Anschlagsplanung: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Oberleutnant Franco A.

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Oberleutnant Franco A. hatte zwei Identitäten. Er gab sich als syrischer Flüchtling aus und soll einen Anschlag geplant haben, mit dem Ziel den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Dazu hatte er sich als syrischer Flüchtling mit gefälschten Papieren registrieren lassen. Er sprach kein Wort arabisch, trotzdem hat ihm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Ende 2016 eingeschränkten Schutz gewährt. Unter der falschen Personalie hatte Franco A. unter anderen mehrere tausend Euro Geldleistung erhalten. Am Dienstag wurde Anklage gegen den ehemaligen Bundeswehrsoldaten erhoben.

Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass der 28-Jährige „aus einer nationalistischen Gesinnung heraus“ einen Anschlag auf das Leben hochrangiger Politiker und anderer Personen geplant hatte. Das Oberlandesgericht in Frankfurt muss nun über die Eröffnung des Prozesses entscheiden. Franco A. wurde am 26. April verhaftet. Zwei Wochen später kam er wieder auf freien Fuß, nachdem der Bundesgerichtshof den dringenden Tatverdacht aufgehoben hatte. Der Bundeswehrsoldat beschaffte sich zur Durchführung des Anschlags vier Schusswaffen und über eintausend Schuss Munition, sowie 50 Sprengkörper. Einen Teil der Munition und Sprengkörper entwendete Franco A. bei der Bundeswehr. Der 28-Jährige war in der Kaserne in Illkirch stationiert. Dort wurden bei einer Durchsuchung Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt und an den Wänden hingen Souvenirs aus der Wehrmachtszeit.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen war wegen des Skandals bundesweit in die Kritik geraten. Die Opposition warf ihr Versagen im Umgang mit Rechtsextremismus bei der Bundeswehr vor.

Bei Niederau in Sachsen: Landwirt-Azubi findet toten Säugling auf Feld

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Ein Landwirt-Azubi hat am Donnerstagnachmittag an der Kirchstraße im sächsischen Niederau die Leiche eines Säuglings gefunden. Die Polizei teilte mit, dass ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann. Nach der Mutter des Säuglings wird zur Zeit gefahndet. Die Polizei hat am Freitag Befragungen bei Anwohnern der Kirchstraße durchgeführt. Der Landwirt-Azubi entdeckte die Leiche, nach dem er nach seiner Mittagspause einen Zaun reparieren wollte. Anschließend alarmierte er die Polizei. Am Freitagabend teilte die Polizei mit, dass es noch keine neuen Erkenntnisse zum Aufenthalt der Mutter und zu der Todesursache des Säuglings gibt. Die Beamten setzten unter anderem einen Hubschrauber und Suchhunde für die Suche nach der Mutter ein.

Bochum: Odachloser wurde fast zu Tode geprügelt und unter Steinen begraben

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Ein 55-jähriger Obdachloser wurde in Bochum-Langendreer auf einem Parkplatz, gegenüber der Alten Bahnhofstraße in der Nacht zum 9. November um 1.30 Uhr niedergeschlagen und anschließend unter Steinen, Säcken und einer Palette begraben. Der unbekannte Täter bewarf den 55-jährigen Mann außerdem mit Pflastersteinen, die dort gelagert waren. Der schwer verletzte Mann versuchte mehrere stunden lang vergebens sich zu befreien. Nach mehr als zwei Stunden wurde er schließlich gegen 3.50 Uhr entdeckt und befreit. Der 55-Jährige erlitt mehrere Rippenbrüche und wurde stark unterkühlt in die Intensivstation eingeliefert.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. November, wie die Polizei erst jetzt mitteilte. Der Mann konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, teilte die Polizei mit. Die Polizei fahndet nun mit einem Foto nach dem Täter, der bei seiner Flucht von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde.

Der Tatverdächtige ist zwischen 20 und 30 Jahren, schlank, trägt möglicherweise einen Vollbart und war mit einer auffälligen hellen Jacke bekleidet, deren Schulterbereich und deren Seiten- und Brusttaschen dunkel abgesetzt sind.

Fahndungsfoto: © Polizei Bochum

Kurz vor der Tat ist dem Täter auf dem Gehweg der Ümminger Straße ein Paar entgegengekommen, das ihn gesehen haben muss.

Dieses Pärchen, aber auch weitere Personen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 11 (Tel.: 0234 / 909-4106) oder der Kriminalwache (Tel.: 0234 / 909-4441) in Verbindung zu setzen.

Malta: Zehn Festnahmen nach Mord an Journalistin

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Sechs Wochen nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia haben Maltas Sicherheitskräfte zehn Personen verhaftet. Noch ist unklar, wer den Mord-Auftrag gegeben hat. Bei den Festgenommenen handelt es sich um maltesische Staatsbürger. Sie werden verdächtigt den Anschlag mit einer Autobombe geplant und durchgeführt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Verhafteten, um die ausführenden Täter handelt. Die Regierung hatte eine Million Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.

Die 53-jährige Journalistin hatte viele Gegner. Sie kämpfte dafür Korruption und organisiertes Verbrechen offenzulegen und hatte auch Enthüllungen über die Regierung in Malta veröffentlicht. Es wurde unter anderem bekannt, dass einige Regierungsmitarbeiter sogenannte Offshore-Konten haben.

Paket mit Nägeln: Entschärfung am Potsdamer Weihnachtsmarkt

Symbolfoto: © burntimes

Am Potsdamer Weihnachtsmarkt wurde am Freitagnachmittag in der Brandenburger Straße ein gefährliches Paket mit hunderten kleinen Nägeln und einem sogenannten Polenböller gefunden. Bombenentschärfer sorgten dafür, dass der Fund unschädlich gemacht wurde. Der Fund war aber nicht explosionsfähig, weil kein Zünder vorhanden war, sagte Brandenburgs Innenminister am Freitagabend. Außerdem befand sich noch eine unklare Substanz in dem Paket, die im Labor untersucht wird. Ein Kurierdienst hatte das Paket am Freitag in einer Apotheke in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt abgegeben.

Der Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet, weil ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Es ist noch unklar, ob das Paket dem Apotheker oder dem Weihnachtsmarkt gegolten hat. Nach dem Fund wurde der nähere Umkreis um die Apotheke im Umkreis von 100 Metern gesperrt. Der Inhaber der Apotheke sagte, dass beim Auspacken bemerkt wurde, dass da Drähte herausschauten. Daraufhin sei das Paket aus der Apotheke getragen worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Weihnachtsmarkt am Samstag wieder wie gewohnt geöffnet sein wird. Zur Stunde sind Spürhunde aus Berlin im Einsatz und suchen nach möglichen weiteren Paketen im Umkreis der Apotheke.

Anwohner werden zu einer warmen Unterkunft gebracht, da noch unklar ist, wann sie in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.

Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben und mehr als 70 wurden verletzt (wir berichteten). Nach dem Vorfall wurden dieses Jahr auf vielen Weihnachtsmärkten Betonbarrieren aufgebaut.

Leiche in die Fulda geworfen: 17-Jährige und ihr Freund gestehen Mord wegen eines Autos

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Eine 17-Jährige soll gemeinsam mit ihrem 20-jährigen Freund einen 45-jährigen Mann in Thüringen wegen eines Autos getötet und die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda geworfen haben. Die beiden jungen Tatverdächtigen aus dem sächsischen Zwickau wurden inzwischen verhaftet und sitzen in Untersuchungshaft. Beide gaben an, dass sie den Mann getötet hatten, um an das Auto des Mannes zu gelangen. Am frühen Morgen des 11. Novembers haben die beiden den 45-Jährigen mit mehreren Messerstichen in den Hals in Gera getötet. Mit der Leiche im Kofferraum fuhren die beiden jungen Erwachsenen nach Hessen und warfen die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda. Das Opfer wurde trotz aufwendiger Suchmaßnahmen bisher noch nicht von der Polizei gefunden. Festgenommen wurde das Pärchen in Frankfurt am Main. Dort hatte ein Sicherheitsmitarbeiter verdächtige Beobachtungen gemacht und die Polizei alarmiert. Eine erste Überprüfung hatte anschließend ergeben, dass die 17-Jährige seit dem 2. November als vermisst gemeldet war und seit dem mit ihrem Freund unterwegs gewesen ist.

Todendorf-Kaserne: Unteroffizier soll zwei Soldatinnen vergewaltigt haben

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Ein 29-jähriger Bundeswehrsoldat ist am Montag vom Dienst suspendiert worden. Auf dem schleswig-holsteinischen Truppenüberungsplatz soll er zwei Frauen vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Die Tat soll sich in der vergangenen Woche, im Anschluss an eine Feier, ereignet haben. Der 29-jährige Unteroffizier soll sich nach der Feier in die Räumlichkeiten der Frauen geschlichen haben. Bei den Opfern handelt es sich um 18 und 22 Jahre alte Frauen. Er soll dabei ausgenutzt haben, dass die Opfer stark alkoholisiert waren.

Spiegel-Online-Berichten zufolge filmte ein weiterer Soldat die Vergewaltigung ohne einzu-greifen. Der Mann löschte das Video jedoch kurz darauf. Den Ermittlern gelang es bisher noch nicht das Filmmaterial wiederherzustellen. Der 29-jährige Unteroffizier ist genau so wie die beiden Frauen bei der Flugabwehrraketengruppe 21 in Mecklenburg Vorpommern stationiert. Alle drei waren in Schleswig-Holstein zu einem Schießlehrgang.

Der Soldat schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der 29-Jährige wurde von Feldjägern festgenommen und der Polizei übergeben. Die Polizei wertet zur Zeit DNA-Proben und Spuren aus, die Aufschluss darüber geben sollen, was genau in der Nacht passiert ist.

Zuletzt waren bei der Bundeswehr mehrere Skandale publik geworden. In Pfullendorf wurden während der Sanitätsausbildung teils abstoßende und sadistische Praktiken enthüllt. Im Sommer wurde außerdem eine Saufparty der KSK-Elitesoldaten bekannt.

Fünfjährige wurde in Düsseldorf angefahren: Angehörige prügeln auf Zeugin ein

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Ein fünfjähriges Mädchen lief am Samstagmittag gegen 12.05 Uhr auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto angefahren. Der Vorfall ereignete sich in der Junkersstraße, in der Tempo-30-Zone, in Düsseldorf-Flingern. Die Fünfjährige lief unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Straße. Dort wurde das Mädchen von einer 51-jährigen Golf-Fahrerin erfasst, die nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Das Kind erlitt bei dem Unfall Prellungen und Schürfwunden. Unmittelbar nach dem Unfall bedrängten die Angehörigen, zwei Männer im Alter von 31- und 54 Jahren, die Golf-Fahrerin.

Eine weitere zur Hilfe geeilte 49-jährige Zeugin wurde von den Männern beschimpft und geschlagen. Die Männer schlugen der Augenzeugin gegen den Kopf. Die 49-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Sie muss operiert werden. Gegen die beiden Männer wurden Anzeigen wegen Körperverletzung gefertigt.

USA: Präsident Trump soll Comey „verrückten Spinner“ genannt haben

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Donald Trump ist gemeinsam mit seiner Frau Melania zum ersten Auslandsbesuch aufgebrochen. Unterdessen teilte die renommierte Zeitung „The New York Times“ mit, dass Trump den gefeuerten FBI-Chef als „Spinner“ bezeichnet haben soll. Während des Gesprächs mit dem russischen Außenminister Lawrow soll Trump gesagt haben, dass er gerade den FBI-Chef gefeuert hat, weil er ein „verrückter Spinner“ war. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein internes Protokoll des Weißen Hauses. Donald Trump war unmittelbar nach dem Treffen in die Kritik geraten, weil er streng geheime Geheimdienstinformationen an den russischen Außenminister weitergegeben hat. Trump selbst bestätigte das auf Twitter, während das Weiße Haus versuchte die Berichte zu entkräften.

Ein Sonderermittler wurde eigeschaltet und soll die Beziehungen zwischen Russland und Trump aufdecken. Ein enger Mitarbeiter von Donald Trump steht dabei im Visier der Ermittler. Es handelt sich um einen hochrangigen Berater. Außerdem steht der ehemalige Sicherheitsberater von Trump und sein früherer Wahlkampfchef im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Explosion auf Motorboot in Leer: Mann in Lebensgefahr

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Am Hafen von Leer in Ostfriesland hat sich am Samstagnachmittag eine Explosion auf einem zehn Meter langen Motorboot ereignet. Der 70-jährige Bootseigentümer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Eine 69-jährige Frau aus Apen wurde schwer verletzt. Möglicherweise hat sich an Bord eine Gasexplosion ereignet. Anwohner berichteten von einem gewaltigen Knall. Das betroffene Motorboot wurde so stark beschädigt, dass es für die Einsatzkräfte zunächst schwierig war, zu den Verletzten zu gelangen. Die Fenster des Bootes wurden durch die Explosion herausgerissen. Ein weiteres Boot, das in unmittelbarer Nähe lag, wurde beschädigt. Das Boot, auf dem sich die Explosion ereignete, wurde von der Polizei beschlagnahmt und Ermittlungen sind eingeleitet worden. Die Ursache der starken Explosion ist noch unklar.