New York: Auto rast in Menschenmenge – eine Tote, 20 Verletzte

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

In New York ist am Donnerstag ein Auto ungebremst den Gehweg beim Times Square entlang gerast. Mindestens eine 18-Jährige starb und 20 weitere wurden teils schwer verletzt. Zum Unfallzeitpunkt waren tausende Menschen rund um den Times Square unterwegs. Der Bürgermeister von New York teilte mit, dass es keine Hinweise auf einen Terrorakt gibt. Der 26-jährige Fahrer des roten Autos stammt aus dem Stadtteil Bronx, hatte eine kriminelle Vergangenheit und wurde nach dem Unfall verhaftet. Er versuchte zunächst zu fliehen und leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand. Der Mann ist ein ehemaliger Soldat der US-Marine. Ob er unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand ist noch unklar. Nach dem Vorfall wurde der Bereich rund um den Times Square weiträumig abgesperrt.

Augenzeugenberichten zufolge war der Autofahrer viel zu schnell auf der 42. Straße unterwegs gewesen. Kurz darauf war der 26-Jährige entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in die 7th Avenue abgebogen und dort gegen mehrere Menschen und Poller geprallt.

Kurz nach dem Unfall standen hunderte Schaulustige rund um das rote Auto herum und machten teilweise Fotos.

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Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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