Bombenanschlag auf einen Nato-Konvoi in Afghanistan: Tote und Verletzte

Symbolfoto: © burntimes.com

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter, in der Nähe der amerikanischen Botschaft, in die Luft gesprengt. Der Anschlag richtete sich gegen einen Nato-Konvoi. Mindestens acht Zivilisten kamen ums Leben und 25 weitere Menschen wurden verletzt, darunter drei US-Soldaten. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben die Tat bereits für sich reklamiert. Die Terrorgruppe teilte mit, dass ein „Märtyrer“ des IS, sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gezündet hat. Afghanische Sicherheitsquellen berichteten, dass ein am Straßenrand befindlicher Sprengsatz explodierte.

Der Sprengsatz explodierte im morgendlichen Berufsverkehr, als der Nato-Konvoi mit Militärfahrzeugen vorbeifuhr. Zu dem Zeitpunkt waren tausende Menschen, um den beliebten Verkehrsknotenpunkt versammelt. Bilder zeigen, wie nach der Explosion zwei Panzerfahrzeuge ineinander verkeilt auf der Straße standen. Die Fahrzeuge wurden aber nur leicht beschädigt. Nach dem Anschlag fuhren die Fahrzeuge wieder zum Stützpunkt zurück. Die Soldaten nutzen die Militärfahrzeuge für Patrouillenfahrten in Kabul.

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Terror in Stockholm: Festnahme nach mutmaßlichem LKW-Anschlag

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr ist ein LKW in eine Menschenmenge in der Stockholmer Innenstadt gerast. Der Vorfall ereignete sich in der größten Einkaufsstraße Stockholms. Anschließend lenkte der Attentäter den LKW in ein Einkaufszentrum hinein. Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt, neun von ihnen schwer, darunter zwei Kinder. Der LKW wurde von einem maskierten Mann entführt, teilte die betroffene Spedition mit. Augenzeugenberichten zufolge verließen drei bewaffnete Männer den LKW, nachdem dieser in das Einkaufszentrum gerast war. Der mutmaßliche Attentäter wurde am Freitagabend gefasst. Die Polizei nahm ihn auf einem Parkplatz fest. Bei ihm wurde auch eine Sturmhaube gefunden. Der Mann war leicht verletzt. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löffel sagte, dass Schweden angegriffen worden sei und alles auf einen Terroranschlag hindeutet.

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Izmir (Türkei): Autobombe explodiert an einem Kontrollpunkt der Polizei

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Vor einem Justizgebäude in der westtürkischen Stadt Izmir ist am Donnerstag eine Autobombe explodiert. Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Eingangs für Richter und Staatsanwälte. Ein Polizist und ein Gerichtsmitarbeiter wurden bei der Explosion getötet, sagte der Gouverneur der Stadt. Mindestens fünf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach der Explosion der Autobombe lieferten sich drei Terroristen einen Schusswechsel. Dabei wurden zwei Terroristen getötet. Der Dritte konnte flüchten. Die Sicherheitsvorkehrungen an allen türkischen Flughäfen wurden erhöht, um zu verhindern, dass der Attentäter außer Landes flieht. Nach dem Anschlag fand die Polizei Kalaschnikows, acht Handgranaten und einen Raketenwerfer – schwere Kriegswaffen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) hinter dem Anschlag stecken könnte. Die betroffene Stadt Izmir ist neben Ankara und Istanbul die größte Stadt in der Türkei.

Erst in der Silvesternacht starben bei einem Anschlag in einem Club in Istanbul 39 Menschen (wir berichteten).

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Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Terroranschlag auf Krankenhaus in Pakistan: Über 50 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der pakistanischen Stadt Quetta hat sich ein Bombenanschlag vor dem Krankenhaus ereignet. Der Sprengsatz explodierte vor der Klinik. Dabei wurde eine Gruppe von Anwälten, Polizisten und Journalisten getroffen, die sich zu einer spontanen Trauerfeier versammelt hatten. Sie versammelten sich vor der Klinik, nachdem die Leiche des prominenten Anwalts Bilal Anwar Kais (der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung) zu der Klinik gebracht wurde. Bilal Anwar Kais wurde vor dem Bombenanschlag erschossen, als er gerade sein Haus verließ, um zur Arbeit zu gehen. Der Anschlag auf das Krankenhaus wurde ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge von einem Selbstmordattentäter verübt. Mindestens 57 Menschen kamen dabei ums Leben, viele weitere Passanten wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für den folgenschweren Anschlag. Die Provinzregierung kündigte nach dem Anschlag eine dreitägige Trauerzeit an.

In der betroffenen Provinz Balutschistan, die an den Iran und Afghanistan angrenzt, sind radikale Islamistengruppen aktiv, die Anschläge auf die schiitische Minderheit verüben. Dort kämpfen außerdem bewaffnete Separatisten gegen die Sicherheitskräfte. Diese kämpfen für die Abspaltung der armen Provinz Balutschistan von Pakistan.

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Ansbach: Der Attentäter soll vom IS eingeschleust worden sein

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Die Ermittlungen der Polizei in Ansbach haben ergeben, dass der Attentäter über einen Handy-Chat gesteuert wurde und über diesen Anweisungen von einem Unbekannten erhielt. Der bayerische Innenminister hatte bei der CSU-Klausurtagung die direkte Verbindung zu einem Hintermann bestätigt. Er sagte, dass es eine noch unbekannte Person gegeben hat, die aktiv Einfluss auf das Tatgeschehen hatte. Der 27-jährige Selbstmordattentäter ist offenbar bei den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeworben und nach Deutschland geschleust worden. Zur Zeit ist noch unklar, wer genau die Kontaktperson ist und wo sich diese aufhält.

Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden. Die Ermittler wollen nun klären, ob der Chat-Kontakt schon vor der Einreise des Attentäters nach Deutschland bestand. Der 27-jährige Syrer wurde von Bulgarien aus nach Deutschland geschleust. Auffällig ist auch, dass bei dem Attentäter eine größere Summe Bargeld gefunden wurde. Die Höhe des gefundenen Geldes macht es unwahrscheinlich, dass es sich dabei um das übliche Taschengeld eines Asylbewerbs handelt.

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Nagelbombenanschlag in Ansbach: 27-jähriger Syrer sprengt sich selbst in die Luft

Symbolfoto: © burntimes

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Bei einem islamistisch motivierten Bombenanschlag sind gestern im bayerischen Ansbach zwölf Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Der bayerische Innenminister sprach von einem islamistischen Selbstmordattentäter. Bei dem Täter handelte es sich um einen 27-jährigen Syrer, der in der letzten Zeit häufiger in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Der 27-Jährige wollte die Nagelbombe auf dem Konzertgelände von „Ansbach Open“ zünden. Ihm wurde jedoch der Zutritt auf das Gelände verweigert. Daraufhin zündete er seinen Sprengstoffrucksack gegen 22 Uhr unmittelbar vor dem Einlass zu dem Open-Air-Konzert. Ob der Täter im Zusammenhang mit den Terroristen des Islamischen Staats (IS) steht ist noch unklar. Die Absicht, dass der 27-Jährige mehr Menschen töten wollte, spricht auf jeden Fall für einen islamistischen Hintergrund. Der Polizeivizepräsident von Nürnberg sagte, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Opfer gegeben hätte, wenn der Täter auf das Veranstaltungsgelände gelangt wäre.

Diese Bluttat ist bereits die dritte innerhalb einer Woche in Bayern. Am vergangenen Montagabend hatte ein Mann in einer Regionalbahn in Würzburg Fahrgäste mit einer Axt angreifen und am Freitagabend war ein 18-Jähriger rund um das Olympia-Einkaufszentrum in München Amok gelaufen (wir berichteten).

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Nach Anschlag in Nizza: Frankreich ruft patriotische Bürger zum Reservedienst

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Der französische Innenminister Cazeneuve hat nach dem schweren Anschlag in Nizza die patriotischen Bürger zum Reservedienst aufgerufen. Der Aufruf richtet sich an alle Franzosen, mit und ohne militärische Ausbildung sowie an ehemalige Soldaten. Frankreichs Präsident Hollande sprach sich bereits am Freitag für die Verstärkung der Polizei aus. Zur Zeit bestehen die Reservesäfte aus insgesamt 12.000 Freiwilligen von denen 9.000 der paramilitärischen und 3.000 der regulären Polizei angehören.

Unterdessen hat die Terroristengruppe Islamischer Staat (IS) gestanden für die Tat in Nizza verantwortlich zu sein. Die Polizei sucht noch immer nach den Motiven des 31-jährigen Fahrers des gemieteten Lastwagens. Dieser raste etwa zwei Kilometer während des Nationalfeiertags am Donnerstag die Uferpromenade in Nizza hinunter, während die Leute von dort aus das Feuerwerk verfolgten. Bei der Amokfahrt kamen mindestens 84 Menschen ums Leben, darunter auch Kinder und 200 weitere wurden zum Teil schwer verletzt (wir berichteten).

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England steht nach dem Mord an Joanne Cox unter Schock

Symbolfoto: © Marvin Siefke  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Der „Brexit“-Wahlkampf wurde durch ein Attentat auf die britische Labour-Abgeordnete Joanne Cox überschattet. Die 41-jährige Abgeordnete war am Donnerstag von zwei Schüssen einer antiken Schusswaffe getroffen und mit mehreren Messerstichen schwer verletzt worden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in das städtische Krankenhaus geflogen. Dort erlag sie wenig später ihren schweren Verletzungen. Nach dem Tod der „Brexit“-Gegnerin wurde der Wahlkampf unterbrochen. Die Polizei nahm am Tatort einen 52-jährigen Mann als Tatverdächtigen fest. Augenzeugenberichten zufolge rief er während der Tat „Großbritannien zuerst“. Die Pro-EU-Abgeordnete Joanne Cox hielt in der Bibliothek der Stadt Birstall in West Yorkshire eine wöchentliche Bürgersprechstunde ab. Beim Verlassen des Gebäudes kam es zu dem Attentat. Der Ehemann der Politikerin äußerte sich nach ihrem Tod und sagte, dass sich Joanne Cox jetzt vor allem zwei Dinge gewünscht hätte. Erstens, dass unserere geliebten Kinder viel Liebe erfahren und zweitens, dass wir uns zusammentun, um gegen den Hass zu kämpfen, der ihr das Leben gekostet hat.

Joanne Cox hinterlässt ihren Ehemann und zwei Kinder. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erschüttert und bezeichnete den Vorfall als „schrecklich und dramatisch“. Der französische Premierminister sei „tief betrübt“ über die Tat, hieß es. Großbritanniens ehemaliger Premierminister Gordon Brown sagte, dass so etwas in Großbritannien nie wieder passieren darf. Auch die politischen Gegner von Cox verurteilten die Tat scharf und bekundeten ihr Beileid.

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