Schwere Explosion in China: Toten-Zahl steigt auf mindestens 44

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Das Ausmaß der Katastrophe von Tianjin (östlich von Peking) ist noch immer nicht abzusehen. Die Behörden bestätigten am Donnerstag, dass die Toten-Zahl auf mindestens 44 angestiegen sei. Mehr als 520 Menschen wurden verletzt, 66 von ihnen schwer. Am Hafen der chinesischen Millionenstadt explodierten am Mittwochabend aus noch unklaren Gründen mehrere Lager mit gefährlichen Chemikalien. Neben den Lagerhallen brannte es unter anderem auch auf einem Parkplatz, auf dem tausende Neuwagen abgestellt waren. Augenzeugen machten Videos, die zeigen wie sich ein Feuerball über der Stadt befand. Nachdem die Feuerwehr am Mittwochabend im Hafen eintraf kam es zu mehreren schweren Explosionen, bei denen mindestens zwölf Feuerwehrleute ums Leben kamen. Die Feuerwehr befindet sich mit rund 1.000 Einsatzkräften im Hafen. Die Druckwellen der Explosionen war so stark, dass sie vom nationalen Erdbebenzentrum erfasst worden sind. Augenzeugen berichteten, dass die Druckwelle im Umkreis des Hafens Fenster zerstörte und Türen aus den Angeln riss.

Seit Donnerstagmorgen ist das Feuer unter Kontrolle. Mehr als 100 Feuerwehrfahrzeuge befinden sich nach wie vor Ort. Die erste Explosion ereignete sich im Lagerhaus für gefährliche Güter der Firma Ruihai Logistics. Der Geschäftsführer und die Manager wurden zunächst festgenommen und werden verhört. Bisher ist die Ursache der Explosionen unklar. Der chinesische Präsident teilte mit, dass das Unglück genau untersucht wird und die Verantwortlichen bestraft werden.

Share

Hamburg: 27 Verletzte bei Explosion und Brand im ehemaligen Bunker

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Seit Dienstagmorgen brennt es in einem ehemaligen Bunkergebäude in der Marckmannstraße in Hamburg. Der Notruf ging um 4.23 Uhr bei der Feuerwehr ein. Während der Löscharbeiten durch die Hamburger Feuerwehr ereignete sich eine Explosion. Mindestens 27 Menschen wurden verletzt, 11 von ihnen schwer. Unter den schwer Verletzten befinden sich acht Feuerwehrleute. Weitere 15 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort behandelt. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufkollaps.
Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden aus noch ungeklärter Ursache in einer Tischlerei in dem ehemaligen Hochbunker aus, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die gesamte Straße bereits in dichten Rauch gehüllt. Die umliegenden Wohnhäuser wurden durch die Feuerwehr evakuiert. Mehr als 60 Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Parallel zu den Löscharbeiten wird geprüft, ob es in den umliegenden Gebäuden noch weitere Verletzte gibt.

Bei den Löscharbeiten kam es zu einer schlagartigen Durchzündung mit einer erheblichen Druckwelle. Die Druckwelle war so stark, dass Fahrräder durch die Luft geschleudert wurden. In dem damaligen Bunker lagerten über 100 Tonnen ätherische Öle. Die Brandursache und die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar. Die Löscharbeiten werden noch bis mindestens Dienstagnachmittag andauern. Die Feuerwehr schickt niemanden mehr in das Gebäude, weil die Lage unklar ist. Der Bunker soll stattdessen mit Schaum geflutet werden.

Share

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: Lehrer unzufrieden

Symbolfoto: © Michael König  | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael König | pixelio.de

Nach vier Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks wurde ein Tarifergebnis für die rund 800.000 Angestellten der Länder erzielt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bestätigte, dass in der vierten, zwölfstündigen Verhandlungsrunde ein Durchbruch gelungen sei. Rückwirkend zum 1. März erhalten die Angestellten 2,1 Prozent mehr Gehalt und ab März 2016 noch einmal 2,3 Prozent mehr Lohn – mindestens aber 75 Euro monatlich. Das sind durchschnittlich 4,83 Prozent mehr Gehalt. Die Lehrer-Gewerkschaft akzeptierte das nicht und äußerte Unmut. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte, dass das Ergebnis nicht einfach jedoch akzeptierbar sei, weil die Arbeitnehmer von Reallohnsteigerungen profitieren. Ursprünglich forderte Verdi 5,5 Prozent mehr Gehalt im Monat. Über das ausgehandelte Ergebnis freuen sich besonders die Geringverdiener. Für die untersten Einkommensgruppen gibt es durch die vereinbarte Mindeststeigerung in Höhe von 75 Euro eine Gehaltserhöhung von bis zu 6,9 Prozent. Auch die Auszubildenden im Öffentlichen Dienst dürfen sich in diesem und im nächsten Jahr über monatlich 30 Euro mehr Gehalt und einen zusätzlichen Tag Urlaub freuen. Die Bereitschaft zur Einigung war groß.

Der Tarifabschluss für die nächsten 24 Monate bedeutet für die Länder in diesem Jahr voraussichtlich Mehrausgaben von bis zu 650 Millionen Euro. Bis Ende 2016 wird erwartet, dass sich die Mehrkosten auf bis zu 1,5 Milliarden Euro addieren.

Zum öffentlichen Dienst gehören neben Mitarbeitern in Behörden auch Straßenwärter, Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern, Hausmeister auch die Lehrer. Die Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnte das Verhandlungsergebnis ab, obwohl es eine Lohnerhöhung für die Lehrer gegeben hätte. Die Gewerkschaft der Lehrer begründete die Ablehnung mit der unerfüllten Forderung, genau so viel Geld zu erhalten wie verbeamtete Lehrer. „Die Arbeitgeber wollen die Bezahlungvon rund 200.000 Lehrern weiterhin diktieren“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Die Gewerkschaft betonte, dass man durch die Ablehnung nicht friedenspflichtig sei. Es drohen also möglicherweise neue Streiks der Lehrkräfte. Verdi-Chef Bsirke akzeptierte die Ablehnung sagte aber, dass die Lehrer alleine streiken müssen. Sie hätten den Kompromiss abgelehnt und müssen nun auch die Konsequenzen tragen. Die GEW will in der kommenden Woche über weitere Schritte beraten.

Share