Flughafen BER: Rohre zu dünn – Bau verzögert sich noch einmal

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER verzögert sich ein weiteres Mal. Der Grund dafür ist, dass zwei Kilometer Wasserrohre in einem Terminal ersetzt werden müssen, weil die Rohre zu dünn sind. In diesem Zusammenhang müssen hunderte elektronische Türen neu angeschlossen werden, weil diese sich nicht ordnungsgemäß öffnen. Die neuen technischen Schwierigkeiten verzögern die Eröffnung des Flughafens BER um weitere vier bis sechs Monate. Das teilte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef am Mittwoch mit. Ein neuer Eröffnungstermin wurde am Mittwoch nicht bekanntgegeben. Die Finanzierung der Baustelle ist bis 2018 gesichert. Der Flughafenchef konnte am Mittwoch noch nicht sagen, wie viel Arbeit der Austausch der Rohre mit sich bringt. Bei den Türen muss die Elektronik nicht ausgetauscht werden, sondern die bestehenden Anschlüsse in den Schaltschränken neu gesteckt werden. Anschließend muss jede einzelne Tür kontrolliert werden – das dauert Monate, hieß es am Mittwoch.

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Hauptstadtflughafen BER: Sofortiger Baustopp wegen Einsturzgefahr

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

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Die Bauarbeiten am neuen Hauptstadtflughafen BER wurden am Montag gestoppt. Der Grund ist, dass Einsturzgefahr besteht. Das Landratsamt Dahme-Spreewald hat einen sofortigen Baustopp für das komplette Terminal verhängt. Am Freitag wurden bereits Teile des zukünftigen Terminals abgesperrt. Die Behörde begründete den verhängten Baustopp mit der Lastüberschreitung im Bereich der Entrauchungsventilatoren im Dach des Terminals. Die Ergebnisse der Überprüfungen durch ein Statikbüro zeigten auf, dass erhebliche Überschreitungen von den ursprünglich genehmigten Lasten festgestellt worden sind. Die Bauaufsichtsbehörde fordert geprüfte Unterlagen vorzulegen, die eine räumliche Begrenzung des Baustopps zulassen. Der Baustopp kann erst aufgehoben werden, wenn die Standsicherheitsnachweise durch den Prüfingenieur geprüft wurden und ein entsprechender Prüfbericht vorliegt.

Aufgrund von schweren Bau- und Planungsmängeln konnte der neue Hauptstadtflughafen BER nicht wie vorgesehen im Juni 2012 eröffnet werden. Die massiven Schwierigkeiten am Flughafen BER sorgen auch für Ärger in der rot-schwarzen Koalition. Der stellvertretende Fraktionschef kritisierte Michael Müller den BER-Aufsichtsrat. Der stellvertretende Fraktionschef forderte ihn auf, umgehend für einen reibungslosen Informationsfluss in der Flughafengesellschaft zu sorgen. Auch der BER-Geschäftsführer wurde am Montag stark kritisiert. Die Geschäftsführung des Hauptstadtflughafens wird offenbar nicht mal mehr von den eigenen Leuten über den Zustand der Baustelle informiert. Das gefährdet das Vertrauen in das Management des Flughafens BER erheblich.

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Neuer Ärger um Flughafen BER: Betrugsverdacht steht im Raum

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

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Beim endlosen Bau des Hauptstadtflughafens BER gab es am Sonntag schon wieder Unruhe: Frühere Manager sollen bei Zahlungen bis Mai 2012 sehr großzügig gewesen sein – also vor der Absage des damaligen Eröffnungstermins. Es geht um Millionenbeträge, teilte die Geschäftsführung des Hauptstadtflughafens mit. Es besteht der Verdacht des Betrugs. Die Anti-Korruptionsbeauftragte der Flughafengesellschaft hat Ermittlungen gegen die ehemaligen Manager eingeleitet. Die Führungskräfte haben sich ungewöhnlich großzügig gezeigt und Rechnungen deutlich überhöht beglichen. Es geht nach Angaben der Flughafengesellschaft um Nachzahlungsforderungen von Lieferanten wie Siemens, Bosch oder T-Systems die damals anstandslos bezahlt wurden. Siemens hatte auf diesem Weg 22 Millionen Euro zusätzlich erhalten.

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Imtech, eine der wichtigsten Firmen für die Flughafen-Baustelle Insolvenz angemeldet hat. Die verantwortliche Flughafengesellschaft FBB versucht nun mit allen Mitteln den geplanten Eröffnungstermin im zweiten Halbjahr 2017 einzuhalten. Firma Imtech hatte beim Flughafen große Teile der Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten in Auftrag. Die Insolvenzanmeldung bedeutet, dass sich die gelante Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 weiter nach Hinten verschieben könnte. Geplant war, dass die Bauarbeiten bis März 2016 abgeschlossen sind. Im Anschluss sollte genügend Zeit für die Abnahme der Anlagen und für die komplexe Inbetriebnahme sein. Die Abnahmen sind zum Teil mit sehr komplizierten Prüfarbeiten verbunden.

Am Montag will Geschäftsführer Mühlenfeld mitteilen, ob der Flughafen trotz der Insolvenz der Firma Imtech den geplanten Eröffnungstermin im Herbst 2017 einhalten kann.

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Neue Schwierigkeiten am Hauptstadtflughafen BER

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

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Am Hauptstadtflughafen BER gibt es eine neue Schwierigkeit: Imtech, eine der wichtigsten Firmen für die Flughafen-Baustelle hat am Freitag Insolvenz angemeldet. Am Donnerstag teilte der Geschäftsführer des neuen Flughafens, Karsten Mühlenfeld noch mit, dass der Plan im zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen eingehalten werden könne. Spätestens seit dem Bekanntwerden, dass die Firma Imtech Insolvenz angemeldet hat sind diese Pläne hinfällig. Imtech ist eine wichtige Schlüsselfirma für die Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens. Geschäftsführer Mühlenfeld sagte am Freitag, dass Imtech eine der wichtigsten Baufirmen für die BER-Baustelle ist. Firma Imtech hatte beim Flughafen große Teile der Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten in Auftrag. Die Insolvenzanmeldung bedeutet, dass sich die gelante Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 weiter nach Hinten verschieben könnte. Am Freitag waren bereits zahlreiche Mitarbeiter von Imtech nicht mehr auf der Baustelle erschienen.

Geplant war, dass die Bauarbeiten bis März 2016 abgeschlossen sind. Im Anschluss sollte genügend Zeit für die Abnahme der Anlagen und für die komplexe Inbetriebnahme sein. Die Abnahmen sind zum Teil mit sehr komplizierten Prüfarbeiten verbunden. Mühlenfeld sagte, dass er eine „Taskforce“ eingerichtet hat, die mit Hochdruck einen Plan erarbeiten soll, wie das Flughafenunternehmen mit der Imtech-Insolvenz umgehen soll. Mitte August werden bereits erste Ergebnisse erwartet, so Mühlenfeld.

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