Landtagswahl in NRW: CDU gewinnt, SPD verliert Stimmen – Kraft tritt zurück

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die SPD Stimmen verloren. Dei CDU hingegen konnte zulegen und erhielt Hochrechnungen zufolge 33 Prozent der Wählerstimmen. Die SPD kam auf 31,5 Prozent. Die FDP setzt ihren Aufwärtstrend fort, erhielt in NRW 12,5 Prozent und ist somit drittstärkste Partei in NRW. Die Grünen erhielten 6,2 Prozent und die Linken müssen um den Einzug in den Landtag mit zur Zeit 4,9 Prozent noch bangen. Sollte das Ergebnis so bleiben, wären die Linken nicht mehr im nordrhein-westfälischen Landtag vertreten. Die AfD erhielt in NRW 7,4 Prozent und zieht erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein.

Es kann in NRW somit nicht zu Rot-Grün kommen, eine Große Koalition oder eine Schwarz-Gelbe Landesregierung ist zur Zeit wahrscheinlicher.

Die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft trat nach bekanntwerden der ersten Hochrechnung von allen Ämtern zurück. „Es hat nicht gereicht“, sagte sie in einer ersten Stellungnahme. Kraft übernahm die Verantwortung für die Niederlage. Sie räumte ein, dass die SPD das Vertrauen der Wähler nicht mehr gewinnen konnte.

Share

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: CDU liegt deutlich vorn

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die CDU bleibt stärkste Kraft in Schleswig-Holstein und die SPD mit ihrem Spitzenmann Torsten Albig verliert an Stimmen, im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl vor vier Jahren. Die SPD kommt ersten Hochrechnungen zufolge nur noch auf 26 Prozent der Wählerstimmen. Die CDU mit ihrem Spitzenmann Daniel Günther legte zu und kommt auf etwa 33 Prozent. Die FDP holte in der Landtagswahl auf und erzielte den ersten Hochrechnungen zufolge etwa 11 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen werden mit etwa 13 Prozent die drittstärkste Kraft im Norden. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) regierte bis zuletzt in Schleswig Holstein mit. Aktuell kommt die Partei nur noch auf 3,5 Prozent der Wählerstimmen. Auch der Linkspartei fehlen mit 3,5 Prozent einige Stimmen zur Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD muss noch bangen. Den ersten Hochrechnungen zufolge erhielt die Partei 5,5 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung war deutlich höher im Vergleich zur Wahl 2012.

Share

Landtagswahl im Saarland: CDU gewinnt die Wahl deutlich – Fortsetzung der GroKo wahrscheinlich

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Im saarländischen Landtag sitzen nur noch vier Parteien. Die CDU liegt Hochrechnungen zufolge überraschend deutlich vorne und kam auf 40,4 Prozent der Wählerstimmen, gefolgt von der SPD mit 29,7 Prozent, den Linken mit 13 Prozent und der AfD mit 6,2 Prozent. Die Grünen kamen nur auf vier Prozent und die FDP auf 3,1 Prozent der Wählerstimmen. Die Linke teilte mit, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden sei und dieses über dem Bundesdurchschnitt liegt. Sie SPD reagierte enttäuscht darauf, dass das Wahlergebnis noch etwas schlechter war, als das bei der Landtagswahl im Saarland 2012. Nach derzeitigem Stand der Dinge sieht es auch einer Fortsetzung der Großen Koalition (Schwarz-Rot) aus. Im Saarland waren etwa 80.000 Menschen zur Wahl aufgefordert. Die Wahlbeteiligung war höher als zuvor und lag bei 71 Prozent. 2012 hatten nur 61,6 Prozent Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben.

Share

Bundespräsident: Frank-Walter Steinmeier soll gemeinsamer Kandidat von Union und SPD werden

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

Die CDU sprach sich am Montagmorgen für Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Nachfolger von Gauck aus. Die CSU schließt sich dem Vorschlag ebenfalls an. Das Parteipräsidium einigte sich am Montagmorgen telefonisch auf den Vorschlag von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die SPD reagierte begeistert auf die Nachrichten von der CDU. Die Linkspartei ist mit der Entscheidung von SPD und CDU/CSU nicht einverstanden und teilte mit, dass Steinmeier unwählbar sei. Aus diesem Grund plant die Linkspartei einen eigenen Präsidentschaftskandidaten aufzustellen. Der Vorschlag eines gemeinsamen rot-rot-grünen Kandidaten wurde bereits im Vorfeld als gescheitert angesehen.

630 Abgeordnete des Bundestages gehören der Bundesversammlung an. Bei 1.260 Mitgliedern ist im ersten Durchgang der gewählt, der auf Anhieb 631 Stimmen erhält. Die CDU und SPD verfügen zusammen über mindestens 928 Stimmen. Auch die Spitzengremien der Grünen beraten darüber, Außenminister Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten zu wählen.

Share

Wahl in Berlin: SPD stärkste Partei – keine Mehrheit für Schwarz-Rot

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

In Berlin wurde am Sonntag die bisherige Regierungskoalition abgewählt. Die SPD blieb, trotz deutlicher Verluste, nach den Hochrechnungen mit 21,6 Prozent die stärkste Partei, gefolgt von der CDU mit 17,6 Prozent. Dahinter kommen die Linkspartei mit 15,6 Prozent, die Grünen mit 15,2 Prozent, gefolgt von der AfD, die den Hochrechnungen zufolge 14,1 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Die Linkspartei konnte ihr Wahlergebnis im Vergleich zur Wahl 2011 (11,7 Prozent) deutlich verbessern und ist drittstärkste Partei in Berlin. Die FDP schaffte die Rückkehr ins Parlament mit 6,7 Prozent.

Die Wahlbeteiligung in Berlin lag um 16 Uhr bei 53,2 Prozent. Insgesamt war in den Wahllokalen viel Betrieb. Wahlbeobachter gehen von einer höheren Wahlbeteiligung als 2011 aus. Zuvor wurde bei der Briefwahl ein Rekordergebnis verzeichnet. 21 Prozent der Wahlberechtigten stellten dafür im Vorfeld einen Antrag.

In der Hauptstadt Berlin läuft nun alles auf ein Dreierbündnis und somit auf einen Regierungswechsel hinaus. Es wäre beispielsweise eine Rot-Rot-Grüne Regierung denkbar.

Share

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD siegt klar vor AfD

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die SPD hat bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Die SPD erhielt Hochrechnungen zufolge 30,6 Prozent der Wählerstimmen und wird damit weiter in Mecklenburg-Vorpommern regieren. Die AfD steht mit 20,8 Prozent vor der CDU, die nur 19,0 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Die Linke hingegen fuhr Verluste ein und kommt auf 13,2 Prozent – das entspricht einem Verlust von knapp 6 Prozent der Wählerstimmen. Die CDU hat im Vergleich zur Landtagswahl 2011 in Mecklenburg-Vorpommern vier Prozent ihrer Wählerstimmen verloren. Die NPD ist mit einem Ergebnis von 3,0 Prozent aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern herausgeflogen. Damit ist die NPD in keinem Landtag mehr vertreten. Die FDP erhielt ebenfalls 3,0 Prozent der Wählerstimmen und wird damit nicht im Landtag vertreten sein. Bei den Grünen reichte es mit 4,8 Prozent nicht mehr, um in den Landtag einzuziehen. Die Grünen haben im Vergleich zur Landtagswahl 2011 in Mecklenburg-Vorpommern knapp vier Prozent ihrer Wählerstimmen verloren.

Am Sonntag waren 1,3 Millionen Bürger in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen wählen zu gehen. Die Wahlbeteiligung lag mit 61 Prozent knapp zehn Prozent höher, im Vergleich zur Landtagswahl 2011.

Das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Klatsche für die CDU und Bundeskanzlerin Merkel. Die Flüchtlingspolitik war hierbei wahlentscheidend. Der AfD hingegen gelang es inzwischen zum zweiten Mal, in einem ostdeutschen Bundesland, zweistärkste Kraft zu werden. Dietmar Bartsch bezeichnete die AfD als eine „zutiefst neoliberale Partei“. Die Linkspartei konnte sich bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nach Aussage von Bundestags-Fraktionschef Dietmar Bartsch nicht als Alternative zur Politik auf Landes- und Bundesebene profilieren. „Das Abschneiden der Linken in Schwerin sei bitter und ein schlechtes Ergebnis“, sagte Bartsch am Sonntagabend im ZDF. „Die AfD habe es geschafft, Spaltung ins Land zu bringen“, sagte er.

Share

Wahlsonntag: Die Ergebnisse der drei Landtagswahlen

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Am Sonntag fanden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Die ersten Hochrechnungen von Infratest dimap sehen wie folgt aus.
Baden-Württemberg (vorl. Endergebnis):
CDU: 27,0%
Grüne: 30,3%
SPD: 12,7%
FDP: 8,3%
Linke: 2,9%
AfD: 15,1%

Rheinland-Pfalz (vorl. Endergebnis):
SPD: 36,2%
CDU: 31,8%
Grüne: 5,3%
FDP: 6,2%
Linke: 2,8%
AfD: 12,6%

Sachsen Anhalt (Stand 13.03., 23.20 Uhr):
CDU: 29.8%
Linke: 16,3%
SPD: 10,6%
Grüne: 5,2%
FDP: 4,8%
AfD: 24,4%

Der große Gewinner der Landtagswahlen ist die umstrittene AfD. Sie zieht in alle drei Landtage ein und das mit zweistelligen Ergebnissen. Bei allen drei Landtagswahlen hat es eine deutlich höhere Wahlbeteiligung gegeben, als bei den vergangenen Landtagswahlen im Jahr 2011. In Sachsen Anhalt lag die Wahlbeteiligung bei 62 Prozent, in Baden Württemberg bei 70 Prozent und in Rheinland Pfalz bei 71 Prozent.

Wir aktualisieren heute den ganzen Abend über die Hochrechnungen regelmäßig.

Share

Umstrittener Besuch: Seehofer zu Gast bei Putin in Russland

Symbolfoto: © Michael Lucan | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael Lucan | pixelio.de

Der CSU-Chef Seehofer reiste nach Russland um sich dort mit dem Regierungschef Putin zu treffen. Die russischen Staatsmedien präsentieren Seehofer als den größten Kritiker Merkels und Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Putin empfing Seehofer am Mittwochnachmittag in Moskau. Das Treffen wird unter anderem angesichts des Streits über den angeblichen Vergewaltigungsfall scharf kritisiert. Eine 13-Jährige aus Berlin war tagelang spurlos verschwunden. In den russischen Medien und in den sozialen Netzwerken wurde der Fall für Hetze gegen Ausländer missbraucht. Russland warf Deutschland vor den Vorwurf der Vergewaltigung vertuschen zu wollen. Die 13-Jährige verbrachte die Zeit bei einem 19-jährigen Bekannten, wie sich später herausstellte. Das Mädchen, dessen Familie aus Russland stammt, gab jedoch zunächst an, dass sie von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sei. Seehofer sagte: „Bayern hat historische und gute Beziehungen zu Russland.“ Er sagte auch, dass das Minsker Abkommen erfüllt werden muss und Russland gebraucht wird, um globale Krisen zu lösen. Das Abkommen Minsk II vom 12. Februar 2015 war ein erneuter Versuch einer Deeskalation und Befriedung des seit 2014 in der Ost-Ukraine herrschenden Kriegs. Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert. „Seehofer sollte die Russen mahnen und die verdeckte Finanzierung von rechtsradikalen Netzwerken einstellen“, sagte eine CDU-Politikerin am Mittwoch.

Share

Flüchtlingskrise: In Deutschland wird das Dublin-Verfahren wieder angewendet

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Bundesinnenminister Thomas de Maiziére teilte am Dienstag mit, dass syrische Kriegsflüchtlinge wieder in die EU-Länder zurückgeschickt werden in denen sie erstmals registriert worden sind. Damit setzt Deutschland wieder auf das stark umstrittene Dublin-Verfahren. Die SPD wurde hiervon regelrecht überrascht. Die Kriegsflüchtlinge aus Syrien werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums wieder in die EU-Länder zurückgeführt aus denen sie nach Deutschland eingereist sind. Das Dublin-Verfahren wird demnach für alle Herkunftsländer und alle Mitgliedsstaaten innerhalb der EU, mit Ausnahme Griechenlands, angewandt. Dieses Verfahren hat schon seit dem 21. Oktober Gültigkeit, wie erst am Dienstag bekannt wurde.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) prüft ab sofort wieder in jedem Einzelfall alle Aspekte für eine Übernahme eines Flüchtlings in das nationale Verfahren. Im August hatte Deutschland beschlossen das Dublin-Verfahren für syrische Kriegsflüchtlinge auszusetzen. Bei Asylbewerbern wird überprüft, ob er/sie zuerst in einem anderen europäischen Land registriert worden sind. Wenn dem so sein sollte muss der Betroffene dorthin zurückkehren. Darauf wurde bei den Syrern sei August ausnahmelos verzichtet. Es wird schwer werden eine Rückführung von Flüchtlingen durchzusetzen, denn die wenigsten Flüchtlinge, die zuletzt nach Deutschland gelangten, wurden zuvor in einem anderen EU-Land registriert.

Die Mitteilung des Innenministeriums wurde während einer Sitzung der SPD-Fraktion verkündet. Die Sprecherin von Vizekanzler Sigmar Gabriel wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Der Chef des Bamf, Frank-Jürgen Wiese, soll offenbar noch nicht einmal Bescheid gewusst haben. Die Integrationsbeauftragte der SPD sagte, dass es nicht sein könnte, dass der Bundesinnenminister anstatt für Ordnung zu sorgen die Abläufe immer weiter chaotisiert. Weiterhin wurde klargestellt, dass das Dublin-Abkommen nicht ohne Grund ausgesetzt worden ist. Durch die Wiedereinführung des Dublin-Abkommens werden wieder mehr Gerichte beschädigt und kein aktuelles Problem gelöst. Seit Dienstag scheint es so, als wenn die CDU nicht mehr mit der SPD zusammenarbeitet.

Share

Flüchtlingskrise: Grenzkontrollen bleiben bestehen und werden verlängert

Symbolfoto: © nafas  | pixelio.de

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Die Bundesregierung gab am Dienstagvormittag bekannt, dass die Grenzkontrollen bis mindestens Anfang November verlängert werden. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére will damit den Flüchtlingsstrom bändigen, der seinen Angaben nach weiterhin „immens und ungesteuert“ ist. Die Union plant unterdessen Transitzonen an den Grenzen einzurichten. Auf diesen Zonen sollen abgelehnte Asylbewerber schnell wieder abgeschoben werden. Der deutsche Justizminister Maas hält diese Zonen grundsätzlich für machbar, äußerte aber auch Bedenken. Er sagte, dass jeden Monat mindestens 100.000 Menschen unter ein solches Verfahren fallen würden. Die SPD und die Linken warnen vor gefängnisähnlichen Einrichtungen, die nicht akzeptabel seien. Das Thema sorgt in der schwarz-roten Koalition für viel Zündstoff. Der Unionsfraktionschef Kauder hält die Errichtung von Transitzonen für sinnvoll und spricht davon, dass die Koalition das jetzt vorbereiten wird. Die SPD teilte jedoch mit, dass der vorlegte Plan nicht menschengerecht sei. Die SPD will anstatt der Errichtung von Transitzonen die Bearbeitung von Asylverfahren beschleunigen und bei einer Ablehnung die konsequente Abschiebung ausnahmslos sicherstellen. Außerdem sei es wichtig die Flüchtlingsunterkünfte in den Krisenregionen stärker zu unterstützen, damit sich Menschen gar nicht erst auf den Weg machen müssen.

Einer Umfrage im Oktober zufolge sind sieben von zehn Bundesbürgern der Ansicht, dass die Bundesregierung die Verteilung und Registrierung von Flüchtlingen nicht unter Kontrolle hat.

Share