Spannungen mit der Türkei: Sigmar Gabriel bricht Urlaub ab – deutscher Menschenrechtsaktivist Steudtner inhaftiert

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Der Botschafter Ankaras wurde nach der Festnahme des deutschen Menschenrechtsaktivisten Steudtner in das Auswärtige Amt berufen. Außerdem sind noch fünf weitere Menschenrechtsaktivisten in der Türkei verhaftet worden. Die Festnahmen ereigneten sich bei einem Workshop in Istanbul am vergangenen Mittwoch. Bundesaußenminister Gabriel hat aufgrund der Vorfälle seinen Urlaub abgebrochen und kehrte nach Berlin zurück. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei ist seit Monaten angespannt. Justizminister Maas hatte die jüngsten Verhaftungen kritisiert. Er sagte: „Wer sich für Menschenrechte einsetzt, sei kein Terrorist.“ Ein Sprecher sagte am Mittwoch, dass dem türkischen Botschafter unmissverständlich klar gemacht wurde, dass die Verhaftungen nicht nachvollziehbar seien. Der Botschafter hatte zugesichert, die deutschen Forderungen nach einer sofortigen Freilassung zu übermitteln.

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Ein Jahr nach Putschversuch in der Türkei: Erdogan will Drahtziehen „den Kopf abreißen“

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Ein Jahr nach dem gescheiterten Putschversuch durch das türkische Militär hat Präsident Erdogan ein erbarmungsloses Vorgehen gegen die Verantwortlichen angekündigt. „Wir werden diesen Verrätern den Kopf abreißen“, sagte Erdogan am Samstagabend auf einer Kundgebung vor mehreren zehntausend Anhängern in Istanbul. Er forderte während seiner Rede, dass die Inhaftierten Uniformen wie in Guantanamo tragen. Außerdem hat Erdogan seine Bereitschaft zur Wiedereinführung der Todesstrafe bekräftigt. Er sagte, dass er ein entsprechendes Gesetz unterschreiben würde. Beim Putschversuch kamen offiziellen Angaben zufolge genau vor einem Jahr 249 Menschen ums Leben.

Über 50.000 Menschen hat das Regime von Präsident Erdogan seither verhaften lassen und über 150.000 öffentliche Bedienstete wurden inzwischen entlassen oder suspendiert. Erst vor wenigen Tagen wurden in der Türkei erneut 7.000 Staatsbedienstete entlassen. Der türkische Präsident machte den in den USA lebenden Prediger Gülen verantwortlich und forderte mehrfach seine Auslieferung in die Türkei. Gülen selbst sagte, dass Präsident Erdogan den Putsch selbst inszeniert hat, um das Land zu „säubern“.

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Goldmünzen-Diebstahl: Drei Festnahmen in Berlin

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Polizei hat in Berlin im Zusammenhang mit dem Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum, im März, am Mittwochmorgen drei Wohnungen durchsucht. Auf der 100 Kilogramm schweren Goldmünze befindet sich das Bild von Königin Elisabeth II. Der Wert der Münze, die aus reinem Gold hergestellt ist, liegt bei knapp vier Millionen Euro. Aufgrund des Gewichts der Münze geht die Polizei von mehreren Tätern aus. Die Wohnungen befanden sich im Berliner Stadtteil Neukölln. Die Durchsuchung wurde durch Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) unterstützt. Die gestohlene 100 Kilogramm schwere Goldmünze wurde jedoch noch nicht gefunden.

Die Einbrecher sind über das Dach des Bode-Museums in das Innere gelangt und hatten die Münze offenbar von oben aus herunterfallen lassen. Am benachbarten Bahndamm wurde die Stelle gefunden, auf der die Münze aufschlug. Möglicherweise ist die Münze aber auch beim Abstieg den Dieben entglitten. Bei der Spurensuche wurde eine Schubkarre, mit der die Münze durch das Museum gefahren wurde, gefunden. Nach den Tätern wurde mit Bildern aus Überwachungskameras gefahndet. Für zielführende Hinweise wurde eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt. Die Goldmünze gilt als unverkäuflich. Im Jahr 2007 wurden insgesamt fünf Exemplare der Goldmünze produziert. Möglicherweise haben die Täter das Material zwischenzeitlich eingeschmolzen und in kleineren Mengen verkauft. 

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 18-Jährigen und zwei 20-Jährige. Ein Richter hatte zuvor einen Haftbefehl gegen die drei Männer ausgesprochen. Insgesamt waren 300 Beamte bei den Festnahmen im Einsatz.

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Versuchte Gefangenenbefreiung in Duisburg: 250 Menschen greifen Polizisten an

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Die Polizisten wollten am Sonntagabend um 19.40 Uhr einen 37-jährigen Mann überprüfen der die Beamten zuvor mit seinem Handy gefilmt hatte. Die Polizisten waren an der Reinerstraße vor Ort um einen Verkehrsunfall aufzunehmen und wurden dabei von dem 37-Jährigen gefilmt. Weil der Mann sich gegen die Personenkontrolle wehrte, wurde er vorübergehend festgenommen. Anschließend kamen plötzlich rund 250 Menschen, die den Festgenommenen befreien wollten. Hinzu alarmierte Beamte setzten Pfefferspray ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Einige Angreifer wendeten Gewalt gegen die Polizisten ein. Zwei der Angreifer wurden verhaftet.

Polizisten wurden nicht verletzt. Ein Beteiligter musste jedoch in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Landfriedensbruches und versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.

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Gay-Pride-Demo: Türkische Polizei setzte Gummigeschosse gegen Demonstranten ein und nahm Teilnehmer fest

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Istanbul fand am Sonntag die Gay-Pride-Parade statt. Die türkischen Behörden teilten mit, dass die Demonstration die öffentliche Sicherheit von Bürgern und Touristen gefährdet und griff entsprechend hart durch. Der Gouverneur von Istanbul hatte die Demonstration für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen am Samstag das dritte Jahr in Folge verboten. Die Menschenrechts-organisation Amnesty International äußerte sich tief besorgt über das Verbot und forderte die Türkei auf das Verbot sofort aufzuheben. Die Polizisten schossen mit Gummigeschossen auf die Teilnehmer der Gay-Pride-Demonstration, um sie davon abzuhalten sich auf der Einkaufsstraße in Istanbul zu versammeln. In den sozialen Netzwerken machten bereits im Vorfeld türkische Nationalisten Stimmung gegen die Demonstration. Während der Demonstration wurden mindestens vier Menschen festgenommen.

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Schlägerei in Fürth bei Köln: 29-Jähriger stirbt – acht Festnahmen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Nach einem Gaststättenbesuch in Fürth bei Köln ist ein 29-Jähriger bei einer Schlägerei ums Leben gekommen. Neun stark alkoholisierte Männer gerieten am Sonntagmorgen vor der Gaststätte aneinander. Zwei 19- und 29-jährige Tatverdächtige flohen zunächst vom Tatort, sechs weitere Tatbeteiligte wurden verhaftet. Am Sonntagnachmittag konnten die beiden Tatbeteiligungen verhaftet werden. Der 29-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen und verstarb später im Krankenhaus. Der 25-jährige Bruder des Opfers erlitt schwere Gesichtsverletzungen. Polizeiangaben zufolge besteht keine Lebensgefahr. Eine Mordkommission wurde eingeleitet.

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Proteste in Russland: Hunderte Menschen wurden verhaftet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Russland wurden nach landesweiten Protesten gegen Korruption hunderte Demonstranten festgenommen. Der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hatte zu den Protesten aufgerufen und wurde selbst auch festgenommen. Experten gehen davon aus, dass die russische Regierung aus Angst so hart gegen die Protestierenden durchgegriffen hat. Es wird befürchtet, dass sich eine größere Unzufriedenheit gegen den Kreml bilden könnte und eine Bewegung gegen die Putin-Regerung. Nawalny will im März 2018 in der geplanten Präsidentschaftswahl gegen den Amtsinhaber Putin antreten. Er wurde einen Tag nach seiner Festnahme einem Richter vorgeführt. Seit den Demonstrationen gegen die Wahlfälschungen waren nicht mehr so viele Menschen auf die Straße gegangen, als es am Sonntag der Fall. Kreml-kritische Medien teilten mit, dass über 60.000 Demonstranten auf die Straße gegangen waren. Mehr als tausend von ihnen wurden festgenommen.

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Jugendliche haben vor dem KZ Ausschwitz-Birkenau ein Schaf geschlachtet

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitagnachmittag haben sich 14 Frauen und Männer vor dem Eingang des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau versammelt, ein Schaf geschlachtet und sich anschließend entblößt und aneinandergeketttet. Alle Beteiligten wurden von der Polizei festgenommen. Die Teilnehmer filmten ihr Vorgehen mit einer Drohne. Die Verhafteten sind zwischen 20 und 27 Jahre alt. Die Museumswache beobachtete die Gruppe und alarmierte die Polizei. Der Museumsdirektor teilte mit, dass es einen solchen Vorfall noch nicht gegeben hat. Polnischen Medien zufolge wollten die Personen gegen den Krieg in der Ukraine demonstrieren. Sie hängten dazu auch ein weißes Spruchband mit dem Schriftzug „Love“ an das Tor. Ale Beteiligten wurden verhört. Es handelt sich um sechs Polen, vier Weißrussen und einen Deutschen. Das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau war zwischen den Jahren 1942 und 1945 das größte Vernichtungslager im damals besetzten Polen. Im zweiten Weltkrieg wurden mehr als eine Million Menschen ermordet.

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Angriff in London: Sieben Festnahmen – Täter war Brite

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Die Polizei hat in London im Verdacht mit dem Anschlag sieben Personen an sechs verschiedenen Adressen verhaftet. Es wird von einem islamistischen Hintergrund ausgegangen. Am Mittwoch, dem Jahrestag der Anschläge in Brüssel, ereignete sich in der britischen Hauptstadt London ein Terroranschlag bei dem insgesamt vier Menschen starben – darunter auch der Täter – und 40 weitere verletzt wurden – von denen 29 im Krankenhaus behandelt werden (wir berichteten). Unter den Verletzten befindet sich auch ein Deutscher, teilte die britische Premierministerin May mit. Sieben der Verletzten befinden sich in einem kritischen Zustand. Der Täter nutzte sein Auto als Waffe und raste auf der Westminister-Brücke Passanten mit seinem Geländewagen um. Anschließend griff er Polizisten mit zwei Messern an.

Die Behörden teilten am Donnerstag mit, dass es sich bei dem Täter um einen britischen Staatsbürger handelt und der britische Geheimdienst den Mann im Visier hatte. Gegen ihn wurde vor Jahren wegen terroristischer Verbindungen ermittelt.

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Wohnungsloser in Berlin angezündet: Alle Jugendlichen stellen sich der Polizei – Untersuchungshaft

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die sieben Jugendlichen, die in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag einen schlafenden 37-jährigen Wohnungslosen am U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet haben, haben sich der Polizei gestellt. Gegen alle sieben Beteiligten wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Außerdem wurde Untersuchungshaft für die Beteiligten angeordnet. Bei den Tätern handelte sich um Personen, die zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Zwei der Tatbeteiligten sind volljährig. Ein 21-Jähriger ist der Haupttäter. Die sieben Männer hatten die Kleidungsstücke des Wohnungslosen angezündet. Zeitungen, mit denen sich der Mann vor der Kälte schützte, brannten lichterloh. Passanten reagierten sofort und halfen dem Wohnungslosen. Er blieb unverletzt. Ein U-Bahnfahrer eilte mit einem Feuerlöscher zu Hilfe.

Die Täter waren nach der Tat mit einer U-Bahn geflüchtet und wurden dort von Überwachungskameras gefilmt. Die Aufnahmen wurden veröffentlicht und brachten die Täter dazu sich der Polizei zu stellen.

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