Rhein-Main-Gebiet: Fahnder zerschlagen Drogenring und beschlagnahmen Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Beamte haben im Rhein-Main-Gebiet einen internationalen Drogenring auffliegen lassen. Sieben Verdächtige wurden verhaftet und insgesamt 160 Kilogramm Haschisch sowie 12,5 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. Es handelte sich um Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro. Der mutmaßliche Drahtzieher wurde nach seiner Einreise aus Spanien verhaftet. Das Rauschgift war professionell in einem Auto verbaut. Offensichtlich rechnete der bis dahin in Spanien verbliebene Organisator der Schmuggelfahrten nicht mit Fahndungsmaßnahmen gegen ihn, weil er nach Deutschland einreiste. So konnte auch er festgenommen werden.

A8 bei Rosenheim: Drogenkurier wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Auf der Autobahn 8, in Höhe der Behelfsausfahrt Wasserwiesen, bei Rosenheim konnte die bayerische Polizei am frühen Freitagmorgen um 0.15 Uhr einen Fahndungserfolg vermelden. Ein Drogenkurier wurde geschnappt. Das Landeskriminalamt teilte mit, dass 5,8 Kilogramm Kokain beschlagnahmt worden sind. Das Kokain wurde in der Mercedes-E-Klasse eines 54-jährigen Niederländers sichergestellt. Der Mann war eigener Aussage auf dem Weg in den Urlaub nach Italien. Der Fahrer wurde verhaftet und Ermittlungen vom Zollfahndungsamt München in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den 54-Jährigen einen Haftbefehl. Dieser wurde vom Amtsgericht in Rosenheim erlassen.

Fünf Häftlinge entkommen aus Gefängnis in Niedersachsen

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Am frühen Montagmorgen gegen 2 Uhr sind fünf Häftlinge im Alter zwischen 22 und 28 Jahren aus dem Maßregelvollzug im niedersächsischen Brauel bei Zeven geflohen. Die Männer hatten einen Pfleger, eine Pflegerin und einen Wächter überwältigt und gefesselt. Anschließend flohen sie mit deren Schlüsseln bequem durch das Tor anstatt über den Zaun, bestätigte die Polizei in Rotenburg. Die gerade verschärften Sicherheitsvorkehrungen in dem Maßregelvollzug waren aus diesem Grund wirkungslos. Ein Angestellter wurde leicht verletzt und kam vorübergehend ins Krankenhaus. Die Polizei leitete nach dem Ausbruch eine Großfahndung ein.

Ein Polizeihubschrauber suchte mit einer Wärmebildkamera aus der Luft nach den Ausbrechern. Parallel beteiligten sich Suchhunde und zahlreiche Polizisten an der Suche. Die Männer konnten bisher nicht gefasst werden. Die Polizei warnte die Verkehrsteilnehmer rund um Zeven davor, Anhalter mitzunehmen. Die fünf jungen Ausbrecher gelten als gefährlich und kommen aus dem Drogenmilieu. Es handelt sich bei den Männern jedoch nicht um Sexualverbrecher oder Mörder. Die Ausbrecher wurden unter anderem wegen Drogenhandel, Raub, Erpressung und Körperverletzung verurteilt. Aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit kamen sie nicht ins Gefängnis, sondern in den Maßregelvollzug nach Brauel.

Über die Fluchtrichtung der fünf Häftlinge ist nichts bekannt. In dem betroffenen Gefängnis befinden sich psychisch Kranke und drogenabhängige Straftäter. Ein Polizeisprecher teilte am Montagabend mit, dass es zur Zeit noch keine heiße Spur gibt. Möglicherweise hatten die fünf Männer Hilfe von außen und konnten mit einem Fluchtfahrzeug flüchten.

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag warf der Sozialministerin unterdessen Versagen vor. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben keinerlei Erfolg gezeigt.

Handeloh: Massenvergiftung mit Drogen – Heilpraktiker lösen Großeinsatz aus

Symbolfoto: © burntimes

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In Handeloh inmitten der Lüneburger Heide hatten etwa 30 Heilpraktiker am Freitagnachmittag im Tagungszentrum „Tanzheimat Inzmühlen“ einen echten Hexentanz aufgeführt. Zunächst im 100 Quadratkilometer großen Seminarrraum des Tagungszentrums. Später weiteten sich die Tänze auf das gesamte Gelände aus. Es war offensichtlich, dass hier verbotene Substanzen im Spiel waren. Das Treffen der Heilpraktiker war gewaltig aus dem Ruder gelaufen. Die Heilpraktiker gaben inzwischen zu, dass sie mit dem in Deutschland seit 2014 verbotenen Psychedelikum 2C-E experimentiert hatten. Durch die Einnahme startete in der 2355-Seelen-Gemeinde Handeloh ein Großeinsatz für die Rettungskräfte. Zunächst rückten 150 Rettungskräfte aus mehreren Landkreisen zu dem Tagungszentrum im Landkreis Harburg an. Auch ein Rettungshubschrauber eilte zu dem Tagungszentrum, um den Menschen im Drogenrausch zu helfen. Unklar ist noch, ob die Droge bewusst genommen wurde oder ob einer der Heilpraktiker sich einen „Scherz“ erlaubte. Die Droge 2C-E ist in Deutschland seit Ende 2014 verboten. Diese Substanz verändert die Wahrnehmung von Farben und Geräuschen und ist zudem ein sehr starkes Halluzinogen – lässt also Dinge sehen, die gar nicht da sind. Die Teilnehmer waren am Samstag noch immer nicht vernehmbar. Die Rettungskräfte teilten mit, dass einige Heilpraktiker dringend auf medizinische Hilfe angewiesen waren. Sie litten teilweise unter schweren Wahnvorstellungen, Krämpfen, Schmerzen, Atemnot und Herzrasen. Der ersteintreffende Notarzt hat sofort die Alarmstufe auf 3 erhöht, was einem Massenanfall von Verletzten entspricht. Die rund 30 Verletzten wurden auf verschiedene Krankenhäuser verteilt. Am Samstagabend war der Gesundheitszustand bei allen betroffenen stabil, teilte der Pressesprecher des Landkreises Harburg mit. Die Gruppe von Heilpraktikanten war nicht zum ersten Mal in Handeloh.

Die Polizei ermittelt, weil sich die 25 bis 55 Jahre alten Heilpraktiker mit der Einnahme selbst verletzt und einen Großeinsatz ausgelöst haben. Außerdem ist die verwendete Substanz in Deutschland seit 2014 verboten, weil über mögliche langfristige Schäden und Abhängigkeit keinerlei Informationen vorhanden sind.

Steuerbetrug in Millionenhöhe: Gegen Böhse-Onkelz-Sänger Kevin Russell wird ermittelt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Der „Böhse Onkelz“-Lead-Sänger Kevin Russell soll nach der Drogen-Unfall-Fahrt und einer verbüßten Haftstrafe auch noch Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die „Böhsen-Onkelz“ waren in der Vergangenheit wegen ihrer Nähe zum Rechtsrock umstritten. Am Silvesterabend 2009 verlor der Sänger auf der Autobahn von Wiesbaden nach Frankfurt mit 232 Stundenkilometern die Kontrolle über sein Auto. Bei dem Unfall wurden zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt. Russell beging nach dem Unfall Fahrerflucht. Die beiden schwerverletzten Männer ließ er auf der Autobahn zurück. Sie schwebten in Lebensgefahr und erlitten beide bleibende Schäden, unter anderem anhaltende Gedächtnisstörungen, ein teilweise entstelltes Gesicht und drei amputierte Finger. Dafür wurde der Onkelz-Sänger vom Landgericht Frankfurt für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis geschickt. Kevin Russell sagte später, dass er wegen seines Drogenkonsums keinen Geruchssinn und keinen Geschmacksinn mehr hat. Im Jahr 2013 sagte er dem Magazin „Metal Hammer“: „Die Drogen haben mir alles weggeschossen.“ Der Sänger nutzte seine Haftstrafe für einen Drogenentzug. Zuletzt ging es für Kevin Russell wieder aufwärts. Er gab ausverkaufte vor hunderttausenden Fans und heiratete am Hockenheimring.

Die Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung in Mannheim hat Ermittlungen gegen Kevin Russell wegen Verdachts mehrfacher Steuerhinterziehung in Millionenhöhe eingeleitet. Im April diesen Jahres wurde sein Haus durchsucht und Unterlagen sichergestellt. Zwischen 2003 und 2014 soll er Steuern in Millionenhöhe am deutschen Fiskus vorbei geschleust haben. Geprüft werden jetzt Russells Bankkonten in der Schweiz und auf der Atlantik-Insel Madeira. Für Kevin Russell greift die 183-Tage-Regelung. Das bedeutet, dass jemand der mehr als ein halbes Jahr in Deutschland verbracht hat, hier auch seine Steuern an das Finanzamt abführen muss. Das gilt auch für den Sänger der Böhsen Onkelz.

Horror-Unfall auf der A44 bei Lichtenau: Zwei Polizisten verbrannt

Symbolfoto: © burntimes

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Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf der Autobahn 44 in Höhe der Abfahrt Lichtenau, im Landkreis Paderborn am frühen Donnerstagmorgen gegen 0.50 Uhr zwei Polizisten in ihrem Streifenwagen verbrannt. Ein LKW fuhr auf den Streifenwagen, der auf dem Standstreifen geparkt war, ungebremst auf. Das Polizeifahrzeug geriet sofort in Brand. Die Beamten konnten sich nicht mehr rechtzeitig aus dem brennenden Wrack in Sicherheit bringen. Für eine 46-jährige Polizistin und ihren 51-jährigen Kollegen kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Polizisten hatten auf dem Standstreifen gewartet, um eine andere Streifenwagenbesatzung bei der Kontrolle eines verdächtigen Fahrzeugs zu unterstützen, bestätigte die Polizei. Ein Lastwagen fuhr zu dieser Zeit aus noch unklaren Gründen auf den stehenden Polizeiwagen auf dem Standstreifen auf. Der 34-jährige LKW-Fahrer aus Bramsche blieb unverletzt. Ein erster Test ergab, dass der LKW-Fahrer Drogen genommen hatte. Er soll am Steuer gekifft haben.

Die Autobahn 44 blieb im betroffenen Abschnitt bis Donnerstagmorgen um 11 Uhr wegen Aufräumarbeiten gesperrt. Die Polizei beschlagnahmte für die weiteren Ermittlungen sowohl den Streifenwagen als auch den Lastwagen. Ein Gutachter wurde eingeschaltet. Die an dem Einsatz beteiligten Polizisten werden zur Zeit von einem Psychologen betreut.

Der Nordrhein Westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) äußerte sich tief betroffen und ordnete an, dass die Streifenwagen in Nordrhein-Westfalen ab sofort eine Woche lang mit Trauerflor fahren. Der Innenminister sagte, dass dieser tragische Unfall deutlich macht, welchen Gefahren Polizisten im Dienst ausgesetzt sind.

Brühl: 24-Jähriger wurde kiffend auf dem Rasenmäher von der Polizei gestoppt

Symbolfoto: © burntimes

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Die Polizei führte in Brühl, in der Nähe von Köln, am Freitag eine Kontrolle zur Erkennung von Autofahrern unter Drogeneinfluss durch. Dabei erwischten die Polizisten einen 24-Jährigen. Er fuhr an den Beamten auf einem Aufsitzrasenmäher in der Brühler Rheinstraße vorbei und rauchte dabei einen Joint. Die Beamten sahen eine dichte weiße Rauchschwade, die der Mann beim Fahren hinter sich ließ. In der gleichen Straße führte die Polizei eine Kontrolle zur Erkennung von Drogenfahrten durch. Erst am Freitagmorgen erhielten die Beamten eine Schulung zum Thema „Fahrten unter Drogeneinfluss“ auf einem angrenzenden Schulungsgelände. Die Beamten erkannten den Marihuana-Geruch sofort und stoppten den Mann auf seinem Aufsitzrasenmäher. Die Polizei begründete das damit, dass alle Anzeichen dafür sprachen, dass der Mann auf der selbstfahrenden Arbeitsmaschine auf einer öffentlichen Straße einen Joint geraucht hatte. Der Mann warf die Reste des Joints weg. Die Beamten fanden die Reste des Joints und stellten diese sicher. Ein Drogentest verlief bei dem Mann positiv. Dem 24-Jährigen wurde bis zu seiner Ausnüchterung die Weiterfahrt auf dem Aufsitzrasenmäher verboten. Gegen den Mann wird ein Bußgeld verhängt. Er muss außerdem für die Kosten der Blutprobe aufkommen.