Herborner Bahnhof: Polizist wurde durch Messerstiche tödlich verletzt

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Nach einem Messerangriff auf zwei Polizeibeamte verstarb am Heiligabend am Herborner Bahnhof ein 46-jähriger Polizist. Sein 47-jähriger Kollege und der 27-jährige Angreifer erlitten schwere Verletzungen. Am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr benötigte der Zugbegleiter eines Regionalexpresses Hilfe bei einem Fahrgast, der sich offensichtlich nicht kontrollieren lassen wollte. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen griff der Mann die beiden Polizisten direkt an, nachdem sie den am Bahngleis stehenden Zug betraten. Die Polizisten versuchten den Angriff abzuwehren, hierbei kam auch eine Schusswaffe zum Einsatz. Der 46-Jährige Polizist erlitt tödliche Stichverletzungen. Sein 47-jähriger Kollege und der 27-jährige Angreifer werden derzeit mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Der Angreifer ist Deutscher und stammt aus dem Lahn-Dill-Kreis. Die Staatsanwaltschaft und das Hessische Landeskriminalamt haben die Ermittlungen übernommen. Der Angreifer ist polizeibekannt und soll bereits durch diverse Drogen- und Gewaltdelikte aufgefallen sein. Die Leiche des ermordeten Polizisten soll noch am Donnerstag obduziert werden, um dadurch die genaue Todesursache zu ermitteln.

Der Bahnhof in Herborn wurde nach dem Angriff komplett gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Gießen und Siegen wurde nach Angaben einer Bahnsprecherin unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Wetzlar und Dillenburg eingerichtet.

Hannover: Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein Beamter der Bundespolizei Hannover soll in einer Wache Flüchtlinge misshandelt haben. Die Bundespolizei betätigte, dass ein Angestellter Flüchtlinge gequält haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Im vergangenen Jahr kam es in Hannover mehrfach zu Übergriffen auf Menschen in den Zellen der Bundespolizei. Ein Polizist prahlte mit Kurzmitteilungen über WhatsApp mit seinen Taten. Er sendete ein Foto an einen Kollegen auf dem ein gefesselter Flüchtling in unnatürlicher Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war, berichtete der NDR. Neben dem Mann sind die Stiefel von zwei Polizisten zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft geht auch den Fragen nach, wie viele Bundespolizisten in Hannover über die Vorfälle Bescheid wussten, sich möglicherweise beteiligten oder ob der Beschuldigte alleine handelte. Es soll außerdem noch mindestens zwei andere Fälle geben. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan fiel wegen geringfügiger Verstöße der Polizei auf und wurde mit auf die Wache genommen. Dort wurde er misshandelt.

Die Taten ereigneten sich in den Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion in Hannover. Diesen Schluss lässt zumindest eine Nachricht zu, die laut NDR über WhatsApp an Polizeikollegen verschickt wurde. „Hab den weggeschlagen. Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot“, heißt es dort. „Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig. Und an den Fußfesseln durch die Wache geschliffen. Das war so schön. Gequikt wie ein Schwein. Das war ein Geschenk von Allah.“ Außerdem hat ein Flüchtling aus Marokko am 25. September 2014 verdorbenes Schweinemett vom Boden essen müssen. Der Beamte brüstete sich im Internet immer wieder mit den Taten. Ein Polizeibeamter in Hannover sagte aus, dass es häufiger lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen gab.

Bei dem Verdächtigem wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittlungen gegen den Polizisten eingeleitet wurden. Der Tatvorwurf lautet Verdacht der Körperverletzung im Amt. In der Dienststelle und in seinem Privathaus suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Taten. Eine illegale Waffe wurde sichergestellt. Aufgrund der schwere der Vorwürfe ist Eile geboten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um einen bundesweit einzigartigen Fall. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auch auf Nachfrage nicht zu konkreten Vorwürfen äußern. Der dringend tatverdächtige Bundespolizist ist derzeit nicht im Dienst. Ein mögliches Disziplinarverfahren ruht, im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.