USA: Präsident Trump soll Comey „verrückten Spinner“ genannt haben

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Donald Trump ist gemeinsam mit seiner Frau Melania zum ersten Auslandsbesuch aufgebrochen. Unterdessen teilte die renommierte Zeitung „The New York Times“ mit, dass Trump den gefeuerten FBI-Chef als „Spinner“ bezeichnet haben soll. Während des Gesprächs mit dem russischen Außenminister Lawrow soll Trump gesagt haben, dass er gerade den FBI-Chef gefeuert hat, weil er ein „verrückter Spinner“ war. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein internes Protokoll des Weißen Hauses. Donald Trump war unmittelbar nach dem Treffen in die Kritik geraten, weil er streng geheime Geheimdienstinformationen an den russischen Außenminister weitergegeben hat. Trump selbst bestätigte das auf Twitter, während das Weiße Haus versuchte die Berichte zu entkräften.

Ein Sonderermittler wurde eigeschaltet und soll die Beziehungen zwischen Russland und Trump aufdecken. Ein enger Mitarbeiter von Donald Trump steht dabei im Visier der Ermittler. Es handelt sich um einen hochrangigen Berater. Außerdem steht der ehemalige Sicherheitsberater von Trump und sein früherer Wahlkampfchef im Mittelpunkt der Ermittlungen.

US-Präsident Trump soll Geheiminformationen an Russland weitergegeben haben

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US-Präsident Donald Trump soll nach Informationen der „Washington Post“ streng geheime Informationen an den russischen Außenminister Sergej Lawrow, während seines Besuches im Weißen Haus, weitergegeben haben. Es soll sich um Kenntnisse handeln, die ein Verbündeter im Kampf gegen den IS streng vertraulich zur Verfügung gestellt hat. Es handelt sich also um keine Informationen von US-Geheimdiensten, sondern um die von Verbündeten. Über die Weitergabe der streng geheimen Informationen war der Verbündete nicht informiert worden. Donald Trump soll vor dem russischen Außenminister geprahlt haben, das für großartige Informationen er bekommt. Das Weiße Haus wies die Recherchen der „Washington Post“ als falsch zurück. Die „New York Times“ bestätigte die Recherche inzwischen ebenfalls. Die Informationen sollen so geheim gewesen sein, dass nur ein kleiner Kreis von Mitarbeitern darüber Bescheid wusste. Sollte sich die Weitergabe von Geheimdienstinformationen als wahr herausstellen, hätte der US-Präsident das Vertrauen der Verbündeten missbraucht.

Seit dem Bekanntwerden des Vorfalls besprechen ehemalige Sicherheitsberater, Generäle und Admirale über Konsequenzen für den US-Präsidenten.

USA: Präsident Trump entlässt FBI-Chef James Comey

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US-Präsident Donald Trump hat den FBI-Chef James Comey entlassen. Warum er rausgeworfen ist unklar. Die Demokraten teilten bereits mit, dass sie den Rausschmiss nicht einfach auf sich beruhen lassen. James Comey leitete die Ermittlungen gegen Russland, um einen möglichen Wahlbetrug aufzudecken. Die Beraterin von Trump teilte mit, dass es bei dem Rauswurf nicht um Russland ginge, sondern darum, ob der FBI-Chef das Vertrauen von Präsident Trump genießt. Am Donnerstag trifft sich Donald Trump mit dem russischen Außenminister Lawrow. James Comey selbst erfuhrt im Fernsehen davon, dass er entlassen wurde.

Das Weiße Haus gab in einer Stellungnahme bekannt, dass das Vertrauen in Comey beschädigt ist und nicht wieder hergestellt werden kann. Trump bedankte sich in einem Brief dafür, dass er mehrfach bestätigte, dass gegen Trump bei den Russlanduntersuchungen nicht ermittelt wird. Trotzdem sei er als Chef des FBI nicht länger tragbar, hieß es aus dem Weißen Haus. Außerdem wurde einigen Mitarbeitern des FBI eine Zwangsvorladung zugestellt. Donald Trump sagte, dass das FBI nun jemanden braucht, der das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnt.

VW-Abgas-Skandal: Milliardenschwere Einigung mit US-Justizministerium

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Der Wolfsburger Volkswagen Konzern hat sich am Dienstag mit dem amerikanischen Justizministerium im Abgas-Skandal geeinigt. VW muss insgesamt 4,3 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Dabei handelt es sich um die höchste Strafzahlung aller Zeiten in der Automobilbranche. Bei der Einigung handelt es sich um einen Vergleich, über den seit Monaten verhandelt wurde. Zuvor hatte VW bereits einen zivilrechtlichen Vergleich mit Klägern und Behörden erzielt, der Rückkäufe, Entschädigungen und Reparaturen vorsieht und den Konzern bis zu 16 Milliarden Dollar kosten kann. Der Volkswagen Konzern hatte bei hunderttausenden Dieselfahrzeugen mit einer Software die Emissionswerte gefälscht.

Mitten in den Verhandlungen wurde ein VW-Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal verhaftet. Der 48-jährige Manager soll sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben und wurde am Flughafen von Miami vom FBI festgenommen. Ihm wird die Beteiligung beim massenhaften Abgasbetrug vorgeworfen. Er hatte zuvor den Konzern-Vorstand schwer belastet. Die hohen Manager könnten sich als nächstes vor Gericht verantworten müssen.

Fifa: Sepp Blatter tritt als Präsident zurück –– FBI ermittelt

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Der 79-jährige Sepp Blatter hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt als Fifa-Präsident erklärt. Wie am Dienstagabend bekannt wurde, könnte diese Entscheidung einen ganz konkreten Hintergrund haben. Der US-Sender ABC teilte mit, dass das FBI Ermittlungen gegen Blatter eingeleitet hat. Die Ermittlungen sollen im direkten Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen weitere Fifa-Funktionäre stehen. Blatter selbst hatte zuvor in einer eilig anberaumten Pressekonferenz seinen Rücktritt angekündigt. Erst am vergangenen Freitag hatte sich Blatter in die nächste Amtszeit wählen lassen. Blatter begründete seinen Rücktritt als Präsident der Fifa damit, dass die Wahlen zwar vorbei sind, aber die Verwicklungen der Fifa kein Ende genommen haben. Im Jahr 1998 hatte Blatter den Posten des Fifa-Präsidenten übernommen. Ein neuer Fifa-Präsident soll nun bei einem außerordentlichen Kongress zwischen Dezember und März 2016 gewählt werden. Bis dahin kündigte Blatter an sein Amt weiter ausüben zu wollen. Während der Pressekonferenz forderte er während eines Statements tiefgreifende Reformen und einen grundlegenden Strukturwandel bei der Fifa.

Vergangenen Mittwochmorgen um 6 Uhr starteten die Behörden in der Schweiz einen Einsatz gegen die Fifa. In Zürich wurden sieben Fifa-Funktionäre in einem Hotel verhaftet. So etwas hat es seit der Fifa-Gründung im Jahr 1904 noch nicht gegeben. Das Schweizer Justiz-Bundesamt teilte mit, dass sich die Mehrheit der in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre weigert in die USA ausgeliefert zu werden. Die Verdächtigen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Fifa-Funktionäre werden der jahrzehntelangen Korruption verdächtigt. In den USA hat deshalb das FBI Ermittlungen eingeleitet. Die US-Behörden werden sich mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 befassen. Sie sollen unter anderem Geldwäsche betrieben haben. Die USA wurden darüber informiert und werden einen Auslieferungsantrag einfordern. Insgesamt klagen die USA 14 Personen an. Unabhängig davon ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022, nach Russland und Katar. Die Schweizer Behörden forderten im Fifa-Hauptquartier die Aushändigung von Dokumenten, wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Demnach haben mindestens zwei Generationen von Fifa-Funktionären das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht, um Millionen Dollar an Bestechungsgeldern anzuhäufen. Dabei haben die Funktionäre beispielsweise den Jugend-Ligen in den Entwicklungsländern geschadet, die von den Geldern eigentlich profitieren sollten.

Präsidentschaftswahl bei der Fifa: Sepp Blatter wurde wiedergewählt

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Am Freitagabend um kurz nach 19 Uhr verkündete der Wahlleiter das Ergebnis der Fifa-Präsidentschaftswahl in Zürich. Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein erhielt im ersten Wahlgang 73 Stimmen, der 79-jährige Sepp Blatter 133 Stimmen. Blatter hätte für einen direkten Wahlsieg 140 Stimmen benötigt, sodass ein zweiter Wahlgang notwendig wurde. Vor dem zweiten Wahlgang betrat der jordanische Prinz die Bühne und teilte mit, dass er im Kampf um die Präsidentschaft im Fußball-Weltverband auf einen zweiten Wahlgang verzichtet. Damit steht fest, dass Sepp Blatter weitere vier Jahre der Präsident der Fifa bleiben wird. Im Vorfeld der Wahl gab es eine Bombendrohung gegen die Präsidentschaftswahlen. Am Mittwochmorgen nahm die Zürcher Kantonspolizei auf Antrag des amerikanischen FBI sieben Funktionäre, darunter die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo fest. Neben dem FBI hat auch die Schweizer Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht bei den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen.

Sepp Blatter hatte am Freitagvormittag um 11 Uhr die Präsidenten der sechs Fußballverbände zu einer Dringlichkeitssitzung vorgeladen, weil ihn Boykottdrohungen erreicht haben. Der Thron von ihm hatte vor der Präsidentschaftswahl mächtig gewackelt. Allen Warnungen der UEFA zum Trotz hat Blatter die Wahl durchgezogen. Er kündigte nach der Wiederwahl an, dass er sich am Ende seiner Amtszeit 2019 zurückziehen wird. Die UEFA drohte nach der Wahl mit einem WM-Boykott. Außerdem wird die UEFA auch darüber nachdenken, ob sich die acht europäischen Mitglieder des Fifa-Vorstandes, darunter auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach zurückziehen. Der UEFA-Chef Platini hatte Blatter am Donnertag gebeten die Fifa zu verlassen.

Fifa-Präsidentschaftswahl: Präsident Blatter wurde zum Rücktritt aufgerufen

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Sepp Blatter sagte am Donnerstag: „Ich kann heute nicht mehr zurücktreten.“ Die UEFA hat am Donnerstag angekündigt den Fifa-Kongress mit der Präsidentschaftswahl am Freitag zu boykottieren und auf den jordanischen Herausforderer, Prinz Ali bin-al Hussein zu setzen. Am Mittwochmorgen nahm die Zürcher Kantonspolizei auf Antrag des amerikanischen FBI sieben Funktionäre, darunter die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo fest. Neben dem FBI hat auch die Schweizer Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht bei den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen. Der UEFA-Chef Michel Platini bat Sepp Blatter zurückzutreten. „Ich bin entsetzt und enttäuscht über die aktuellen Entwicklungen“, sagte er am Donnerstagnachmittag in Zürich. Die UEFA kündigte im Falle, dass am Freitag der 79-jährige Sepp Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt wird an, am nächsten Wochenende über den Umgang mit der Fifa zu beraten. Dabei soll nach Aussage des UEFA-Chefs dann auch darüber nachgedacht werden, ob sich die acht europäischen Mitglieder des Fifa-Vorstandes, darunter auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach zurückziehen. Die UEFA schloss auch nicht aus, dass sie sich aus Wettbewerben der Fifa, inklusive der WM zurückziehen, sollte Blatter siegen.

Sepp Blatter hat Freitagsfrüh um 11 Uhr die Präsidenten der sechs Fußballverbände zu einer Dringlichkeitssitzung vorgeladen, weil ihn Boykottdrohungen erreicht haben. Platini sagte zu Blatter: „Ich bitte dich heute, die Fifa zu verlassen. Es wäre ein Zeichen von Größe.“ Das Ansehen des Fußballs sei in Gefahr, sollte Blatter als Präsident in eine neue Amtszeit gewählt werden.

USA: Neue Rassismus-Debatte nach Ermordung eines Farbigen durch einen Polizisten

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Ein unbewaffneter, vierfacher 50-jähriger Familienvater lief vor einem Polizisten weg und wurde am vergangenen Samstag mit mindestens acht gezielten Schüssen in den Rücken getötet. Der Mann wurde fünfmal getroffen, davon viermal in den Rücken, bestätigte das FBI. Der Polizist sagte, dass er aus Notwehr gehandelt hatte. Der Polizist gab an, dass er um sein Leben fürchtete, weil der Mann ihm bei einer Verkehrskontrolle angeblich seinen Elektroschocker entrissen haben soll. Ein im Internet veröffentlichtes Video dementiert das und zeigt, wie der Polizist den Elektroschocker erst nach den tödlichen Schüssen neben den 50-Jährigen legte. Das im Internet veröffentlichte Video sorgt für Empörung und Unverständnis auch über die Grenzen der USA hinaus. Ein Experte rund um die Polizeigewalt sprach von einer ungeheuerlichen Tat, nach dem er das Video betrachtete. Der neue Fall tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze hat in den USA eine neue Rassismus-Debatte entfacht. Bei dem Schützen handelt es sich um einen weißen Polizisten, der dem flüchtenden Mann von hinten mehrfach in den Rücken schießt. Der 33-jährige Polizist wurde wegen Mordes angeklagt und ist zwischenzeitlich auch aus der Polizeiabteilung entlassen worden, bestätigte der Bürgermeister der Stadt. Er sagte, dass der verantwortliche Polizist in jedem Fall die falsche Entscheidung getroffen hat. Der ermordete 50-Jährige arbeitete bis vor Kurzem bei der US-Küstenwache. Der festgenommene Polizist hat für seine Schüsse auf den Flüchtenden bisher keine weitere Rechtfertigung abgegeben. Die US-Bundespolizei FBI hat sich in die Ermittlungen gegen den Polizisten eingeschaltet. Die Stadt hat sofort nach der Tat Konsequenzen angekündigt. Eine Konsequenz wird sein, dass die rund 350 Polizisten der Gemeinde ab sofort verpflichtet sind Körperkameras zu tragen. Der Polizeichef besuchte am Mittwoch die Angehörigen des getöteten Farbigen. Die Frau des ermordeten Mannes ist im achten Monat schwanger. In den USA hatten zuletzt mehrere Fälle von Polizeigewalt gegen Farbige Proteste ausgelöst.