Berlin: Polizei erschießt psychisch kranken Mann

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstagabend haben Polizisten einen psychisch kranken Mann in Berlin erschossen. Der Mann hatte die Beamten zuvor in Hohenschönhausen mit einem Messer angegriffen. Der 25-Jährige hatte zuvor die Feuerwehr alarmiert und mit Suizid gedroht. Anschließend eilten die Einsatzkräfte zu der Wohnung des Mannes. Er drohte durch die geschlossene Tür damit Selbstmord zu begehen und auf die Feuerwehrleute zu schießen. Um 16.30 Uhr alarmierte die Feuerwehr daraufhin die Polizei dazu. Der Mann hatte sich zwischenzeitlich selbst Verletzungen zugefügt, sodass die Polizei sich dazu entschied die Wohnungstür gewaltsam zu öffnen. Nach dem die Tür offen stand ging der 25-Jährige mit einem Messer auf die Einsatzkräfte los. Daraufhin fielen Schüsse. Der Mann verstarb noch in der Wohnung. Wie viele Beamte Schüsse auf den Mann abgaben ist zur Zeit noch unklar. Die Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet.

Großbrand in Straubing (Bayern): Über 600 Jahre altes Rathaus wurde schwer beschädigt

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin  | pixelio.de

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Ein Großbrand hat am Freitagnachmittag das über 600 Jahre alte Rathaus im bayerischen Straubing schwer beschädigt. Die Feuerwehr wurde am Freitagnachmittag gegen 15.45 Uhr alarmiert. Die Polizei teilte mit, dass die Flammen mehr als 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des Gebäudes schossen. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf befand sich der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und versuchte ein Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern. Die Löscharbeiten werden Feuerwehrangaben zufolge bis Samstagmorgen andauern. Im Inneren des Gebäudes loderten auch am Samstagabend noch Flammen. Die Bürger wurden von der Polizei aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Innenstadt von Straubing zu meiden. Außerdem wurden die Anwohner gebeten den Weg für die nachrückenden Einsatzkräfte nicht zu versperren.

Die Brandursache war am späten Freitagabend noch unklar. An dem historischen Gebäude wurden Arbeiten im Dachstuhl ausgeführt. Der Weihnachtsmarkt in Straubing, der am Freitagnachmittag beginnen sollte, wurde geräumt. Die Feuerwehr wässerte wegen des starken Funkenflugs einige Verkaufsstände, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Der historische Schaden ist hoch. Das Rathaus stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 14. Jahrhundert und steht unter Denkmalschutz.

Feuer in Bochumer Krankenhaus: Zwei Tote –– Patientin könnte Feuer gelegt haben

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin  | pixelio.de

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Im Bochumer Klinikum Bergmannsheil hat es am Freitagmorgen ab 3.30 Uhr gebrannt. Mindestens zwei Patienten starben, sieben weitere schweben in Lebensgefahr. Insgesamt wurden 16 Menschen verletzt. Das Krankenhaus Bergmannsheil gehört mit 650 Betten zu den größten Krankenhäusern im Ruhrgebiet. Die Polizei hält Brandstiftung für möglich und kann eine suizidale Absicht als Brandursache nicht ausschließen. Im Zimmer einer 69 Jahre alten Frau war das Feuer ausgebrochen. Die Frau kam bei dem Brand ums Leben. Ihr Zimmernachbar, ein 41 Jahre alter Mann aus Marl starb ebenfalls. Das Feuer hatte sich vom sechsten Stockwerk in kürzester Zeit auf die darüberliegenden Etagen und den Dachstuhl ausgebreitet. Aus dem Klinikum wurden 126 Menschen gerettet. Einige von ihnen wurden vorzeitig entlassen.

Die Feuerwehr brauchte mit über 300 Einsatzkräften mehrere Stunden bis das Feuer unter Kontrolle war. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Trotz des Brandes bleibt das Krankenhaus weiter in Betrieb.

Schiffsunglück in Bayern: Flusskreuzfahrtschiff rammt Doppelbrücke – zwei Tote

Symbolfoto: © burntimes

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In der Nacht zu Sonntag hat sich um 1.30 Uhr in Bayern ein schweres Schiffsunglück ereignet. Die Kreuzfahrt von Erlangen nach Budapest hatte gerade begonnen, als das Schiff „Viking Freya“ auf dem Main-Donau-Kanal noch bei Erlangen eine Doppelbrücke rammte. Es handelte sich um eine Straßenbrücke und eine davor verlaufende Eisenbahnbrücke. Bei dem Zusammenprall riss das Führerhaus ab. Es hätte längst eingezogen sein müssen. Zwei Besatzungsmitglieder starben in den Trümmern. Die 181 Passagiere blieben unverletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um den 49-jährigen Schiffsführer und einen 33-jährigen Matrosen. Beide Männer stammten aus Ungarn und wurden im abgerissenen Führerhaus eingeklemmt und tödlich verletzt. Das Schiff streifte bereits in Erlangen eine andere Brücke. Insgesamt eilten in der Nacht 220 Einsatzkräfte zu dem verunglückten Flusskreuzfahrtschiff. Noch in der Nacht zu Sonntag bauten DLRG und Feuerwehr innerhalb von vier Stunden einen Rettungssteg, damit Cremitglieder und Passagiere das Schiff sicher verlassen konnten. Anschließend wurden sie in ein Gemeindezentrum gebracht und dort von Notfallseelsorgern betreut. Danach wurden die Passagiere in umliegenden Hotels untergebracht.

Zur Stunde ist noch völlig unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Im Normalfall wird das Führerhaus vor einer Brücke herabgesenkt, sodass es bündig mit dem Deck ist. Selbst dann befinden sich lediglich 50 Zentimeter Platz bis zum Boden der Brücke. Der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal wurde nach dem Unglück für zunächst unbestimmte Zeit eingestellt. Unklar ist auch noch, wann das Schiff abgeschleppt werden soll. Die ebenfalls betroffene Eisenbahnbrücke soll dagegen nach einer Prüfung zeitnah wieder freigegeben werden.

Chlorgas-Unfall in Hilden auf menschliches Versagen zurückzuführen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 16.45 Uhr ereignete sich im Spaß- und Freizeitbad Hildorado im nordrhein-westfälischen Hilden ein Chrlorgas-Unfall. Zwei Erwachsene und sieben Kinder wurden mit Atemwegsbeschwerden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt wurden 17 Menschen leicht verletzt, darunter 14 Kinder. Am Montag konnten alle das Krankenhaus wieder verlassen. Die Polizei teilte mit, dass offenbar nur eine kleine Menge Chlorgas ausgetreten war. Die Mitarbeiter reagierten sofort und schickten die Badegäste aus dem Schwimmbad heraus und schalteten die Lüftung ab.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot zu dem Freizeitbad angerückt. Insgesamt waren 153 Feuerwehrleute mit 54 Fahrzeugen vor Ort.

Die Polizei Mettmann hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingeleitet. Der Polizeisprecher sagte, dass alles für ein menschliches Versagen spricht. Es kam während der Reinigungsarbeiten im Technikkeller zu einer chemischen Reaktion, nachdem versehentlich Stoffe zusammengeführt wurden. Der erfahrene Mitarbeiter leitete sofort Gegenmaßnahmen ein, um die Chemikalie zu neutralisieren. Trotzdem gelangten Chlordämpfe über die Lüftungsanlage in das Innere des Bades. Am schwersten wurde der Angestellte des Bades verletzt. Er war am Dienstag wieder arbeitsfähig. Ein Notfallseelsorger betreute den Mann. In dem Freibad Hildorado hat sich in den letzten 24 Jahren kein Chlorgasunfall ereignet. Seit Montag hat das Schwimmbad in Hilden wieder ganz normal geöffnet.

Schwerer Schiffsunfall auf dem Barßeler Tief in Apen: Zwei Tote

Symbolfoto: © burntimes.com

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In der Nacht zum Samstag sind auf dem Barßeler Tief in Apen, im niedersächsischen Landkreis Ammenland, zwei Motorboote zusammengestoßen. Zwei Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt, zwei von ihnen schwer – unter ihnen auch eine Frau, die am Sonntagabend noch in Lebensgefahr schwebte. Die Polizei teilte mit, dass den Ermittlungen zufolge beide Motorboote am Samstagmorgen gegen 2 Uhr auf dem Fluss unterwegs waren und frontal zusammenstießen. Zwei der Todesopfer sind Insassen des angefahrenen Bootes. Beide Schiffe sind übereinander gefahren. Die Insassen wurden durch die drehende Schiffsschraube tödlich am Kopf verletzt. Der 27-jährige Bootsführer und seine 24-jährige Begleiterin waren sofort tot. Die beiden Sportboote waren vom Barßeler Hafen gestartet. Die beiden Bootsbesatzungen kannten sich. Zwei Cousinen waren auf die beiden Boote verteilt, teilte der Polizeisprecher mit.

Die Ermittler prüfen nun unter anderem, ob die Bootsführer unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen standen. Unklar ist zur Zeit auch noch, ob die beiden Motorboote mit eingeschalteter Beleuchtung unterwegs waren oder ob sie ohne Licht fuhren.

In der Nacht waren Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Taucher im Einsatz.

Die Gemeinde Barßel steht unter Schock. Das 37. Barßeler Hafenfest, zu dem 40.000 Besucher erwartet worden sind, wurde aufgrund des schweren Bootsunglücks vom Veranstalter abgesagt. „Das schreckliche Ereignis lässt keine Feierei mehr zu“, hieß es am Samstag. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein Mitglied der örtlichen Feuerwehr, der bei der Organisation des Hafenfestes mithalf.

Kassel-Calden: 19 Verletzte nach Brand in Flüchtlingsunterkunft

Symbolfoto: © burntimes

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Am Sonntagmittag gegen 13.15 Uhr brannten mehrere Wohncontainer in der Flüchtlingsunterkunft im hessischen Kassel-Calden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot und 300 Feuerwehrleuten vor Ort und benötigte drei Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Rauchwolke war über eine größere Entfernung zu sehen. Mindestens 16 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen in Krankenhäuser eingeliefert. Bei den Verletzten handelt es sich um Schutzsuchende, Sicherheitsleute und eine Feuerwehrfrau. Das Gebäude, in dem es brannte, war nach Angaben der Polizei komplett abgeschlossen, sodass ein fremdenfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen werden kann. Es brannte von innen nach außen, bestätigte auch die Feuerwehr. Als das Feuer ausbrach war gerade Mittagszeit, sodass sich die meisten Schutzsuchenden zu der Zeit zum Essen versammelt hatten. Diesem Zufall ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Bewohner eine Rauchgasvergiftung erlitten. In der betroffenen Unterkunft in Kassel-Calden leben zur Zeit 380 Schutzsuchende. Die Unterkunft ist für bis zu 1.200 Bewohner ausgelegt.

Bad Kissingen: Autofahrer mit Sperrung nicht einverstanden – Feuerwehrmänner angefahren

Symbolfoto: © burntimes

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Am Sonntag sind mehrere Feuerwehrmänner im bayerischen Bad Kissingen von einem Auto erfasst worden. Ein uneinsichtiger Autofahrer war mit einer Straßensperrung nicht einverstanden. Die Feuerwehr wurde gebeten eine Straße abzusperren und stellte ein Feuerwehrfahrzeug quer über die Straße. Ein 61-jähriger Autofahrer wollte das nicht akzeptieren und versuchte auf dem Gehweg, an dem Hindernis vorbei, auf die gesperrte Straße zu gelangen. Feuerwehrmänner stellten sich auf den Gehweg, um die Durchfahrt zu verhindern. Der 61-jährige Autofahrer stieß dabei mit seinem Auto absichtlich gegen das Schienbein eines Feuerwehrmannes. Anschließend wendete er sein Fahrzeug und fuhr rückwärts gegen den Außenspiegel des Feuerwehrautos. Hinter dem Feuerwehrfahrzeug wendete er schließlich sein Auto und fuhr einem anderen Feuerwehrmann dabei über den Fuß. Der 61-Jährige flüchtete von der Absperrung, noch bevor die Polizei eintraf. Der Autofahrer fuhr stattdessen zu einer Polizeiwache und schilderte dort seine Sicht der Dinge.

Gegen den Mann wurden bereits Ermittlungen wegen Nötigung, schweren Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung und Körperverletzung eingeleitet.

Salzlandkreis: Feuerwehrfahrzeug verunglückt auf dem Weg zum Einsatz schwer

Symbolfoto: © burntimes

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In Sachsen Anhalt ist am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Plötzkau auf dem Weg zu einem Feldbrand auf der Landstraße 65, in der Nähe von Aderstedt, schwer verunglückt. Die Polizei teilte mit, dass insgesamt zwölf Menschen verletzt wurden, vier von ihnen schwer. Neun Feuerwehrleute wurden verletzt. Einer der Verletzten wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Das Löschfahrzeug geriet nach dem Durchfahren einer abschüssigen Linkskurve zwischen den Ortschaften Bündel und Aderstedt von der Fahrbahn ab und kam in den Gegenverkehr. Dort kollidierte das schwere Einsatzfahrzeug mit zwei anderen Autos – darunter auch mit einem Trabant. Beide Fahrzeuge kamen im Straßengraben zum Stehen und wurden schwer beschädigt. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Löschfahrzeug und kam ebenfalls im Straßengraben zum Stehen. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter zur Unfallstelle angefordert. Die Abschlepparbeiten dauerten bis in die Nacht zu Donnerstag an.

Neukirchen-Seigertshausen: Drei Geschwister sind im örtlichen Feuerlöschteich ertrunken

Symbolfoto: © burntimes

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Im nordhessischen 700-Einwohner-Dorf Neukirchen-Seigertshausen hat sich eine Familientragödie am Löschteich ereignet. Ein nicht eingezäunter und frei zugänglicher Teich ist den fünf, acht und neun Jahre alten Geschwistern zum Verhängnis geworden. Die Polizei in Kassel teilte mit, dass der elf Jahre alte Bruder seine Geschwister gesucht hat und dabei den Fünfjährigen leblos im Wasser treibend entdeckte. Anschließend lief der Junge zu einem Nachbarn, der sofort einen Notruf absetzte. Anwohner zogen den Jungen aus dem Wasser. Er starb trotz eingeleiteter Wiederbelebungsversuche noch an der Unglücksstelle.

Kaum waren die Rettungskräfte vor Ort, offenbarte sich eine Katastrophe, denn zwei weitere Kinder der Familie waren spurlos verschwunden. Mit einem Großaufgebot suchten Polizei und Feuerwehr in der Dämmerung am Samstagabend bis in die Nacht zu Sonntag nach den Vermissten. Taucher entdecken schließlich das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder in dem Teich, im Ortsteil Seigertshausen. Sie konnten beide nur noch tot aus dem Teich geborgen werden.

Unklar ist noch, wie genau die drei Kinder in den etwa zwei Meter tiefen Teich geraten sind. Die Ermittler sprachen von einem tragischen Unglücksfall und schlossen ein Fremdverschulden am Sonntag aus. Das Ufer des Teiches ist mit Steinen befestigt. Diese sind nach dem vielen Regen der letzten Tage teilweise sehr rutschig. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Feuerlöschteich. Der Teich liegt rund 350 Meter vom Elternhaus der betroffenen Familie entfernt.

Die betroffene Familie war erst vor einem Jahr aus Saarbrücken nach Neukirchen-Seigertshausen in Nordhessen gezogen, teilte der Bürgermeister – sichtlich unter Schock mit. Die Familie hat einen syrisch-türkischen Hintergrund. Die Kinder sind alle in Deutschland geboren.

Das halbe Dorf beteiligte sich an der Suche nach den zwei vermissten Kindern und steht unter Schock. Die Eltern werden von Notfallseelsorgern betreut und konnten, weil sie unter Schock stehen, noch nicht befragt werden. Unklar ist auch, ob die Kinder möglicherweise nicht schwimmen konnten.