UEFA ermittelt nach schweren Krawallen in Nizza und Marseille

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In den EM-Stadien in Nizza und Marseille ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Am Samstag sorgten russische und britische Hooligans für Chaos. Es kam zu schweren, brutalen Ausschreitungen vor während und nach dem Spiel zwischen England und Russland in Marseille. Dabei haben sich im Stadion regelrechte Verfolgungsjagden abgespielt. Auch in Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen. Dort hatten 30 einheimische Hooligans bei dem Spiel zwischen Nordirland und Polen die Fans beider Länder provoziert. Die nordirischen Fußballfans wurden beispielsweise mit Bierflaschen abgeworfen. Neun Menschen wurden hierbei verletzt und mussten teils in Krankenhäusern behandelt werden. In Marseille wurde ein Fan lebensgefährlich verletzt. Es gab dort insgesamt 35 Verletzte zu beklagen. Acht mögliche Täter wurden verhaftet. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien werden nach den Krawallen noch einmal erhöht, teilte die UEFA mit.

Als erste Konsequenz hat der europäische Fußballverband UEFA Ermittlungen eingeleitet. Russland rechnet mit einer Geldstrafe.

EM in Frankreich: Streiks und Proteste auch während des Turniers

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die Pilotenstreiks bei Air France werden wie geplant am 11. und 14. Juni stattfinden, weil sich die Fluggesellschaft mit der Gewerkschaft nicht einigen konnte. Damit wird es während der kommenden Fußball-Europameisterschaft (EM) unter anderem zu Behinderungen im Flugverkehr kommen. Der Streik der Piloten ist jedoch lediglich ein Teil der drohenden Protestwelle gegen die neu beschlossene Arbeitsrechtsreform der französischen Regierung. Das neue Gesetz sieht beispielsweise die Lockerung der 35-Stunden-Woche und des Kündigungsschutzes vor. Der französische Premier sagte, dass er Zugeständnisse bei der Arbeitsrechtsreform komplett ausschließt.

Neben der Bahn drohen auch weitere Streiks bei der Müllabfuhr. Der französische Präsident wandte sich am Donnerstag an die Mitarbeiter der Staatsbahn SNCF, die sich inzwischen seit acht Tagen im Arbeitsausstand befindet und damit auch die am Freitag beginnende Fußball-EM beeinträchtigen könnte. Frankreichs Präsident sagte, dass die Streiks ein Bild von Frankreich abgeben, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Die Regierung in Frankreich zeigte sich ratlos. In einigen Vierteln der französischen Hauptstadt türmen sich mittlerweile Müllberge auf, weil dort die Müllabfuhr seit Tagen ihre Arbeit niedergelegt hat.