Ausmaß unklar: Netz der Deutschen Telekom bundesweit gestört

Symbolfoto: © FotoHiero | pixelio.de

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Tausende Kunden der Telekom müssen seit Sonntagnachmittag um 15.50 Uhr ohne Telefon und Internet auskommen. Der Grund ist eine Störung bei der Deutschen Telekom. Von Totalausfällen ist zur Zeit die Rede. Die Telekom selbst teilte mit, dass Tausende Anschlüsse im gesamten Bundesgebiet betroffen seien und an einer Behebung der Störung gearbeitet wird. Wann diese Störungsbehebung abgeschlossen ist, kann das Unternehmen noch nicht sagen. „Das genaue Ausmaß und der Umfang sind noch unklar“, sagte ein Unternehmenssprecher am Sonntagabend.

Besonders größere Städte, wie Berlin, Hannover, Hamburg und München sind betroffen. Besonders stark ist das Ruhrgebiet und weite Teile von Nordrhein-Westfalen betroffen.

Erst im Juni diesen Jahres hatten Datenbankschwierigkeiten bei der Deutschen Telekom für massive Störungen und Netzausfälle gesorgt (wir berichteten). Experten befürchteten schon damals, dass solche Schwierigkeiten öfter auftreten könnten.

Störung im Mobilfunknetz am Wochenende: Telekom sucht nach der Ursache

Symbolfoto: © FotoHiero | pixelio.de

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Am vergangenen Samstag gab es vielerorts kein Mobilfunknetz. Es war der größte Mobilfunk-Ausfall seit langem. Die Telekom versucht nun herauszufinden, warum das Netz nicht zur Verfügung stand. Es handelte sich um eine deutschlandweite Störung im Mobilfunknetz, teile die Telekom am Montag mit. Der Ausfall dauerte stundenlang an. In dieser Zeit konnten Telekom-Kunden über ihre mobilen Endgeräte weder telefonieren noch im Internet surfen. Zuletzt gab es eine Störung in einem solchen Ausmaß 2009. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei es gegen ein Uhr morgens zu ersten Schwierigkeiten gekommen. Anschließend häuften sich die Beschwerden der Kunden immer weiter.

Erst am Samstagvormittag gegen 10.30 Uhr konnte die Störung behoben werden. Am Sonntag entschuldigte sich der Telekom-Sprecher bei allen Kunden. Das Netz der Telekom soll nicht gestört gewesen sein. Es handelte sich nach Angaben der Telekom, um ein Problem in der IT. Die Telekom prüft von einem Zentralrechner aus die jeweilige Sim-Karte vor jedem Verbindungsaufbau auf Gültigkeit. Dieses Einloggen in die zentrale Datenbank war am Samstag aus noch unklaren Gründen zeitweilig nicht möglich. Dadurch konnte keine Verifizierung durchgeführt werden und es erschien auf den Displays der Mobiltelefone die Meldung „Kein Netz“. Die Telekom kündigte am Montag an, dass der Fall genau analysiert wird. Unklar ist auch noch, warum sich nicht das sogenannte Back-up-Netz eingeschaltet hat. Die Telekom verwendet für den Notfall parallele IT-Systeme, die sich im Notfall automatisch einschalten. Das hat dieses Mal nicht geklappt. Der Telekom-Konzern stellte klar, dass es sich um keinen Hockerangriff von außen handelte, sondern um interne Schwierigkeiten.

Die ADAC-Pannenhilfe teilte mit, dass durch die Störung des Mobilfunknetzes am Samstag zwischen 2 Uhr und 10.30 Uhr rund 500 Pannenfälle nicht gemeldet werden konnten. Die Mitarbeiter der Straßenwacht waren aufgrund des Ausfalls nicht zu erreichen. Die Telekom ist der größte deutsche Mobilfunkanbieter mit 40 Millionen Kunden. Die Telekom ist auch dem Umsatz zufolge Marktführer in Deutschland, gefolgt von Vodafone.

Zugausfälle: Bahnchaos in Düsseldorf traf Berufsverkehr

Symbolfoto: © JP | pixelio.de

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»Der Bahnverkehr rund um den Hauptbahnhof in Düsseldorf ist am frühen Montagabend für eine Stunde komplett zum Erliegen gekommen. Aufgrund einer polizeilichen Suche wurde eine S-Bahn für eine Stunde vom Netz genommen. Die Bundespolizei suchte nach einer Person, die auf einem Fahrrad im Gleisbett gesichtet worden sein soll. Daraufhin wurde die S-Bahn-Linie 11 angehalten, die vom Hauptbahnhof in Richtung Flughafen unterwegs war, und vom Stromnetz genommen. Der Radfahrer wurde jedoch nicht gefunden. Anschließend sollte die Bahn wieder an den Strom geführt werden. Dabei kam es zu einer Überspannung in der Oberleitung. Tausende Pendler saßen am Montagabend in Düsseldorf fest. Eine Bahnsprecherin bestätigte, dass ab 17.42 Uhr für rund eine Stunde keine Züge mehr verkehrten. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn eilte herbei und begutachtete den Schaden und sorgte dafür, dass nach einer Stunde wieder erste Züge den Düsseldorfer Hauptbahnhof in Richtung Köln, Krefeld und Neuss verließen. Der Fernverkehr wurde zeitweilig um Düsseldorf herumgeleitet. Gegen 20 Uhr gab es wieder grünes Licht für fast alle Züge. Lediglich das Gleis mit der gerissenen Oberleitung konnte noch nicht befahren werden. Es soll erst in der Nacht zu Dienstag repariert werden. Die teils erheblichen Verspätungen dauerten nach Angaben der Deutschen Bahn noch bis in die Abendstunden des Montags an. Pendler saßen nicht nur in Düsseldorf, sondern auch an umliegenden Bahnhöfen wie in Krefeld oder Mönchengladbach fest.

Für die Evakuierung der rund 150 Fahrgäste wurde der Düsseldorfer Hauptbahnhof komplett gesperrt. Nach einer Stunde konnten alle Reisenden von Feuerwehr und Polizei zurück zum Hauptbahnhof geleitet werden. Dabei wurde eine Frau im Rollstuhl von Rettungskräften 250 Meter weit bis zur Schlegelstraße getragen wurde.«