Berlin: Polizei erschießt psychisch kranken Mann

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstagabend haben Polizisten einen psychisch kranken Mann in Berlin erschossen. Der Mann hatte die Beamten zuvor in Hohenschönhausen mit einem Messer angegriffen. Der 25-Jährige hatte zuvor die Feuerwehr alarmiert und mit Suizid gedroht. Anschließend eilten die Einsatzkräfte zu der Wohnung des Mannes. Er drohte durch die geschlossene Tür damit Selbstmord zu begehen und auf die Feuerwehrleute zu schießen. Um 16.30 Uhr alarmierte die Feuerwehr daraufhin die Polizei dazu. Der Mann hatte sich zwischenzeitlich selbst Verletzungen zugefügt, sodass die Polizei sich dazu entschied die Wohnungstür gewaltsam zu öffnen. Nach dem die Tür offen stand ging der 25-Jährige mit einem Messer auf die Einsatzkräfte los. Daraufhin fielen Schüsse. Der Mann verstarb noch in der Wohnung. Wie viele Beamte Schüsse auf den Mann abgaben ist zur Zeit noch unklar. Die Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet.

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Recklinghausen: Unbekannte gaben Schüsse auf fahrenden Rettungswagen ab

Symbolfoto: © burntimes

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In Nordrhein-Westfalen hat sich am Donnerstag wieder ein Angriff auf Rettungskräfte ereignet. Während eines Krankentransports wurde ein Rettungswagen in Recklinghausen beschossen. Die Besatzung des Rettungswagens hörte einen Knall und entdeckte später eine kleine Delle im Fahrzeugblech. Es ist unklar, ob der Schuss aus einer Zwille oder einer Luftdruckwaffe abgegeben wurde. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Polizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen Unbekannt eingeleitet.

Die Deutsche-Feuerwehr-Gewerkschaft teilte mit, dass inzwischen täglich Rettungskräfte bei ihren Einsätzen bedroht werden. Die Gewaltbereitschaft steigt immer weiter an, teilte die Gewerkschaft mit. In Gelsenkirchen waren in den letzten Tagen gleich mehrere Sanitäter angegriffen worden. In der Nacht zu Sonntag schlugen und traten Verwandte einer Patientin auf zwei Sanitäter ein (wir berichteten). Am Montag gingen zwei Betrunkene auf Rettungssanitäter los.

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Mittelmeer: Europäische Schiffe retten am Wochenende 5.800 Flüchtlingen das Leben

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Am Sonntag haben die italienische und die französische Marine den zweiten Tag in Folge tausende Menschen im Mittelmeer von überfüllten, maroden Schiffen in Sicherheit gebracht. Mindestens zehn Menschen starben jedoch. Die Küstenwache in Italien ist für die Einsatzleitung zuständig und koordiniert die Rettungseinsätze. Viele der geretteten Flüchtlinge waren in äußerst wackeligen und maroden Booten auf dem Weg nach Europa, bestätigte die italienische Küstenwache. Die zehn Leichen wurden bei drei verschiedenen Einsätzen geborgen. Bei einem Einsatz war ein Frachtschiff als erstes vor Ort. Die Helfer hatten nördlich von Tripolis 105 Überlebende gerettet und drei Leichen geborgen. Die Besatzung eines italienischen Marinehubschraubers sah unter anderem ein Schlauchboot, dem die Luft ausging und alarmierte die Küstenwache. Bei einem der Rettungseinsätze wurden 311 Menschen, darunter auch 16 Kinder vom Fischerboot einer Menschenschmugglerbande gerettet. Die Zunahme der Überfahrten von Flüchtlingsbooten in der wärmeren Jahreszeit wurde von Italien bereits im Vorfeld erwartet. Die maroden Boote werden überfüllt, damit die Menschenschmuggler-banden den maximalen Profit erzielen können. Jeder Flüchtling muss umgerechnet mehrere hundert Euro für die lebensgefährliche Überfahrt bezahlen. Die Schlepperbenden machen sich das durch den Krieg entstandene Chaos zu nutze. Die neuen Flüchtlinge bringen das Aufnahmelager auf Lampedusa an den Rand der Aufnahmekapazitäten. Zahlreiche Flüchtlinge wurden deshalb bereits nach Sizilien und auf das italienische Festland gebracht.

Erst im April ereignete sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe bei der 700 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, im Mittelmeer ertrunken sind.

Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Die EU hat daraufhin in einer Krisensitzung beschlossen die Rettungsmission „Triton“ zu verstärken. Seit dem Jahresbeginn ertranken im Mittelmeer insgesamt 1.750 Flüchtlinge – das sind 30 Mal mehr wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

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Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Bis zu 400 Menschen sollen ertrunken sein

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Es handelt sich um die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit 2013. Am Mittwoch ist erneut eine Fähre mit hunderten Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer gekentert. Die Havarie ereignete sich 80 Seemeilen vor der Küste Libyens. Mindestens 400 Menschen werden noch vermisst. Passagiere an Bord berichteten, der Hilfsorganisation „Save the Children“, dass Hunderte Menschen im Mittelmeer ertrunken sein sollen. Unter den Opfern sollen sich zahlreiche Minderjährige befinden. Hilfsorganisationen befragten mehrere Überlebende des Unglücks, sodass aus der anfänglichen Befürchtung traurige Gewissheit wurde. Bis zu 550 Menschen befanden sich an Bord des gekenterten Flüchtlingsboots. 144 Überlebende wurden von der italienischen Küstenwache in Sicherheit gebracht. Die Küstenwache brachte die Überlebenden in den Hafen von Reggio Calabria. Die italienische Küstenwache hat bereits einige Todesopfer geborgen. Die Küstenwache teilte mit, dass das Flüchtlingsboot bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte umgekippt war. Die Suche wurde aufgenommen. An der Unglücksstelle wird mit Flugzeugen und Booten nach Überlebenden und Leichen gesucht, bestätigte die italienische Küstenwache. Außenminister Frank-Walter Steinmeier reagierte betroffen auf die Ereignisse und sagte, dass es sich um die Fortsetzung einer Tragödie handelt, an die man sich nicht gewöhnen dürfe. Er forderte die Länder, aus denen die Flüchtlinge stammen, auf die Lebensverhältnisse zu verbessern. Bei dem gekenterten Boot handelte es sich um eines der vielen Boote, die in den letzten Tagen von der libyschen Küste aus in See gestochen sind.

2013 ertranken im Oktober 2013 über 360 Menschen vor der italienischen Insel Lampedusa. Viele Flüchtlinge versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. In den letzten Monaten haben die lebensgefährlichen Überfahrten über das Mittelmeer wieder stark zugenommen. Seit vergangenen Freitag wurden über 8.500 Menschen gerettet. Die Situation in den italienischen Aufnahmezentren ist sehr angespannt. In Palermo erreichten am Dienstag 1.200 Flüchtlinge das Aufnahmezentrum. Es wird befürchtet, dass 2015 noch mehr Flüchtlinge, wie 2014 ankommen werden. Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen.

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Aachen: Abi-Streich ging nach hinten los – Großeinsatz der Polizei

Foto: © Polizei Aachen

Foto: © Polizei Aachen

»Es sollte ein witziger Abi-Streich werden und endete in einem Großeinsatz der Polizei. Am vergangenen Freitag alarmierten besorgte Anwohner die Polizei, weil sich schwer bewaffnete und zum Teil maskierte Männer einem Schulgebäude im nordrhein-westfälischen Aachen näherten. Die Polizei zog daraufhin alle verfügbaren Einheiten zusammen und eilte zu der Gruppe. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Abi-Streich handelte. Die Polizisten forderten die Abiturienten zweimal auf, ihre Waffen niederzulegen. Der Pressesprecher der Aachener Polizei sagte: „Nicht auszumalen, was hätte passieren können, als sich Polizeikräfte schwer bewaffneten, maskierten und mit Schutzwesten ausgerüsteten Männern gegenüber standen. Dies vor dem Hintergrund einer besonderen Sensibilität hinsichtlich der Geschehnisse in Paris und Verviers. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn nur ein Schüler auf Zuruf der Polizeibeamten die Waffen nicht niedergelegt hätte.“ Beamte entwaffneten die Männer schließlich. Teilnehmer von Abi-Streichen solcher Art gefährden sich und andere. Die Polizei warnte davor, dass ihre Aktionen ein nicht kalkulierbares Risiko für Beteiligte und unbeteiligte Menschen sind.

Die neun Abiturienten im Alter zwischen 18 und 20 Jahren haben in den polizeilichen Vernehmungen ihren Unsinn bereits eingestanden. Die Abiturienten hatten nach eigener Aussage vor, ihren Klassenlehrer im Rahmen des Streiches zu entführen und die Entführung zu filmen. Die Polizei stellte die täuschend echt aussehenden Waffen, die Schutzkleidung und die Masken am Freitag sicher. Wie die Polizei mitteilte handelte es sich bei den Waffen um frei verkäufliche Nachbauten, die selbst vom Fachmann auf den ersten Blick optisch nicht vom Original zu unterscheiden sind. Gegen die jungen Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Störung des öffentlichen Friedens eingeleitet. Außerdem prüft die Polizei noch, ob die neun Männer für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen müssen. Die Abiturienten sahen inzwischen ein, dass es sich bei dem Abi-Streich um keine gute Idee handelte.

Teilnehmer von so genannten Abi-Streichen – in der Form wie am vergangenen Freitag – gefährden sich und andere. Ihre Aktionen bergen ein nicht kalkulierbares Risiko für Beteiligte und unbeteiligte Menschen. In dieser Deutlichkeit warnt die Aachener Polizei vor völlig überzogenen Abistreichen.«

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