Goldmünzen-Diebstahl: Drei Festnahmen in Berlin

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Polizei hat in Berlin im Zusammenhang mit dem Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum, im März, am Mittwochmorgen drei Wohnungen durchsucht. Auf der 100 Kilogramm schweren Goldmünze befindet sich das Bild von Königin Elisabeth II. Der Wert der Münze, die aus reinem Gold hergestellt ist, liegt bei knapp vier Millionen Euro. Aufgrund des Gewichts der Münze geht die Polizei von mehreren Tätern aus. Die Wohnungen befanden sich im Berliner Stadtteil Neukölln. Die Durchsuchung wurde durch Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) unterstützt. Die gestohlene 100 Kilogramm schwere Goldmünze wurde jedoch noch nicht gefunden.

Die Einbrecher sind über das Dach des Bode-Museums in das Innere gelangt und hatten die Münze offenbar von oben aus herunterfallen lassen. Am benachbarten Bahndamm wurde die Stelle gefunden, auf der die Münze aufschlug. Möglicherweise ist die Münze aber auch beim Abstieg den Dieben entglitten. Bei der Spurensuche wurde eine Schubkarre, mit der die Münze durch das Museum gefahren wurde, gefunden. Nach den Tätern wurde mit Bildern aus Überwachungskameras gefahndet. Für zielführende Hinweise wurde eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt. Die Goldmünze gilt als unverkäuflich. Im Jahr 2007 wurden insgesamt fünf Exemplare der Goldmünze produziert. Möglicherweise haben die Täter das Material zwischenzeitlich eingeschmolzen und in kleineren Mengen verkauft. 

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 18-Jährigen und zwei 20-Jährige. Ein Richter hatte zuvor einen Haftbefehl gegen die drei Männer ausgesprochen. Insgesamt waren 300 Beamte bei den Festnahmen im Einsatz.

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Berlin: Durchsuchungen bei möglichem Kontaktmann von Anis Amri

Symbolfoto: © burntimes

Die Bundesstaatsanwaltschaft hat am Dienstag die Unterkunft eines möglichen Kontaktmanns des mutmaßlichen Berlin-Attentäter Anis Amri durchsuchen lassen. Die Unterkunft des 26-jährigen Tunesiers befindet sich in einem Berliner Flüchtlingsheim. Der Tunesier steht im Verdacht von Amris Anschlagsplänen gewusst und ihm möglicherweise geholfen zu haben. Der Kontaktmann kannte den Attentäter seit Ende 2015. Noch kurz vor dem Anschlag standen beide in Kontakt. Die Bundesanwaltschaft kündigte an am Mittwochnachmittag über den Stand der Dinge der Ermittlungen zu informieren. Am vergangenen Donnerstag wurde der mögliche Kontaktmann von Amri mangels Beweisen wieder freigelassen. Am vergangenen Mittwoch wurde der Kontaktmann in Berlin vorübergehend verhaftet. Die Bundesanwaltschaft erwirkte gegen den Mann keinen Haftbefehl.

Anis Amri tötete am 19. Dezember einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte anschließend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben. Der 24-jährige Tunesier wurde wenige Tage nach dem Anschlag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen (wir berichteten).

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