Pakistan: USA töten mit Drohne versehentlich westliche Al-Kaida-Geiseln

Symbolfoto: © burntimes

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Die USA haben im Anti-Terror-Einsatz gegen das Terroristen-netzwerk Al-Kaida im afghanisch-pakistanishen Grenzgebiet versehentlich zwei westliche Geiseln getötet. Bei den Opfern handelt es sich um einen Amerikaner und einen Italiener, der für die deutsche Welthungerhilfe gearbeitet hat. Er wurde seit Januar 2012 vermisst. Der Welthungerhilfe ging es bei dem damaligen Einsatz um Hilfe für die Überlebenden der schweren Überschwemmungen in Pakistan. Vor allem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser war ein wichtiges Thema nach den Überschwemmungen.

Der Vorfall mit der US-Drohne ereignete sich bereits im Januar, doch erst am Donnerstag gestand US-Präsident Barack Obama den Fehler ein. Die beiden westlichen Geiseln kamen bei einem Raketenangriff mit einer Drohne versehentlich ums Leben. Die USA bestätigten, dass die beiden Männer sich in der Gewalt von Al-Kaida-Terroristen befanden. Präsident Obama entschuldigte sich bei den Familien der getöteten Geiseln. In einer Stellungnahme teilte Obama mit, dass er die volle Verantwortung für den Zwischenfall trage. „Es wurde ein Fehler gemacht“, stellte er klar. Die US-Geheimdienste wussten trotz sehr intensiver Aufklärung nicht, dass sich in dem angegriffenen Gebäude der Al-Kaida-Terroristen westliche Geiseln befanden. Bei dem Angriff kam außerdem noch ein zweiter Mann aus den USA ums Leben, der für das Terrornetzwerk tätig war.