Straßenschlacht: Saakaschwili wurde nach seiner Festnahme in der Ukraine von seinen Anhängern befreit

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Ukrainische Sicherheitsbehörden hatten den ehemaligen Präsidenten von Georgien, Micheil Saakaschwili, am Dienstag unter spektakulären Umständen verhaftet. Spezialkräfte stürmten am Dienstagmorgen die Wohnung des Mannes im Zentrum von Kiew. Dort hielt sich Saakaschwili bis zuletzt auf. Saakaschwili war einst ein Freund des ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Er steht im Verdacht einen Staatsstreich vorbereitet zu haben, teilte die ukrainische Zeitung Prawda mit. Ihm drohen bei einer Verurteilung zwischen drei und fünf Jahren Gefängnishaft. Die Spezialkräfte wurden beim Betreten der Wohnung von seinen Anhängern behindert.

Unter den Anhängern befinden sich zahlreiche kampferprobte Angehörige paramilitärischer Einheiten. Saakaschwili wollte sich aber nicht einfach so ergeben, sondern floh auf das Dach des Gebäudes und drohte mit einem Sprung aus dem 8. Stockwerk, wenn sich die Sicherheitskräfte ihm annähren. Vom Dach rief er zu seinen Anhänger hinunter: „Poroschenko ist ein Verräter des ukrainischen Volks. Was auch immer heute mit mir geschieht: Geht auf die Straßen und kämpft weiter.“

Den Spezialkräften gelang es schließlich Saakaschwili zu verhaften. Anschließend blockierten seine Anhänger das Fahrzeug, in dem ihr Anführer saß. Seinen Anhängern gelang es bei Zusammenstößen mit der Polizei ihn aus dem Van wieder zu befreien. Ohne einen Anführer wie Saakaschwili drohten die Proteste in der Ukraine zu ersticken.

Saakaschwili war aufgrund von Amtsdelikten selbst in Georgien verfolgt worden und war schließlich gezwungen das Präsidentenamt aufzugeben. Er war aus Georgien in die Ukraine geflohen und kämpft dort zur Zeit gegen die Korruption und konnte damit viele Gleichgesinnte mobilisieren. Am Dienstagabend befand er sich vor dem Parlamentsgebäude und forderte dort, begleitet von zahlreichen Anhängern, die ukrainische Poroschenko-Regierung auf „friedlich zu gehen“.

Streit an Bushaltestelle in Oberhausen: 28-Jähriger stirbt

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Im nordrhein-westfälischen Oberhausen ist ein 28-jähriger Mann nach einer Auseinandersetzung mit drei Männern, am frühen Sonntagmorgen gegen 1.40 Uhr, an der Bushaltestelle „Im Lipperfeld“ gestorben. Die Polizei teilte mit, dass die Männer mit einem Bus der Linie 21 vom „Polonia Music Festival“ in der Turbinenhalle nach Hause fahren wollten. Kurz nachdem die Gruppe in den Bus eingestiegen war, kam es zu Streitigkeiten mit Personen, die sich bereits im Bus befanden, woraufhin der Busfahrer alle Beteiligten an der Haltestelle „Im Lipperfeld“ aus dem Bus warf.

Draußen an der Haltestelle ging die Auseinandersetzung offenbar weiter. Bei den bisher unbekannten Tätern handelte es sich um drei südländisch aussehende Tatverdächtige. Bei dem Streit wurde ein 28-Jähriger so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus verstarb. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Augenzeugenberichten zufolge haben die Täter noch mit Messern auf die bereits am Boden liegenden Opfer eingestochen. Worum es bei dem Streit ging ist noch unklar.

Ein mutmaßlicher Tatbeteiligter stellte sich am Sonntag der Polizei. Der 20-Jährige wurde festgenommen und nach zwei weiteren Tatbeteiligten wird noch gefahndet. Eine Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet.

Leiche in die Fulda geworfen: 17-Jährige und ihr Freund gestehen Mord wegen eines Autos

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Eine 17-Jährige soll gemeinsam mit ihrem 20-jährigen Freund einen 45-jährigen Mann in Thüringen wegen eines Autos getötet und die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda geworfen haben. Die beiden jungen Tatverdächtigen aus dem sächsischen Zwickau wurden inzwischen verhaftet und sitzen in Untersuchungshaft. Beide gaben an, dass sie den Mann getötet hatten, um an das Auto des Mannes zu gelangen. Am frühen Morgen des 11. Novembers haben die beiden den 45-Jährigen mit mehreren Messerstichen in den Hals in Gera getötet. Mit der Leiche im Kofferraum fuhren die beiden jungen Erwachsenen nach Hessen und warfen die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda. Das Opfer wurde trotz aufwendiger Suchmaßnahmen bisher noch nicht von der Polizei gefunden. Festgenommen wurde das Pärchen in Frankfurt am Main. Dort hatte ein Sicherheitsmitarbeiter verdächtige Beobachtungen gemacht und die Polizei alarmiert. Eine erste Überprüfung hatte anschließend ergeben, dass die 17-Jährige seit dem 2. November als vermisst gemeldet war und seit dem mit ihrem Freund unterwegs gewesen ist.

Todendorf-Kaserne: Unteroffizier soll zwei Soldatinnen vergewaltigt haben

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Ein 29-jähriger Bundeswehrsoldat ist am Montag vom Dienst suspendiert worden. Auf dem schleswig-holsteinischen Truppenüberungsplatz soll er zwei Frauen vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Die Tat soll sich in der vergangenen Woche, im Anschluss an eine Feier, ereignet haben. Der 29-jährige Unteroffizier soll sich nach der Feier in die Räumlichkeiten der Frauen geschlichen haben. Bei den Opfern handelt es sich um 18 und 22 Jahre alte Frauen. Er soll dabei ausgenutzt haben, dass die Opfer stark alkoholisiert waren.

Spiegel-Online-Berichten zufolge filmte ein weiterer Soldat die Vergewaltigung ohne einzu-greifen. Der Mann löschte das Video jedoch kurz darauf. Den Ermittlern gelang es bisher noch nicht das Filmmaterial wiederherzustellen. Der 29-jährige Unteroffizier ist genau so wie die beiden Frauen bei der Flugabwehrraketengruppe 21 in Mecklenburg Vorpommern stationiert. Alle drei waren in Schleswig-Holstein zu einem Schießlehrgang.

Der Soldat schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der 29-Jährige wurde von Feldjägern festgenommen und der Polizei übergeben. Die Polizei wertet zur Zeit DNA-Proben und Spuren aus, die Aufschluss darüber geben sollen, was genau in der Nacht passiert ist.

Zuletzt waren bei der Bundeswehr mehrere Skandale publik geworden. In Pfullendorf wurden während der Sanitätsausbildung teils abstoßende und sadistische Praktiken enthüllt. Im Sommer wurde außerdem eine Saufparty der KSK-Elitesoldaten bekannt.

Wismar: Täter im Chat kennengelernt – 13-Jährige wurde Zuhause vergewaltigt

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In der Nähe von Wismar wurde ein 13-jähriges Mädchen von zwei Männern in ihrem Elternhaus vergewaltigt. Die Täter konnten inzwischen ermittelt und verhaftet werden. Es wurden Haftbefehle gegen die 19 und 31 Jahre alten Männer aus Lübeck ausgesprochen. Beide werden dringend verdächtigt die 13-jährige Schülerin am Freitagabend gegen 19 Uhr schwer sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Die beiden Verdächtigen sind am Sonntag verhört worden. Einer der Männer gab an, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Der ältere 31-jährige Verdächtige bestritt die Tatvorwürfe. Täter und Opfer hatten sich über einen Messenger-Dienst im Internet kennengelernt.

Die beiden Männer suchten am Freitagabend das Elternhaus der 13-Jährigen auf. Diese war zu diesem Zeitpunkt alleine Zuhause gewesen. Erst als die Mutter des Kindes nach Hause zurückkehrte, verließen die Männer das Haus fluchtartig. Nach einer kurzen Fahndung wurden die beiden Männer schließlich von der Polizei in der Nacht zu Sonntag verhaftet. Den Männern drohen mehrjährige Haftstrafen.

Anti-Terror-Einsatz in Markkleeberg: SEK verhaftet mutmaßlichen IS-Kommandeur

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Im sächsischen Markkleeberg ist am Donnerstagabend ein mutmaßlicher IS-Kommandeur verhaftet worden. Der 39-jährige Syrer Ahmad A. wurde von einem Sondereinsatzkommando der Polizei vor einer Fahrschule überwältigt. Der Mann hatte sich dort zu einem Kurs angemeldet. Anschließend wurde die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht. Der Mann war Mitglied der terroristischen Vereinigung „Al Nusra-Front“. Der Verdächtige soll 2012 im Syrien-Krieg eine führende Position gehabt haben und an der Eroberung der Stadt Tabka beteiligt gewesen sein. Im Frühjahr 2013 hat er sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeschlossen. Seit wann er sich in Deutschland aufhielt, teilten die Behörden nicht mit. Dem Festgenommenen werden keine Anschlagspläne in Deutschland vorgeworfen. Alle Taten, die ihm vorgeworfen werden, wurden in Syrien begangen. Der Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an.

Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus: Haftbefehl wurde erlassen

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Die Ermittler teilten am Freitag mit, dass der Täter, der für den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verantwortlich ist, gefasst wurde. Der 28-jährige Tatverdächtige wurde am Freitagmorgen in Baden-Württemberg, in der Nähe von Tübingen, von Spezialeinheiten der Polizei überwältigt und verhaftet. Inzwischen wurde auch Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der Deutsch-Russe handelte offenbar aus finanziellen Motiven. Er wollte möglichst viele Spieler von Borussia Dortmund töten oder verletzen, um einen Kurssturz der BVB-Aktie auszulösen. Der Täter hatte drei verschiedene Derivate gekauft und damit auf einen Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt. Er hätte einen Millionengewinn erzielen können. Der Täter war zum Zeitpunkt des Anschlags im gleichen Hotel, wie die Mannschaft von Borussia Dortmund untergebracht. Dort hatte er bereits zwei Tage zuvor ein Zimmer im Dachgeschoss mit Blick auf den Anschlagsort bezogen. Bei dem Täter handelte es sich um einen gelernten Elektriker. Die Polizei traut ihm zu, die Bombe gebaut und ferngezündet zu haben.

Die Verantwortlichen des BVB bedankten sich bei den Behörden und begrüßten den Ermittlungserfolg.

Vor dem Champions-League-Viertelfinal-Spiel zwischen Monaco und Dortmund hatte sich ein Zwischenfall ereignet. Auf dem Weg zum Stadion explodierten kurz nach der Abfahrt des Mannschaftsbusses mindestens drei Sprengsätze am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Die Explosionen ereigneten sich in Dortmund-Höchsten an der Ecke Wittbräucker Straße/Schirrmannweg. Der Dortmunder Innenverteidiger Marc Bartra wurde an der Hand verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde daraufhin abgesagt und um einen Tag verschoben.

Terror in Stockholm: Festnahme nach mutmaßlichem LKW-Anschlag

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Am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr ist ein LKW in eine Menschenmenge in der Stockholmer Innenstadt gerast. Der Vorfall ereignete sich in der größten Einkaufsstraße Stockholms. Anschließend lenkte der Attentäter den LKW in ein Einkaufszentrum hinein. Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt, neun von ihnen schwer, darunter zwei Kinder. Der LKW wurde von einem maskierten Mann entführt, teilte die betroffene Spedition mit. Augenzeugenberichten zufolge verließen drei bewaffnete Männer den LKW, nachdem dieser in das Einkaufszentrum gerast war. Der mutmaßliche Attentäter wurde am Freitagabend gefasst. Die Polizei nahm ihn auf einem Parkplatz fest. Bei ihm wurde auch eine Sturmhaube gefunden. Der Mann war leicht verletzt. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löffel sagte, dass Schweden angegriffen worden sei und alles auf einen Terroranschlag hindeutet.

Ermittlungen im Mordfall Maria Bögerl: DNA-Probe ist negativ

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2010 wurde die 54-jährige Maria Bögerl ermordet. Die Bankiersgattin wurde am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus in Heidenheim entführt und ermordet. Die Entführer verlangten 300.000 Euro Lösegeld. Die Übergabe des Geldbetrags scheiterte und Anfang Juni 2010 fand ein Spaziergänger die verweste Leiche von Maria Bögerl an einem Waldrand. Im Auto der entführten Frau fanden die Ermittler vor Kurzem DNA-Spuren. Am Mittwoch wurde ein Tatverdächtiger festgenommen, der in einer ersten Vernehmung angab einen Hass auf die Familie gehabt zu haben. Er bestritt jedoch, dass er etwas mit dem Mord zu tun hat.

Eine DNA-Probe, die bei dem 47-jährigen Tatverdächtigen entnommen wurde, ist negativ, teilte die Polizei am Donnerstagvormittag mit. Damit kommt der 47-Jährige kaum noch als Täter in Frage. Zuletzt wurde bundesweit mit einem Phantombild und einer Stimmprobe nach einem Mann gesucht, der die Tat im Juli 2016 vor Zeugen im westfälischen Hagen zugegeben hat. Er sagte, dass er die Frau erstochen hat. Der betrunkene Verdächtige hatte letzten Sommer gesagt, dass er aus Ochsenberg stammt. Das liegt in unmittelbarer Nähe des Tatortes. Er arbeitete früher bei der Bundeswehr, gab er an. Die Zeugen hatten das Gespräch mit einem Handy aufgezeichnet und den Mitschnitt anschließend der Polizei übergeben. Seit dem fehlte von dem Mann jede Spur.

Am Mittwochabend wurden die neuen Erkenntnisse in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gezeigt und der Audiomitschnitt ausgestrahlt. Die Polizei teilte mit, dass sie noch während der Sendung ausrückte, weil es konkrete Angaben zu dem Aufenthaltsort des Verdächtigen gab. Der Mann wurde in seiner Wohnung in Königsbronn verhaftet. Der Festgenommene ist jedoch nicht der Täter. Warum er im betrunkenen Zustand Angaben zum Mord an Maria Bögerl machte ist unklar.

Stundenlange Geiselnahme in Höxter: 46-Jähriger entführt Linienbus

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In Höxter hat ein 46-jähriger Mann am Freitagabend gegen 21.15 Uhr einen Linienbus und den Busfahrer entführt. Nach einer dreistündigen Verfolgungsjagd gelang es Spezialeinheiten der Polizei den psychisch kranken Mann auf einem Parkplatz der Bundesstraße 64 zu überwältigen und zu verhaften, während dieser eine Toilettenpause einlegte. Der 46-jährige Mann hatte den Bus in Höxter unter seine Gewalt gebracht. Zu der Zeit befand sich neben dem Busfahrer noch eine andere Person im Bus. Dem Fahrgast gelang es jedoch kurz darauf während eines kurzen Stopps den Bus zu verlassen. Daraufhin fuhr der 46-jährige Mann alleine mit dem Busfahrer weiter. Die Polizei versuchte telefonisch mit dem Entführer zu verhandeln. Das brachte keinen Erfolg. Bei der Festnahme gegen 0.50 Uhr wurde niemand verletzt. Die Polizisten entdeckten bei der anschließenden Durchsuchung des Busses mehrere Messer, die der Geiselnehmer mit sich führte.

Die Polizei teilte mit, dass der 46-Jährige bereits in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sei und Alkohol sowie Drogen konsumierte. Das Motiv des Mannes ist unklar.