Bei Aachen: Lokführer mit mehr als zwei Promille aus dem Verkehr gezogen

Symbolfoto:
© Erich Westendarp | pixelio.de

Am Sonntagabend hat die Polizei einen Zug stoppen lassen, weil Fahrgäste ein auffälliges Verhalten des 30-jährigen Lokführers meldeten. Der Lokführer fuhr den Zug sehr ruckartig an und ab. Die Beamten eilten zu der Regionalbahn am Mühlener Bahnhof in Stolberg, bei Aachen und stellten bei dem Mann über zwei Promille Alkohol fest. Ein durchgeführter Drogenschnelltest verlief negativ. Der stark alkoholisierte Lokführer wurde sofort aus dem Verkehr gezogen und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Wie lang der Mann stark alkoholisiert im Dienst war ist unklar. Die Weiterfahrt der Regionalbahn wurde durch einen Notfallmanager organisiert.

Share

ICE bei Dortmund entgleist: Ermittler suchen nach Ursache – Bahnverkehr in NRW tagelang beeinträchtigt

Symbolfoto: © burntimes

Am Montagabend ist um 18.46 Uhr auf dem Dortmunder Hauptbahnhof ein ICE entgleist. Die zwei hinteren Waggons des Fernzugs waren aus noch ungeklärter Ursache, bei der Einfahrt auf Gleis 10, von den Schienen gesprungen, als der Zug gerade in den Dortmunder Hauptbahnhof einfuhr. Der vordere Zugteil war am Bahnsteig, als die hinteren Waggons entgleisten. Zwei der insgesamt 152 Reisenden wurden leicht verletzt. Am Montag um 21.30 Uhr wurden einige Bahnsteige des Hauptbahnhofs in Dortmund wieder freigegeben. Der ICE 945 war auf dem Weg nach Berlin. Nach dem Unfall werden viele Züge umgeleitet.

Ein Bahnsprecher sagte am Dienstagmorgen, dass Pendler und Reisende mit Umwegen, Schienenersatzverkehr und Verspätungen rechnen müssen. Die Einschränkungen werden tagelang andauern. Am Dienstagvormittag wurden die Ermittlungen an dem entgleisten ICE aufgenommen. Es wird geprüft, ob der ICE mit der korrekten Geschwindigkeit einfuhr, rechtzeitig bremste und ob die Weichen und Signale alle korrekt gestellt waren. Wenn die Ermittlungen an dem verunglückten Zug abgeschlossen sind, soll der ICE 945 im Laufe des Tages vor Ort repariert werden und anschließend wird der Zug in eine Werkstatt gebracht. Zwei Spezialkräne sind ebenfalls auf dem Weg, um den Zug wieder aufzurichten.

Anschließend wird der erhebliche Schaden an der Gleisanlage repariert. Der Dortmunder Hauptbahnhof ist deshalb nur eingeschränkt befahrbar. Besonders betroffen ist die Strecke von Dortmund nach Bochum.

Share

Deutsche Bahn: Bahnchef Rüdiger Grube tritt zurück

Symbolfoto: © burntimes.com

Ursprünglich sollte es bei der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn am Montag um eine Vertragsverlängerung für den Bahnchef Rüdiger Grube gehen – doch es kam anders. Rüdiger Grube teilte stattdessen mit, dass er die Deutsche Bahn verlassen wird. Der Bahn-Konzern bestätigte, dass Grube mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlässt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat einstimmig der Bitte von Rüdiger Grube entsprochen. Der Hintergrund seines Ausscheidens ist ein Streit zwischen Grube und dem Aufsichtsrat. Grube hatte dem Aufsichtsrat immer wieder vorgeworfen sich nicht in Absprachen zu halten.

Der 65-jährige Rüdiger Grube hatte das Amt 2009 von Hartmut Mehdorn übernommen. Ab sofort übernimmt der Finanzvorstand Richard Lutz den Vorstandsvorsitz von Grube. Der Fraktionschef der Grünen meldete sich zu Wort und sagte, dass es bei der Bahn zuletzt erhebliche finanzielle und technische Schwierigkeiten gegeben hat. Als Beispiel nannte er die schleppende Sanierung der Gleise.

Der Posten von Rüdiger Grube wackelte bereits vor einem Jahr. Es gab starke Kritik, weil die Züge im Nahverkehr im Jahr 2015 so unpünktlich wie selten fuhren. Eine Ursache war der lange Zeit andauernde Bahnkonflikt. Tagelang ruhte der Bahnverkehr in weiten Teilen Deutschlands. In dieser Zeit waren die Fernbusse stark in das Geschäft eingestiegen. Im Jahr 2016 hingegen waren die Züge im Fernverkehr meist pünktlich unterwegs. Von 130 Millionen Fahrten waren 79 Prozent pünktlich unterwegs.

Share

Deutsche Bahn erhöht ihr Sicherheitspersonal in den Zügen und auf den Bahnhöfen

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

Die Deutsche Bahn will ihr Sicherheitspersonal in den Zügen und auf den Bahnhöfen kräftig aufstocken. In Zukunft werden deutlich mehr Mitarbeiter der Bahn in Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren. Damit reagiert der Konzern auf die Ängste ihrer Passagiere, nach dem Axt-Attentat in einer Regionalbahn in der Nähe von Würzburg. Sofort lassen sich die neuen Pläne allerdings nicht umsetzen, da Personal eingestellt und geschult werden muss. Die Erhöhung des Sicherheitspersonal wird stückweise in den nächsten Jahren erfolgen. Zur Zeit hat die Deutsche Bahn 3.700 Sicherheitskräfte angestellt. Außerdem patrouillieren weitere 5.000 Bundespolizisten in den Zügen und an den Bahnhöfen. Aktuell investiert die Deutsche Bahn rund 160 Millionen Euro jährlich in die Sicherheit.

Share

Deutsche Bahn: Dramatischer Umsatzrückgang –– Stellenabbau droht

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

Der Gewinn der Deutschen Bahn (DB) ist drastisch eingebrochen. Die Bahn teilte mit, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr im Halbjahresbericht um 39 Prozent zurückging. Bahnchef Grube begründet den Umsatzrückgang mit Unwettern und den Streiks, die zeitweilig den Bahnverkehr in ganz Deutschland zum Erliegen brachten. Grube kündigte angesichts der Ertragsschwäche an, vieles anders zu machen und den Konzern umfassend umzubauen. Möglicherweise werden auch Arbeitsplätze abgebaut. Bei der Deutschen Bahn arbeiten 196.000 Menschen. Damit ist die Bahn einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Berlins größter Arbeitgeber ist die Deutsche Bahn mit 19.000 Angestellten. Die Bahn verliert viele Kunden, beispielweise an Fernbus-Anbieter. Weniger Zugreisende bedeuten für die Bahn weniger Umsatz und Gewinn.

Im Güterverkehr schrieb die Bahn mit einem Minus von 74 Millionen Euro rote Zahlen. Grube teilte mit, dass sich die Streikschäden aus den Jahren 2014 und 2015 auf rund 500 Millionen Euro summierten. Das operative Gesamtergebnis der Deutschen Bahn sank um ein Fünftel auf 890 Millionen Euro. Die Schulden der Bahn stiegen um 1,3 Prozent auf 20 Milliarden Euro.

Share

Tarifstreit: Bahnstreik wird heute Abend beendet

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Bahnreisende können aufatmen: Die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn haben sich am Donnerstagmorgen auf eine Schlichtung geeinigt. Durch die Einigung endet der Streik vorzeitig am Donnerstagabend. Die Deutsche Bahn arbeitet seit 7 Uhr an der Rückkehr zum Normalfahrplan. Es wird aber noch einige Stunden dauern, bis alle Züge wieder normal fahren. Zuvor verhandelte die Bahn mit der GDL stundenlang, um einen Ausweg aus dem festgefahrenen Tarifstreit zu finden. Zwei Schlichter sollen den Konflikt lösen. Beide Seiten verständigten sich darauf jeweils einen Schlichter zu nennen. Die Bahn wird voraussichtlich den früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg, Matthias Platzeck, benennen. Das Schlichtungsverfahren beginnt am 27. Mai und wird drei Wochen dauern. Bis zum 17. Juni kann es keine weiteren Bahnstreiks geben. Während eines Schlichtungsverfahrens gilt die Fridenspflicht. Die GDL akzeptierte eine Gesamtschlichtung. Mit der Schlichtung ist die GDL der bahn ein großes Stück entgegengekommen.

Ab dem 23. Juni wird von der Bundesregierung das geplante Gesetz zur Tarifeinheit in Kraft treten. Dann wird die GDL kaum noch eine Möglichkeit zum Streiken haben. Das Ziel des neuen Gesetzes ist es das Prinzip der Tarifeinheit wieder herzustellen, sodass konkurrierende Gewerkschaften in einem Betrieb, wie die GDL und die EVG nicht mit verschiedenen Forderungen für eine Berufsgruppe gegeneinander antreten dürfen.

Die Bahn hat am Donnerstag außerdem die Möglichkeit einen weiteren Tarifkonflikt zu beenden. Um 15 Uhr beginnen in Berlin die abschließenden Verhandlungen mit der EVG.

Share

Deutsche Bahn will mit neuen Gesprächen Bahnstreik noch abwenden

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Seit Dienstagvormittag befindet sich die Deutsche Bahn (DB) in Gesprächen mit der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL). Die Bahn will versuchen den drohenden Streik in letzter Minute noch abzuwenden. Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn sagte bei Radioeins vom RBB, dass der mittlerweile neunte GDL-Streik bis zu zehn Tage – also 240 Stunden – dauern soll. Claus Weselsky kündigte an, dass der Streik länger als der vergangene dauern wird. Der letzte Streik war bereits mit sechs Tagen der längste in der Geschichte der Deutschen Bahn. Das Ziel der DB ist es, dass die Gespräche in eine Schlichtung münden. GDL-Chef Weselsky hatte am Dienstagmorgen Gesprächsbereitschaft signalisiert. Seit Dienstagvormittag um 11 Uhr verhandeln Konzernvertreter der Bahn mit der GDL. Außerdem wurde ein früherer Richter des Bundesarbeitsgerichts hinzugezogen, bestätigte die DB.

Die GDL hatte am Montag ihren inzwischen neunten Streik angekündigt. Dieser soll über die Pfingsttage andauern und im Güterverkehr bereits am Dienstag um 15 Uhr beginnen und im Personenverkehr ab Mittwochmorgen um zwei Uhr.

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Gehalt und eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit um mindestens eine Stunde. Außerdem will die GDL in Zukunft für das komplette Zugpersonal verhandeln können. Die Tarifgespräche sind sehr schwierig, weil die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für die gleichen Beschäftigungsgruppen Abschlüsse erzielen will. Die Deutsche Bahn verhandelt parallel mit beiden Gewerkschaften und möchte vergleichbare Verträge abschließen. Die EVG droht ebenfalls mit Streiks. Vollkommen unabhängig vom Streit mit der GDL will die Bahn versuchen, am Donnerstag mit der EVG zu einem Abschluss zu kommen, sagte Weber.

Share

GDL will ab Mittwochmorgen den Personenverkehr bis zu zehn Tage lang bestreiken

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Der Chef der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) Claus Weselsky hat einen neuen Bahnstreik angekündigt. Die genaue Dauer des Arbeitsausstands bleibt unklar. An den Pfingstfeiertagen müssen sich Reisende auf erneute Lokführerstreiks vorbereiten. Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn sagte bei Radioeins vom RBB, dass der mittlerweile neunte GDL-Streik bis zu zehn Tage – also 240 Stunden – dauern soll. Claus Weselsky kündigte an, dass der Streik länger als der vergangene dauern wird. Der letzte Streik war bereits mit sechs Tagen der längste in der Geschichte der Deutschen Bahn. Es ist bereits der neunte Streik der Lokführergewerkschaft im laufenden Tarifkonflikt. Am Dienstag um 15 Uhr legen bereits die Lokführer im Güterverkehr ihre Arbeit nieder. Am Mittwochmorgen um 2 Uhr beginnt der Streik auch im Personenverkehr. Die Deutsche Bahn arbeitet unterdessen an einem Ersatzfahrplan für den Regional- und Fernverkehr. Dieser soll Dienstag im Laufe des Tages abrufbar sein. Das Streikende wird die GDL anders als sonst nicht im Voraus ankündigen, sondern erst 48 Stunden vorher bekanntgeben. „Es handelt sich daher nicht um einen unbefristeten Streik“, stellte Weselsky klar. Er sieht die Schuld nach wie vor bei dem Bahnkonzern.

Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber, forderte die GDL zum Streikverzicht auf. Nur eine Schlichtung kann jetzt noch weiterhelfen, betonte er. Für die Lokführer steigt das Streikgeld pro Streiktag von 75 auf 100 Euro. Trotz der Erhöhung büßen die streikenden Lokführer noch immer Gehalt ein.

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Gehalt und eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit um mindestens eine Stunde. Außerdem will die GDL in Zukunft für das komplette Zugpersonal verhandeln können. Die Tarifgespräche sind sehr schwierig, weil die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für die gleichen Beschäftigungsgruppen Abschlüsse erzielen will. Die Deutsche Bahn verhandelt parallel mit beiden Gewerkschaften und möchte vergleichbare Verträge abschließen. Die EVG droht ebenfalls mit Streiks. Vollkommen unabhängig vom Streit mit der GDL will die Bahn versuchen, am Donnerstag mit der EVG zu einem Abschluss zu kommen, sagte Weber.

Share

Tarifstreit zwischen der Bahn und GDL: Gespräche sind wieder gescheitert

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Die Deutsche Bahn (DB) hatte am Freitag und Samstag über eine Lösung des seit Monaten andauernden Konflikts verhandelt. Insgesamt wurde am Freitag und Samstag über 20 Stunden lang verhandelt. Anschließend wurden die Annäherungsversuche als gescheitert erklärt. Beide Seiten warfen sich am Sonntagmittag gegenseitig vor für das erneute Scheitern verantwortlich zu sein. Die Tarifverhandlungen wurden von der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) für gescheitert erklärt. Damit sind neue Bahnstreiks nicht mehr auszuschließen. Es droht eine weitere Eskalation. Die GDL beschuldigt die Bahnführung die Tarifverhandlungen am Samstagabend abgebrochen zu haben. Noch während der Bewertung des vorgelegten Angebots der Deutschen Bahn verließ die Delegation der DB um 17.50 Uhr den Verhandlungstisch, teilte GDL-Chef Claus Weselsky empört mit. Weselsky sagte, dass die Bahn durch den Abbruch die Chance auf Zwischenergebnisse und eine mögliche Schlichtung verspielt hat. Die GDL wird über das weitere Vorgehen beraten, hieß es am Sonntagmittag. Nach Angaben der Bahn verdreht die GDL die Ereignisse. Die DB teilte mit, dass die GDL am Sonntagmorgen um 10 Uhr nicht zur angesetzten Fortsetzung der Gespräche erschienen sei. Die Bahn hatte der GDL ein neues Angebot für die Berufsgruppe der Lokrangierführer vorgelegt. Die GDL hatte die Vorschläge zunächst als „einigungsfähig“ bezeichnet. Später wurde das Angebot aber aus „politischen Gründen“ von der Gewerkschaft abgelehnt.

Wie es in dem Tarifkonflikt nun weitergehen wird ist noch unklar. Die GDL hält neue Streiks für wahrscheinlich. Der Tarifstreit zwischen der DB und der GDL dauert bereits seit 10 Monaten an. Erst in der vergangenen Woche Sonntag hatte die GDL den längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn nach sechs Tagen beendet.

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Gehalt und eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit um mindestens eine Stunde. Außerdem will die GDL in Zukunft für das komplette Zugpersonal verhandeln können. Die Tarifgespräche sind sehr schwierig, weil die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für die gleichen Beschäftigungsgruppen Abschlüsse erzielen will. Die Deutsche Bahn verhandelt parallel mit beiden Gewerkschaften und möchte vergleichbare Verträge abschließen.

Share

GDL: Lokführer wollen von Montag bis Sonntag streiken

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Die Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) hat am Sonntagabend den längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn angekündigt. Von Montag bis Sonntag soll in der kommenden Woche – sechs Tage – durchgestreikt werden. Am Montag ab 15 Uhr wird zunächst der Güterverkehr und ab Dienstagmorgen um 2 Uhr auch der Personenverkehr bestreikt, teilte die GDL mit. Der Streik soll am Sonntagmorgen um 9 Uhr enden. Hunderttausende Reisende werden von dem sechstägigen Bahnstreik betroffen sein. Die Reisenden müssen sich in der kommenden Woche auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Lokführer und Zugbegleiter treten ab Dienstagmorgen um 2 Uhr bis Sonntagmorgen um 9 Uhr in den Ausstand. Der Streik im Güterverkehr endet zeitgleich mit dem im Personenverkehr am Sonntagmorgen um 9 Uhr.

Es handelt sich um den inzwischen achten Streik in dem seit zehn Monaten andauernden Tarifkonflikt. Zuletzt hatte die GDL Ende April den Personen- und Güterverkehr bestreikt.

Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft das neue Tarifangebot der Deutschen Bahn abgelehnt und einen langen Arbeitskampf angekündigt. Die Bahn hatte der Gewerkschaft zuvor ein Angebot unterbreitet. Demnach sollten die Löhne ab dem 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent angehoben werden. Zusätzlich sollte eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 1.000 Euro bis zum 30. Juni an alle Angestellten ausgezahlt werden. Die GDL hingegen fordert für alle Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn und eine um eine Stunde verringerte Wochenarbeitszeit. Den entscheidenden Punkt bei den Tarifverhandlungen sieht die GDL bei der Einstufung der Rangierlokführer im Tarifgefüge der Deutschen Bahn.

Share