Tödliches Autorennen in Berlin: Kudamm-Raser zu Haftstrafen verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Das Berliner Landgericht hat am Montag zwei Teilnehmer eines illegalen Autorennens zu Haftstrafen verurteilt. Die zwei Männer rasten am 1. Februar 2016 mit ihren Autos in Berlin den Straßenzug Tauentzienstraße/Kurfürstendamm hinunter und erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Die Männer überfuhren mehrere rote Ampeln. Einer der Raser kollidierte mit seinem Auto mit dem Fahrzeug eines 69-jährigen Mannes, der bei Grün in eine Kreuzung eingefahren war. Der 69-jähriger Fahrer starb an seinen schweren Verletzungen. Die Verteidiger argumentierten, dass der Vorsatz an einem Rennen teilzunehmen nicht mit einem Tötungsdelikt gleichzusetzen sei.

Das sah das Gericht anders und verurteilte die beiden Männer im Alter von 25 und 28 Jahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen. Außerdem müssen beide ihren Führerschein lebenslang abgeben. Die Anklage argumentierte, dass die Männer bei ihrem Rennen zwar niemanden töten wollten, aber mögliche Folgen billigend in Kauf nahmen.

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Illegales Autorennen in Hagen: Rasern droht Gefängnisstrafe

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Bei einem illegalen Autorennen im nordrhein-westfälischen Hagen hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Ein sechs Jahre alter Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Gegen die zwei Tatverdächtigen wurde unterdessen Haftbefehl erlassen. Der sechsjährige Junge hatte am Donnerstag mit seiner elfjährigen Schwester und der Mutter in einem Auto gesessen, in das ein 46-jähriger Autofahrer mit seinem Fahrzeug frontal und mit hoher Geschwindigkeit hinein gerast war. Die Mutter der Kinder und das elfjährige Mädchen erlitten bei dem Unfall ebenfalls schwere Verletzungen und liegen im Krankenhaus. Der 46-Jährige Unfallverursacher erlitt bei der Kollision einen Beinbruch.

Ein ebenfalls am Rennen beteiligter 33-Jähriger flüchtete zunächst. Die beiden Autofahrer gaben, nachdem die Ampel auf grün sprang, Vollgas und fuhren mindestens das doppelte der erlaubten 50 km/h. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Fahrer und einem 33-jährigen Mann vor, sich ein illegales Autorennen geliefert zu haben. Dafür droht den Rasern die Verhängung einer Freiheitsstrafe. Die Polizeigewerkschaft forderte ein härteres Vorgehen gegen Raser.

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Bremen: Unbeteiligte Autofahrerin stirbt nach illegalem Straßenrennen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Bei einem illegalen Autorennen kam es in der Nacht zu Sonntag in der Schwaneweder Straße in Bremen-Nord zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Dabei kam eine unbeteiligte Autofahrerin ums Leben. Der Unfall ereignete sich um Mitternacht etwa einen Kilometer vor der Landesgrenze. Der 52-jährigen Autofahrerin und ihrem 51-jährigen Beifahrer kamen plötzlich zwei Autos mit hoher Geschwindigkeit entgegen, die sich überholten und beide Fahrspuren verwendeten. Die 52-jährige Frau versuchte noch mit der Lichthupe auf sich aufmerksam zu machen. Die beiden Fahrzeuge reagierten jedoch nicht, sodass die Autofahrerin nach rechts auswich, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Dabei geriet ihr Fahrzeug an den Bordstein. Sie verlor die Kontrolle über den PKW und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei stieß sie gegen einen Baum und anschließend noch gegen den Betonmast einer Straßenlaterne. Das Fahrzeug kam auf der Fahrerseite zum Liegen.

Die Teilnehmer des Autorennens sind flüchtig. Die Polizei fahndet nach den flüchtlingen Fahrern. Die 52-jährige Frau aus Schwaneweder wurde in ihrem Auto eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. Ihr Lebensgefährte wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Zeugenberichten zufolge lieferten sich zwei Autos ein illegeales Autorennen. Beide Fahrzeuge fuhren zunächst mit etwa 75 Stundenkilometern hintereinander. Unmittelbar vor einer Kurve wollte der zweite Wagen den ersten überholen. Beide Fahrzeuge beschleunigten und fuhren mit etwa 90 Stundenkilometern nebeneinander, bis es zum Unfall kam. Beide Fahrzeugführer setzten ihre Fahrt fort ohne sich um die Folgen ihres fahrlässigen Handelns zu kümmern. Nach dem Unfall passierte auch noch ein silberfarbener Jaguar die Unfallstelle ohne anzuhalten, die Polizei zu verständigen und erste Hilfe zu leisten. Die Polizei bestätigte, dass auch nach dem Jaguar gefahndet wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch der Fahrer des Jaguars ein Teilnehmer des illegalen Autorennens war.

Bis Sonntagnachmittag gingen bei der Polizei in Bremen dutzende Hinweise ein. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht eingeleitet. Die Polizei teilte mit, dass es konkrete Hinweise zu bestimmten Autos gibt, die nun untersucht werden. Zeugen haben vom Balkon beobachtet wie die Fahrer eines blauen und eines „grünlich-schimmernden“ Wagens sich ein Autorennen geliefert haben. An der Unfallstelle waren 50 Kilometer pro Stunde erlaubt. Beide Autos sollen jedoch mit mindestens 90 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein.

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