Traunreut in Oberbayern: Zwei Männer wurden in einer Kneipe erschossen – Festnahme

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Samstagabend betrat ein Mann gegen 22.30 Uhr, mit einem Gewehr bewaffnet, eine Kneipe und eröffnete unvermittelt das Feuer. Ein Anwohner hörte die Schüsse und alarmierte die Polizei. Zwei 31-jährige Männer, deutsche Staatsangehörige aus dem Landkreis, wurden getötet und zwei Frauen im Alter von 28 und 50 Jahren erlitten schwere Verletzungen. Der Zustand de Frauen ist inzwischen stabil, teilte die Polizei mit. Der Angriff ereignete sich am Traunreuter St.-Georgs-Platz. Der Täter flüchtete zu Fuß vom Tatort. Die Polizei hat wenig später einen dringend Tatverdächtigen 62-jährigen Mann in einem Pub verhaftet. Während der Vernehmung des 62-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus dem Landkreis Traunstein, verdichteten sich Hinweise darauf, dass es sich bei ihm um den Täter handeln könnte. Die Täterbeschreibung passte auf ihn. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Ob sich Täter und Opfer kannten wird ermittelt. Bei der Wohnungsdurchsuchung des 62-Jährigen wurde die möglich Tatwaffe und Munition entdeckt. Um einen Zusammenhang zwischen den aufgefundenen Gegenständen und der Tat herzustellen, sind noch weitere Ermittlungen erforderlich.

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Dresden: Polizei stellt bei mutmaßlichem Reichsbürger einen Waffenvorrat sicher

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Mehr als 50 Schusswaffen und hunderte Schuss Munition stellten Beamte bei einem Einsatz bei einem mutmaßlichen 64-jährigen Reichsbürger im sächsischen Dresden-Briesnitz sicher. Die Beamten waren eigentlich nur gekommen, weil gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl in Höhe von 35 Euro vorlag. Dabei stießen sie auf Pistolen, Gewehre und Revolver sowie Vorderlader. Diese wurden nicht vorschriftsmäßig, sondern frei zugänglich gelagert. Außerdem wurden Waffen und Munition nicht wie vorgeschrieben voneinander getrennt gelagert. Der 64-Jährige konnte jedoch mehrere Waffenbesitzkarten vorlegen, ob diese aber das gesamte Sortiment abdecken, ist noch unklar.

Der Mann weigerte sich die 35 Euro zu bezahlen, lehnte die Begleichung der Strafe ab und wurde vorübergehend festgenommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Er Streit ab, dass er ein Reichsbürger sei. Der 64-Jährige hatte jedoch das Handeln der Polizisten in Frage gestellt.

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Wieder deutsches Ehepaar in der Türkei festgenommen: Bundesregierung droht mit Reisewarnung

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der Türkei wurden zwei Deutsche während eines Urlaubs in Istanbul verhaftet. Bei den Festgenommenen handelt es sich um ein Ehepaar türkischer Abstammung, das aber ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Die Bundesregierung reagierte darauf und teilte mit, dass im Fall, wenn es zur Routine wird, Deutsche an der Grenze zu verhaften, eine offizielle Reisewarnung notwendig wird. Seit dem 26. Juli rät die Bundesregierung zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in die Türkei. Einer der beiden Festgenommenen wurde zwischenzeitlich wieder freigelassen aber mit einer Ausreisesperre belegt.

Die Bundesregierung erwägt außerdem die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei abzubrechen. Der türkische Außenminister Cavusoglu hat die Kritik aus Deutschland zurückgewiesen und mitgeteilt, dass sich die Bundesregierung nicht in die Angelegenheiten der Türkei einmischen soll. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Montag, dass sich Bundesbürger, die in die Türkei reisen wollen, mit der Gefahr einer möglichen Festnahme auseinandersetzen müssen.

Die Türkei hatte am Samstag eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen. Darin rief die türkische Regierung in Deutschland lebende oder reisende Türken wegen „wahrscheinlicher fremdenfeindlicher und rassistischer Behandlung, Verhalten und Verbalangriffen“ zur Vorsicht auf. Die ausgesprochene Reisewarnung wurde stark kritisiert.

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Alarm am Frankfurter Flughafen: Ein verwirrter Mann drohte mit einer Bombe

Symbolfoto: © burntimes

Ein geistig verwirrter Mann hat am Samstagabend auf dem Frankfurter Flughafen einen Sprengstoffalarm ausgelöst. Der 37-jährige Offenbacher fuhr mit einem Taxi zum Flughafen und machte im Taxi verdächtige Angaben, woraufhin der Taxifahrer bei der Ankunft am Terminal die Polizei alarmierte. Der 37-jährige Mann trug ein mittelalterliches Kettenhemd und gab der Polizei gegenüber an, dass sich in seinen drei Gepäckstücken Sprengstoff befindet. Daraufhin wurde er verhaftet und die Halle A im ersten Terminal evakuiert. Außerdem wurde der Verbindungsgang zum Fernbahnhof von 19.30 Uhr bis 21 Uhr gesperrt. Experten der Bundespolizei untersuchten die Gepäckstücke und stellten Computerteile und eine kleine Camping-Gasflasche sicher. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Reisenden am Flughafen, teilte die Bundespolizei mit. Der 37-Jährige fiel in der Vergangenheit bereits öfters mit ähnlichen Aktionen auf. Außerdem lag gegen ihn ein Haftbefehl vor. Er wurde inzwischen in eine psychiatrische Klink eingewiesen.

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Massenvergewaltigung in Haltern am See: Polizei sucht nach Tätern

Symbolfoto: © burntimes

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es im nordrhein westfälischen Haltern am See zu einem Sexualdelikt. Eine 40-Jährige hatte in einer Gaststätte einen dunkelhäutigen Mann kennengelernt. Sie begleitete ihn anschließend in die Asylunterkunft an der Schmeddingstraße. Dort wurde sie von mehreren Männern bedrängt und musste schwerwiegende sexuelle Handlungen über sich ergehen lassen. Die Ermittlungen führten zur Festnahme eines tatverdächtigen 22-Jährigen. Der Mann, der in Haltern am See wohnt, wurde mit zur Wache genommen. Es stellte sich heraus, dass der Mann nicht dringend tatverdächtig ist. Er wurde wieder freigelassen. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an. Der Weg, den die Frau mit ihrem Begleiter in etwa 10 Minuten zurückgelegt hat, führte aus der Innenstadt von der Lippstraße in Richtung Schmeddingstraße. Die Polizei bittet Zeugen, die am frühen Samstagmorgen etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich mit dem Fachkommissariat unter 0800 2361 111 in Verbindung zu setzen.

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Mühlheim: Mann wird auf seiner Terrasse niedergestochen

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im nordrhein westfälischen Mühlheim wurde am Samstagabend ein 48-jähriger Mann gegen 22 Uhr auf seiner Terrasse im Roßkothenweg überfallen und hinterrücks niedergestochen. Um 22.30 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein. Der Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt und liegt im Koma, teilte die Polizei mit. Eine Notoperation rettete sein Leben. Die Beamten suchten unter anderem mit einem Polizeihubschrauber nach dem Täter. Am Sonntag wurde ein Tatverdächtiger in seiner Wohnung in Essen-Kettwig festgenommen. Der Tatort befindet sich unmittelbar am Flughafen von Mühlheim. Das Motiv ist noch unklar. Eine Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet.

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Spanien: Mutmaßlicher 22-jähriger Barcelona-Attentäter von Polizei erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Spanien, dreißig Kilometer von Barcelona entfernt, entdeckten Sicherheitskräfte am Montag einen jungen Mann, der eine Sprengstoffweste trug und „Allahu akbar“ rief. Die Polizisten schossen auf den Mann, der wenig später seinen Verletzungen erlag. Mehrere Stunden nach dem Schusswechsel steht fest, dass es sich bei der getöteten Person um den mutmaßlichen Barcelona-Attentäter handelt. Zunächst untersuchte ein Roboterfahrzeug, ob es sich bei der Sprengstoffweste um eine echte oder nur um eine Attrappe handelt.

Es ist der gesuchte 22-jährige Marokkaner Younes Abouyoub. Er lenkte am vergangenen Donnerstag den Lieferwagen in Barcelona auf der beliebten Einkaufsstraße „Las Ramblas“ in eine Menschenmenge. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Mehr als 50 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt. Neun von ihnen schwebten auch am Montagabend noch in Lebensgefahr.

Auf der Flucht vor der Polizei hatte Abouyoub auf dem Gelände einer Universität in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen, um so an das Fahrzeug des Mannes zu gelangen. Mit diesem überfuhr er eine Polizeisperre. Später wurden das Auto und die Leiche des Besitzers auf dem Rücksitz gefunden. Bei einem weiteren Anschlag in dem Küstenort Cambrils, in der Nähe von Barcelona, hatte die Terrorgruppe erneut Menschen angefahren – eine Frau starb. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Terroristen und tötete mindestens zwei der Täter. Außerdem gab es in der Ortschaft Alcanar eine Explosion. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Polizisten 120 Gasflaschen sicher, die für Anschläge vorbereitet waren.

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Türkei lässt deutschen Schriftsteller in Spanien verhaften

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die spanische Polizei hat den 60-jährigen türkischstämmigen Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli in Granada auf Antrag der türkischen Regierung im Urlaub in Spanien verhaften lassen. Gegen den deutschen Buchautor lag ein Dringlichkeitsvermerk bei der internationalen Polizeibehörde Interpol vor. Was ihm von der Türkei vorgeworfen wird ist noch unklar. Akhanlis neuestes Werk geht um den Völkermord in Armenien. Das Auswärtige Amt bat die spanischen Behörden den Schriftsteller nicht in die Türkei auszuliefern. Dieser Wunsch wurde am Samstag „hochrangig“ an die Botschaft überreicht.

Akhanli war 1991 aus der Türkei nach Deutschland geflüchtet und hat ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. SPD-, Grünen- und Linkenpolitiker reagierten empört auf die Festnahme und forderten die sofortige Freilassung. Grünen-Chef Cem Özdemir teilte mit, dass Gegner des türkischen Regimes nicht ungeprüft als Kriminelle in Europa verhaftet werden dürfen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bezeichnete die Festnahme als „ungeheuerlichen Vorgang“ und kritisierte in diesem Zusammenhang den türkischen Staatschef Erdogan persönlich. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck stellte die Frage, ob die Bundesregierung oder das Bundeskriminalamt (BKA) im Vorfeld etwas von der Notiz bei Interpol wusste.

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Messerangriff in Turku: Zwei Tote und sechs Verletzte

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Im finnischen Turku hat sich am Freitag ein Messerangriff auf einem zentralen Platz ereignet. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben und sechs weitere wurden verletzt. Augenzeugenberichten zufolge hatte der Mann mit einem großen Messer um sich gestochen. Die Polizei schoss dem Täter in die Beine und verhaftete ihn wenig später. In der finnischen Hauptstadt Helsinki wurden nach dem Anschlag die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen und Flughäfen erhöht. Das Motiv des Täters ist noch unklar. Turku befindet sich rund 170 Kilometer westlich von der finnischen Hauptstadt Helsinki.

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Hamburg: Mann greift Menschen in Einkaufszentrum mit Messer an – Attentäter war Behörden als Islamist bekannt

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitag hat ein 26-Jähriger in Hamburg-Barmbek einen 50-jährigen Mann in einem Einkaufszentrum erstochen und sechs weitere Personen verletzt. Innensenator Grote teilte am Samstag mit, dass der Attentäter den Behörden als Islamist bekannt war. Der Täter kam als Schutzsuchender nach Hamburg und lebte dort in einer Flüchtlingsunterkunft. Der Asylantrag des 26-jährigen palästinensischen Mannes aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde abgelehnt. Er konnte jedoch aufgrund von fehlenden Papieren nicht abgeschoben werden. Ein entsprechendes Ausreiseverfahren lief seit 2016. Kurz nach dem Angriff im Einkaufszentrum gelang es Passanten den Täter zu überwältigen, sodass Polizisten ihn verhaften konnten.

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