Delmenhorst: 26-Jähriger verursacht auf der Flucht vor der Polizei einen tödlichen Unfall

Symbolfoto: © burntimes

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Am frühen Sonntagmorgen kostete die Flucht eines 26-jährigen Autofahrers, im niedersächsischen Delmenhorst, vor der Polizei ein Menschenleben. Ein Polizeifahrzeug wurde auf das Auto in der Weberstraße am frühen Sonntagmorgen gegen 2.35 Uhr aufmerksam. Die Beamten schalteten auf der Friedrich-Ebert-Allee das Blaulicht ein und gaben dem Fahrer des BMW ein Haltesignal. Daraufhin gab der Fahrer plötzlich Vollgas und raste davon. Der Fahrer lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Der 26-Jährige überfuhr mindestens vier Ampeln, die Rotlicht zeigten, ohne zu bremsen.

Der 26-jährige raste zeitweise mit 100 Stundenkilometern durch Delmenhorst. Auf der Stedinger Straße, in Höhe des des Kaufland-Marktes, verlor der Fahrer schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der BMW kam von der Straße ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Ein 40-jähriger Mitfahrer, der auf der Rückbank saß, wurde bei dem Aufprall lebensgefährlich verletzt. Er war nach dem Aufprall nicht mehr ansprechbar und verstarb wenig später im Krankenhaus. Eine 32-jährige Mitfahrerin und der 26-jährige Fahrer wurden leicht verletzt.

Die Polizisten hatten den Unfall selbst nicht beobachtet, weil sich der Abstand zum Fluchtfahrzeug während der Verfolgung immer weiter vergrößerte. Als die Beamten schließlich an der Unfallstelle eintrafen war der 26-jährige gerade dabei zu Fuß zu flüchten. Die Beamten konnten ihn daran jedoch hindern und ihn stattdessen verhaften. An der Unfallstelle stellte sich heraus, dass der 26-jährige Fahrer des PKW stark betrunken gewesen ist. Ein Test hatte einen Atemalkoholwert von 2,0 Promille ergeben.

Außerdem wurde der Fahrer per Haftbefehl gesucht. Es handelte sich um einen internationalen Haftbefehl der bulgarischen Behörden, wegen Diebstahls. Der 26-Jährige befindet sich zur Zeit in Gewahrsam. Unklar ist noch in welcher Beziehung die drei Fahrzeugnassen zueinander stehen. Der Wohnort der drei Personen konnte bisher auch noch nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Der 26-jährige Fahrer wird am Montag einem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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Auffahrunfall auf Berliner Ring fordert sechs Tote

Symbolfoto: © Angelina Ströbel | pixelio.de

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Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring sind am Freitagnachmittag sechs Menschen getötet worden. Bei den Toten handelt sich nach Angaben der Polizei um drei Frauen und drei Männer aus Bulgarien. Sie befanden sich in einem Kleintransporter, der in einem Stau auf der Autobahn 10 am Dreieck Barnim auf einen LKW auffuhr. Zwei weitere Insassen aus Bulgarien wurden mit schwersten Verletzungen mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Ein 25-jähriger Mann erlitt Knochenbrüche im Gesicht und an der Wirbelsäule. Er wurde noch am Freitagabend operiert.

Der Innenstaatssekretär von Brandenburg kündigte an sich mit dem bulgarischen Botschafter in Verbindung zu setzen. Zur Klärung der Unfallursache wurden Sachverständige eingeschaltet. Es ist noch unklar, warum sich vor dem LKW ein Stau gebildet hat. Eine Baustelle gibt es in dem betroffenen Autobahnabschnitt nicht.

Während der Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb der östliche Berliner Ring mehrere Stunden lang in Richtung Hamburg voll gesperrt. Die Sperrung wurde am Freitagabend um 21.30 Uhr aufgehoben.

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Ukraine-Krise: USA verlegen Panzer und Artillerie nach Osteuropa

Symbolfoto: © burntimes

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US-Verteidigungsminister Ashton Carter teilte am Dienstag mit, dass die NATO-Staaten in Mittel- und Osteuropa aufgerüstet werden und vorübergehend schweres Material nach Osteuropa verlegt wird. Der Minister sprach von Ausrüstung für mehrere tausend Soldaten. Eine ganze Kampfbrigade soll mit dem verlegten Material ausgestattet werden. Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien und Polen haben zugestimmt und bestätigt, dass die USA in verschiedenen Regionen Plätze für Übungen und die Ausbildung nutzen wird. Die entsprechenden Geräte sind derzeit in Deutschland stationiert. Es handelt sich um bis zu 250 Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und andere Militärausrüstung. Das Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der NATO zu erhöhen. Angesichts der russischen Vorgehensweise in der Ukraine sorgen sich die osteuropäischen NATO Staaten um ihre Sicherheit und forderten immer wieder eine deutlich erhöhte Militärpräsenz.

Die NATO hatte im Herbst 2014 den Aufbau einer sogenannten schnellen Eingreiftruppe beschlossen, die im Krisenfall innerhalb weniger Tage zum Beispiel nach Osteuropa verlegt werden soll. Die Einheit entsteht im nordrhein westfälischen Münster.

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