Wohnungsloser in Berlin angezündet: Alle Jugendlichen stellen sich der Polizei – Untersuchungshaft

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die sieben Jugendlichen, die in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag einen schlafenden 37-jährigen Wohnungslosen am U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet haben, haben sich der Polizei gestellt. Gegen alle sieben Beteiligten wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Außerdem wurde Untersuchungshaft für die Beteiligten angeordnet. Bei den Tätern handelte sich um Personen, die zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Zwei der Tatbeteiligten sind volljährig. Ein 21-Jähriger ist der Haupttäter. Die sieben Männer hatten die Kleidungsstücke des Wohnungslosen angezündet. Zeitungen, mit denen sich der Mann vor der Kälte schützte, brannten lichterloh. Passanten reagierten sofort und halfen dem Wohnungslosen. Er blieb unverletzt. Ein U-Bahnfahrer eilte mit einem Feuerlöscher zu Hilfe.

Die Täter waren nach der Tat mit einer U-Bahn geflüchtet und wurden dort von Überwachungskameras gefilmt. Die Aufnahmen wurden veröffentlicht und brachten die Täter dazu sich der Polizei zu stellen.

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Brandanschlag in Kronshagen bei Kiel: 38-jährige Mutter stirbt

Symbolfoto: © burntimes

Auf offener Straße hat sich am Mittwoch ein Brandanschlag im schleswig-holsteinischen Kronshagen bei Kiel ereignet. Eine 38-jährige Frau wurde von ihrem Ehemann auf dem Gehweg vor dem Mare Klinikum mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Augenzeugenberichten zufolge brannte die Frau am ganzen Körper. Sie lief brennend vor dem Täter davon und überquerte dabei eine Straße. Ersthelfer versuchten vergebens die Flammen zu ersticken. Erst der Einsatz eines Feuerlöschers konnte die Flamen ersticken. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass die Frau so stark verbannt war, dass nicht mehr zu erkennen gewesen sei, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte. Der 41-jährige Ehemann flüchtete nach der Tat. Ihm selbst brannte die Hose. Ein Augenzeuge konnte den Täter kurz nach der Tat überwältigen und der Polizei übergeben. Der Täter lebte mit seiner Frau viele Jahre in Kiel zusammen. Beide sind vor 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland gekommen. Das Paar lebte zuletzt allerdings getrennt.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Die Staatsanwaltschaft prüft zur Stunde, ob der Täter in Untersuchungshaft genommen wird oder in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Das Jugendamt brachte die beiden drei und sieben Jahre alten Kinder des Opfers in einer Pflegefamilie unter. Die 38-Jährige wurde nach Tat mit schwersten Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr erlag sie dort ihren schweren Verletzungen.

Dei Polizei befragte nach der Tat mehrere Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Kriseninterventionshelfer rückten an, um die Ersthelfer und Augenzeugen zu betreuen.

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Einheitsfeier in Dreden: Brandanschlag auf drei Polizeifahrzeuge

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Nach den zwei Sprengstoffanschlägen auf die Fatih-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde, sowie auf das Kongresszentrum und einer gefunden Bombenattrappe ist die Lage im sächsischen Dresden zur Zeit angespannt. In der Nacht zu Sonntag wurden gegen 1 Uhr drei Polizeifahrzeuge angezündet. Verletzt wurde bei den Brandanschlägen niemand, es entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit der in Dresden stattfindenden Einheitsfeier aus. Die Polizeifahrzeuge wurden auf einem Hotel-Parkplatz in Dresden-Nesuatdt angezündet. Nach zwei Sprengstoffanschlägen und einer gefundenen Bombenattrappe sind zur Zeit 2.600 Polizisten im Einsatz.

Eineinhalb Stunden nach dem Brandanschlag auf die Polizeifahrzeuge rief ein Anwohner aus der Dresdner Friedensstraße an, der berichtete, dass dort mehrere Unbekannte Graffitis an die Wände sprühen. Die Beamten entdeckten vor Ort mehrere Schmierereien, darunter auch den Schriftzug „Ganz Dresden hasst die Polizei“. In der Nähe wurde ein 20-Jähriger festgestellt, der mit den Schmierereien im Zusammenhang steht. Die Ermittler prüfen nun, ob zwischen dem Brandanschlag, der etwa zweieinhalb Kilometer entfernt von den Schmierereien verübt wurde, ein Zusammenhang besteht.

Die Behörden sind alle in Alarmbereitschaft und bewachen sämtliche islamischen Einrichtungen in Dresden. Die Feier zur Einheitsfeier am Montag wird aufgrund der Anschläge nicht eingeschränkt. Darauf verständigten sich die Behörden und die Polizei bereits am vergangenen Dienstag. Die Feierlichkeiten werden in diesem Jahr abgesichert, wie es noch nie zuvor der Fall war.

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Bremen: Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Bremen haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag im Stadtteil Blumenthal eine Flüchtliungsunterkunft in Brand gesetzt. Auf ein für Flüchtlinge gedachtes Zelt in der Kreinslorgerstraße wurde ein Anschlag verübt. Verletzt wurde niemand, das Zelt befand sich noch in der Aufbauphase und war leer. Die Kriminalpolizei ermittelt in Kooperation mit dem Staatsschutz und sucht nun dringend Zeugen. Am Samstag verurteilten führende Politiker den Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft scharf. Die Polizei Bremen teilte mit, dass Arbeiter am Sonnabendmorgen Brandschäden am Fußboden des Großzeltes entdeckt hatten. Die bislang noch unbekannten Täter hatten offenbar von außen versucht, Bodenbretter und die Kunststoffkassetten einer Seitenwand mit dem Einsatz eines Brandbeschleunigers anzuzünden. Dabei wurde allerdings lediglich der Holzfußboden in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer griff nicht auf das Zelt über. An der Außenseite des Zeltes waren lediglich leichte Verrußungen zu erkennen.

Der Staatsschutz teilte mit, dass es sich keinesfalls um ein zufälliges Feuer gehandelt hat. Bis Samstagabend gab es noch keinerlei Hinweise auf mögliche Täter. Die Polizei denkt nun über den Einsatz von möglichen Wachdiensten an den Flüchtlingsunterkünften nach.

Die Polizei nimmt Zeugenhinweise unter der Rufnummer 0421 / 362-3888 entgegen.

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200 Meter neben einem Flüchtlingsheim in Berlin: Sporthalle brennt in voller Ausdehnung

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die Turnhalle der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik im Berliner Stadtteil Reinickendorf brennt in voller Ausdehnung. Auf dem Gelände leben momentan auch einige Flüchtlinge. Augenzeugen alarmierten die Feuerwehr um 15.42 Uhr und teilten der Leitstelle mit, dass die Sporthalle auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Flammen steht. Die Feuerwehr befindet sich mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Menschen wurden nicht verletzt und seien nicht in Gefahr, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Sporthalle war abgeschlossen. Die Halle war nicht mehr zu retten. Die Anwohner im näheren Umkreis um die Brandstelle wurden evakuiert. Die weiter entfernt Wohnenden wurden aufgefordert Fenster und Türen wegen möglicher asbesthaltiger oder anderen Stoffen, geschlossen zu halten. Auf dem Gelände der ehemaligen Nervenklinik befanden sich bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte. In der Sporthalle wollten Flüchtlingskinder ab September zusammen Fußball spielen.

Die Brandursache ist noch unklar. Sollte sich jedoch herausstellen, dass das Feuer gelegt wurde und es sich somit um einen Anschlag handelt, müssen die Verantwortlichen die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. In dem Berliner Stadtteil Reinickendorf gibt es eine aktive NPD-Szene. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet.

In der Nacht zu Mittwoch hatte sich ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Leipzig ereignet. Ein unbekannter Täter hatte einen Brandsatz in die geplante Flüchtlingsunterkunft geworfen. Eine Matratze ging in Flammen auf.

In der Nacht zu Dienstag gab es einen Brandanschlag in Nauen, bei Brandenburg. Dort ist eine Turnhalle ausgebrannt, in der etwa 100 Asylbewerber vorübergehend wohnen sollten. Der Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet. Die Polizei bestätigte, dass von vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen ist.

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