Ludwigshafen: Zwölfjähriger versuchte zwei Mal einen Bombenanschlag auf dem Weihnachtsmarkt

Symbolfoto: © burntimes

Ein zwölfjähriger Deutsch-Iraker hat auf dem rheinland-pfälzischen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zwei Mal versucht eine Bombe zur Explosion zu bringen. Glücklicherweise zündete die Bombe in beiden Fällen nicht. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Kind eingeleitet. Verbindungen zu den Terroristen des „Islamischen Staats“ könnten bestehen, hieß es SWR-Informationen zufolge. Zuletzt hatte der Zwölfjährige am 5. Dezember in einem Gebüsch in der Nähe des Rathausplatzes einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befand.

Von Außen war der Behälter mit Klebeband umwickelt und mit Nägeln präpariert. Ein aufmerksamer Passant entdeckte den Rucksack und alarmierte die Polizei. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der „hochbrisanten Mischung“ von Spezialkräften vor Ort gesprengt. Zuvor hatte der Junge bereits am 26. November versucht einen Nagelbomben-anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Der Zwölfjährige hatte jedoch beim Bau der Bombe einen entscheidenen Fehler gemacht, sodass die Bombe nicht zündete.

Ein Ermittlungsverfahren wird es gegen den Zwölfjährigen nicht geben, weil Kinder sich erst nach dem 14. Geburtstag strafrechtlich verantworten müssen. Der Fall wurde deshalb an den Generalbundesanwalt übergeben.

Doppelanschlag vor Stadion in Istanbul: Mindestens 38 Menschen kamen ums Leben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der türkischen Metropole Istanbul hat sich am Samstagabend ein schwerer Terroranschlag ereignet. Insgesamt kamen mindestens 38 Menschen ums Leben, darunter 30 Polizisten. Außerdem wurden 166 Menschen zum Teil schwer verletzt. Von den Verletzten lagen am Sonntagmorgen 14 auf der Intensivstation, teilte der Innenminister mit. Es handelte sich um insgesamt zwei Bombenanschläge auf Bereitschaftspolizisten. Zuerst wurde eine Autobombe in der Nähe eines Polizeibusses am Stadion von Beşiktaş Istanbul. zur Explosion gebracht. Kurz darauf sprengte sich ein Selbstmordattentäter im angrenzenden Macka-Park in die Luft. Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Der türkische Ministerpräsident vermutete die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag. Am Sonntagabend bekannte sich eine PKK-Splittergruppe zu dem Anschlag. Präsident Erdogan hat Vergeltung angekündigt.

Bei dem Anschlag wurden zwischen 300 und 400 Kilogramm Sprengstoff verwendet. Türkische Behörden verhängten nach dem Terroranschlag eine Nachrichtensperre. Außerdem wurde für Sontag eine eintägige Staatstrauer angeordnet.

Vor dem Terroranschlag hatte im nahegelegnen Fußballstadion von Beşiktaş Istanbul ein Hochrisikospiel zwischen zwei verfeindeten Mannschaften stattgefunden. Die Polizei hatte die Aufgabe Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern zu verhindern.

Die Hintergründe des Doppelanschlags waren am Sonntag weiter unklar. Am Samstag hatte die türkische Regierung einen Entwurf für eine Verfassungsänderung in das türkische Parlament eingebracht, mit dem das stark umstrittene Präsidialsystem eingeführt werden soll. Ein anderer möglicher Hintergrund könnte auch das militärische Eingreifen von der Türkei in Syrien sein.

Der türkische Staatspräsident Erdogan verurteilte die Taten scharf und bezeichnete die Anschläge als abscheulich. Der Generalsekretär der Nato meldete sich ebenfalls und Wort und sagte, dass in Istanbul ein furchtbarer Terrorakt geschehen ist.

Pakistan: Anschlag der IS-Terroristen fordert mindestens 43 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einem Angriff der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) wurden in der südpakistanischen Provinz Baluchistan mindestens 43 Menschen getötet. Das Innenministerium teilte mit, dass die Anzahl der Opfer noch weiter steigen könnte, da zahlreiche Menschen schwer verletzt wurden. Insgesamt erlitten mehr als 100 Menschen Verletzungen. Der Sprengsatz explodierte am Samstag am Shah-Norani-Schrein – rund 150 Kilometer von der Stadt Hub entfernt. Rettungskräfte hatten zunächst Schwierigkeiten den Ort zu erreichen. Die Behörden baten Anwohner um Hilfe und entsandten 100 Soldaten der Armee.

Zum Zeitpunkt des Terroranschlags nahmen mehrere hundert Menschen an einer sogenannten Sufi-Zeremonie teil, als plötzlich eine Bombe explodierte. Die Schreine der Sufis werden regelmäßig von pakistanischen Taliban-Kämpfern angegriffen, die der Meinung sind, dass Musik und Tanz beim Gebet unislamisch sind. Für den Anschlag am Samstag übernahm die Terrormiliz IS in einer Stellungnahme die Verantwortung.

Terroranschlag auf Krankenhaus in Pakistan: Über 50 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der pakistanischen Stadt Quetta hat sich ein Bombenanschlag vor dem Krankenhaus ereignet. Der Sprengsatz explodierte vor der Klinik. Dabei wurde eine Gruppe von Anwälten, Polizisten und Journalisten getroffen, die sich zu einer spontanen Trauerfeier versammelt hatten. Sie versammelten sich vor der Klinik, nachdem die Leiche des prominenten Anwalts Bilal Anwar Kais (der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung) zu der Klinik gebracht wurde. Bilal Anwar Kais wurde vor dem Bombenanschlag erschossen, als er gerade sein Haus verließ, um zur Arbeit zu gehen. Der Anschlag auf das Krankenhaus wurde ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge von einem Selbstmordattentäter verübt. Mindestens 57 Menschen kamen dabei ums Leben, viele weitere Passanten wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für den folgenschweren Anschlag. Die Provinzregierung kündigte nach dem Anschlag eine dreitägige Trauerzeit an.

In der betroffenen Provinz Balutschistan, die an den Iran und Afghanistan angrenzt, sind radikale Islamistengruppen aktiv, die Anschläge auf die schiitische Minderheit verüben. Dort kämpfen außerdem bewaffnete Separatisten gegen die Sicherheitskräfte. Diese kämpfen für die Abspaltung der armen Provinz Balutschistan von Pakistan.

Ansbach: Der Attentäter soll vom IS eingeschleust worden sein

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Die Ermittlungen der Polizei in Ansbach haben ergeben, dass der Attentäter über einen Handy-Chat gesteuert wurde und über diesen Anweisungen von einem Unbekannten erhielt. Der bayerische Innenminister hatte bei der CSU-Klausurtagung die direkte Verbindung zu einem Hintermann bestätigt. Er sagte, dass es eine noch unbekannte Person gegeben hat, die aktiv Einfluss auf das Tatgeschehen hatte. Der 27-jährige Selbstmordattentäter ist offenbar bei den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeworben und nach Deutschland geschleust worden. Zur Zeit ist noch unklar, wer genau die Kontaktperson ist und wo sich diese aufhält.

Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden. Die Ermittler wollen nun klären, ob der Chat-Kontakt schon vor der Einreise des Attentäters nach Deutschland bestand. Der 27-jährige Syrer wurde von Bulgarien aus nach Deutschland geschleust. Auffällig ist auch, dass bei dem Attentäter eine größere Summe Bargeld gefunden wurde. Die Höhe des gefundenen Geldes macht es unwahrscheinlich, dass es sich dabei um das übliche Taschengeld eines Asylbewerbs handelt.

Anschlag auf Polizei-Fahrzeug in der Türkei: Drei Tote und 45 Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die Türkei ist am Dienstag wieder von einem Bombenanschlag erschüttert worden. In der vorwiegend von Kurden bewohnten Stadt Diyarbakir, im Südosten des Landes, ist eine Autobombe während des Vorbeifahrens eines Polizeifahrzeugs zur Explosion gebracht worden. Der Anschlag richtete sich gegen den gepanzerten Transporter der Polizei. Drei Menschen wurden durch die Explosion getötet und 42 weitere zum Teil schwer verletzt. Die amtliche Nachrichtenagentur vermutete, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag stecken könnte. Bisher bekannte sich noch niemand zu dem Attentat. In dem Polizeibus befanden sich sieben Gefangene, die zu einer medizinischen Untersuchung gebracht werden sollten. Die Gefangenen waren alle unter dem Verdacht PKK-Mitglied zu sein verhaftet. Unter den Verletzten befanden sich 12 Polizisten. Ob Polizisten ums Leben kamen ist noch unklar.
Die Kämpfer der PKK hatten zuletzt Ende März einen Anschlag in der betroffenen Stadt verübt, bei dem sieben Polizisten ums Leben kamen.

Der türkische Premier Erdogan hat erst kürzlich den Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) damit gedroht, ihnen die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Die Friedensgespräche zwischen der Regierung und der PKK brachten im Juli 2015 keinerlei Ergebnisse und wurden schließlich abgebrochen. Anschließend kam es nach einer zweijährigen Waffenruhe wieder zu blutigen Zwischenfällen auf Zivilisten sowie auf Militär und Polizei. Die Sicherheitskräfte in der Türkei sind seit dem Ende der Waffenruhe in erhöhter Alarmbereitschaft.

Syrien-Krieg: Über 120 Tote am Wochenende –– Gewalt bremst neue Pläne für Feuerpause aus

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Am Wochenende hat sich in Syrien eine neue brutale Serie von Bombenanschlägen und Selbstmordattentaten ereignet. Innerhalb weniger Stunden explodierten in den Städten Homs und Damaskus mehrere Bomben. Insgesamt kamen dabei mehr als 120 Menschen ums Leben kamen und weitere 180 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Diese Terrorserie hat die neuen Pläne für eine mögliche Waffenruhe in Syrien überschattet. Die Terroristengruppe Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen. Der amerikanische Außenminister Kerry hatte vor der Anschlagsserie mit seinem russischen Kollegen Lawrow eine vorläufige Einigung auf eine Feuerpause erzielt. Diese könnte in den nächsten Tagen beginnen. Nun haben jedoch am Sonntag sechs schwere Explosionen zwei Stadtteile der Alawiten-Minderheit und der Schiiten getroffen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Anschläge. Am südlichen Stadtrand der Hauptstadt rissen am Sonntagnachmittag vier Bomben insgesamt 62 Menschen in den Tod. In dem Schiitenbezirk Sajeda detonierte eine Autobombe und zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft. Die Details zu der vierten Explosion sind zur Stunde noch unklar. Eine der Bomben explodierte in einem Fahrzeug, das auf einem Autotransporter geparkt war. Der US-Außenminister ist dennoch zuversichtlich und möchte, dass Präsident Obama sich mit Kremlchef Putin über eine Feuerpause unterhält. Die syrische Opposition und die Regierung nannten am Sonntag jedoch zahlreiche Bedingungen für eine Feuerpause.

Bombenanschlag auf Zentrum von Bangkok: Mindestens 19 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Anschlag galt dem Herzstück der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Mitten im Zentrum der Stadt ist eine Bombe explodiert. Mindestens 19 Menschen kamen dabei ums Leben und mehr als 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Die thailändischen Behörden teilten am Montagabend mit, dass die Zahl der Opfer noch weiter ansteigen könnte. Die gewaltige Explosion ereignete sich auf einer der beliebtesten Kreuzungen von Bangkok. Unter den Toten befindet sich eine große Anzahl von Ausländern. Ob sich deutsche Touristen unter den Opfern befinden ist noch unklar. Die deutsche Botschaft teilte mit, dass sie sich um Aufklärung bemüht. Die Polizei teilte mit, dass die Bombe an einem Motorrad befestigt gewesen sei. Durch die Explosion wurde ein Krater in die Straße gerissen. Der Sprengsatz explodierte nur wenige Meter vom Erawan-Schrein entfernt. Der Erawan-Schrein ist besonders bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel in Bangkok.

Im Februar und April diesen Jahres kam es schon einmal zu Anschlägen. Bekannt hatte sich zu den Taten bis heute niemand. Die Regierung ging bisher davon aus, dass die Anschläge die vom Militär eingesetzte Regierung destabilisieren soll.