Nigeria: Über 200 Tote nach Einsturz von Kirche

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Ein Gottesdienst in einer erst halb fertigen Kirche in Südost-Nigeria endete am Samstagnachmittag in einer Katastrophe. Die Kirche in Uyo im Bundesstaat Akwa Ibom stürzte aus noch unbekannter Ursache rund 30 Minuten nach Beginn eines Gottesdienstes ein. Zunächst stürzte das Dach ein und kurz darauf das ganze Gebäude. Zwei schwere Kräne wurden eingesetzt, um Teile der Dachkonstruktion anzuheben und zu weiteren Opfern zu gelangen. Über 200 Menschen starben. Die Leichen wurden zunächst in die Leichenhallen eines Krankenhauses gebracht. Viele Gottesdienstbesucher wurden von der schweren Dachkonstruktion regelrecht zerquetscht und starben noch bevor Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen. Unter den Toten befanden sich auch Regierungsvertreter, die als Gäste eingeladen wurden. In der neu gebauten Kirche sollte Platz für mehrere tausend Menschen sein.

Der Gouverneur der betroffenen Provinz Akwa Ibom war selbst als Ehrengast in der ersten Reihe des Gottesdienstes dabei. Er kam mit dem Schrecken davon und schrieb im sozialen Netzwerk Facebook, dass es sich um das schockierendste Ereignis in der Geschichte des Bundesstaates handelt. Die betroffene Kirche gehört zur evangelischen The Reigners Bible Church International.

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A7 bei Werneck: Neue Autobahnbrücke eingestürzt –– mindestens ein Toter

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Beim Einsturz einer neuen Autobahnbrücke auf der A7 bei Wernbeck, im Landkreis Schweinfurt, ist mindestens ein Bauarbeiter getötet worden, sechs weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzte am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr ein Gerüst sowie Teile der Brücke ein. Dabei stürzte ein Brückensegment 20 Meter in die Tiefe. Die Brücke stürzte zwischen zwei Pfeilern auf einer Länge von 40 Metern Fahrbahn ein. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten 20 Menschen auf der Baustelle. Einige von ihnen wurden verschüttet, nachdem die Betonmassen zusammenbrachen. Zeitweilig war von vier Toten die Rede gewesen. Die Opferzahlen wurden am Abend jedoch glücklicherweise nach unten korrigiert. Nach dem Unglück löste die Leitstelle Großalarm aus. Fünf Rettungshubschrauber und mehrere Hundestaffeln eilten zu der eingestürzten Autobahnbrücke im Kreis Schweinfurt. Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die betroffene Talbrücke Schraudenbach wird zur Zeit abgerissen und gleichzeitig neu errichtet. Der Verkehr auf der Autobahn ist von den Arbeiten nicht betroffen, da dieser noch auf der alten Brücke läuft.

Wie es zu diesem folgenschweren Unglück kommen konnte ist noch völlig unklar. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Aufgrund von Materialermüdung wird die alte Brücke derzeit abgerissen und neu errichtet. Aufgrund von Überlastung war die Brücke für den Schwerlastverkehr bereits vor Monaten gesperrt worden. Zusätzlich wurde ein Tempolimit ausgeschildert. Die Brücke befindet sich auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Strecken Europas. Geplant wurde ein sechsspuriger Ausbau der A7. Diese Autobahn 7 ist mit 962 Kilometern Länge die längste Autobahn in Deutschland.

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