Florida: Mehr als sechs Millionen Menschen in Florida müssen ihre Häuser verlassen

Symbolfoto: © W. Broemme | pixelio.de

Hurrikan „Irma“ ist der stärkste Tropensturm der jemals auf den karibischen Inseln gemessen wurde. Mindestens 25 Menschen starben hier. Auf den Inseln wurden schwerste Schäden angerichtet. Aktuell nimmt der Sturm Kurs auf Florida. Der Sturm ist so groß, wie der gesamte US-Bundesstaat. Dort wurde am Samstag eine Massenflucht ausgelöst. Mindestens sechs Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Es ist die größte Evakuierung, die es in Florida jemals gegeben hat. Der Nationale Wetterdienst teilte mit, dass niemand auf den Florida Keys sicher ist. Die Inselkette hat etwa 70.000 Einwohner.

Auf den wenigen Autobahnen in Richtung Norden kam es zu gewaltigen Staus. Der Hurrikan wird am Sonntagmittag (unserer Zeit) auf Florida treffen. Der Sturm erreicht Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Das Hurrikanzentrum in Miami hat „Irma“ am Samstag in die Kategorie 3, der insgesamt fünfstufigen Skala, hinabgestuft. Meteorologen warnten jedoch ausdrücklich davor, dass der Tropensturm noch einmal an Stärke gewinnen könnte. „Irma“ wird etwa 36 Stunden lang in Florida wüten.

Miami hingegen könnte vom Schlimmsten verschont bleiben, weil es zur Zeit so aussieht, dass der Sturm nach Nordwesten zieht. Auch das Disney Land in Florida wurde sicherheitshalber geschlossen. In der Geschichte hat das Disney Land nur vier Mal geschlossen. Bisher jedoch nie länger, als einen Tag. US-Präsident Donald Trump und der Gouverneur von Florida, Rick Scott, riefen die Menschen zu äußerster Vorsicht auf und baten darum den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

Die französischen Behörden haben im Überseegebiet Saint-Martin eine Ausgangssperre verhängt, die ab sofort von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens Gültigkeit hat. Diese Maßnahme soll französischen Angaben zufolge bis mindestens Mittwochmorgen bestehen bleiben. Mit Hilfe der Ausgangssperre soll das Risiko für Mensch und Eigentum verringert werden.

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Frankfurt: Weltkriegsbombe wurde entschärft – 60.000 Menschen wurden evakuiert

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

In Frankfurt am Main ist am Sonntagabend eine britische Weltkriegsbombe mit 1,4 Tonnen Sprengstoff erfolgreich entschärft worden. Aufgrund der Größe der Bombe betrug der Evakuierungsradius 1,5 Kilometer rund um den Fundort. Rund 60.000 Menschen mussten am Sonntagmorgen bis 8 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Es handelte sich um die größte Evakuierungsaktion in der Nachkriegsgeschichte. Innerhalb der Sperrzone befanden sich zwei Krankenhäuser, zehn Altenheime, die Bundesbank sowie der hessische Rundfunk. Einige Menschen hatten sich der Aufforderung zur Evakuierung zunächst verweigert und blieben stattdessen in ihren Wohnungen. Die Polizei ließ insgesamt 19 Wohnungen öffnen und sprach 298 Platzverweise aus. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Aus diesem Grund konnte die Entschärfung erst zweieinhalb Stunden später wie geplant um 14.30 Uhr beginnen.

Bei der Entschärfung kam es zu unerwarteten Komplikationen für die Experten des Kampfmittelräumdienstes. Bei der Entschärfung der insgesamt drei Zünder konnte der Sprengstoff nicht mit entfernt werden. Dieser musste separat herausgelöst werden. Dazu musste neues Gerät angefordert werden, wodurch sich die Entschärfung weiter verzögerte. Später wurden dann die drei Sprengkapseln vor Ort kontrolliert gesprengt.

Ab 19.15 Uhr konnten die evakuierten Menschen in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde wieder aufgenommen. Zunächst wurden die Menschen in die Altenheime und Krankenhäuser zurückgebracht, bevor der Autoverkehr wieder aufgenommen wurde.

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Hildesheim: Pegel steigen aufgrund des Regens weiter – Überschwemmungen drohen

Symbolfoto: © M. Großmann | pixelio.de

Bisher halten in den Regengebieten in Niedersachsen alle Dämme. Nach den Niederschlägen aus der Nacht zu Mittwoch spitzt sich die Lage jedoch zu. Ein Sprecher der Stadt Hildesheim sagte, dass man auf alles vorbereitet sei und eine Evakuierung von Wohngebieten zunächst kein Thema sei. Eine Notunterkunft wurde trotzdem vorsichtshalber eingerichtet. Diese wird aktuell von 13 Menschen benutzt. Die Feuerwehr füllte und verbaute die ganze Nacht zu Mittwoch zahlreiche Sandsäcke. An einigen Stellen sickerte bereits Wasser durch die Sandsäcke hindurch. Der Fluss Innerste erreichte am Pegel Heinde einen Rekordstand von 694 Zentimeter. Der bisher höchste Wert, der jemals gemessen wurde, war 2007 ein Wasserstand von 675 Zentimeter. Zur Zeit besteht noch keine unmittelbare Gefahr für Menschen.

Nach Angaben des Wetterdienstes wird der Regen am Mittwoch vielerorts weiter andauern.

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Nach Brand in London: Fünf Hochhäuser wurden ohne Vorankündigung evakuiert

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

In London wurden am Freitag fünf Hochhäuser mit insgesamt 650 Wohnungen evakuiert. Der Grund dafür ist die verheerende Brandkatastrophe im Grenfell-Tower mit mindestens 79 Todesopfern (wir berichteten). Als Konsequenz wurden weitreichende Untersuchungen von ähnlich gebauten Hochhäusern in ganz Großbritannien angekündigt. Aufgrund von Brandgefahr wurden die Hochhäuser umgehend und ohne Vorankündigung evakuiert. Rund 80 Bewohner weigerten sich ihre Wohnungen zu verlassen. Die Sicherheit der Bewohner war Behördenangaben zufolge nicht mehr gewährleistet. Bei den fünf evakuierten Hochhäusern besteht hinsichtlich der Fassadenverkleidung eine Brandgefahr. Bei den betroffenen fünf Hochhäusern werden nun dringende Arbeiten zum Brandschutz durchgeführt. Das Feuerinferno im Grenfell-Tower wurde Polizeiangaben zufolge durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst. Anschließend hatte sich das Feuer über die Fassade des Hochhauses rasend schnell ausgebreitet.

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Syrien-Krieg: Viele Tote bei Anschlag auf einen Bus-Konvoi mit evakuierten Syrern

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen sah vor, dass 5.000 Menschen insgesamt vier stark belagerte Orte verlassen. Die Bewohner sollten in eine von Regierungstruppen kontrollierte Stadt im Norden des Landes gebracht werden. Am Samstag wurde der Bus-Konvoi mit evakuierten Menschen angegriffen. Als der Konvoi in der Nähe von Aleppo stoppte, explodierte eine Bombe. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es ist noch unklar, wer für die Explosion der Autobombe die Verantwortung trägt. Die syrische Regierung und die Rebellen schoben sich gegenseitig die Verantwortung für den Anschlag zu.

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Syrien: 35.000 Menschen wurden aus Aleppo gebracht

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Vor einer Woche begannen die Transporte der Zivilisten aus Aleppo. Die letzten Eingeschlossenen sollen am Donnerstag aus der umkämpften Stadt Aleppo gebracht worden sein. Damit soll Aleppo vollständig evakuiert worden sein. Damit ist die Stadt wieder unter der Kontrolle des Assad-Regimes. Die UN bestätigte, dass die Evakuierung größtenteils abgeschlossen sei und sprachen davon, dass die Endphase erreicht sei. Heftiger Schneefall mit Wind und der miserable Zustand der Busse, die für die Evakuierung verwendet wurden, haben den Zeitplan zurückgeworfen. Augenzeugenberichten zufolge mussten Menschen bei eisiger Kälte 36 Stunden lang ohne Essen und Trinken in den Bussen ausharren. Die humanitäre Lage ist aufgrund einer monatelangen Blockade katastrophal. Die Evakuierten wurden von Aleppo aus nach Rasmussa gebracht. Fünf Jahre Krieg haben bei den Betroffenen Spuren hinterlassen.

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Evakuierung von Ost-Aleppo ausgesetzt: Busse wurden in Brand gesetzt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Evakuierungen aus der umkämpften Stadt Aleppo wurden am Sonntag ausgesetzt. Nach Angriffen von Islamisten, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehen, wurden die Flüchtlings-Busse zerstört, mit denen die Menschen aus der Stadt herausgebracht werden sollten. Nun müssen tausende Zivilisten, darunter auch zahlreiche Frauen und Kinder, bei winterlichen Temperaturen weiterhin auf die Evakuierung warten. Menschenrechtler teilten mit, dass insgesamt sechs Busse zerstört wurden und nicht mehr fahrbereit sind. Die Rebellengebiete im Osten von Aleppo wurden in den letzten Wochen größtenteils von den Regierungstruppen zurückerobert.

Die humanitäre Lage ist verheerend. Es gibt keine ärztliche Hilfe mehr. Am Sonntagabend wurden Gespräche zur Fortsetzung der Evakuierung geführt. Konkrete Ergebnisse lagen jedoch noch nicht vor. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

In New York wird der UN-Sicherheitsrat im Laufe des Sonntagabends über einen neuen Resolutionsentwurf abstimmen. Dieser schreibt den Einsatz von UNO-Beobachtern bei der Evakuierung vor. Russland kündigte bereits an dagegen zu stimmen.

Am Samstag demonstrierten unter anderem in London und Berlin tausende Menschen gegen den Syrien-Krieg.

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Syrien: Waffenruhe in Aleppo wurde gebrochen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die syrische Armee am Mittwoch den Beschuss auf Aleppo fortgesetzt und die Waffenruhe gebrochen. Die Truppen haben damit begonnen den belagerten Teil im Osten der Stadt mit schweren Waffen zu beschießen. Die Stadt Aleppo wurde weitestgehend von den regierungstreuen syrischen Truppen zurückerobert. Es war geplant, dass am Mittwochmorgen eingeschlossene Zivilisten und Rebellen aus der Stadt heraus gebracht werden. Bisher hat jedoch kein Zivilist oder Kämpfer die Stadt verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die 20 wartenden Busse, die die Menschen aus der Stadt herausbringen sollten, sind inzwischen in ihre Depots zurückgekehrt. Zuerst sollten die Verletzten und Zivilisten aus der Stadt gebracht werden. Die Aktion hat jedoch nicht wie geplant stattgefunden.

Das Assad-Regime ist unzufrieden darüber, dass Russland eine Einigung mit den Rebellen ohne ihre Abstimmung verkündet hat. Die syrische Armee hatte zuletzt mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

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Flughafen Frankfurt: Frau gelangte unkontrolliert durch Sicherheitskontrolle

Symbolfoto: © Rainer Sturm  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Eine Frau ging am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr bei einer Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen weiter, obwohl diese noch nicht abgeschlossen war. Das sorgte für einen Ausnahmezustand an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt. Der Flughafen löste Sicherheitsalarm aus und ließ den betroffenen Flugsteig A und A+ evakuieren. Wenig später gab die Polizei bereits Entwarnung, weil bei der Durchsuchung keine verdächtigen Gegenstände gefunden wurden. Trotzdem mussten 7.000 Passagiere ein zweites Mal kontrolliert werden. Möglicherweise handelte es sich um ein Missverständnis.

Zum Zeitpunkt, als die Frau und ihre zwei Kinder identifiziert und festgehalten wurden, hatte sie ausgesagt, dass sie die Kontrolle für beendet gehalten hatte. Die Beamten machten keine Angaben zum Alter und Identität der Frau. Sie kam aus Istanbul und wollte in Frankfurt nach New York umsteigen. Nach ihrer Aussage konnte sie ihre Reise fortsetzen. In ihrem Gepäck wurden keinerlei gefährliche Gegenstände gefunden. Der Flughafen selbst teilte mit, dass der Vorfall es erforderlich machte die Bundespolizei einzuschalten.

Eine Sprecherin des Flughafens teilte mit, dass aufgrund des Sicherheitsalarms rund 100 Flüge annulliert wurden. Erst am Mittwochmittag um 12.30 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Die Lufthansa reagierte und hatte ihren innerdeutschen Passagieren eine Umbuchung auf eine Reise mit der Deutschen Bahn angeboten. Bis Mittwochabend kam es noch zu Beeinträchtigen am größten deutschen Flughafen.

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Süddeutschland: Schwere Unwetter fordern vier Todesopfer

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Bayern und Baden-Württemberg gab es nach schweren vier Todesopfer zu beklagen – darunter auch ein 13-jähriges Mädchen. Das Unwetter hat die Ortschaft Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall besonders schwer verwüstet. Dort sind zwei Bäche über die Ufer getreten und die Wassermassen richteten erhebliche Schäden an. Autos wurden von den plötzlichen Wassermassen mit gerissen. Die einsturzgefährdeten Häuser wurden vom DRK in Kooperation mit dem THW und der Feuerwehr evakuiert. Zur Zeit sind aufgrund des Unwetters zahlreiche Bahnstrecken in Süddeutschland gesperrt. In seinem überfluteten Keller starb ein 62-jähriger Mann in Weißbach. In Schwäbisch Gmünd hat ein Feuerwehrmann vergeblich versucht einen Mann vor dem Ertrinken zu retten. Beide wurden in einer Unterführung in einen Kanal gezogen. Die Einsatzkräfte vermuten, dass beide nicht mehr am Leben sind. In Schorndorf ereignete sich ein besonders tragisches Unglück. Eine 13-Jährige stand mit einem zwölfjährigen Jungen, aus Schutz vor dem Regen, unter einer Eisenbahnbrücke. Das Mädchen geriet zu nah an das Gleis und wurde von einem Zug erfasst. Der Junge blieb unverletzt und wurde psychologisch betreut.

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