Philippinen: Frist abgelaufen – Schicksal deutscher Geisel ist unklar

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Auf den Philippinen wurde vor knapp vier Monaten ein deutscher 70-jähriger Segler entführt und auf die Insel Jolo verschleppt. Die Terrororgansiation Abu Sayyaf steht den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) nahe und forderte 570.000 Euro Lösegeld für den 70-Jährigen. Am Sonntag lief das Ultimatum der Entführer ab. Die Terrorgruppe hatte mit der Enthauptung der Geisel gedroht in dem Fall, dass die 570.000 Euro nicht bis zum 26. Februar gezahlt werden. Kurz vor dem Ablauf des Ultimatums hatte die philippinische Luftwaffe mehrere Verstecke der Terrorgruppe angegriffen. Eine Bodenoffensive auf der Insel Jolo ist in Vorbereitung. Es gibt bereits Berichte, denen zufolge die Geisel hingerichtet wurde. Die philippinische Regierung prüft die Berichte auf Echtheit. Die Armee teilte mit, dass der Tod erst bestätigt wird, wenn es eine Leiche gibt. Der deutsche Segler hatte am 14. Februar in einer Videobotschaft um Hilfe gebeten. Während der Geiselnahme wurde die Frau des 70-Jährigen getötet. Sie soll die Terroristen mit einer Waffe bedroht haben. Die Terroristen hatten die Segelyacht überfallen. Die Yacht wurde später vor der Südküste der Philippinen vom Militär gefunden. Das Erpressen von Lösegeldern ist die wichtigste Einnahmequelle für die Terroristen von Abu Sayyaf.

Das betroffene Paar wurde 2008 schon einmal von ihrer 16-Meter-Jacht entführt. Damals wurden beide wochenlang festgehalten und terrorisiert, unter anderem mit simulierten Erschießungen. Der Überfall damals geschah in den Gewässern zwischen Malaysia und den südlichen Philippinen.

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Tunesien: 22 Tote bei schwerem Terroranschlag in Tunis –– Deutscher unter den Toten

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

»In der tunesischen Hauptstadt Tunis hat sich am Mittwoch einer der schwersten Terroranschläge in der Geschichte des Landes ereignet. Mindestens 22 Menschen sind bei dem Angriff auf ein Museum in der Nähe des Stadtzentrums getötet worden. Bis zu 50 weitere Menschen wurden bei dem Angriff teils schwer verletzt. Unter den Opfern befindet sich ein tunesischer Zivilist, ein Polizist und 20 ausländische Touristen, darunter auch mindestens ein Deutscher. Das Auswärtige Amt hat die Angaben des tunesischen Regierungschefs bisher noch nicht bestätigt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte während einer Pressekonferenz am Mittwochabend, dass er deutsche Opfer nicht ausgeschlossen werden können. Er betonte, dass es noch keine Gewissheit gebe. Zwei Angreifer wurden bei dem Anschlag getötet, als ein Sonderkommando der Polizei zugriff. Die Terroristen trugen Militäruniformen. Der Ministerpräsident teilte mit, dass sie das Feuer auf die Touristen eröffneten. Zunächst hatten die Angreifer die Touristen das Feuer eröffnet, während Touristen aus einem Bus stiegen. Anschließend trieben sie die Menschen in das Innere des bei Touristen beliebten Bardo-Nationalmuseums. Das Museum befindet sich direkt neben dem Parlament, wo zu dem Zeitpunkt gerade über ein Anti-Terrorgesetz verhandelt wurde. Die Angreifer stürmten am Mittwochmittag sowohl das Parlaments- als auch das Museumsgebäude. Sie feuerten unzählige Schüsse aus Kalaschnikows ab. Wer die Täter waren und warum sie die Tat begingen ist noch unklar. Es ist der erste Angriff seit der Revolution, bei dem Zivilisten getötet worden.«

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