A7 bei Werneck: Neue Autobahnbrücke eingestürzt –– mindestens ein Toter

Symbolfoto: © burntimes

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Beim Einsturz einer neuen Autobahnbrücke auf der A7 bei Wernbeck, im Landkreis Schweinfurt, ist mindestens ein Bauarbeiter getötet worden, sechs weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzte am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr ein Gerüst sowie Teile der Brücke ein. Dabei stürzte ein Brückensegment 20 Meter in die Tiefe. Die Brücke stürzte zwischen zwei Pfeilern auf einer Länge von 40 Metern Fahrbahn ein. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten 20 Menschen auf der Baustelle. Einige von ihnen wurden verschüttet, nachdem die Betonmassen zusammenbrachen. Zeitweilig war von vier Toten die Rede gewesen. Die Opferzahlen wurden am Abend jedoch glücklicherweise nach unten korrigiert. Nach dem Unglück löste die Leitstelle Großalarm aus. Fünf Rettungshubschrauber und mehrere Hundestaffeln eilten zu der eingestürzten Autobahnbrücke im Kreis Schweinfurt. Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die betroffene Talbrücke Schraudenbach wird zur Zeit abgerissen und gleichzeitig neu errichtet. Der Verkehr auf der Autobahn ist von den Arbeiten nicht betroffen, da dieser noch auf der alten Brücke läuft.

Wie es zu diesem folgenschweren Unglück kommen konnte ist noch völlig unklar. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Aufgrund von Materialermüdung wird die alte Brücke derzeit abgerissen und neu errichtet. Aufgrund von Überlastung war die Brücke für den Schwerlastverkehr bereits vor Monaten gesperrt worden. Zusätzlich wurde ein Tempolimit ausgeschildert. Die Brücke befindet sich auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Strecken Europas. Geplant wurde ein sechsspuriger Ausbau der A7. Diese Autobahn 7 ist mit 962 Kilometern Länge die längste Autobahn in Deutschland.

Zugriff auf der A8 bei Rosenheim: Polizei nimmt drei Terrorverdächtige fest – sie kamen aus Brüssel

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Ein Unbekannter hatte der bayerischen Polizei im Internet einen Hinweis auf einen geplanten Terroranschlag in Deutschland gegeben. Er warnte vor zwei Kosovo-Albanern, die mit einem silberfarbenen Auto mit belgischem Kennzeichen unterwegs seien. Auf der Autobahn 8 wurde kurz darauf das beschriebene silberfarbene Fahrzeug von Schleierfahndern der Polizei gesichtet und angehalten. Drei Männer wurden festgenommen, sie kamen mit dem Auto aus Brüssel. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen gegen die Fahrzeuginsassen eingeleitet. Es handelt sich bei den Insassen um drei Kosovaren. Sie waren mit einem in Belgien zugelassenen silberfarbenen Fahrzeug unterwegs.

Die Polizei teilte kurz nach der Festnahme mit, dass es keinen direkten Bezug zu den Terroranschlägen in Brüssel gibt. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Brüder und einen weiteren Begleiter im Alter zwischen 36 und 46 Jahren. Im Fahrzeug wurden Baupläne gefunden, die angeblich von einer Baustelle stammten, die sie betreut hatten. Außerdem stellten die Beamten 10.000 Euro Bargeld sicher. Den Transport des Geldes begründeten die Männer mit einem geplanten Autokauf. Einer der verhafteten Männer wurde per Haftbefehl gesucht, weil einer der Brüder vor der geplanten Abschiebung untergetaucht war.

Das Trio wurde am Dienstagabend zur Vernehmung nach München gebracht. Dort hat die Staatsanwaltschaft München I in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Ermittlungen gegen die Männer eingeleitet. Es besteht der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Ob gegen die Männer Haftbefehle beantragt werden, entscheidet sich am Mittwoch.