Köln: Polizei stürmt Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels

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Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochabend um 21 Uhr das Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels in Köln gestürmt. Mit einem gepanzerten Spezialfahrzeug durchbrachen sie das Eisentor zum Grundstück und durchsuchten das Gebäude. Es wurden Waffen und Bargeld sichergestellt. Vor Ort wurden außerdem zwölf Personen angetroffen und festgehalten, bestätigte die Polizei. 100 Polizisten waren bis in die nacht hinein im Einsatz. Der Hintergrund der Durchsuchung war ein Vorfall vor zwei Wochen in der Kölner Innenstadt.

Dort hatten 40 Mitglieder der Hells Angels die Geburtstagsfeier des Präsidenten des rivalisierenden Rockerclubs Bandidos angegriffen. Die Hells Angels versuchten gewaltsam in den Nachtclub zu gelangen, in dem die Feier stattfand. Sie wurden von Beamten mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückgedrängt. Die Hells Angels beanspruchen das Gebiet, in dem sich der Nachtclub befindet, für sich. Zu der Feier waren mehr als 100 Personen eingeladen. Es sollte offenbar eine Provokation sein. Mehrere Hells-Angels-Mitglieder wurden nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Der richterliche Durchsuchungsbefehl wurde am Mittwochabend vollstreckt.

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Hamburg: Polizei hat 1.500 gestohlene Fahrräder sichergestellt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Polizei hat in Hamburg Rothenburgsort 1.500 gestohlene Fahrräder sichergestellt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass davon ausgegangen wird, dass es sich um 1.500 gestohlene Fahrräder handelt. Es ist der größte Schlag in der organisierten Fahrradkriminalität in der Geschichte der Polizei Hamburg. Die Beamten durchsuchten zeitgleich vier Lagerhallen und zwei Wohnungen in Hamburg und Essen. Alleine in dem Industriegebiet waren 200 Polizisten im Einsatz. Die Polizei forderte nach dem Fund 15 Lastwagen an, um die gestohlenen Fahrräder abzutransportieren. Ermittlungen gegen drei Männer im Alter von 42 bis 44 Jahren wurden eingeleitet.

Ob es noch weitere Verdächtige gibt wollte der Polizeisprecher am Dienstagabend nicht mitteilen. Die betroffenen Lagerhallen inmitten eines Hamburger Gewerbegebietes waren offenbar ein Sammelpunkt für gestohlene Fahrräder aus ganz Norddeutschland. Von dort aus wurden die Fahrräder teilweise mit Hilfe von Transportern nach Osteuropa gebracht.

Nun werden die Fahrräder katalogisiert, um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Alle Fahrräder werden dazu fotografiert und mit einer Nummer versehen. Diese Arbeit wird vermutlich einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen.

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Panama Papers: Die UEFA-Zentrale wurde durchsucht – FIFA-Präsident Gianni Infantino in Verdacht

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio  | pixelio.de

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio | pixelio.de

Die UEFA hat Verträge mit einer Briefkastenfirma namens „Cross Trading“ geschlossen. Das ist durch die „Panama Papers“ aufgeflogen. Der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino soll 2006 in einen dubiosen TV-Vertrag verwickelt gewesen sein. Am Mittwoch wurde die UEFA-Zentrale durchsucht. 2006 arbeitete Infantino als Direktor der UEFA-Rechtsabteilung. Die Schweizer Bundespolizei nahm sich der Sache an und durchsuchte die UEFA-Zentrale in Nyon. Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung wurden eingeleitet. Die Ermittlungen richten sich zur Zeit allerdings noch gegen keine konkrete Person. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete unter Berufung auf die „Panama Papers“, dass TV-Rechte für die Champions League zwischen 2006 und 2009 zu geringen Konditionen an eine Briefkastenfirma verkauft wurden. Die Briefkastenfirma verkaufte die TV-Rechte widerum mit großem Gewinn nach Lateinamerika. Infantino und die UEFA wiesen diese Anschuldigungen zurück. Hinter der Briefkastenfirma „Cross Trading“ verbergen sich die argentinischen TV-Rechtehändler Hugo und Mariano Jinkis. Die beiden sind tief in den FIFA-Skandal verwickelt und sitzen auf der Anklagebank. Die beiden sollen 111.000 Dollar für die Ausstrahlung in Ecuador bezahlt haben. Die gleichen Rechte wurden für 311.700 Dollar an den Fernsehsender Teleamazonas verkauft.

Der FIFA-Ethiker Pedro Damiani ist nach den jüngsten Vorwürfen zurückgetreten. Damiani war Verwalter in den „Panama Papers“. Er verwaltete offenbar Firmen, die von FIFA-Offiziellen bestochen worden sind.

Am Montagabend wurde bekannt, dass das Briefkasten-Netzwerk von tausenden Deutschen benutzt wurde. Unter anderem wurde der Formel-1-Pilot Nico Rosberg in der Liste auf. Er wurde über eine solche Briefkastenfirma angestellt. Zu den Gründen wollte sich weder er, noch Mercedes äußern. Nico Rosberg ließ über seine Anwälte erklären, dass es seine Privatangelegenheit sei.
Auch der ehemalige größte Eierproduzent in Deutschland, Anton Pohlmann, nutzte das Netzwerk. Pohlmann hat offensichtlich Schulden über die dubiose Briefkastenfirma beglichen. Er wurde 1996 in Deutschland wegen Tierquälerei mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt. Daraufhin zog er in die USA und baute dort eine neue Hühnerfarm auf.
Die Kunden der Anwaltskanzlei in Panama haben nach den Aufdeckungen Ermittlungen angekündigt. Mossack Fonseca bestreitet in einer Stellungnahme Gesetze gebrochen oder Fehler begangen zu haben. Es wurde im Sinne der Kunden gehandelt, hieß es.

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Hannover: Jugendzentrum wurde von der Polizei durchsucht

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Die Polizei hat am Donnerstag das Jugendzentrum (UJZ) an der Kornstraße in Hannover, aufgrund des Verdachts der Unterstützung der illegalen kurdischen Arbeiterpartei PKK durchsucht. Am Donnerstagmorgen um kurz nach 10 Uhr verschafften sich vermummte Spezialkräfte der Polizei Zutritt in die Räumlichkeiten des Jugendzentrums. Während der Razzia wurde das gesamte Gelände in der Nordstadt abgesperrt. Hintergrund der Durchsuchung war ein Beschluss des Amtsgerichts in Lüneburg im Zusammenhang mit der PKK. Drei Vorstandsmitgliedern und einem weiterem Mitarbeiter wird vorgeworfen mit der Unterstützung der PKK gegen das Vereinsgesetz verstoßen zu haben. Der Polizeieinsatz im Jugendzentrum am Engelbosteler Damm war gegen 13.30 Uhr beendet und verlief friedlich, wie die Beamten bestätigten. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung waren spontan 100 Anhänger des Jugendzentrums erschienen.

Es wurden vier Computer, 35 Plakate und mehrere dutzend Aufkleber mit den Emblemen der PKK sichergestellt. Die Beschuldigten sollen verbotenerweise Propagandamaterial der PKK verbreitet haben.

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