Köln: Polizei stürmt Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels

Symbolfoto: © burntimes

Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochabend um 21 Uhr das Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels in Köln gestürmt. Mit einem gepanzerten Spezialfahrzeug durchbrachen sie das Eisentor zum Grundstück und durchsuchten das Gebäude. Es wurden Waffen und Bargeld sichergestellt. Vor Ort wurden außerdem zwölf Personen angetroffen und festgehalten, bestätigte die Polizei. 100 Polizisten waren bis in die nacht hinein im Einsatz. Der Hintergrund der Durchsuchung war ein Vorfall vor zwei Wochen in der Kölner Innenstadt.

Dort hatten 40 Mitglieder der Hells Angels die Geburtstagsfeier des Präsidenten des rivalisierenden Rockerclubs Bandidos angegriffen. Die Hells Angels versuchten gewaltsam in den Nachtclub zu gelangen, in dem die Feier stattfand. Sie wurden von Beamten mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückgedrängt. Die Hells Angels beanspruchen das Gebiet, in dem sich der Nachtclub befindet, für sich. Zu der Feier waren mehr als 100 Personen eingeladen. Es sollte offenbar eine Provokation sein. Mehrere Hells-Angels-Mitglieder wurden nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Der richterliche Durchsuchungsbefehl wurde am Mittwochabend vollstreckt.

Share

Ansbach: Der Attentäter soll vom IS eingeschleust worden sein

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Die Ermittlungen der Polizei in Ansbach haben ergeben, dass der Attentäter über einen Handy-Chat gesteuert wurde und über diesen Anweisungen von einem Unbekannten erhielt. Der bayerische Innenminister hatte bei der CSU-Klausurtagung die direkte Verbindung zu einem Hintermann bestätigt. Er sagte, dass es eine noch unbekannte Person gegeben hat, die aktiv Einfluss auf das Tatgeschehen hatte. Der 27-jährige Selbstmordattentäter ist offenbar bei den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeworben und nach Deutschland geschleust worden. Zur Zeit ist noch unklar, wer genau die Kontaktperson ist und wo sich diese aufhält.

Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden. Die Ermittler wollen nun klären, ob der Chat-Kontakt schon vor der Einreise des Attentäters nach Deutschland bestand. Der 27-jährige Syrer wurde von Bulgarien aus nach Deutschland geschleust. Auffällig ist auch, dass bei dem Attentäter eine größere Summe Bargeld gefunden wurde. Die Höhe des gefundenen Geldes macht es unwahrscheinlich, dass es sich dabei um das übliche Taschengeld eines Asylbewerbs handelt.

Share

Zugriff auf der A8 bei Rosenheim: Polizei nimmt drei Terrorverdächtige fest – sie kamen aus Brüssel

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Ein Unbekannter hatte der bayerischen Polizei im Internet einen Hinweis auf einen geplanten Terroranschlag in Deutschland gegeben. Er warnte vor zwei Kosovo-Albanern, die mit einem silberfarbenen Auto mit belgischem Kennzeichen unterwegs seien. Auf der Autobahn 8 wurde kurz darauf das beschriebene silberfarbene Fahrzeug von Schleierfahndern der Polizei gesichtet und angehalten. Drei Männer wurden festgenommen, sie kamen mit dem Auto aus Brüssel. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen gegen die Fahrzeuginsassen eingeleitet. Es handelt sich bei den Insassen um drei Kosovaren. Sie waren mit einem in Belgien zugelassenen silberfarbenen Fahrzeug unterwegs.

Die Polizei teilte kurz nach der Festnahme mit, dass es keinen direkten Bezug zu den Terroranschlägen in Brüssel gibt. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Brüder und einen weiteren Begleiter im Alter zwischen 36 und 46 Jahren. Im Fahrzeug wurden Baupläne gefunden, die angeblich von einer Baustelle stammten, die sie betreut hatten. Außerdem stellten die Beamten 10.000 Euro Bargeld sicher. Den Transport des Geldes begründeten die Männer mit einem geplanten Autokauf. Einer der verhafteten Männer wurde per Haftbefehl gesucht, weil einer der Brüder vor der geplanten Abschiebung untergetaucht war.

Das Trio wurde am Dienstagabend zur Vernehmung nach München gebracht. Dort hat die Staatsanwaltschaft München I in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Ermittlungen gegen die Männer eingeleitet. Es besteht der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Ob gegen die Männer Haftbefehle beantragt werden, entscheidet sich am Mittwoch.

Share