Spanien: Mutmaßlicher 22-jähriger Barcelona-Attentäter von Polizei erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Spanien, dreißig Kilometer von Barcelona entfernt, entdeckten Sicherheitskräfte am Montag einen jungen Mann, der eine Sprengstoffweste trug und „Allahu akbar“ rief. Die Polizisten schossen auf den Mann, der wenig später seinen Verletzungen erlag. Mehrere Stunden nach dem Schusswechsel steht fest, dass es sich bei der getöteten Person um den mutmaßlichen Barcelona-Attentäter handelt. Zunächst untersuchte ein Roboterfahrzeug, ob es sich bei der Sprengstoffweste um eine echte oder nur um eine Attrappe handelt.

Es ist der gesuchte 22-jährige Marokkaner Younes Abouyoub. Er lenkte am vergangenen Donnerstag den Lieferwagen in Barcelona auf der beliebten Einkaufsstraße „Las Ramblas“ in eine Menschenmenge. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Mehr als 50 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt. Neun von ihnen schwebten auch am Montagabend noch in Lebensgefahr.

Auf der Flucht vor der Polizei hatte Abouyoub auf dem Gelände einer Universität in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen, um so an das Fahrzeug des Mannes zu gelangen. Mit diesem überfuhr er eine Polizeisperre. Später wurden das Auto und die Leiche des Besitzers auf dem Rücksitz gefunden. Bei einem weiteren Anschlag in dem Küstenort Cambrils, in der Nähe von Barcelona, hatte die Terrorgruppe erneut Menschen angefahren – eine Frau starb. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Terroristen und tötete mindestens zwei der Täter. Außerdem gab es in der Ortschaft Alcanar eine Explosion. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Polizisten 120 Gasflaschen sicher, die für Anschläge vorbereitet waren.

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Anschlag in Barcelona fordert 13 Todesopfer – IS reklamiert Attentat für sich

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Zentrum von Barcelona ist in einer beliebten Einkaufstraße am Donnerstagabend ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Mindestens zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, darunter Medienberichten zufolge auch drei Deutsche. Das Auswärtige Amt konnte am Donnerstagabend noch nicht bestätigen, dass Deutsche ums Leben kamen. Außerdem wurden 80 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nach dem Anschlag haben spanische Polizisten einen Autofahrer erschossen, der zuvor zwei Polizisten mit einem weiteren Fahrzeug angefahren hatte. Ob ein Zusammenhang zu dem Anschlag mit den zwölf Todesopfern besteht ist noch unklar. Die Polizei hat die Tatorte großräumig abgesperrt.

Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben den Anschlag mit dem Transporter für sich reklamiert. „Einer der Soldaten habe den Angriff angeführt“, teilte das IS-Sprachrohr Amak mit. Nach dem Anschlag wurden zwei Personen festgenommen. Die spanische Polizei teilte mit, dass sich der Fahrer des Amok-Transporters nicht unter den Festgenommen befindet.

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S-Bahn-Unglück im Berufsverkehr in Barcelona: Mindestens 48 Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei der Einfahrt eines Zuges in den Bahnhof França hat sich am Freitagmorgen im Berufsverkehr, um 7.15 Uhr, im spanischen Barcelona ein S-Bahn-Unfall ereignet. Der aus Sant Vicenç de Calders kommende Zug prallte frontal auf einen Prellbock. Insgesamt wurden 48 Passagiere verletzt, fünf von ihnen schwer – darunter auch der Zugführer. 18 Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Zum Unfallzeitpunkt standen offenbar viele Menschen in der S-Bahn, weil der Zug überfüllt war. Die Unfallursache st noch unklar. Ermittlungen wurden aufgenommen. Die Kabine des Zugführers wurde nach dem Unfall von der Feuerwehr mit Planen abgedeckt. Diese wurde eingedrückt und bei dem Unfall völlig zerstört.

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Germanwings-Absturz: Angehörige verfassen Wutbriefe an die Lufthansa

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

Die Hinterbliebenen der Germanwings-Katastrophe haben sich mit einem Wutbrief an die Lufthansa zu Wort gemeldet. Die Überführung der Toten von Frankreich nach Deutschland verzögert sich erneut. Die Eltern in Haltern am See bleiben ratlos und traurig zurück, hießt es in einer Mitteilung. Die Angehörigen drücken in ihren Schreiben Zorn und Verzweiflung aus. Sie wissen nicht, wann sie ihre Angehörigen beisetzen können. Die Überführung war ursprünglich für den 9. und 10. Juni angesetzt. Dementsprechend haben die Familien ihre Vorbereitungen für die Beerdigungen getroffen. Ab dem 12. Juni waren erste Beisetzungen, von den bei dem Absturz getöteten Schülern aus Nordrhein Westfalen geplant. Verwandte müssen nun Flüge und Hotelzimmer stornieren. Viele Angehörige haben sich psychologisch auf eine Besetzung in der nächsten Woche eingestellt, um damit einen Teil der Tragödie abzuschließen.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich die Überführung der sterblichen Überreste verzögert. Behördliche Fehler in Frankreich sollen die Ursache für die verzögerte Überführung sein. Es gab behördliche Fehler in den Sterbeurkunden. Hier soll es zu Fehlern bei der Übersetzung gekommen sein. Germanwings teilte am Freitag mit, dass das Problem schnellstmöglich gelöst wird. Die Lufthansa gab bekannt, dass die ersten Opfer am 9. Juni nach Deutschland überführt werden sollen. Ein Sonderflug werde die ersten 30 Särge von Marseille nach Düsseldorf bringen. In den nächsten Wochen werden dann nach und nach alle 150 Opfer in ihre Heimatländer gebracht.

Am 24. März war der Germanwingsflug 4U9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. Der Co-Pilot hatte die Maschine absichtlich abstürzen lassen. Alle 150 Passagiere kamen ums Leben, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen aus Haltern am See. Die Schulklasse kam von einem Schüleraustausch in Spanien. In der nächsten Woche wird der leitende französische Ermittler über die bisherigen Erkenntnisse informieren.

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Flugzeugabsturz: Germanwings-Airbus mit 148 Menschen an Bord in Südfrankreich abgestürzt

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

»Ein Airbus vom Typ A320 ist auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in einem bergigen Gebiet zwischen Grenoble und Nizza, in Südfrankeich, abgestürzt. Es handelt sich um eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings. Es befinden sich 400 Einsatzkräfte rund um die Absturzstelle. Die Maschine ist im Gebiet Alpes-de-Haute-Provence, in der Region von Barcelonnette in den südlichen Alpen, abgestürzt. Das Flugzeug ist um 9.55 Uhr in Barcelona mit knapp 20-minütiger Verspätung gestartet und verschwand um 10.37 Uhr von den Radarschirmen. Ob es technische Probleme gab oder der Slot belegt war und es deshalb zur Verspätung kam, ist unklar. Die deutsche Flugsicherung bestätigte den Absturz um 10.37 Uhr. Das Flugzeug sollte um 11.55 Uhr in Düsseldorf landen. Die Internetpräsenz von Germanwings, auf der es aktuelle Informationen zu dem Absturz geben soll, ist unter dem Besucheransturm zusammengebrochen. Die Absturzstelle befindet sich vermutlich in mehr als 2.000 Metern Höhe im Hochgebirge, in dem noch Schnee liegt. Das Flugzeug verringerte seine Flughöhe innerhalb kürzester Zeit von 11.000 auf 2.000 Meter. In dieser Höhe befindet sich auch die Absturzstelle des Airbus A320. Französische Hubschrauber haben bereits erste Trümmerteile in der Region von Barcelonnette gesichtet. Die Trümmerteile des Passagierflugzeugs sind offenbar auf zwei Quadratkilometern verteilt. Das Gebiet ist schwer zu erreichen und für Fahrzeuge nicht zugänglich. Die verunglückte Maschine war 24 Jahre alt und wurde von Airbus 1990 an die Lufthansa ausgeliefert. Bei den deutschen Passagieren soll es sich um Wochenendurlauber aus Barcelona oder Palma de Mallorca handeln. 42 spanische Passagiere waren an Bord des Germanwings-Flugzeugs. Spanien hat aus diesem Grund ebenfalls einen Krisenstab eingerichtet. Am frühen Dienstagabend wurde einer der beiden Flugschreiber der abgestürzten Maschine gefunden, wie die französische Regierung mitteilte.

Inzwischen teilte die Fluggesellschaft mit, dass sich 72 Deutsche, unter ihnen auch zwei Babys, an Bord des abgestürzten Flugzeugs befanden. Nach Angaben der Passagierliste befand sich an Bord des Fluges auch eine Schülergruppe mit 16 Schülern einer zehnten Klasse und ihren beiden Lehrerinnen aus dem nordrhein-westfälischen Haltern am See, die sich auf dem Rückweg von einem einwöchigen Schüleraustausch in Spanien befanden. Die betroffene Schule sagte für Dienstag alle Veranstaltungen wie beispielsweise den Elternsprechtag aufgrund der schrecklichen Nachrichten ab. „Wir möchten dem Kollegium, der Schulgemeinde und den Eltern der verunglückten Kinder unser tiefempfundenes Beileid aussprechen“, schrieb die Schule auf ihrer Internetpräsenz.

Die Fluggesellschaft Germanwings meldete sich ebenfalls zu Wort und bestätigte den Absturz. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Germanwings und der Lufthansa sind in tiefer Betroffenheit mit ihren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Freunden der Passagiere und Besatzungsmitglieder.“ Germanwings-Chef Oliver Wagner äußerte sein Bedauern auf einer Pressekonferenz. Es handelt sich vermutlich um das schwerste Unglück in der Geschichte des Lufthansa-Konzerns. Der Kapitän des abgestürzten Flugzeugs absolvierte auf dem Airbus A320 mehr als 6.000 Flugstunden. An der Unglücksmaschine wurde noch am Montag ein Routinecheck durchgeführt.

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass sich an Bord der Unglücksmaschine auch Opernsänger Oleg Bryjak befand. Er war Baassbaiton der Deutschen Oper am Rhein.

Die französische Generaldirektion für Luftfahrt (DGAC) und die deutsche Flugsicherung haben den Absturz des Fluges 4U9525 bestätigt. Frankreichs Präsident Hollande teilte vor wenigen Augenblicken mit, dass sich viele Deutsche unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich befinden. Es sei davon auszugehen, dass die 148 Menschen an Bord nicht überlebt hätten, teilte die französische Regierung mit. Frankreichs Präsident Hollande erklärte er habe einen Krisenstab eingerichtet. Deutschland hat ebenfalls einen Krisenstab in enger Kooperation mit Frankreich eingerichtet. Bis Dienstagabend konnten noch nicht alle Angehörigen erreicht werden. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve wurde zum Unglücksort entsandt. Er äußerte sich bestürzt über den Absturz. Die Absturzursache ist noch völlig unklar. Es soll kurz vor dem Absturz einen Notruf und eine Routenveränderung gegeben haben. Es ist eine Tragödie für die Luftfahrt und eines der schwersten Flugzeugunglücke auf französischem Boden, das jemals passiert ist. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: „In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all denjenigen, die darum fürchten müssen, dass ihre Angehörigen unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern sind.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch zur Absturzstelle reisen. Deutsche Behörden haben bisher keinerlei Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Flugzeugabsturz finden können.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier flog am Dienstag mit einem Hubschrauber über den Absturzort. Er sagte hinterher: „Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens.“ Steinmeier bedankte sich im Namen der Bundesregierung der französischen Regierung und alle Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz.«

Angehörige erhalten unter der Krisenhotline (030) 5000 3000 vom Auswärtigen Amt weitere Informationen. Zusätzlich hat der Flughafen Düsseldorf eine Hotline unter (0800) 776 6350 geschaltet.

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