Defekter Regionalzug: Wütende Passagiere halten ICE an

Symbolfoto: © burntimes.com

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Ein Regionalzug von Frankfurt am Main nach Würzburg musste aufgrund eines technischen Defekts in Dettingen (Landkreis Aschaffenburg) anhalten. Anschließend wurden 50 Fahrgäste aufgefordert den Zug in dem kleinen Bahnhof zu verlassen. Nachdem der angeblich defekte Zug dann plötzlich ohne die 50 Passagiere weiterfuhr waren einige Fahrgäste stinksauer. Sie sprachen eine Bahnmitarbeiterin in dem kleinen Bahnhof an. Die Frau fühlte sich so sehr bedrängt, dass sie einen Notruf absetzte. Nur wenige Minuten später haben die aufgebrachten Fahrgäste einen ICE zum Stehen gebracht. Der Zug musste vor Dettingen anhalten und wollte gerade weiterfahren. Wie genau die 50 Passagiere es geschafft haben den anfahrenden ICE anzuhalten ist Bestandteil der bundespolizeilichen Ermittlungen. Die Deutsche Bahn teilte in einer ersten Stellungnahme mit, dass der ICE anhalten musste, weil sich Personen im Gleis befanden, die den Zug aufgehalten hatten. Der ICE-Lokführer ließ sich nach dem Vorfall ablösen, weil er sich psychisch zu stark belastet fühlte. Gebracht hat das alles den Fahrgästen nichts, denn sie konnten nicht in den ICE einsteigen. Später fuhren die Fahrgäste schließlich mit einem anderen Regionalzug weiter. Die Fahrgäste des Regionalzugs und die ICE-Fahrgäste hatten durch die Aktion eine Verspätung von zwei Stunden. Außerdem waren von der Verspätung 35 Züge des Nah- und Fernverkehrs betroffen.