Gericht urteilt: Entlassung von Bundeswehrsoldaten nach entwürdigenden Aufnahmeritualen rechtens

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Am Mittwoch hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen geurteilt, dass die Entlassungen der Bundeswehrsoldaten nach den entwürdigenden Aufnahmeritualen in der Kaserne im baden-württembergischen Pfullendorf rechtens sind. Drei beteiligte Bundeswehrsoldaten im Alter zwischen 19 und 21 Jahren hatten gegen ihre Entlassung geklagt. Vor Gericht erklärten die Kläger, dass alle Beteiligten dem Aufnahmeritual eingewilligt hatten. Der Richter sagte, dass das keine Rolle spielt. Durch ihr Verhalten sah die Bundeswehr das Ansehen der Truppe und die militärische Ordnung gefährdet. Dieser Einschätzung schloss sich das Gericht am Mittwoch an.

In der baden-württembergischen Staufer-Kaserne sind Rekruten von Ausbildern gefesselt und sexuell genötigt worden. Die Verteidigungsministerin von der Leyen sprach von „widerwärtigen Vorgängen“ in der Kaserne. Sieben Soldaten wurden entlassen. Die Übergriffe ereigneten sich nach Recherchen von „Spiegel Online“ während der Ausbildung von Elitesoldaten in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf. Ermittlungen ergaben, dass bei der Ausbildung von Kampfrettern (Combat First Responder) sexuell-sadistische Praktiken angewandt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Ausbilder Ermittlungen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, Nötigung und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Die Vorgänge in der Staufer-Kaserne wurden bekannt, nach dem sich im Oktober 2016 eine Soldatin an den Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels und an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wandte. Die Soldatin erzählte, dass sich Rekruten vor den Kameraden nackt ausziehen mussten und alles mit gefilmt worden sei – angeblich zu Ausbildungszwecken. Außerdem wurden männlichen und weiblichen Rekruten Tamponade in den After eingeführt. Auch davon seien Bilder gemacht worden, so die Soldatin. Wachsoldaten hatten sich gegenseitig an Stühle fesseln und stundenlang ausharren müssen.

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Hagen: Einjähriges Kind starb bei Unfall

Symbolfoto: © burntimes

Am Donnerstag geriet ein Volvo-Faher auf der Volmebrücke im nordrhein-westfälischen Hagen auf den Gehweg und prallte frontal in einen Kinderwagen. Das einjährige Kleinkind wurde dabei tödlich verletzt. Der vierjährige Bruder erlitt schwere Verletzungen, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die 21-jährige Mutter erlitt einen Schock. Während der Rettungsarbeiten fertigten Schaulustige Videos an und behinderten damit die Arbeit der Rettungskräfte. Die Unfallursache ist noch unklar. Es wird geprüft, ob der 34-jährige Autofahrer zum Unfallzeitpunkt einen beeinträchtigten Gesundheitszustand hatte.

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Versuchte Gefangenenbefreiung in Duisburg: 250 Menschen greifen Polizisten an

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Polizisten wollten am Sonntagabend um 19.40 Uhr einen 37-jährigen Mann überprüfen der die Beamten zuvor mit seinem Handy gefilmt hatte. Die Polizisten waren an der Reinerstraße vor Ort um einen Verkehrsunfall aufzunehmen und wurden dabei von dem 37-Jährigen gefilmt. Weil der Mann sich gegen die Personenkontrolle wehrte, wurde er vorübergehend festgenommen. Anschließend kamen plötzlich rund 250 Menschen, die den Festgenommenen befreien wollten. Hinzu alarmierte Beamte setzten Pfefferspray ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Einige Angreifer wendeten Gewalt gegen die Polizisten ein. Zwei der Angreifer wurden verhaftet.

Polizisten wurden nicht verletzt. Ein Beteiligter musste jedoch in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Landfriedensbruches und versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.

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Terrorattacken in Paris und London: Polizei leitet Terrorermittlungen ein

Symbolfoto: © burntimes

In der französischen Hauptstadt Paris sind Polizisten am Montag erneut das Ziel eines Terrorangriffs geworden. Ein Mann rammte mit seinem Auto gezielt ein Einsatzfahrzeug auf dem Pariser Champs-Elysées. Der Angreifer kam ums Leben – sein Auto ging nach dem Unfall in Flammen auf. Polizisten hatten den Fahrer aus dem Auto gezogen. Rettungsversuche scheiterten jedoch. Der 31-jährige Mann kommt aus einer Pariser Vorstadt und er wurde bei den Behörden als Extremist geführt. Die Anti-Terror-Einheit hat Ermittlungen eingeleitet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um keinen gewöhnlichen Unfall handelte. Die Polizisten im Fahrzeug blieben unverletzt. Die Polizei bestätigte, dass der Mann im Auto eine Kalaschnikow mitführte. Außerdem führte der Angreifer eine Gasflasche mit sich, die er offenbar zur Explosion bringen wollte. Dies schlug jedoch fehl. Nach dem Vorfall wurden die Menschen aufgefordert das Gebiet weiträumig zu meiden. Der Ausnahmezustand in Frankreich soll bis November verlängert werden.

In der britischen Hauptstadt London hat sich ebenfalls ein terroristischer Vorfall ereignet. In der Nacht zu Montag war nach Mitternacht ein Lieferwagen in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Finsbury Park in eine Menschenmenge gefahren. Mindestens acht Menschen wurden verletzt. Ein Mann starb. Der 48-jährige Täter wurde von Augenzeugen festgehalten und der Polizei übergeben. Er war der Polizei bisher noch nicht bekannt. Es handelt sich um einen vierfachen Familienvater. Nach seiner Festnahme wurde er in eine Klinik eingeliefert, um seinen Geisteszustand zu prüfen.

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USA: Ermittlungen gegen Präsident Trump eingeleitet

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der entlassene Ex-FBI-Chef Comey hat die Trump-Regierung der Lüge bezichtigt. Trump soll die Einstellung der Russland-ermittlungen verlangt haben. Es geht darum, ob Russland Einfluss auf den Wahlkampf in den USA genommen hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beweisen die Aussagen von Comey, dass US-Präsident Trump aktiv die Ermittlungen behindert hat. Der Anwalt von Trump sagte, dass er zu keinem Zeitpunkt die Einstellung der Ermittlungen gefordert hat. Comey hofft nun, dass es Sprachaufzeichnungen gibt, die seine Aussagen belegen. Er rief den Präsidenten auf die Aufzeichnungen zu veröffentlichen.

Mehrere führende Geheimdienstvertreter haben sich ebenfalls zur Aussage bereit erklärt, darunter auch der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats. Den Anstoß für die Ermittlungen haben die Versuche zur Einstellung des Verfahrens gegen den früheren Sicherheitsberater Michael Flynn gegeben. Er gilt als Schlüsselfigur in der Russland-Affäre. Er verlor seinen Job, nach dem er falsche Angaben über seine Russland-Kontakte gemacht hatte. Der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats hat Vertrauten gesagt, dass Trump ihn aufgefordert hat, beim früheren FBI-Chef Comey auf eine Bedingung der Ermittlungen gegen Flynn zu drängen. Trump selbst dementierte das alles.

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Schwerer Verkehrsunfall auf A6 bei Viernheim: LKW fährt auf Stauende – zwei Tote

Symbolfoto: © burntimes

Auf der Autobahn 6 war am Freitagnachmittag in der Nähe von Viernheim in Richtung Kaiserlautern ein Lastwagen ungebremst auf ein Stauende gefahren. Acht Fahrzeuge wurden ineinander geschoben. In einem der Wagen kam eine 53-jährige Frau und ihre 31-jährige Tochter ums Leben. Der ebenfalls im Auto sitzende 55-jährige Familienvater wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Weitere drei Personen wurden schwer verletzt und zwei Opfer wurden mit leichten Verletzungen behandelt.
Warum der 31-jährige Lastwagenfahrer ungebremst auf das Stauende auffuhr ist noch unklar und Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen. Der LKW-Fahrer blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich Polizeiangaben zufolge auf 250.000 Euro.

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Ex-FBI-Chef belastet Trump schwer: US-Präsident bereit unter Eid auszusagen

Symbolfoto: © jan37k | pixelio.de

Der Ex-FBI-Chef James Comey hatte am Donnerstag bei seiner Anhörung im US-Senat schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Trump erhoben. Er sagte aus, dass der US-Präsident ihn unter Druck setzte die Ermittlungen einzustellen, ob Russland versucht hat, die Präsidentschaftswahl in den USA zu beeinflussen. Trump habe die Ermittlungen behindert, sagte Comey aus. Der US-Präsident ist nach wie vor bemüht den Beeinflussungsversuch herunterzuspielen. Donald Trump sagte am Freitag, dass nicht alles, was Comey behauptet hat der Wahrheit entspricht und er bereit ist unter Eid auszusagen. Der Ex-FBI-Chef Comey hat von allen Treffen mit Trump Notizen gemacht und die Dialoge wortgetreu aufgeschrieben. Die Russland-Affäre wird den US-Prädinten noch Monate lang verfolgen. Der Sonderermittler Robert Mueller wird jeden Stein umdrehen, sagte Comey. Der Senator Richard Burr fragte Comey, ob während der Ermittlungen noch ganz andere Straftaten an das Tageslicht kommen. „Sicher“, antwortete Comey.

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Fünfjährige wurde in Düsseldorf angefahren: Angehörige prügeln auf Zeugin ein

Symbolfoto: © burntimes

Ein fünfjähriges Mädchen lief am Samstagmittag gegen 12.05 Uhr auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto angefahren. Der Vorfall ereignete sich in der Junkersstraße, in der Tempo-30-Zone, in Düsseldorf-Flingern. Die Fünfjährige lief unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Straße. Dort wurde das Mädchen von einer 51-jährigen Golf-Fahrerin erfasst, die nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Das Kind erlitt bei dem Unfall Prellungen und Schürfwunden. Unmittelbar nach dem Unfall bedrängten die Angehörigen, zwei Männer im Alter von 31- und 54 Jahren, die Golf-Fahrerin.

Eine weitere zur Hilfe geeilte 49-jährige Zeugin wurde von den Männern beschimpft und geschlagen. Die Männer schlugen der Augenzeugin gegen den Kopf. Die 49-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Sie muss operiert werden. Gegen die beiden Männer wurden Anzeigen wegen Körperverletzung gefertigt.

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USA: Präsident Trump soll Comey „verrückten Spinner“ genannt haben

Symbolfoto: © jan37k | pixelio.de

Donald Trump ist gemeinsam mit seiner Frau Melania zum ersten Auslandsbesuch aufgebrochen. Unterdessen teilte die renommierte Zeitung „The New York Times“ mit, dass Trump den gefeuerten FBI-Chef als „Spinner“ bezeichnet haben soll. Während des Gesprächs mit dem russischen Außenminister Lawrow soll Trump gesagt haben, dass er gerade den FBI-Chef gefeuert hat, weil er ein „verrückter Spinner“ war. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein internes Protokoll des Weißen Hauses. Donald Trump war unmittelbar nach dem Treffen in die Kritik geraten, weil er streng geheime Geheimdienstinformationen an den russischen Außenminister weitergegeben hat. Trump selbst bestätigte das auf Twitter, während das Weiße Haus versuchte die Berichte zu entkräften.

Ein Sonderermittler wurde eigeschaltet und soll die Beziehungen zwischen Russland und Trump aufdecken. Ein enger Mitarbeiter von Donald Trump steht dabei im Visier der Ermittler. Es handelt sich um einen hochrangigen Berater. Außerdem steht der ehemalige Sicherheitsberater von Trump und sein früherer Wahlkampfchef im Mittelpunkt der Ermittlungen.

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Explosion auf Motorboot in Leer: Mann in Lebensgefahr

Symbolfoto: © burntimes

Am Hafen von Leer in Ostfriesland hat sich am Samstagnachmittag eine Explosion auf einem zehn Meter langen Motorboot ereignet. Der 70-jährige Bootseigentümer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Eine 69-jährige Frau aus Apen wurde schwer verletzt. Möglicherweise hat sich an Bord eine Gasexplosion ereignet. Anwohner berichteten von einem gewaltigen Knall. Das betroffene Motorboot wurde so stark beschädigt, dass es für die Einsatzkräfte zunächst schwierig war, zu den Verletzten zu gelangen. Die Fenster des Bootes wurden durch die Explosion herausgerissen. Ein weiteres Boot, das in unmittelbarer Nähe lag, wurde beschädigt. Das Boot, auf dem sich die Explosion ereignete, wurde von der Polizei beschlagnahmt und Ermittlungen sind eingeleitet worden. Die Ursache der starken Explosion ist noch unklar.

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