Duisburg: 300 Gaffer behindern Rettungseinsatz nach Unfall – Polizei setzt Diensthund ein

Symbolfoto: © burntimes

Rund 300 Gaffer haben am Montagnachmittag gegen 16 Uhr im nordrhein-westfälischen Duisburg, in der Wanheimer Straße einen Rettungseinsatz behindert. Zuvor waren eine Straßenbahn und ein Peugeot kollidiert. Der 53-jährige Autofahrer wurde in seinem Peugeot eingeklemmt und schwer verletzt. Um dem Mann helfen zu können, musste die Polizei mit Hilfe eines Diensthundes die Schaulustigen zurückhalten und hinter eine Absperrung drängen. Die herbeigeeilten Einsatzkräfte konnten das Unfallfahrzeug aufgrund der Vielzahl der Schaulustigen zunächst gar nicht erkennen.

Der Autofahrer wollte auf der Straße wenden und hatte dabei die parallel neben ihm fahrende Straßenbahn der Linie 903 übersehen, die er zuvor überholt hatte. Der 37-jährige Straßenbahn-Fahrer leitete eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht verhindern. Das Auto wurde etwa 20 Meter weit geschoben. Weil die Oberleitung beschädigt wurde und der Strom ausfiel, musste die Straßenbahn von der Feuerwehr zurückgeschoben werden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden von lauten abfälligen Rufen der Schaulustigen begleitet.
Die Wanheimer Straße war am Montag zwischen 16 und 18 Uhr in Richtung Innenstadt gesperrt.

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Duisburg: Loveparade-Katastrophe wird nun doch vor Gericht verhandelt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Knapp sieben Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg am 24. Juli 2010 mit 21 Toten und 652 Verletzten wird die Schuldfrage in einem Strafprozess geklärt. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Montag entschieden. Die Anklage wurde gegen insgesamt zehn Angeklagte zugelassen. Bei dem Techno-Festival Loveparade war es 2010 in Duisburg zu einer Massenpanik gekommen. Viele Angehörige hoffen durch den Prozess ein schreckliches Kapitel in ihrem Leben endlich abschließen zu können. Sie hoffen, dass ihnen endlich jemand sagen kann, warum ihre Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde sterben mussten und vor allem wer dafür verantwortlich ist. Die juristische Aufarbeitung wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und ist langwierig. Bis zum 27. Juli 2020 soll ein Urteil gefällt werden. Wenn es nun zu keiner Verurteilung kommt, tritt nach zehn Jahren die Verjährung ein.

Nach Angaben des früheren Bundesinnenministers Gerhart Baum (FDP) kam es auch zu einem Organisationsverschulden der dafür zuständigen Behörden. Der Zugang zum damaligen Gelände, durch einen Tunnel, ist heute eine Gedenkstätte. Blumen, Bilder und Kerzen weisen auf den Tod von 21 Menschen hin.

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Duisburg-Marxloh: 14-Jähriger stirbt nach Messerangriff

Symbolfoto: © burntimes

In Duisburg-Marxloh ist es am Ostersonntag gegen 23 Uhr zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Ein 14-Jähriger wurde in der Henriettenstraße von mehreren Personen angegriffen. Die Täter gingen mit Messern und Schlagwaffen auf den 14-Jährigen los, der sich unmittelbar vor seinem eigenen Wohnhaus aufhielt. Er erlitt große Stich- und Schnittverletzungen im Rücken. Der zu Hilfe eilende Vater und eine weitere Person wurden schwer verletzt. Der Jungendliche starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen, trotz allen Rettungsversuchen durch den Notarzt.

Die Polizei eilte mit einer Hundertschaft zum Tatort, um die aggressive Stimmung vor Ort zu beruhigen. Die Täter konnten nach der Attacke gegen 23.15 Uhr unerkannt davonlaufen. Die Fahndung nach den Tätern läuft. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Marxloh gehört mit seinen 20.000 Einwohnern zu einem problematischen Stadtteil von Duisburg.

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Banküberfall in Duisburg: Mitarbeiter wurden gefesselt – größere Summe Bargeld wurde erbeutet

Symbolfoto: © burntimes

Ein Banküberfall im nordrhein-westfälischen Duisburg ist unblutig zu Ende gegangen. Am Donnerstagmorgen gegen 8.40 Uhr gingen bei der Polizei erste Notrufe ein, dass sich in der Sparkasse im Stadtteil Rumeln ein Banküberfall mit Geiselnahme ereignet hat. Eine Mitarbeiterin rief bei der Polizei an und sagte, dass vor der Öffnung verdächtige Personen die Bank betraten. Daraufhin wurde sie misstrauisch und floh aus der Sparkasse. Zwei Mitarbeiterinnen befanden sich aber noch in der Sparkasse, teilte sie telefonisch mit. Die Duisburger Polizei startete einen Großeinsatz.

Die Gegend rund um die Bankfiliale wurde großräumig abgesperrt. An den Straßenecken standen Polizisten mit Maschinengewehren im Anschlag. Polizeifahrzeuge dienten als Straßensperren. Rund 700 Meter entfernt von der betroffenen Sparkasse schlug ein Sondereinsatzkommando gegen 10.55 Uhr zu. Zwei junge Männer werden vor einer Bäckerei überwältigt und festgenommen. Auf die beiden Personen passte die Täterbeschreibung, die die Mitarbeiterin der Polizei gab.

Sechs Minuten nach dem Zugriff kam eine Mitarbeiterin aus der Sparkasse gelaufen. Sie blieb unverletzt. Weil zu diesem Zeitpunkt immer noch unklar ist, ob es sich bei den festgenommenen um die Täter handelt oder es noch weitere Täter gibt, blieb die Lage angespannt. Um 11.30 Uhr beschloss die Polizei schließlich die Sparkassen-Fililae zu stürmen. Dort wurde eine gefesselte Mitarbeiterin im Tresorraum vorgefunden und befreit. Mögliche Geiselnehmer befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Bank. Die Polizei teilte später mit, dass die Täter eine größere Summe Bargeld erbeutet haben. Die beiden verdächtigen Männer wurden zunächst verhaftet.

Am Donnerstagabend stellte sich heraus, dass es sich bei ihnen nicht um die Täter handelte. Sie wurden beide zwischenzeitlich wieder freigelassen. Die beiden Männer konnten mit Hilfe ihrer Arbeitskollegen ein lückenloses Alibi für den Tatzeitraum nachweisen. Die Beamten fahnden nun nach einem roten Golf älteren Baujahrs. Das Fahrzeug sei kurz nach dem Banküberfall mit zwei jungen Männern davon gefahren.

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Fahndung in Duisburg: 39-Jähriger soll seine eigene Mutter angezündet haben

Symbolfoto: © burntimes

Gegen 4.40 Uhr brannte in der Nacht zu Sonntag in der Straße „An der Poeling“ eine Einfamiliendoppelhaushälfte in Duisburg Alt-Walsum aus. Die Einsatzkräfte fanden im Haus die Leiche der 63 Jahre alten Eigentümerin. Die Obduktion hat am Montag bestätigt, dass die Frau nicht durch den Brand ums Leben gekommen ist. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Nachdem der Vater des 39-jährigen Sohnes verstorben war, soll es Streit um das Erbe gegeben haben. Der Sohn und die Mutter hatten Rechtsanwälte eingeschaltet. Außerdem hatte der 39-Jährige seine Wohnung nur noch bis zum 1. Februar. Weiterhin ist der Mann vorbestraft und es wurde gegen ihn in der Vergangenheit unter anderem wegen Brandstiftung ermittelt.

Fahndungsfoto: Polizei Duisburg

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist am Montag Haftbefehl wegen Totschlags und schwerer Brandstiftung gegen den 39-jährigen Eike E. erlassen worden. Der Mann steht im Verdacht seine Mutter getötet zu haben. Die Polizei fahndet mit Hilfe eines Fotos nach dem Duisburger. Der Tatverdächtige ist knapp 1,80 Meter groß, hat eine Glatze und trägt einen Kinnbart sowie auffällige Piercings im Gesicht. Hinweise zu seinem Aufenthaltsort nimmt jede Polizeidienststelle und das Polizeipräsidium Duisburg unter der Telefonnummer 0203/2800 entgegen.

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Duisburg: Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Mann auf Wache

Symbolfoto: © burntimes

In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei in Duisburg einen mit einem Messer bewaffneten Mann auf der Polizeiwache erschossen. Der Mann tauchte gegen Mitternacht an der Wache Ulmenstraße in Rheinhausen auf und fuchtelte mit einem Messer. Kurz darauf zerstörte er eine Scheibe der Polizeiwache und sprang er mit einem Hechtsprung in den Wachraum. Er ließ sich nicht beruhigen – auch nicht durch den Einsatz von Pfefferspray. Anschließend stürzte er sich auf der Polizeiwache auf die Beamten.

Der Angreifer hatte zuvor drei Personen willkürlich schwer verletzt. Rund eine Stunde dauerte der Amoklauf des 43-Jährigen. Er hatte zunächst am Samstagabend gegen 22.39 Uhr damit begonnen, dass ein 34-Jähriger von dem Mann durch eine Stichverletzung an der Hüfte verletzt wurde. Er konnte den Täter gut beschreiben. Auf der Höschenstraße stach der Mann auf einen 33-Jährigen ein, der schwer am Hals verletzt wurde. Rund zehn Minuten stach der 43-Jährige noch auf einen 23-Jährigen in der Grenzstraße ein. Am Sonntagabend waren alle Opfer außer Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter kommt Polizeiangaben zufolge aus dem Alkohol- und Drogenmilieu.

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Schwerer Busunfall in Duisburg-Neumühl: Ein Toter und neun Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Bei einem schweren Busunfall sind am Mittwochmorgen alle Insassen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Der Busfahrer erlag am Mittwochmittag seinen schweren Verletzungen. Die Feuerwehr hatte am Mittwochmorgen einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen (ManV). Ein Rettungshubschrauber wurde ebenfalls zur Unfallstelle alarmiert. Der Linienbus war um 9.30 Uhr frontal gegen einen Baum gefahren. Der Unfall ereignete sich in der Fiskusstraße auf Höhe des dortigen Friedhofs Stadtteil Neumühl. Der Bus streifte zunächst einen Baum, bevor dieser frontal gegen einen weiteren Straßenbaum prallte. Ein Autofahrer beobachtete den Unfall durch seinen Rückspiegel und setzte sofort einen Notruf ab. Anschließend befreite der Ersthelfer mit Hilfe von weiteren Passanten den Busfahrer aus der zerstörten Fahrerkabine.

Unklar ist noch, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Fiskusstraße war zwischen Bennostraße und Borussiastraße den ganzen Vormittag gesperrt. Die Polizei teilte mit, dass die Bergungsarbeiten noch mehrere Stunden andauern werden.

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Duisburg: Horrorclown schlägt mit Baseballschläger auf 30-Jährigen ein

Symbolfoto: © burntimes

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Im nordrhein westfälischen Aldenrade bei Duisburg hatten zwei sogenannte Horrorclown zwei Kinder am Samstagabend gegen 20 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule Sternstraße erschreckt. Die Kinder flüchteten anschließend vom Schulhof und informierten ihre Eltern. Zwei Erwachsene machten sich daraufhin kurzerhand auf den Weg zum Schulhof. Sie begegneten den beiden Maskierten schließlich auf der Sonnenstraße. Einer der Clowns flüchtete sofort, der zweite schlug dem 30-Jährigen Duisburger jedoch mit einem Baseballschläger gegen den Arm und die Rippen. Er wurde verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und konnte die Klinik nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die Polizei bittet um Zeugen des Geschehens um Hinweise.

Seit den letzten Tagen kommt es immer wieder zu Attacken bewaffneter Clowns. Die Personen tragen dabei unheimliche Kostüme und erschrecken und bedrohen Passanten (wir berichteten).

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Hohes Gesundheitsrisiko: 10.000 Flaschen giftiger Wodka werden vernichtet

Symbolfoto: © burntimes

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Im Landkreis Osnabrück werden seit Montag 10.000 Flaschen gepanschter Wodka kistenweise vernichtet. Der Auftrag wird in Kooperation mit dem Zoll in Bramsche bei der Firma Remondis durchgeführt. Medienvertreter aus ganz Deutschland beobachteten die Vernichtung des gesundheitsgefährdenden Wodkas. Der betroffene Wodka enhielt Methanol, der schon in kleinen Mengen blind machen kann. In dem gepanschten Wodka wurde der Grenzwert um das 300-fache überschritten. Entdeckt wurden die Flaschen in Duisburg. Anfangs war geplant die 10.000 Flaschen, auf denen der Zusatz „Premium Quality“ aufgedruckt war, in Duisburg vernichten zu lassen. Kurz vor dem Beginn der Vernichtung teilte das Unternehmen jedoch mit, dass die technischen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt werden können.

Hergestellt wurde der hochgiftige Wodka in Thüringen. Als Grundlage wurde Industriealkohol verwendet, den man beispielsweise aus dem Frostschutz kennt, der mit Methanol versetzt wurde. Vertrieben wurde das gepanschte Getränk mit einem Alkoholwert von 37,5 Prozent von einer Firma in Duisburg. Beide Unternehmen wurden von den Behörden geschlossen. Verkauft wurde der gepanschte Wodka für knapp 4 Euro die Flasche in Kiosken und Trinkhallen. Der Zoll bestätigte, dass versucht wurde alle Flaschen zurückzuholen. Dies sei jedoch nicht möglich gewesen. Die Täter wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt. Auf den gepanschten Wodka stießen die Ermittler, als sie einen Lastwagen aus Mazedonien stoppten, der ihnen verdächtigt vorkam. Anschließend wurde das kriminelle Netzwerk stückweise ausgehoben. Der entstandene Steuerschaden beläuft sich auf mindestens 200.000 Euro.

Die Vernichtung von Wodka ist ein sehr ungewöhnlicher Auftrag und eine Premiere für die ausführende Firma. Die Kisten werden im ersten Arbeitsgang geschreddert, später wird das Glas recycelt und abschließend wird der Wodka zusammen mit anderen brennbaren Flüssigkeiten verbrannt.

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Razzien in NRW: Islamisten haben IS-Terroristen unterstützt

Symbolfoto: © burntimes

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Am Mittwochmorgen wurden in nordrhein-westfälischen Städten Razzien durchgeführt, die sich gegen Verdächtige mit islamistischem Hintergrund richten. Ein Sprecher der Polizei bestätigte am Mittwochmorgen die Razzien in Duisburg, Dortmund, Düsseldorf und Tönisvorst. Außerdem wurden Durchsuchungen im niedersächsischen Hildesheim durchgeführt. Insgesamt befinden sich 150 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten. Die Wohn- und Geschäftsräume von drei Verdächtigen wurden unter anderem vollständig durchsucht. Drei Beschuldigte sind im Visier der Ermittler. Sie sollen Kämpfer für den IS in Deutschland rekrutiert haben und im vergangenen Jahr für die Terroreinheit „Islamischer Staat“ (IS) geworben haben. Einer der Verdächtigen, Hasan C. aus Duisburg, der dort ein Reisebüro führt, soll Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt haben, die einen Anschlag auf die Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt hatten. Der Staatsschutz erhofft sich Beweismaterial, das als Grundlage für eine Anklage dienen kann.

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