Abgas-Skandal bei VW: Kraftfahrtbundesamt ruft 2,4 Millionen Volkswagen zurück

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

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Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg hat am Donnerstag Volkswagen gezwungen 2,4 Millionen Fahrzeuge wegen der manipulierten Diesel-Abgaswerte zurückzurufen. Die von Volkswagen vorgeschlagene freiwillige Reparatur lehnte das Bundesamt strikt ab. Volkswagen hatte dem Kraftfahrtbundesamt Anfang Oktober einen Plan vorgelegt, um die Fahrzeuge, die mit der Betrugssoftware ausgestattet sind in Ordnung zu bringen. Volkswagen hatte zugegeben, in den USA Diesel-Emissionswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Weltweit sind bis zu elf Millionen VW-Diesel-Fahrzeuge betroffen. In den USA haben nun auch die obersten Wettbewerbshüter Ermittlungen gegen den Volkswagen-Konzern eingeleitet. Parallel ermitteln in den USA die Umweltbehörde EPA und das Justizministerium. VW droht aufgrund des Abgas-Skandals und den 500.000 betroffenen Fahrzeugen in den USA eine Strafzahlung von umgerechnet knapp 16 Milliarden Euro. Der Autokonzern gab angesichts der Entwicklungen eine Gewinnwarnung heraus, weil zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt wurden. Unter anderem laufen auch Ermittlungen wegen irreführender Werbung gegen den Konzern. Europaweit müssen 8,5 Millionen VW-Fahrzeuge in die Werkstätten.

Der Abgas-Skandal hat VW-Chef Winterkorn seinen Arbeitsplatz gekostet. Er tat am 23. September zurück. Sein Nachfolger ist der Porsche-Geschäftsführer Matthias Müller.

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Abgas-Skandal bei Volkswagen: Matthias Müller wird neuer VW-Chef –– Schweiz verbietet Verkauf von manipulierten Volkswagen

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

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Die Abgasmanipulationen beim Volkswagen-Konzern haben dem Chef Martin Winterkorn am Mittwoch seinen Arbeitsplatz gekostet. Winterkorn trat am Mittwoch nach einer sechsstündigen Krisensitzung zurück. Am Freitag wurde Matthias Müller, der Porsche Geschäftsführer, als neuer VW-Chef vorgestellt.

Dem VW-Konzern droht eine Strafe von der US-Umweltbehörde in Höhe von bis zu 18 Milliarden Dollar. Eine Gewinnwarnung hat Volkswagen bereits herausgegeben. In der Schweiz wurde unterdessen der Verkauf von manipulierten VW-Fahrzeugen gesetzlich verboten. Durch die Maßnahme soll verhindert werden, dass entsprechende Autos zugelassen werden. Fahrzeuge, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt zugelassen sind, sind davon nicht betroffen.

VW arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an der Erstellung einer Liste auf der alle betroffenen Fahrzeuge aufgezählt werden. Volkswagen wird die Verwendung von Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung mit Zykluserkennung vorgeworfen. Volkswagen hat die offiziellen Abgasmessungen seiner Diesel-Modelle in den USA mit einer speziellen Software manipuliert. Besonders stark betroffen soll der Motorentyp EA 189 sein. Die USA fordert den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge.

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