NATO rüstet auf: Hunderte deutsche Soldaten werden nach Litauen verlegt

Symbolfoto: © Gabi Eder  | pixelio.de

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In Litauen werden dauerhaft rund 1.000 NATO-Soldaten stationiert. Die Bundeswehr stellt mit 400 bis 600 Soldaten den größten Teils des Verbandes. Der Verband ist einer von insgesamt vier verschiedenen. Die Aufrüstungspläne in Osteuropa sind eine Reaktion auf die Ukrainekrise und die Angst östlicher Mitgliedsstaaten vor einem russischen Angriff. Besonders Polen sowie die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland fühlen sich von Russland bedroht, seit der russische Präsident Putin 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektierte. Aus diesem Grund wurde bei einem NATO-Bündnisgipfel im Juni beschlossen, dass mehrere tausend Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten verlegt werden. Verteidigungsministerin von der Leyen sagte, dass ein Angriff auf ein Land als ein Angriff auf alle 28 NATO-Staaten wahrgenommen wird.

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Ukraine-Krise: USA verlegen Panzer und Artillerie nach Osteuropa

Symbolfoto: © burntimes

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US-Verteidigungsminister Ashton Carter teilte am Dienstag mit, dass die NATO-Staaten in Mittel- und Osteuropa aufgerüstet werden und vorübergehend schweres Material nach Osteuropa verlegt wird. Der Minister sprach von Ausrüstung für mehrere tausend Soldaten. Eine ganze Kampfbrigade soll mit dem verlegten Material ausgestattet werden. Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien und Polen haben zugestimmt und bestätigt, dass die USA in verschiedenen Regionen Plätze für Übungen und die Ausbildung nutzen wird. Die entsprechenden Geräte sind derzeit in Deutschland stationiert. Es handelt sich um bis zu 250 Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und andere Militärausrüstung. Das Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der NATO zu erhöhen. Angesichts der russischen Vorgehensweise in der Ukraine sorgen sich die osteuropäischen NATO Staaten um ihre Sicherheit und forderten immer wieder eine deutlich erhöhte Militärpräsenz.

Die NATO hatte im Herbst 2014 den Aufbau einer sogenannten schnellen Eingreiftruppe beschlossen, die im Krisenfall innerhalb weniger Tage zum Beispiel nach Osteuropa verlegt werden soll. Die Einheit entsteht im nordrhein westfälischen Münster.

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