Malta: Zehn Festnahmen nach Mord an Journalistin

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Sechs Wochen nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia haben Maltas Sicherheitskräfte zehn Personen verhaftet. Noch ist unklar, wer den Mord-Auftrag gegeben hat. Bei den Festgenommenen handelt es sich um maltesische Staatsbürger. Sie werden verdächtigt den Anschlag mit einer Autobombe geplant und durchgeführt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Verhafteten, um die ausführenden Täter handelt. Die Regierung hatte eine Million Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.

Die 53-jährige Journalistin hatte viele Gegner. Sie kämpfte dafür Korruption und organisiertes Verbrechen offenzulegen und hatte auch Enthüllungen über die Regierung in Malta veröffentlicht. Es wurde unter anderem bekannt, dass einige Regierungsmitarbeiter sogenannte Offshore-Konten haben.

Syrien-Krieg: Viele Tote bei Anschlag auf einen Bus-Konvoi mit evakuierten Syrern

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen sah vor, dass 5.000 Menschen insgesamt vier stark belagerte Orte verlassen. Die Bewohner sollten in eine von Regierungstruppen kontrollierte Stadt im Norden des Landes gebracht werden. Am Samstag wurde der Bus-Konvoi mit evakuierten Menschen angegriffen. Als der Konvoi in der Nähe von Aleppo stoppte, explodierte eine Bombe. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es ist noch unklar, wer für die Explosion der Autobombe die Verantwortung trägt. Die syrische Regierung und die Rebellen schoben sich gegenseitig die Verantwortung für den Anschlag zu.

Türkei: Kleinkind stirbt bei Explosion einer Autobombe

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Im Südosten der Türkei hat sich am Freitagabend ein Terroranschlag ereignet. Die Explosion einer Autobombe ereignete sich in der Stadt Viransehir in der Nähe zur syrischen Grenze. Die Detonation richtete sich offenbar gegen ein Haus, in dem Staatsanwälte und Richter wohnen. Bei der Explosion starb ein dreijähriges Kind und mindestens 15 Menschen wurden zum teil schwer verletzt. In der betroffenen Provinz gehen Sicherheitskräfte gegen Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. Die PKK-Anhänger verüben immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte.

Asas/Syrien: Autobombe explodiert – mindestens 48 Menschen starben

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In Syrien hat sich am Samstag wieder ein schwerer Anschlag ereignet. Ziel des Anschlags war die von den Rebellen kontrollierte Stadt Asas im Norden des Landes – in der Nähe von Aleppo. Die Rebellen werden in Asas von der Türkei unterstützt. Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Tanklastwagens, auf einem Markt vor dem Gerichtsgebäude, starben mindestens 48 Menschen. Zahlreiche weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass es sich bei den meisten Opfern um Zivilisten handelt. Einige Opfer konnten bisher nicht identifiziert werden, weil sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Veröffentlichte Fotos und Videos von Aktivisten zeigten beschädigte Fahrzeuge und Häuser. In der Straße befanden sich nach der Explosion tiefe Löcher. Das Gerichtsgebäude wurde komplett zerstört.

In der betroffenen Stadt Asas war erst im November eine Autobombe explodiert. Damals starben mindestens 10 Menschen – die Rebellen sprachen sogar von 25 Todesopfern. Die Stadt war in der Vergangenheit immer wieder Anschlagsziel von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS).

Izmir (Türkei): Autobombe explodiert an einem Kontrollpunkt der Polizei

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Vor einem Justizgebäude in der westtürkischen Stadt Izmir ist am Donnerstag eine Autobombe explodiert. Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Eingangs für Richter und Staatsanwälte. Ein Polizist und ein Gerichtsmitarbeiter wurden bei der Explosion getötet, sagte der Gouverneur der Stadt. Mindestens fünf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach der Explosion der Autobombe lieferten sich drei Terroristen einen Schusswechsel. Dabei wurden zwei Terroristen getötet. Der Dritte konnte flüchten. Die Sicherheitsvorkehrungen an allen türkischen Flughäfen wurden erhöht, um zu verhindern, dass der Attentäter außer Landes flieht. Nach dem Anschlag fand die Polizei Kalaschnikows, acht Handgranaten und einen Raketenwerfer – schwere Kriegswaffen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) hinter dem Anschlag stecken könnte. Die betroffene Stadt Izmir ist neben Ankara und Istanbul die größte Stadt in der Türkei.

Erst in der Silvesternacht starben bei einem Anschlag in einem Club in Istanbul 39 Menschen (wir berichteten).

Doppelanschlag vor Stadion in Istanbul: Mindestens 38 Menschen kamen ums Leben

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In der türkischen Metropole Istanbul hat sich am Samstagabend ein schwerer Terroranschlag ereignet. Insgesamt kamen mindestens 38 Menschen ums Leben, darunter 30 Polizisten. Außerdem wurden 166 Menschen zum Teil schwer verletzt. Von den Verletzten lagen am Sonntagmorgen 14 auf der Intensivstation, teilte der Innenminister mit. Es handelte sich um insgesamt zwei Bombenanschläge auf Bereitschaftspolizisten. Zuerst wurde eine Autobombe in der Nähe eines Polizeibusses am Stadion von Beşiktaş Istanbul. zur Explosion gebracht. Kurz darauf sprengte sich ein Selbstmordattentäter im angrenzenden Macka-Park in die Luft. Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Der türkische Ministerpräsident vermutete die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag. Am Sonntagabend bekannte sich eine PKK-Splittergruppe zu dem Anschlag. Präsident Erdogan hat Vergeltung angekündigt.

Bei dem Anschlag wurden zwischen 300 und 400 Kilogramm Sprengstoff verwendet. Türkische Behörden verhängten nach dem Terroranschlag eine Nachrichtensperre. Außerdem wurde für Sontag eine eintägige Staatstrauer angeordnet.

Vor dem Terroranschlag hatte im nahegelegnen Fußballstadion von Beşiktaş Istanbul ein Hochrisikospiel zwischen zwei verfeindeten Mannschaften stattgefunden. Die Polizei hatte die Aufgabe Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern zu verhindern.

Die Hintergründe des Doppelanschlags waren am Sonntag weiter unklar. Am Samstag hatte die türkische Regierung einen Entwurf für eine Verfassungsänderung in das türkische Parlament eingebracht, mit dem das stark umstrittene Präsidialsystem eingeführt werden soll. Ein anderer möglicher Hintergrund könnte auch das militärische Eingreifen von der Türkei in Syrien sein.

Der türkische Staatspräsident Erdogan verurteilte die Taten scharf und bezeichnete die Anschläge als abscheulich. Der Generalsekretär der Nato meldete sich ebenfalls und Wort und sagte, dass in Istanbul ein furchtbarer Terrorakt geschehen ist.

Türkei: Mindestens 19 Menschen starben bei der Explosion einer Autobombe

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am Sonntag wurde ein Autobomben-Anschlag auf einen Kontrollposten der Gendarmerie, in der Nähe der türkischen Stadt Semdinli, im Südosten der Türkei, verübt. Ein Selbstmordattentäter fuhr mit einem Kleinlaster, der mit fünf Tonnen Sprengstoff beladen war, vor den Militärposten und brachte diesen zur Explosion. Zehn Soldaten und acht Zivilisten starben. Zusätzlich erlitten 27 Menschen zum Teil schwere Verletzungen, darunter zehn Soldaten, berichtete der TV-Sender CNN Türk. Die Opfer auf Seiten der Zivilisten lassen sich dadurch erklären, dass sie unmittelbar neben dem Kontrollposten auf einen Bus gewartet haben. Die Explosion war so stark, dass diese einen sieben Meter tiefen und 15 Meter breiten Krater aufriss. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK bekannte sich zu dem Anschlag.

Erst am Samstag wurde ein Anschlag in Ankara verhindert. Nachdem Sicherheitskräfte ein Auto stoppten, sprengen sich dessen Insassen in die Luft. Seit dem Sommer 2015 geht die Türkei wieder gegen Anhänger der PKK vor. Der Waffenstillstand war zuvor gescheitert. Der Konflikt dauert seit 1984 an. Mindestens 40.000 Menschen wurden seit dem getötet.

Anschlag auf Polizei-Fahrzeug in der Türkei: Drei Tote und 45 Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Türkei ist am Dienstag wieder von einem Bombenanschlag erschüttert worden. In der vorwiegend von Kurden bewohnten Stadt Diyarbakir, im Südosten des Landes, ist eine Autobombe während des Vorbeifahrens eines Polizeifahrzeugs zur Explosion gebracht worden. Der Anschlag richtete sich gegen den gepanzerten Transporter der Polizei. Drei Menschen wurden durch die Explosion getötet und 42 weitere zum Teil schwer verletzt. Die amtliche Nachrichtenagentur vermutete, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag stecken könnte. Bisher bekannte sich noch niemand zu dem Attentat. In dem Polizeibus befanden sich sieben Gefangene, die zu einer medizinischen Untersuchung gebracht werden sollten. Die Gefangenen waren alle unter dem Verdacht PKK-Mitglied zu sein verhaftet. Unter den Verletzten befanden sich 12 Polizisten. Ob Polizisten ums Leben kamen ist noch unklar.
Die Kämpfer der PKK hatten zuletzt Ende März einen Anschlag in der betroffenen Stadt verübt, bei dem sieben Polizisten ums Leben kamen.

Der türkische Premier Erdogan hat erst kürzlich den Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) damit gedroht, ihnen die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Die Friedensgespräche zwischen der Regierung und der PKK brachten im Juli 2015 keinerlei Ergebnisse und wurden schließlich abgebrochen. Anschließend kam es nach einer zweijährigen Waffenruhe wieder zu blutigen Zwischenfällen auf Zivilisten sowie auf Militär und Polizei. Die Sicherheitskräfte in der Türkei sind seit dem Ende der Waffenruhe in erhöhter Alarmbereitschaft.

Berlin-Charlottenburg: Passat explodiert –– Sprengsatz befand sich unter dem Auto

Symbolfoto: © burntimes

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Am Dienstagmorgen ist im Berliner Stadtteil Charlottenburg in der Bismarckstraße ein VW Passat explodiert. Mitten im morgendlichen Berufsverkehr detonierte um 7.54 Uhr eine Autobombe auf der Bismarckstraße. Der Fahrer des Wagens kam dabei ums Leben. Der Mann verblutete – jede Hilfe kam zu spät. Die Ermittler bestätigten, dass es sich um einen Anschlag handelte und sich unter dem Fahrzeug ein Sprengsatz befand. Das 43-jährige Opfer ist wegen Drogenhandels vorbestraft. Seit 2008 hat der Mann jedoch keinerlei Straftaten mehr begangen. Bei dem Fahrer des Autos handelte es sich nicht um den Halter des Fahrzeugs. Das 43-jährige Opfer wohnte in unmittelbarer Nähe des Anschlagorts. Anwohner berichteten von einem lauten Knall am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr. Der VW Passat explodierte während der Fahrt. Durch die Wucht der Explosion hatte sich der Wagen überschlagen.

Das Fahrzeugwrack wurde nach dem Anschlag zunächst von Sprengstoffexperten gesichert. Die nähere Umgebung rund um den Anschlagsort wurde abgesperrt. Während die Sprengstoffexperten nach weiteren Bomben suchten, wurden die Anwohner gebeten ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei dem Anschlag soll es sich um einen Racheakt aus der kriminellen Drogenszene handeln. Gegen 15.35 Uhr rückte an der Bismarckstraße 102 ein Sondereinsatzkommando an. Die Spezialkräfte stürmten die Wohnung, in der das Opfer zuletzt gelebt hatte. Am Dienstagabend um kurz nach 18 Uhr wurde die Sperrung in der Bismarckstraße aufgehoben.

Terroranschlag in Ankara: Mindestens 28 Tote nach schwerer Explosion

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der türkischen Hauptstadt Ankara hat sich am Mittwochabend um 18.30 Uhr (Ortszeit) ein Terroranschlag ereignet. Im Regierungsviertel der Hauptstadt explodierte eine Autobombe. Der Anschlag war auf ein Militärkonvoi gerichtet gewesen. Der Sprengsatz detonierte an einer Ampel, als davor mehrere Fahrzeuge mit Armee-Angehörigen angehalten hatten. Der zuständige Gouverneur bestätige, dass der Anschlag türkischen Soldaten galt. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben und 45 wurden verletzt. Türkische Streitkräfte sind in den letzten Monaten immer wieder das Ziel von Anschlägen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK geworden. Die türkische Armee kämpft seit Mitte Dezember gegen die Anhänger in der Südtürkei. Im Juli war ein vereinbarter Waffenstillstand gescheitert (wir berichteten). Der PKK-Konflikt dauert schon seit 1984 an und kostete bis heute mindestens 40.000 Menschen das Leben. Erst vor vier Wochen hatte ein Anschlag Istanbul erschüttert. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nähe der Blauen Moschee in die Luft gesprengt. Elf Menschen starben dabei, darunter auch zehn Deutsche einer Reisegruppe.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte nach den Ereignissen eine Reise nach Brüssel zu Gesprächen über die Flüchtlingskrise ab. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Zuletzt wurden Anschläge der Terroristenmiliz Islamischer Staat (IS) oder linksterroristischen Gruppierungen zugeordnet.