eine Hilfsorganisation über soziale Medien, dass ein junger Syrer gestorben sei, nachdem er tagelang vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden hatte. Die Polizei befragte am Mittwoch den Urheber des Berichts und teilte anschließend mit, dass es keinen toten Flüchtling gebe. Die Berliner Hilfsorganisation „Moabit hilft“ hatte im sozialen Netzwerk Facebook verkündet, dass ein 24 Jahre alter Syrer auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei, nachdem er zuvor mehrere Tage in der Kälte vor dem Lageso angestanden hatte. „Soeben ist ein 24-jähriger Syrer, der tagelang am Lageso bei Minusgraden im Schneematsch angestanden hat, nach Fieber, Schüttelfrost, dann Herzstillstand im Krankenwagen, verstorben“, hieß es in dem Facebook-Posting. Der Flüchtlingshelfer hat den Fall eines toten Asylbewerbers in Berlin erfunden. Die Berliner Behörden hatten am Mittwoch aufwendig nach einem Todesfall recherchiert, den es nicht gegeben hat. Die Polizei teilte mit, dass den Mann keine strafrechtlichen Konsequenzen erwarten.

Die Geschichte klang zunächst glaubwürdig, weil seit Monaten Menschen zum Teil tagelang vor dem Lageso anstehen müssen, um Anträge zu stellen. Der ehemalige Lageso-Chef Franz Allert war aus diesem Grund im Dezember zurückgetreten (wir berichteten).

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UN-Flüchtlingswerk: Welt steht vor neuem Flüchtlingsrekord

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die Welt steht vor einem neuen Flüchtlingsrekord. Das UN-Flüchtlingswerk teilte mit, dass weltweit erstmals mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Damit ist einer von 122 Menschen weltweit ein Flüchtling. Hauptursache für den Flüchtlingsstrom ist der Syrien-Krieg. In diesem Jahr könnte ein absoluter Höchststand erreicht worden sein. „Es war nie wichtiger, Toleranz, Mitgefühl und Solidarität gegenüber den Menschen zu zeigen, die alles verloren haben“, erklärte der UN-Flüchtlingskommissar am Freitag. Die Anzahl der Asylanträge ist um 78 Prozent auf 993.600 angestiegen. Die meisten Anträge sind in Deutschland gestellt worden, bestätigte das UN-Flüchtlingswerk. Besonders in der zweiten Jahreshälfte sind die Ankünfte vom Mittelmeer nach Europa stark angestiegen. Mindestens eine Million Menschen haben dieses Jahr auf der Suche nach Schutz und Halt das Mittelmeer überquert. Das Flüchtlingswerk teilte außerdem mit, dass die Anzahl der freiwilligen Rückkehrer auf nur 84.000 Menschen gesunken sei. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Wer in der heutigen Zeit Flüchtling wird hat schlechte Chancen in seine Heimat zurückkehren zu können. Das UN-Flüchtlingswerk sagte, dass dringend Maßnahmen in den Aufnahmeländern getroffen werden müssen die verhindern das Flüchtlinge abgelehnt werden. Die Türkei hat im ersten Halbjahr 2015 mit 1,84 Millionen Menschen die meisten Flüchtlinge aufgenommen.

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Berlin-Moabit: Polizei sucht weiter nach dem vermissten Flüchtlingsjungen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei in Berlin hat am Montag mit 30 Beamten den Fritz-Schloss-Park im Stadtteil Moabit durchsucht. Gesucht wird ein vierjähriger Flüchtling aus Bosnien-Herzegowina. Seine Mutter hatte ihn am Sonntag auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) aus den Augen verloren. Der Junge hört auf den Namen Mohammed und spricht kein Deutsch. Inzwischen meldete sich ein Zeuge, der den Jungen am Sonntag in dem Park zwischen der Rathenower und Lehrer Straße gesehen haben will. Der Junge interessierte sich für seinen Rollstuhl, teilte der Zeuge der Polizei mit. Erst durch den Fahndungsaufruf habe der Zeuge von dem vermissten Jungen erfahren.

Der Vierjährige wird von der Polizei wie folgt beschrieben:
• 1 Meter groß, schlank, kurze dunkle Haare
• scheinbares Alter ca. 4 Jahre
• zum Zeitpunkt des Verschwindens war er bekleidet mit einer blauen Jeanshose, weißen Schuhen und einem roten Pullover
• führt eine dunkelgrüne Tasche mit sich

Ein Foto von dem Vermissten findet ihr hier.

Hinweise nimmt die Vermisstenstelle der Kriminalpolizei in der Keithstr. 30 in Berlin-Schöneberg, Tel.: 030/4664 912400, Fax: 030/4664 912499; E-Mail: Vermisstenstelle@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Schüsse in Bonn: SEK schießt mehrfach auf 23-jährigen Flüchtling

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Samstagabend in Bonn-Endenich mehrfach auf einen Flüchtling geschossen und ihn schwer verletzt. Der 23-jährige stammt aus Guinea und hatte in einer Flüchtlingsunterkunft im Sankt-Paulus-Seniorenheim einen 27-jährigen Mitbewohner angegriffen und ihn mit einem Messer leicht verletzt. Nach der Tat verbarrikadierte sich der Mann im Obergeschoss des Gebäudes. Spezialkräfte verhandelten anschließend mit dem Flüchtling. Die Situation eskalierte, als der Mann aus dem Fenster sprang und die Flucht ergriff. Das Sondereinsatzkommando schoss mindestens sechs Mal auf den Mann, weil er offenbar noch immer ein Messer bei sich trug. Die Polizei machte zu den genauen Umständen keine weiteren Angaben. Der Flüchtling wurde mit schweren Verletzungen in einem Rettungswagen in die Uniklinik eingeliefert. Die Polizei war mit 50 Beamten vor Ort.

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