Syrien-Krieg: Viele Tote bei Anschlag auf einen Bus-Konvoi mit evakuierten Syrern

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen sah vor, dass 5.000 Menschen insgesamt vier stark belagerte Orte verlassen. Die Bewohner sollten in eine von Regierungstruppen kontrollierte Stadt im Norden des Landes gebracht werden. Am Samstag wurde der Bus-Konvoi mit evakuierten Menschen angegriffen. Als der Konvoi in der Nähe von Aleppo stoppte, explodierte eine Bombe. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es ist noch unklar, wer für die Explosion der Autobombe die Verantwortung trägt. Die syrische Regierung und die Rebellen schoben sich gegenseitig die Verantwortung für den Anschlag zu.

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Syrien: 35.000 Menschen wurden aus Aleppo gebracht

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Vor einer Woche begannen die Transporte der Zivilisten aus Aleppo. Die letzten Eingeschlossenen sollen am Donnerstag aus der umkämpften Stadt Aleppo gebracht worden sein. Damit soll Aleppo vollständig evakuiert worden sein. Damit ist die Stadt wieder unter der Kontrolle des Assad-Regimes. Die UN bestätigte, dass die Evakuierung größtenteils abgeschlossen sei und sprachen davon, dass die Endphase erreicht sei. Heftiger Schneefall mit Wind und der miserable Zustand der Busse, die für die Evakuierung verwendet wurden, haben den Zeitplan zurückgeworfen. Augenzeugenberichten zufolge mussten Menschen bei eisiger Kälte 36 Stunden lang ohne Essen und Trinken in den Bussen ausharren. Die humanitäre Lage ist aufgrund einer monatelangen Blockade katastrophal. Die Evakuierten wurden von Aleppo aus nach Rasmussa gebracht. Fünf Jahre Krieg haben bei den Betroffenen Spuren hinterlassen.

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Evakuierung von Ost-Aleppo ausgesetzt: Busse wurden in Brand gesetzt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Evakuierungen aus der umkämpften Stadt Aleppo wurden am Sonntag ausgesetzt. Nach Angriffen von Islamisten, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehen, wurden die Flüchtlings-Busse zerstört, mit denen die Menschen aus der Stadt herausgebracht werden sollten. Nun müssen tausende Zivilisten, darunter auch zahlreiche Frauen und Kinder, bei winterlichen Temperaturen weiterhin auf die Evakuierung warten. Menschenrechtler teilten mit, dass insgesamt sechs Busse zerstört wurden und nicht mehr fahrbereit sind. Die Rebellengebiete im Osten von Aleppo wurden in den letzten Wochen größtenteils von den Regierungstruppen zurückerobert.

Die humanitäre Lage ist verheerend. Es gibt keine ärztliche Hilfe mehr. Am Sonntagabend wurden Gespräche zur Fortsetzung der Evakuierung geführt. Konkrete Ergebnisse lagen jedoch noch nicht vor. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

In New York wird der UN-Sicherheitsrat im Laufe des Sonntagabends über einen neuen Resolutionsentwurf abstimmen. Dieser schreibt den Einsatz von UNO-Beobachtern bei der Evakuierung vor. Russland kündigte bereits an dagegen zu stimmen.

Am Samstag demonstrierten unter anderem in London und Berlin tausende Menschen gegen den Syrien-Krieg.

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Syrien: Waffenruhe in Aleppo wurde gebrochen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die syrische Armee am Mittwoch den Beschuss auf Aleppo fortgesetzt und die Waffenruhe gebrochen. Die Truppen haben damit begonnen den belagerten Teil im Osten der Stadt mit schweren Waffen zu beschießen. Die Stadt Aleppo wurde weitestgehend von den regierungstreuen syrischen Truppen zurückerobert. Es war geplant, dass am Mittwochmorgen eingeschlossene Zivilisten und Rebellen aus der Stadt heraus gebracht werden. Bisher hat jedoch kein Zivilist oder Kämpfer die Stadt verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die 20 wartenden Busse, die die Menschen aus der Stadt herausbringen sollten, sind inzwischen in ihre Depots zurückgekehrt. Zuerst sollten die Verletzten und Zivilisten aus der Stadt gebracht werden. Die Aktion hat jedoch nicht wie geplant stattgefunden.

Das Assad-Regime ist unzufrieden darüber, dass Russland eine Einigung mit den Rebellen ohne ihre Abstimmung verkündet hat. Die syrische Armee hatte zuletzt mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

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Flughafen Frankfurt: Frau gelangte unkontrolliert durch Sicherheitskontrolle

Symbolfoto: © Rainer Sturm  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Eine Frau ging am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr bei einer Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen weiter, obwohl diese noch nicht abgeschlossen war. Das sorgte für einen Ausnahmezustand an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt. Der Flughafen löste Sicherheitsalarm aus und ließ den betroffenen Flugsteig A und A+ evakuieren. Wenig später gab die Polizei bereits Entwarnung, weil bei der Durchsuchung keine verdächtigen Gegenstände gefunden wurden. Trotzdem mussten 7.000 Passagiere ein zweites Mal kontrolliert werden. Möglicherweise handelte es sich um ein Missverständnis.

Zum Zeitpunkt, als die Frau und ihre zwei Kinder identifiziert und festgehalten wurden, hatte sie ausgesagt, dass sie die Kontrolle für beendet gehalten hatte. Die Beamten machten keine Angaben zum Alter und Identität der Frau. Sie kam aus Istanbul und wollte in Frankfurt nach New York umsteigen. Nach ihrer Aussage konnte sie ihre Reise fortsetzen. In ihrem Gepäck wurden keinerlei gefährliche Gegenstände gefunden. Der Flughafen selbst teilte mit, dass der Vorfall es erforderlich machte die Bundespolizei einzuschalten.

Eine Sprecherin des Flughafens teilte mit, dass aufgrund des Sicherheitsalarms rund 100 Flüge annulliert wurden. Erst am Mittwochmittag um 12.30 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Die Lufthansa reagierte und hatte ihren innerdeutschen Passagieren eine Umbuchung auf eine Reise mit der Deutschen Bahn angeboten. Bis Mittwochabend kam es noch zu Beeinträchtigen am größten deutschen Flughafen.

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Süddeutschland: Schwere Unwetter fordern vier Todesopfer

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Bayern und Baden-Württemberg gab es nach schweren vier Todesopfer zu beklagen – darunter auch ein 13-jähriges Mädchen. Das Unwetter hat die Ortschaft Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall besonders schwer verwüstet. Dort sind zwei Bäche über die Ufer getreten und die Wassermassen richteten erhebliche Schäden an. Autos wurden von den plötzlichen Wassermassen mit gerissen. Die einsturzgefährdeten Häuser wurden vom DRK in Kooperation mit dem THW und der Feuerwehr evakuiert. Zur Zeit sind aufgrund des Unwetters zahlreiche Bahnstrecken in Süddeutschland gesperrt. In seinem überfluteten Keller starb ein 62-jähriger Mann in Weißbach. In Schwäbisch Gmünd hat ein Feuerwehrmann vergeblich versucht einen Mann vor dem Ertrinken zu retten. Beide wurden in einer Unterführung in einen Kanal gezogen. Die Einsatzkräfte vermuten, dass beide nicht mehr am Leben sind. In Schorndorf ereignete sich ein besonders tragisches Unglück. Eine 13-Jährige stand mit einem zwölfjährigen Jungen, aus Schutz vor dem Regen, unter einer Eisenbahnbrücke. Das Mädchen geriet zu nah an das Gleis und wurde von einem Zug erfasst. Der Junge blieb unverletzt und wurde psychologisch betreut.

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Großalarm am Flughafen Köln/Bonn: Gesuchte Person wurde gefasst

Symbolfoto: © Rainer Sturm  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Am Flughafen Köln/Bonn wurde am Montagmittag Großalarm ausgelöst. Der gesamte Flughafen wurde geräumt und der Flugverkehr unterbrochen. Die Bundespolizei verhaftete anschließend einen Mann, der unkontrolliert durch den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt war. Er wird nun vernommen, teilte die Polizei mit. Durch diesen Vorfall war der Flugbetrieb eine gute Stunde eingeschränkt. Möglicherweise war der Passagiere in Eile und wollte lediglich seinen Flug bekommen. Seit dem Nachmittag normalisiert sich der Flugbetrieb in Köln/Bonn wieder. 2.500 Passagiere waren von dem Vorfall unmittelbar betroffen.

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Erdbeben-Katastrophe in Ecuador: Mindestens 233 Menschen starben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Ecuador hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala ereignet. Es herrscht nach dem schweren Erdbeben der Ausnahmezustand. Mindestens 233 Menschen kamen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahlen noch deutlich ansteigen werden. Nachdem Erdbeben hatte das Pazifische Tsunami-Warnzentrum für Ecuador und das Nachbarland Peru eine Warnung herausgegeben. Diese wurde jedoch wenig später wieder zurückgenommen. Die Regierung selbst gab zunächst keine entsprechende Warnung heraus. Die Behörden riefen die Bewohner der Küstenregionen in Ecuador allerdings auf, die Gebiete zu verlassen. In der Hafenstadt Guayaquil kam es zu schweren Beschädigungen an Gebäuden.

In den sozialen Netzwerken sind Fotos von eingestürzten und schwer beschädigten Gebäuden zu sehen. In Esmeralda sind alleine 71 Häuser eingestürzt. Zahlreiche Menschen wurden verschüttet. Die Menschen graben vielerorts mit den bloßen Händen nach Vermissten in den Trümmern. Der Flughafen von Manta wurde geschlossen, weil der Tower schwere Schäden erlitten hat. Die Erdbebenwarte teilte mit, dass sich das Erdbeben in der Nacht zu Samstag in 28 Kilometern Tiefe ereignete. Die Erschütterungen waren auch in der 170 Kilometer entfernten Hauptstadt Quito, für etwa 40 Sekunden lang, zu spüren und auch bis nach Kolumbien. Die Stadt Pedernales mit seinen rund 50.000 Einwohnern ist besonders schlimm betroffen und von der Außenwelt abgeschnitten. Der dortige Bürgermeister sagte, dass es nicht um den Einsturz eines Hauses, sondern einer ganzen Stadt ginge.

Anwohner rannten in Panik auf die Straße. Das Handy- und Stromnetz war durch das Beben zeitweilig ausgefallen. Außerdem kam es zu Erdrutschen, die Brücken zerstörten und Straßen unpassierbar machten. Die Regierung von Ecuador entsandte 10.000 Soldaten und 3.500 Polizisten in die betroffenen Gebiete. Der nationale Katastrophenfall wurde ausgerufen. Für sechs Provinzen wurde der Ausnahmezustand verhängt. Es war das Stärkste Erdbeben in Ecuador seit 1979.

Erdbeben sind in Ecuador zuletzt immer seltener und weniger heftiger als beispielsweise in Chile gewesen. Der einzige noch aktive Vulkan der Cordillera Occidental ist der 4.778 m hohe Guagua Pichincha östlich von Quito. Cotopaxi, Tungurahua und Sangay sind die aktiven Vulkane der Cordillera Central. Momentan werden elf Vulkane Ecuadors aktiv überwacht, davon sind der Cotopaxi, der Guagua Pichincha und der Tungurahua als gefährlich eingestuft.

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Terroralarm in Hannover: Länderspiel wurde abgesagt – bisher kein Sprengstoff gefunden

Symbolfoto: © Birgit Winter   | pixelio.de

Symbolfoto: © Birgit Winter | pixelio.de

Das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde am Dienstagabend eine gute Stunde vor dem Anpfiff, um 19.14 Uhr, abgesagt. Die Polizei forderte die Besucher auf, das Stadion zügig aber ohne Panik zu verlassen. Wenig später wurde der Grund bekanntgegeben. Es gab konkrete Hinweise darauf, dass offenbar vor oder in dem Stadion etwas zur Explosion gebracht werden sollte. Die Beamten fanden schließlich vor der HDI-Arena einen Rettungswagen mit Sprengstoff, hieß es. Der entscheidende Hinweis auf einen drohenden islamistischen Anschlag kam von ausländischen Geheimdiensten. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und die Bundeskanzlerin Merkel befanden sich zum Zeitpunkt der Spielabsage noch nicht im Stadion. Die Nationalmannschaft befindet sich an einem sicheren Ort. Die Bundeskanzlerin flog nach der Spielabsage umgehend zurück nach Berlin. In Hannover herrschte zu dem Länderspiel die höchste Sicherheitsstufe mit strengen Kontrollen. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius kündigt in der Nacht zu Mittwoch eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz und Hannover an. Mit der erhöhten Polizeipräsenz in Hannover soll ein klares Zeichen gesetzt werden. Niedersachsens Innenminister Pistorius sagte in einer Pressekonferenz, dass bisher noch kein Sprengstoff in Hannover entdeckt worden sei. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére verteidigt die Spielabsage angesichts der konkreten Gefahrenlage. Er sagte: „Ein Teil meiner Antwort würde die Öffentlichkeit verunsichern.“ Genauere Details teilte er deshalb aufgrund des laufenden Polizeieinsatzes nicht mit. Er stellte klar, dass es bisher keinerlei Festnahmen gab. Der hannoversche Polizeichef teilte mit, dass es eine konkrete Gefahr für ganz Hannover gibt. Am Hauptbahnhof gab es Sperrungen.

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Berlin: Die SPD-Zentrale wurde nach einer Bombendrohung evakuiert

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Der Chef der SPD, Sigmar Gabriel, hatte nach den rechten Krawallen in Heidenau sofort deutliche Worte gefunden. Seit seinen Äußerungen ist die SPD zunehmend in das Visier von Rechtsradikalen geraten. Nachdem am Dienstag eine telefonische Bombendrohung in der Berliner Parteizentrale einging wurde das Gebäude komplett evakuiert. Nach etwa einer Stunde konnten alle Mitarbeiter zurück in die Parteizentrale. Die Polizei teilte mit, dass nichts Verdächtiges gefunden wurde. Seit dem Besuch von Sigmar Gabriel in Heidenau hat „der rechtsradikale Mob das Willy-Brandt-Haus mit menschenverachtenden Anrufen, E-Mails und Kommentaren regelrecht überschwemmt“, sagte die SPD-Generalsekretärin. Die SPD stellte erneut klar, dass sie einen rechten Mob nicht duldet.

Am Dienstag wurde das Landesamt für Gesundheit und Soziales ebenfalls nach einer Bombendrohung, die gegen 15.20 Uhr telefonisch einging, ebenfalls evakuiert. In dem Gebäude wurde ein herrenloser Koffer entdeckt, dessen Inhalt sich wenig später als harmlos entpuppte. Bundesinnenminister Thomas de Maizière warnte davor den Tätern hinter solchen Drohungen zu viel Öffentlichkeit zu bieten.

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