Fünfjährige wurde in Düsseldorf angefahren: Angehörige prügeln auf Zeugin ein

Symbolfoto: © burntimes

Ein fünfjähriges Mädchen lief am Samstagmittag gegen 12.05 Uhr auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto angefahren. Der Vorfall ereignete sich in der Junkersstraße, in der Tempo-30-Zone, in Düsseldorf-Flingern. Die Fünfjährige lief unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Straße. Dort wurde das Mädchen von einer 51-jährigen Golf-Fahrerin erfasst, die nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Das Kind erlitt bei dem Unfall Prellungen und Schürfwunden. Unmittelbar nach dem Unfall bedrängten die Angehörigen, zwei Männer im Alter von 31- und 54 Jahren, die Golf-Fahrerin.

Eine weitere zur Hilfe geeilte 49-jährige Zeugin wurde von den Männern beschimpft und geschlagen. Die Männer schlugen der Augenzeugin gegen den Kopf. Die 49-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Sie muss operiert werden. Gegen die beiden Männer wurden Anzeigen wegen Körperverletzung gefertigt.

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Duisburg: Loveparade-Katastrophe wird nun doch vor Gericht verhandelt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Knapp sieben Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg am 24. Juli 2010 mit 21 Toten und 652 Verletzten wird die Schuldfrage in einem Strafprozess geklärt. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Montag entschieden. Die Anklage wurde gegen insgesamt zehn Angeklagte zugelassen. Bei dem Techno-Festival Loveparade war es 2010 in Duisburg zu einer Massenpanik gekommen. Viele Angehörige hoffen durch den Prozess ein schreckliches Kapitel in ihrem Leben endlich abschließen zu können. Sie hoffen, dass ihnen endlich jemand sagen kann, warum ihre Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde sterben mussten und vor allem wer dafür verantwortlich ist. Die juristische Aufarbeitung wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und ist langwierig. Bis zum 27. Juli 2020 soll ein Urteil gefällt werden. Wenn es nun zu keiner Verurteilung kommt, tritt nach zehn Jahren die Verjährung ein.

Nach Angaben des früheren Bundesinnenministers Gerhart Baum (FDP) kam es auch zu einem Organisationsverschulden der dafür zuständigen Behörden. Der Zugang zum damaligen Gelände, durch einen Tunnel, ist heute eine Gedenkstätte. Blumen, Bilder und Kerzen weisen auf den Tod von 21 Menschen hin.

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Mord in Düsseldorf: Teenager schneidet 15-Jähriger die Kehle durch

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag ist auf der ehemaligen Hermes Papierfabrik im Düsseldorfer Hafen an der Fringsstraße ein 15-jähriges Mädchen tot aufgefunden worden. Die Polizei teilte mit, dass dem jungen Mädchen die Kehle mit einem Multitool-Werkzeug durchgeschnitten wurde. Ein alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod der 15-Jährigen feststellen. Ein 16-Jähriger steht unter dringendem Tatverdacht und wurde verhaftet. Bei ihm wurde das Multitool-Werkzeug gefunden und es befand sich frisches Blut an diesem. Er hat die Tat inzwischen gestanden und angegeben, dass er psychisch krank sei. Ein Sachverständiger, der den Täter untersuchte gab an, dass er unter einer schizophrenen Erkrankung leidet und deshalb in Behandlung gewesen war. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Unterbringung in einer Psychiatrie. Der Tatvorwurf lautet Totschlag. Es soll sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Der 16-jährige Täter machte sich verdächtig, weil er zum Tatort kam, als die Ermittler Spuren sicherten.

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Axt-Angriff auf Düsseldorfer Hautbahnhof: Zehn Verletzte – Täter ist psychisch krank

Symbolfoto: © burntimes

Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr hat sich auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof ein Axt-Angriff ereignet. Der Angreifer begann seine Attacke in einem Zug der Linie S28, die gerade in den Hauptbahnhof einfuhr. Er griff zwei Menschen wahllos im Zug mit der Axt an. Anschließend stieg er aus und griff auf dem Bahnsteig weitere Menschen an. Insgesamt wurden zehn Menschen zum Teil schwer verletzt. Unter den Opfern befindet sich auch eine 13-Jährige. Der Lokführer reagierte schnell und verschloss die Türen der S-Bahn auf dem Gleis, um die Fahrgäste zu schützen. Der Täter selbst flüchtete nach dem Angriff über die Gleise und sprang von einer Eisenbahnbrücke einige Meter in die Tiefe. Dabei brach er sich mehrere Knochen und kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der 36-jährige Täter aus Wuppertal handelte offensichtlich in suizidaler Absicht. Er sagte aus, dass er gehofft hatte von Polizisten erschossen zu werden. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine religiöse oder politisch motivierte Tat. Der Einzeltäter litt an paranoider Schizophrenie. Die Beamten fanden in der Wohnung des Mannes ein entsprechendes Attest.

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Festnahme in Düsseldorf: Kriegsverbrecher aus Syrien wurde festgenommen – er soll 36 Menschen getötet haben

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Düsseldorf wurde am Mittwochabend auf Anweisung der Bundesanwaltschaft ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Syrien verhaftet. Der 35-Jährige steht unter dringendem Verdacht mindestens 36 Todesurteile an syrischen Regierungsmitarbeitern vollstreckt zu haben. Der Mann soll in seiner Heimat der Terrorgruppe Al-Nuszra-Front angehört haben. Die IS-Zelle war in Düsseldorf um dort einen Terroranschlag zu verüben. Es war geplant, dass sich zunächst ein Selbstmordattentäter in der Innenstadt in die Luft sprengt und anschließend Terrroristen mit Kalaschnikows auf flüchtende Menschen schießen. Ein 31-Jähriger wurde ebenfalls festgenommen. Er soll den Auftrag gehabt haben Sprengstoffwesten herzustellen.

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Düsseldorf: 56-jähriger Mieter bei Verpuffung im Keller schwer verletzt

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Bei Lackierarbeiten im Keller eines Kölner Reihenhauses kam es zu einer schweren Verpuffung. Ein 56-jähriger Mieter wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Er hatte im Keller Lackierarbeiten durchgeführt. Das gesamte Haus war nach der starken Explosion nicht mehr bewohnbar. Ein Rettungstrupp der Feuerwehr rettete den 56-Jährigen aus dem zerstörten Keller. Der Sachschaden beträgt etwa 200.000 Euro. Anwohner in der betroffenen Reihenhaussiedlung in in Düsseldorf-Lichtenbroich hatten nach der Explosion die Feuerwehr alarmiert. Die Explosion war so stark gewesen, dass der komplette Dachstuhl kurzzeitig angehoben wurde. Die genaue Unglücksursache ist noch unklar.

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Rohrbombenanschlag in Düsseldorf vor 17 Jahren: Verdächtiger wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Vor knapp 17 Jahren, am 27. Juli 2000, explodierte am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn eine Rohrbombe. Damals wurden zehn Menschen schwer verletzt. Eine Schwangere Frau hatte ihr ungeborenes Baby im Mutterleib verloren. Am Dienstag wurde der 50-jährige Ralf S. verhaftet. Er soll die Rohrbombe aus Fremdenhass gezündet haben. Der arbeitslose Mann aus Ratingen wurde verhaftet. Ihm wird versuchter Mord in zwölf Fällen vorgeworfen. Bei den meisten der Opfer handelte es sich um jüdische Einwanderer aus Osteuropa. Ralf S. gilt als rechtsradikal. Er wurde bereits kurz nach dem Rohrbombenanschlag verhaftet aber mangels Beweisen wieder freigelassen.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Täter die Beamten selbst auf seine Spur brachte. Ralf S. saß wegen einer anderen Straftat im Gefängnis eine Haftstrafe ab. Dort erzählte er einem Mitgefangenen in der Haftanstalt Castrop-Rauxel, dass er den Rohrbombenanschlag in Düssldorf im Jahr 2000 verübt hat. Der Mitgefangene wandte sich im Juli 2014 an die Polizei. Anschließend wurde der Fall neu aufgerollt. Dabei wurde immer deutlicher, dass es sich bei dem 50-Jährigen um den Attentäter handeln könnte. Der Verdächtige hatte die Vorwürfe bestritten, obwohl eine Zeugin ihn in der Nähe des Tatorts gesehen hatte. Zum Tatzeitpunkt betrieb Ralf S. ein Militärgeschäft in der Nähe des Tatorts. Er galt als Waffennarr. Der betriebene Ermittlungsaufwand war riesig. Trotzdem gelang es bisher nicht den Täter ausfindig zu machen. Erst 2015 erhielten die Ermittler neue Ansätze, die sie schließlich auf die Spur des Täters brachten.

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Streiks: Das Bordpersonal bei Eurowings und Lufthansa legt ihre Arbeit nieder

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

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Die Gewerkschaft Verdi fordert die Eurowings-Kabinen-beschäftigten am Dienstag in Düsseldorf und Hamburg zu Streiks auf. Die Piloten der Lufthansa streiken am Mittwoch. Die Fluggäste der Lufthansa müssen sich erneut auf Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Cockpit sprach am Montag in Frankfurt am Main davon, dass die Lang- und Kurzstrecken bestreikt werden und somit komplett lahmgelegt werden könnten. Es sind alle Flüge in Deutschland betroffen. Bei der Tochtergesellschaft Eurowings streiken die Kabinenbeschäftigten bereits am Dienstag. In Düsseldorf und Hamburg wird nach Angaben des Bundesvorstands von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr die Arbeit niedergelegt. In dieser Zeitspanne sind rund 140 Flugbewegungen vorgesehen. Im Tarifstreit bei Eurowings konnte trotz monatelanger Verhandlungen bisher noch kein Tarifabschluss erzielt werden. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent.

Die Lufthansa teilte mit, dass ein Pilotenstreik der falsche Weg sei. Der Konzern arbeitete am Montag unter Hochdruck an einem Ersatzflugplan. Betroffene Passagiere sollen kurzfristig umgebucht werden. Bei der Lufthansa ist es inzwischen der 14. Streik im laufenden Tarifkonflikt. Die Piloten fordern rückwirkend für die letzten fünf Jahre ein Gehaltsplus von 22 Prozent. Es geht dabei auch nicht nur um die Gehälter sondern auch um die Altersvorsorge und die Übergangsrenten. Die Vorstellungen der Tarifpartner gehen zur Zeit noch sehr weit auseinander.

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Eurowings: Tarifgespräche gescheitert – Streiks ab morgen

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

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Am Donnerstag werden die Flugbegleiter bei Eurowings ihre Arbeit niederlegen. Die Fluggesellschaft kündigte an Details am Mittwoch bis spätestens 18 Uhr bekanntzugeben. Eurowings und die Gewerkschaft Ufo hatten Anfang der Woche ihre Verhandlungen fortgesetzt. In der Nacht zu Mittwoch wurden die erneuten Verhandlungen ergebnislos abgebrochen. Die Gewerkschaft teilte mit, dass sie nun keine andere Wahl hat, außer in den Streik zu gehen. Die Geschäftsführung von Eurowings hat noch die Möglichkeit den Streik abzuwenden, wenn sie einer Schlichtungsvereinbarung zustimmt. Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine Schlichtung nach dem Vorbild der Lufthansa vorgeschlagen. Die Fluggesellschaft reagierte mit Unverständnis auf die Streikankündigung. Die vom Streik betroffene Eurowings GmbH hat 23 Flugzeuge im Einsatz. Es ist fraglich, wie viele der rund 400 Flugbegleiter in den Streik gehen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Streiks hauptsächlich die Eurowings-Flotte in Hamburg und Düsseldorf treffen werden.

In der laufenden Woche ist Hauptreisezeit, weil in Hamburg und Nordrhein-Westfalen noch Herbstferien sind. Wenn es zu keiner Einigung zwischen den Tarifparteien kommt, wäre als nächstes auch ein unbefristeter Streik möglich.

Seit drei Jahren verhandelt die Gewerkschaft Ufo mit Eurowings über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung. Es gibt zur Zeit keine Garantie für Arbeitsplätze und den Erhalt des Standorts Deutschland. Der Geschäftsführer der Lufthansa will die Kosten bei der Tochter Eurowings um bis zu 40 Prozent senken, um mit anderen Billigfluganbietern wie Ryanair oder EasyJet mithalten zu können.

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SEK-Einsatz in Düsseldorf: Entführter 12-Jähriger wurde aus Wohnung befreit

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Das Spezialeinsatzkommando SEK hat am Sonntagmorgen um 1.30 Uhr im Düsseldorfer Stadtteil Hassels, in der Oranienburger Straße, auf die Bitte der Schweizer Polizei eine Wohnung gestürmt. Es ging um das Leben eines zwölfjährigen Jungen, der vor acht Tagen verschwunden war. In der Wohnung wurde der 35-jährige Entführer widerstandslos festgenommen. Der Grund des Einsatzes war das Verschwinden des Zwölfjährigen Pauls S. aus Gunzgen SO im Schweizer Kanton Solothurn. Das Kind wurde wohlbehalten aus der Wohnung befreit, bestätigte ein Sprecher der Polizei. Das Fahrrad des Vermissten war am vorletzten Samstag in einem Nachbarort Härkingen in der Schweiz gefunden worden. Der Junge war gegen 13.30 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs und anschließend ich mehr nach Hause zurückgekehrt. Die Eltern des Zwölfjährigen hatten sich bereits an die Öffentlichkeit gewandt und um Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn gebeten. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die Schweizer Polizei will am Sonntag um 14 Uhr eine Presseerklärung abgeben. Möglicherweise hat das Kind den Entführer über das Internet kennengelernt. Der 12-Jährige wird noch am Sonntag seinen Eltern übergeben. Der Junge ist mit dem mutmaßlichen Entführer nicht verwandt.

Am späten Samstagabend hatten sich Hinweise verdichtet, dass der 12-Jährige sich in der Oranbienburger Straße im Düsseldorfer Stadtteil Hassels aufhalten würde. Die schweizer Ermittler baten daraufhin die deutsche Polizei, die Wohnung zu stürmen. Das Wohnhaus des vermissten Jungen wurde auf freiwillige Anordnung der Eltern am Dienstag durchsucht.

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