Türkei: Erdogan warnt Deutschland keine Asylanträge von türkischen NATO-Soldaten anzunehmen

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Bundeskanzlerin Merkel reist am Donnerstag in die Türkei. Regierungssprecher Steffen Siebert teilte mit, dass es sich nur um einen Arbeitsbesuch handelt. Am Montag hat der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik Deutschland aufgefordert niemals und unter keinen Umständen Asylanträge von türkischen NATO-Soldaten anzunehmen. Alles andere hätte „ernste Folgen“, sagte Isik. Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass rund 40 türkische NATO-Soldaten, die sich zur Zeit in Europa befinden, in Deutschland Asyl beantragt haben. Bei den Soldaten handelt es sich größtenteils um ranghohe Militärs, denen bei einer Abschiebung in die Türkei Folter- und langjährige Haftstrafen drohen. Die türkische Regierung beschuldigt die Soldaten an dem Putschversuch um den islamischen Prediger Fethullah Gülen beteiligt gewesen zu sein. Fethullah Gülen betonte in der Vergangenheit immer wieder, dass er nichts mit dem Putschversuch zu tun hätte und dieser inszeniert worden sei.

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Festnahme in Polen: 25-Jähriger soll Frau in Munster getötet haben

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Polen wurde ein 25-jähriger Mann verhaftet. Er soll eine 55-jährige Frau – vor fünf Monaten – in ihrem Haus im niedersächsischen Munster getötet haben. Der ortsunkundige 25-Jährige hatte sich zur Tatzeit vorübergehend in Munster aufgehalten und war unmittelbar nach der Tat in seine polnische Heimat geflüchtet. Der 25-Jährige war in die Wohnung der 55-jährigen Frau eingedrungen. Was sich dort anschließend genau abspielte ist bis heute unklar. Fest steht, dass der 25-Jährige Gewalt gegen die Frau anwendete. Die Leiche der Frau, die sehr zurückgezogen lebte, wurde Anfang September gefunden, nach dem sie zuvor mehrere Tage lang nicht mehr gesehen worden war. Aufgrund der Verletzungen konnte ein Mord nicht ausgeschlossen werden, sodass eine Mordkommission mit dem Fall beauftragt wurde. Der mutmaßliche Täter wurde in enger Kooperation mit den polnischen Polizei- und Justizbehörden festgenommen. Das Motiv blieb weiterhin unklar.

Der 25-Jährige soll in den nächsten Wochen nach Deutschland ausgeliefert werden. In Deutschland wird er sich einem Strafverfahren wegen eines Tötungsdeliktes stellen müssen.

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Terrorverdächtiger Salah Adeslam wurde nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde in der Nacht zu Mittwoch von Belgien nach Frankreich ausgeliefert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen kam er in der französischen Hauptstadt Paris an. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend wird er in Untersuchungshaft genommen. Wir berichteten bereits Ende März darüber, dass Abdeslam nach Frankreich ausgeliefert wird. Aufgrund rechtlicher Verfahren hatte sich die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen verzögert. Anfangs sprach sich der Terrorist gegen eine Auslieferung nach Frankreich aus. Nach den Anschlägen in Brüssel war er nach Angaben seines Rechtsanwalts bereit nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Abdeslam steht in direktem Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel. Mit der Auslieferung kamen die belgischen Behörden dem europäischen Haftbefehl nach.

Abdselam wurde am 18. März in Brüssel nach einer dramatischen Anti-Terror-Razzia im Stadtteil Molenbeek verhaftet. Während der Razzia kam es zu einer Schießerei, bei der Abdeslam eine Schusswunde am Bein erlitt. Vier Monate war er zuvor auf der Flucht vor den Behörden. Er ist der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November mit 130 Toten (wir berichteten).

Ob Adeslam der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis, einem Vorort von Paris, getötet.

Salah Abdeslam sagte einen Tag nach seiner Festnahme in Belgien aus, dass er sich am 13. November vor dem Stade de France in die Luft sprengen sollte. Der nach Frankreich ausgelieferte Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert. Er hätte sich jedoch in letzter Minute anders entschieden, sagte er aus. Einer der Brüsseler Attentäter hatte eine Wohnung unter falschem Namen angemietet. In der Wohnung soll sich auch Abdeslam aufgehalten haben. Bei den Anschlägen in Brüssel starben am 22. März insgesamt 32 Menschen. Salah Abdeslam könnte auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt gewesen sein.

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Belgien: Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird von Belgien nach Frankreich ausgeliefert. Er teilte mit, dass er mit den französischen Behörden kooperieren wird. Zunächst war er jedoch gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Ein Richter hat die Auslieferung am Donnerstag bestätigt und angeordnet. Frankreich hatte die Auslieferung zuvor mit einem europäischen Haftbefehl in Belgien beantragt. Ein konkretes Datum wurde noch nicht festgelegt. Der 26-Jährige wurde am 18. März in Brüssel, während einer Razzia, verhaftet. Er lebte im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Zuvor war er vier Monate lang auf der Flucht.

Abdeslam ist der einzige überlebende Attentäter von Paris. Bei den Terroranschlägen starben am 13. November insgesamt 130 Menschen (wir berichteten). Abdeslam ist einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge in Paris. Einen Tag nach seiner Festnahme hatte Abdeslam ausgesagt, dass er sich vor dem Stadion in Paris in die Luft sprengen wollte, er es sich aber plötzlich doch anders überlegt hatte. Seit dem Terroranschlag in Brüssel am 22. März, bei dem 32 Menschen starben, verweigert er jede Aussage. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass die Anschläge in Paris und Brüssel von der gleichen islamistischen Terrorbande begangen worden sind. Ob Salah Abdeslam auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt war ist noch unklar.

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Festnahme in Berlin: TV-Journalist Ahmed Mansur wurde freigelassen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der in Berlin verhaftete ägyptische Fernsehjournalist Ahmed Mansur wurde am Montag freigelassen. Der 52-Jährige wurde nicht wie gefordert nach Ägypten ausgeliefert, sondern stattdessen wieder freigelassen. Am frühen Montagabend verließ Mansur die Justizvollzugsanstalt in Berlin-Moabit. Der Journalist arbeitete bei Al-Dschasira und wurde am Samstag auf dem Flughafen Berlin-Tegel verhaftet und saß seit dem in Gewahrsam in der Justizvollzugsanstalt. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es einen Haftbefehl gegen Mansur gab. Mansur wurde auf Grundlage eines über Interpol verbreiteten Fahndungsersuchens festgenommen. Kurz nach der Festnahme des Journalisten in Berlin gab es Bedenken. Der Fernsehsender Al-Dschasira gilt als Kritiker des ägyptischen Präsidenten. Ahmed Mansur wurde beschuldigt im Fernsehen Unwahrheiten verbreitet zu haben, welche die innere Sicherheit in Ägypten gefährden. Ihm hätte im Falle einer Auslieferung Folter gedroht. Die Regierung in Kairo sieht den Fersehsender Al-Dschasira als Unterstützer der in Ägypten mittlerweile verbotenen Muslimbrüder.

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Fifa: Sepp Blatter tritt als Präsident zurück –– FBI ermittelt

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Der 79-jährige Sepp Blatter hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt als Fifa-Präsident erklärt. Wie am Dienstagabend bekannt wurde, könnte diese Entscheidung einen ganz konkreten Hintergrund haben. Der US-Sender ABC teilte mit, dass das FBI Ermittlungen gegen Blatter eingeleitet hat. Die Ermittlungen sollen im direkten Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen weitere Fifa-Funktionäre stehen. Blatter selbst hatte zuvor in einer eilig anberaumten Pressekonferenz seinen Rücktritt angekündigt. Erst am vergangenen Freitag hatte sich Blatter in die nächste Amtszeit wählen lassen. Blatter begründete seinen Rücktritt als Präsident der Fifa damit, dass die Wahlen zwar vorbei sind, aber die Verwicklungen der Fifa kein Ende genommen haben. Im Jahr 1998 hatte Blatter den Posten des Fifa-Präsidenten übernommen. Ein neuer Fifa-Präsident soll nun bei einem außerordentlichen Kongress zwischen Dezember und März 2016 gewählt werden. Bis dahin kündigte Blatter an sein Amt weiter ausüben zu wollen. Während der Pressekonferenz forderte er während eines Statements tiefgreifende Reformen und einen grundlegenden Strukturwandel bei der Fifa.

Vergangenen Mittwochmorgen um 6 Uhr starteten die Behörden in der Schweiz einen Einsatz gegen die Fifa. In Zürich wurden sieben Fifa-Funktionäre in einem Hotel verhaftet. So etwas hat es seit der Fifa-Gründung im Jahr 1904 noch nicht gegeben. Das Schweizer Justiz-Bundesamt teilte mit, dass sich die Mehrheit der in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre weigert in die USA ausgeliefert zu werden. Die Verdächtigen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Fifa-Funktionäre werden der jahrzehntelangen Korruption verdächtigt. In den USA hat deshalb das FBI Ermittlungen eingeleitet. Die US-Behörden werden sich mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 befassen. Sie sollen unter anderem Geldwäsche betrieben haben. Die USA wurden darüber informiert und werden einen Auslieferungsantrag einfordern. Insgesamt klagen die USA 14 Personen an. Unabhängig davon ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022, nach Russland und Katar. Die Schweizer Behörden forderten im Fifa-Hauptquartier die Aushändigung von Dokumenten, wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Demnach haben mindestens zwei Generationen von Fifa-Funktionären das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht, um Millionen Dollar an Bestechungsgeldern anzuhäufen. Dabei haben die Funktionäre beispielsweise den Jugend-Ligen in den Entwicklungsländern geschadet, die von den Geldern eigentlich profitieren sollten.

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Festnahmen: Fifa-Funktionäre widersetzen sich direkter Auslieferung in die USA

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der Fußball-Weltverband Fifa versinkt im Chaos: Am Mittwochmorgen um 6 Uhr starteten die Behörden in der Schweiz einen Einsatz gegen die Fifa. In Zürich wurden sieben Fifa-Funktionäre verhaftet. So etwas hat es seit der Fifa-Gründung im Jahr 1904 noch nicht gegeben. Das Schweizer Justiz-Bundesamt teilte am Abend mit, dass sich die Mehrheit der in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre weigert in die USA ausgeliefert zu werden. Die Verdächtigen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Fifa-Funktionäre werden der jahrzehntelangen Korruption verdächtigt. In den USA hat deshalb das FBI Ermittlungen eingeleitet. Die US-Behörden werden sich mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 befassen. Sie sollen unter anderem Geldwäsche betrieben haben. Die USA wurden darüber informiert und werden einen Auslieferungsantrag einfordern. Insgesamt klagen die USA 14 Personen an. Unabhängig davon ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Die Schweizer Behörden forderten im Fifa-Hauptquartier die Aushändigung von Dokumenten, wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Demnach haben mindestens zwei Generationen von Fifa-Funktionären das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht, um Millionen Dollar an Bestechungsgeldern anzuhäufen. Dabei haben die Funktionäre beispielsweise den Jugend-Ligen in den Entwicklungsländern geschadet, die von den Geldern eigentlich profitieren sollten.

Der Fifa-Präsident Sepp Blatter war zunächst zu keiner Stellungnahme bereit. Blatter möchte offensichtlich keine Verantwortung für den Skandal übernehmen. Er sagte, dass er sein Amt nicht niederlegen wird, weil er nicht verdächtigt wird.

Unter den Festgenommenen befinden sich auch die beiden Vize-Präsidenten, unter ihnen Jeffrey Web, der Stellvertreter von Präsident Blatter. Die zwei dubiosen WM-Vergaben nach Russland 2018 und nach Katar 2022 sollen jetzt genau untersucht werden.

Am Freitag sollte der 79-jährige Sepp Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt werden. Der einzige Herausforderer ist der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein. Der Prinz ist aber praktisch chancenlos. Wenn die Mehrheit der 209 stimmberechtigten Mitglieder Blatter wählt, wird er weitere vier Jahre der Präsident der Fifa bleiben. Aufgrund des Fifa-Skandals fordert die UEFA jedoch die Verschiebung der Präsidentschaftswahlen.

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