Kabul: Mindestens zehn Tote nach Explosionen auf Trauerfeier

Symbolfoto: © burntimes

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Samstag ein neuer Anschlag ereignet. Während einem Begräbnis ereigneten sich drei Explosionen, mindestens zehn Menschen starben und 80 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. An der Trauerfeier nahmen auch Vertreter der afghanischen Regierung teil. Der Anschlag ereignete sich bei der Beerdigung von Mohammad Salem Isedjar statt, dem Sohn des stellvertretenden Senatspräsidenten. Er wurde bei einer Demonstration von afghanischen Sicherheitskräften getötet. Bei der Beerdigung sollen sich drei Selbstmordattentäter unter die Gäste gemischt haben. Die Taliban-Terroristen haben eine Beteiligung an dem Anschlag abgestritten.

Erst am Mittwoch waren bei der Explosion einer Lastwagenbombe im Diplomatenviertel 90 Menschen getötet worden (wir berichteten).

Germanwings-Absturz: Angehörige verfassen Wutbriefe an die Lufthansa

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

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Die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe haben sich mit einem Wutbrief an die Lufthansa zu Wort gemeldet. Die Überführung der Toten von Frankreich nach Deutschland verzögert sich erneut. Die Eltern in Haltern am See bleiben ratlos und traurig zurück, hießt es in einer Mitteilung. Die Angehörigen drücken in ihren Schreiben Zorn und Verzweiflung aus. Sie wissen nicht, wann sie ihre Angehörigen beisetzen können. Die Überführung war ursprünglich für den 9. und 10. Juni angesetzt. Dementsprechend haben die Familien ihre Vorbereitungen für die Beerdigungen getroffen. Ab dem 12. Juni waren erste Beisetzungen, von den bei dem Absturz getöteten Schülern aus Nordrhein Westfalen geplant. Verwandte müssen nun Flüge und Hotelzimmer stornieren. Viele Angehörige haben sich psychologisch auf eine Besetzung in der nächsten Woche eingestellt, um damit einen Teil der Tragödie abzuschließen.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich die Überführung der sterblichen Überreste verzögert. Behördliche Fehler in Frankreich sollen die Ursache für die verzögerte Überführung sein. Es gab behördliche Fehler in den Sterbeurkunden. Hier soll es zu Fehlern bei der Übersetzung gekommen sein. Germanwings teilte am Freitag mit, dass das Problem schnellstmöglich gelöst wird. Die Lufthansa gab bekannt, dass die ersten Opfer am 9. Juni nach Deutschland überführt werden sollen. Ein Sonderflug werde die ersten 30 Särge von Marseille nach Düsseldorf bringen. In den nächsten Wochen werden dann nach und nach alle 150 Opfer in ihre Heimatländer gebracht.

Am 24. März war der Germanwingsflug 4U9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. Der Co-Pilot hatte die Maschine absichtlich abstürzen lassen. Alle 150 Passagiere kamen ums Leben, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen aus Haltern am See. Die Schulklasse kam von einem Schüleraustausch in Spanien. In der nächsten Woche wird der leitende französische Ermittler über die bisherigen Erkenntnisse informieren.